Also, ihr kennt doch alle das Phänomen der Schwebung, wenn Gitarre oder Bass gestimmt werden und die zu stimmende Saite noch nicht ganz drauf ist. Da haben wir zwei Töne, die ein geringe Differenz zwischen ihren Frequenzen haben. Dadurch ändert sich die Phase zwischen beiden Tönen langsam, wodurch die Amplitude der überlagerten Töne stark schwankt, weil beide Töne sich kurzzeitig fast auslöschen und wenig später gegenseitig verstärken. Die Frequenz der Schwebung entspricht der Differenz der beiden beteiligten Töne.
Nun tritt dieses Phänomen bei jedem beliebigen Zweiklang auf, nur dass bei größerer Differenz der Frequenzen eben keine Schwebung auftritt, da die an- und abschwellende Amplitude so schnell oszilliert, dass dies als zusätzlicher Ton wahrgenommen wird.
Darüber hinaus gibt es auch noch Summentöne und eir haben hier nur die Grundschwingungen betrachtet. Dieselben Phänomene treten auch für alle Obertöne auf.
Wikipedia schreibt hier über Kombinationstöne:
Kombinationston – Wikipedia
In dem Artikel wird beschrieben, dass es sich wohl um ein Wahrnehmungsphänomen handelt, dass am Ohr entsteht.
Gitarristen benutzen die Differenztöne sehr gerne, dann nennt man das Powerchord. Qintenstapel unter Vermeidung der Terzen. Klingt einfach fetter.