Beiträge von nils

    aber außen am Reso und besonders am Schlagfell ist eine Mikrofonierung der Bassdrum einfach unvorteilhaft,

    Auf der Bühne bin ich bei dir, für (Studio)Aufnahmen klappt es bei mir mit einer Grenzfläche vor der Bassdrum ziemlich gut. Ja, man hat mehr Übersprechen, aber die Bassdrum hat so auch raum.

    Aber es gibt ja durchaus Anwendungen, wo die Bass Drum Felle nicht ansatzweise totgedämpft werden.

    Wie ist das bei den Jazzern - spielt die Kante eine Rolle bei euch?

    Bei offener Anwendung ohne viel Dämpfung benimmt sich die Bassdrum wie ein Tom. Da sollte auch die Gratung Ok sein, sonst hat man dasselbe Risiko für unerwünschte Nebengeräusche wie bei Toms. Ich rate auch dazu, die Felle einer ungedämpften Bassdrum ordentlich zu zentrieren, um Stimmstabilität zu gewähreleisten.

    Was ist das für eine Serie?

    Das Foto ist recht unscharf, daher ist es schwierig zu sagen. Es sieht so aus, als ob der Bassdrumkessel innen mit einer melierten Lackierung beschichtet ist, was für die Export-Serie aus den späten 1970ern bis frühen 1980ern sprechen würde, genau so wie die Spannreifen der Bassdrum aus Stahl sind, was ebenso für Export spricht. Das helle Badge kenne ich aber eher von der DLX Serie, allerdings müsste dann auch eine Seriennummer eingeprägt sein. Ist dort keine, würde auch dies für Export sprechen.

    Was ein grosser Unterschied zu einer Band ist, dass Du nicht alleiniger Chef über das Tempo bist, sondern den Dirigenten folgen solltest.

    Das gleiche gilt auch für die Dynamik. Da ist kein Mischer der dich zurücknimmt. Leise spielen kann zur Herausforderung werden.

    !!! Der verlangte Dynamikumfang ist sehr umfangreich, das schult. Ich hab in ganz jungen Jahren mal in einer traditionellen Blasmusik gespielt, was einem Musikverein schon recht nahe kommt, und bin damals an den dynamischem und spieltechnischen Anforderungen gescheitert.


    Nach Dirigat zu spielen, ist eine besondere Herausforderung, da der/die DirigentIn ggf. ein weniger genaues Tempo hat als du, oder veränderliches Tempo als musikalische Ausdrucksmöglichkeit versteht. Letzten Sommer hab ich einen Gospelchor begleitet und musste da auch wie ein Fähnchen im Wind mit der Dirigentin mitgehen. Als Rocktrommler muss man sich ganz schön überwinden.

    wie oft kann man in weltweiten e-Drum-Foren lesen, daß ein TD-50 ohne Gewalteinwirkung komplett abgeschmiert ist,

    Mag sein, dass es sich in meiner Erinnerung vermischt, aber von Abstürzen, Artefakten, Fehltriggern und anderen Fehlern bei E-Schlagzeugen hab ich schon oft gelesen. Man muss nur mal die Freds von Drumstudio1 hier im Forum lesen. Ob da ein TD50 bei war, kann ich nicht sagen.

    was macht denn euer Gitarrist, wenn sein Effektpedal ausfällt oder beim Bass der Verstärker?

    Das Effektboard meines Leib- und Magengitarristen ist neulich mitten im Gig abgeschmiert. Kurze Stressphase, alles abgestöpselt, 1-2 rudimentäre Effekttreter ohne Board eingeschleift, weiter gings, nur ohne das ganze Zeugs. Ging auch.

    Analoge Technink, wie Bassamps, geht eher selten kaputt, ganz anders als dieser Digitalkram, denn im Grunde sind das ja IT-Systeme mit denselben Anfälligkeiten wie die Server auf meiner Arbeit.

    Dann auch die Frage wie überträgt man es am Besten auf das (normale) Schlagzeug. Bongos/Congas/etc würde ich gerne vermeiden wollen.

    Der eigentliche Groove sollte aber erhalten bleiben.

    Ich würde einen Eggshaker in der rechten Hand verwenden, um die 16tel zu spielen und die claven-artigen Schläge mit der linken Hand auf der Snare mit entspanntem Teppich, nach der Notation von Marius aus Post #6.

    Was war und ist eure Motivation und Leidenschaft für das Schlagzeugspielen? Das interessiert mich sehr.

    Meine Motivation anzufangen (ist >40 Jahre her) war meine kindliche Faszination für das Instrument. Bei Dorffesten und größeren Familienfeiern habe ich immer vor der Bühne herumgelungert und den Schlagzeuger bewundert. Ich wusste einfach: Dies ist mein Instrument.

    Angefangen habe ich dann erst mit beinahe 16. Dabei geblieben bin ich, weil es sich schlicht gut anfühlt, zu trommeln, sozusagen selbstbelohnend. Am liebsten spiele ich natürlich mit anderen, aber auch alleine habe ich Spaß. Das Beste ist, wenn ich alles vergesse, wenn ich in den Flow-Zustand komme und einfach nur spielen kann, ohne nachzudenken und voll im hier und jetzt bin.

    Man sollte halt drauf achten, dass die Trommeln von der Konstruktion her ähnlich sind. Also z.B. nicht gerade Acryl mit Holz kombinieren.

    Auch das habe ich schon gesehen und zwar ausgerechnet in den berühmten Hansa Studios in Berlin. Da hing ein 12er oder 13er Acryl- Tom an einem Set, das ansonsten aus Holzkesseln bestand.

    Ich hab mit dem Insolvenzverwalter telefoniert. Es gab leider keine Aussage, was mit PPV passieren wird. Auch die verbliebenen Mitarbeiter in der Zentrale wissen nichts. Für die ist das besonders doof.

    Ich hab grad nur so einen Plantronics Besprechungskopfhörer hier, also nicht HiEnd. Für meine Ohren klingen die Aufnahmen sehr ähnlich.

    A: vielleicht etwas präsenter und kompakter als B, aber da Unterschiede dingfest zu machen, grenzt schon an Esoterik - SM57?

    B: für meine Ohren ein gaaaanz klein wenig platter als A - t.bone?

    C: hat für meine Ohren mehr Tiefbass als A und B - e604?

    Ich stelle mal die Behauptung auf, gerade Könner wie ihr bekommen mit gut abgehangenen Resos einen Sound aufgenommen, der dem mit nagelneuen Resos in nichts nachsteht.

    Gerade im Studio rate ich generell zu neuen Fellen, weil dort gerne Mikros verwendet werden, die Flöhe husten hören. Alte Felle können meist amtlich klingen, aber die letzten 20% kriegt man damit nicht.

    Das könnte ich gern mal machen. Mir mangelt's da nur an "ausreichend alten" Fellen.

    Bei mir werden Felle auch nicht sonderlich alt, aber beim Kauf gebrauchter Trommeln hatte ich schon oft die Gelegenheit den Effekt neuer Felle gegenüber den mitgelieferten Uraltfellen zu erleben. Sollte ich jemals wieder Trommeln kaufen, mache ich mal eine vorher-nachher Aufnahme.