Hallo,
möglicherweise ist der Schlegel nicht in ordnung. Taste ihn mal ab, ob das Macken dran sind, die evtl. das Fell beschädigen.
Nils
Hallo,
möglicherweise ist der Schlegel nicht in ordnung. Taste ihn mal ab, ob das Macken dran sind, die evtl. das Fell beschädigen.
Nils
ZitatOriginal von Chuck-Boom
Meines Wissens steht da - LEIDER - ein ganz anderer Gedanke im Vordergrund:
Die meisten Hersteller scheuen spitze/re Gratungen aus dem einfachen Grund, dass diese viel anfälliger für Schäden aller Art (Macken, aber z. B. auch bis hin zu kleinen Brüchen im Holz) sind, was zu vermehrten Reklamationen führt, die für den Hersteller Kosten und Imageverlust bedeuten.
Stumpfere Gratungen sind einfach haltbarer.
Das klingt einleuchtend, der Effekt auf das Klangspektrum ist aber auch da.
Derzeit sind die meisten Kits am Markt eher spitz gegratet.
Hmmm- erst mal richtig pegeln würd ich sagen.
Bassdrum ist zu leise, Snare zu trocken, Becken zu laut und klingen etwas übersteuert.
Wie klingen denn die Drumspuren ohne die anderen Instrumente?
ZitatOriginal von Slowbeat
Pörlprospekte lesen sich gut, was?
Selten so viel Geschwafel gelesen.
Wenn Du nicht so jung wärst, würde ich jetzt langsam ärgerlich werden.
In den 70ern und 80ern war typischerweise ein eher toter Drumsound (=obertonarm) modern. Entsprechend sind bei vielen Modellen dieses Alters auch die Gratungen und Hölzer (=>z. B. Mahagoni). Ab den 90ern kamen wieder lebendigere, resonantere Sounds (=obertonreicher) in Mode, daher entwickelten sich auch die Gratungen und Materialien (=> z.B. Maple) wieder in Richtung scharf. Nun schägt man wieder den entgegengestezten Weg ein. Soweit so gut.
Aber es war schon immer möglich durch gezieltes Stimmen, Fellauswahl und Dämfungsmassnahmen entgegen der jeweiligen Mode zu klingen, jedenfalls in Grenzen und immer gab es aber auch Alternativen zu kaufen.
ZitatOriginal von Slowbeat
Glaub mir, meine Gratungen sind rund wie ein Rohr, das kommt einer Fläche schon recht nahe.
Bibbel meint auch nix von wegen ne 5mm-Fläche dranschleifen sondern nur abziehen bis die Macken weg sind und denn die Kanten verrunden. Denk ich mal. Alles andere wär dumm.
Deine Erklärung des Dämpfungseffekts klingt gut, taugt aber wenig.
Warum sollte eine runde Gratung nur bei totgedämpften Fellen Sinn machen? Ich spiele Amba/Diplo-Kombi und komm mit dem klang wunderbar zurecht.
Bei einem totgedämpften Fell hörst du den Unterschied bloß nicht mehr. Und rund, auch mit relativ großem Radius, ist definitiv was anderes als plan. Hierzu verweise ich auch auf meine Ausführungen zum Thema ausgewogener Klang, wenn nur die Gratung einer Trommel im Kit geändert wird. Wie im vorigen Post verweise ich darauf, dass der Effekt einer größeren Fellauflagefläche durch dünnere Felle teils kompensiert werden kann.
nils
ZitatAlles anzeigenOriginal von Bibbelmann
Hast Du meinen zweiten Post auch gelesen? Um den Kessel neu zu graten muss die alte Gratung (edit: bei grösseren Dellen) ohnehin erst plangeschliffen werden.
Ein Kessel mit stumpferer/verrundeter Gratung klingt auch nicht einfach "tot". Die Pearl Reference series, die für Pearl-Verhältnisse ;)überragend klingt hat verrundete Kanten, bei den tieferen Toms etwa so wie Slowbeats set.
edit: nicht alles auf die Goldwaage legen, vielleicht versteht jemand was ich mein.. Gruß
Also, auch wenn ich den 2. Post mitberücksichtige wird's nicht richtiger. Wenn der Gratungsradius verändert wird, oder auch aus einem Radius eine Fläche gemacht wird, ändert sich der Charakter der Trommel dramatisch. Der Zusammenklang mit den anderen, nicht behandelten Trommeln im Set, ist dann nicht mehr einheitlich, Reference hin oder her.
Fazit: Gratungen nur vom Profi machen lassen.
Zu Pearls Konzept: man reduziert mit einer runden bzw. halbrunden Gratung den Oberton/Resonanzanteil. Das tut man gezielt stärker bei größeren Trommeln, da die Resonanz proportional zur Kesselfläche ist. Daher klingt ein Reference-Standtom nicht so leicht nach "Boing" wie ein anderes. Allerdings gleicht man einen Teil dieses Effekts wieder aus, indem man eher einschichtige als zweischichtige Felle verwendet. Auch ist die Kesselkonstruktion bei der Materialauswahl und Wandstärke für die einzelnen Größen so gewählt, dass den größenspezifischen Schwächen der Trommeln entgegengewirkt wird. Das 10er tom über das wir hier eigentlich reden, hat in der Reference-Serie eine halbrunde Gratung, aussen gerundet, innen steil, wie meine alten 1984er BLX-Trommeln. Der Dämpfungeffekt ist hier nicht sehr groß.
Die Frequenzkennlinien der jeweils eingesetzten Hölzer, die Kesselstärken und die jeweilige Gratung bilden einen ganzen Maßnahmenkomplex, der den spezifischen Schwächen der Kesslgröße entgegenwirkt und das hervorbringt, was die meisten eigentlich von der Trommel hören wollen. So wurden die langjährigen Erfahrungen im Custom-Trommelbau der Masterworks-Serie verabeitet.
Nils
ZitatAlles anzeigenOriginal von Slowbeat
Dellen werden mit Clou Holzpaste ausgefüllt, Verarbeitung siehe Dose.
Dann wird mit Fingerspitzengefühl und feinem Schleifpapier die Gratung angeglichen.
Bibbels Vorschlag mit der Planplatte ist nur bei wirklich kleinen Beschädigungen praxistauglich, die Gratung muß dann trotzdem per Hand noch nachgearbeitet werden.
Nils: Paranoia? Es gibt auch runde Gratungen. Im Falle meiner Trommeln mit nem 6mm-Radius.
Rund ja, aber nicht plan. Der Effekt ist übrigens, dass das Fell bei der Halbschwinung nach unten eine kleinere effektive Fläche hat als bei der Halbschwingung nach oben und dass natürlich die Dämpfung erheblich größer wird, da die Auflagefläche des Fells steigt. Für Benutzer von Hydraulics ist das vielleicht OK.
nils
ZitatOriginal von Bibbelmann
Ansonsten: ebene Fläche, schmirgelpapier drauf und solange drehen bis der Kessel wieder plan ist
Gruss
Bibbel
BLOß NICHT ! Die Gratung muss nicht nur überall gleich hoch sein, sondern auch spitz. Wenn Du das tust, was Bibbelmann vorschlägt, beseitigst Du einen wesentlichen Teil der Gratung!
Hier siehst du eine Gratung im Querschnitt. Wenn Du die von oben planschleifst, ändert sich der Charakter des Klangs massiv (von lebendig zu tot).
Der Tipp mit ST-Drums ist sicher der beste.
Nils
verschieben kann ich nix, aber meine Soundsamples kannst Du Dir per click auf den Link in meiner Signatur runterladen. Info zum Kit, Befellung und Bilder über die anderen Links.
Nils
ZitatOriginal von seppel
die kesseltiefe hilft da nicht viel weiter. ne 24x14er bläst jede 22x18er der gleichen serie ganz nonchalant vom hof.
Meine Wooferlösung hat meiner 22*14 Lautstärkentechnisch gut auf die Beine geholfen. Vor allem ist der Sound jetzt sehr gut nach vorne raus fokussiert.
Nils
ZitatOriginal von Hilite freak
Für ein 0815 Drumset vielleicht, für einen richtigen Rocker ist 24/14/18 eigentlich DIE Kombination, bei Bedarf eigentlich nur noch zu toppen mit einem zusätzlichen 16" Standtom.
Bonzo läßt grüßen. ![]()
ZitatOriginal von dennisderweber
neulich hab ich gesehen dass einer das bd mikro von oben in die bass gehängt hatte. mit nem kurzen mikro arm nach unten in der rosette befestigt. was spricht denn dagegen? (außer dass man dann keine tom nach oben durch die rosette anbauen kann)
Nö, nix, außer man hat ne ungebohrte Bass.
Eine Grenzfläche ist eine gute Alternative, braucht keinen Ständer und klingt obendrein noch sehr gut. Das Shure Beta 91 ist so eins, damit bin ich schon live abgenommen worden. Perfekt ist die Kombi mit einem Yamaha Subkick, allerdings nur, wenn man mehr Platz hat.
Das Beta 91 ist für 300€ zu haben.
Nils
Ich habe bei einem gebraucht erworbenen Kit mal ein 18er Standtom mit Riß bekommen. Der wurde dann frisch verleimt, aber natürlich ist die Spannung raus und der Kessel auch nicht mehr 100%ig rund. Das fällt aber bei so einer großen Trommel weniger auf als bei einer kleinen.
Außerdem verziehen sich Kessel gerne mit der Zeit, wie z.B. meine 6.5er Snare. Sie ist schwieriger zu stimmen, klingt aber trotzdem noch sehr geil.
Nils
ZitatOriginal von drumsandbeats
Nun bleibt es jedem selbst überlassen, wie weit er am Schlagzeug kommen will. Will man aber weiter kommen, den Horizont erweitern und bereit sein für neue Spielsituationen, kommt man oft nicht darum herum, seine bisherige Spielweise zu überdenken.
Gruß,
Sven
Wahre Worte.
ZitatOriginal von elvis
Zur Übung hab ich mal die Feder von der Fußmaschine gelöst. Die Konsequenz ist, dass man mit dem Rebound der Bassdrum spielen muss. Sobald man den Fuß auf dem Fell liegen lässt, kann man natürlich nicht mehr weiterspielen. Ist eine sehr spaßige Übung!
So hat Buddy Rich immer gespielt.
Hallo Leute,
ich treffe mich am Montag mit miles_smiles um in der Planung konkreter zu werden. Dann stellen wir unsere Ideen und Terminvorstellungen hier ein.
Nils
ZitatOriginal von Cyco2000
Das Set kann gut gebraucht , aber auch neu sein. Es sollte einfach nicht gleich "auseinanderfallen", wenn man es anfasst - Robuste Verarbeitung. Ihr versteht hoffentlich was ich meine...
Wenn Du was aus hochwertigen Serien der Markenhersteller gebraucht erwerben kannst, ist das sehr solide, auch wenn es alt ist. Meine 20 Jahre alten Pearl BLX-Trommeln samt Hardware sind immer noch auf professionellem Niveau, sowohl klanglich als auch von der Verarbeitung und vom Zustand her. Wenn Du neugierig bist, klick mal die Links in meiner Signatur. Die teueren Sets sind auf lange Sicht die billigeren.
Nils
ZitatOriginal von dsstrike210
Die ZXT und Zbt würde ich persöhnlich nicht empfehlen. Naja am besten ist immer noch selbst sich die Becken anzuhören und Qualität zu prüfen. Einen Ersten eindruck bzw. Hörproben bekommt man ja schon bei den Hersteller Seiten.
Die von mir angesprochenen Serien habe ich deshalb zitiert,weil sie in den gegebenen Preisrahmen passen. Natürlich gibt es für mehr Geld auch bessere Becken, keine Frage. Oder Becken aus besseren Serien gebraucht bei ebay.
Gebrauchte Becken sind aber immer ein gewisses Risiko, genau wie ungestestete Neuware, die per Web bestellt wird.
Der Wert der Hörproben auf Herstellerseiten ist immer auch abhängig von den Lautsprechern, die man hat. Am besten ist immer ein ausgiebiger Test mit großer Auswahl vor Ort. Oder hättet Ihr gedacht, dass ein uraltes Paiste 505 16" Crash sehr gut mit einem Sabian Paragon 16" harmoniert?
Das hab ich nur durch Ausprobieren herausgefunden.
Nils
OK, Du willst 3 Becken, 2 Crashs und ein Ride.
Im angegebenen Preisrahmen liegen die Serien:
- Paiste Alpha
- Sabian XS20
- Meinl Amun und evtl. noch
- Zildijan ZXT
Daneben gibt es auch noch Istanbul und Anatolian sowie UFIP, die preislich passende Becken haben könnten, aber da weiss ich die Serien nicht. Vorsicht ist geboten bei Stagg und Wuhan, die haben eine sehr große Streuung in ihren Serien, da muss man in jedem Fall das eine Becken das man positiv getestet hat auch mitnehmen und nicht irgendwo anders bestellen. Bei denen oben in der Liste kann man ggf. das Risiko eingehen und beim großen testen und im www zu bestellen.
Ich kann Dir nur raten in einen der großen Läden zu gehen (Musik Produktiv, Thomann, Music Store Köln...) und die angesprochenen Serien gegeneinander zu testen.
Nils