Beiträge von nils

    Spielst du dann überhaupt noch bummtschak

    Oh ja, ich mag Four-on-the-floor beats und dergleichen sehr. Was ich mache ist ziemlich weit weg von der typischen Besenarbeit der Jazzer. Ich spiele hauptsächlich Funk, Rock und Dancefloor. Angefangen hat es mit einem geplanten Gig in einer kleinen Kneipe. Es war klar, dass "normales" Schlagzeug viel zu laut sein würde, also habe ich das ganze Set massiv eingedampft (16er Bassdrum, kleine Toms) und auf Besen gesetzt. Meine Snare ist ein umgebautes 8er Rototom und klingt mit Nylonbesen einfach am besten. Die Band fand den Sound so cool, dass ich nie wieder zurückgegangen bin zu großen Trommeln und Sticks.


    Hier ein kurzes Beispiel:

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    Aus meiner Sicht wäre es okay im Wissen, dass du natürlich in der Umfrage schnell enttarnt sein wirst

    Sehr wahrscheinlich :D

    Hatte schon öffentliche Jamsessions, bei denen es am Ende um nix mehr ging, betrunken gespielt. Und auch mal bekiffte Jamsessions im Proberaum. Meine Meinung dazu ist, dass das fürs Schlagzeugspielen nicht sehr hilfreich ist. ;)

    Das sehe ich genauso. Obwohl ich zugeben muss, dass ich schon Gigs hatte, in deren Verlauf ich einiges an Alkohol konsumiert habe. So richtig geholfen hat es allerdings nicht.

    Meine Wahl wäre ganz eindeutig das kleinere Set (20-10-14), das ist viel präsenter und vor allem aufgeräumter im Mix.

    Bezügl. der Snareauswahl würde in Erwägung ziehen, verschiedene Trommeln für die unterschiedlichen Stücke zu verwenden.

    Der zur Zeit sehr angesagte trockene Snaresound à la Vulfpeck wird oft mit mitteltiefen, stark gedämpften Metalleimern erreicht, Supra 14x5 o.ä.

    Das wichtigste Element für den vulfpeck-Snaresound ist das Geschirrtuch. Ich hab mal testweise eins direkt auf die Gratung gelegt und darauf das Fell montiert => klingt genau so, wie man es für dieses Klischee braucht.

    müsste ich eher auf eine hochgestimmte 14 x 5er Wahan Buche gehen.

    Ja, für TOP Sound würde ich Acryl ausschließen. Das Risiko, dass der Kessel durch die extrem hohe Fellspannung reißt, wäre mir zu groß. Als ich mal für Jamal Thomas eine Snare auf den typischen James Brown Ton bringen sollte (für ein Konzert mit Maceo Parker), hab ich sogar zwischendurch die Spannschrauben geölt, damit die nicht abreißen.

    Meinst du damit tatsächlich nur die Gauger RIMS, oder beziehst du alle Clones wie z.B. von Stegner mit ein?

    Die Klone funktionieren natürlich genau so gut, zumindest, wenn sie exakt gefertigt sind. Sofern das Tom spannungsfrei hängt, ist alles gut. Ich hatte schon welche in der Hand, bei denen der Radius nicht ganz stimmte und die deshalb nicht so gut funktioniert haben.

    was mir da gerade einfällt, wäre es keine Möglichkeit mal das entsprechende SQ1 Tom an einem RIMS Mount aufzuhängen, falls nochmal ein Auftrag mit gleichem Set reinkommt?

    Ja, das könnte man sicher machen, kostet halt ein paar Euronen und Zeit zum Umbau. Ich frage mich, wie man sowas so bewerben kann, wenn es ganz objektiv nicht wie beschrieben funktioniert. Von allen Systemen, die ich in der Hand hatte, sind die originalen RIMS immer noch das Nonplusultra in Sachen Entkopplung.

    So was sind hochinteressante Rückmeldungen an die Drumcommunity.Vielen Dank Nils.

    Ich hab noch so einen.


    Das Sonor SQ1 hat eine Tomrosette mit einem sog "Sound Sustainer", der eigentlich eine Art Freischwingaufhängung sein soll, also ein Element, das die Trommel von Halter und Stativ entkoppelt. Ich hab's im Studio für einen Kunden befellt und gestimmt und hatte leider dieselben Probleme mit dem Sustain, wie bei Schlagzeugen ohne Entkopplungselement:


    => in der Hand gehalten klang die Trommel schön und bei Bedarf mit langem Sustain - sobald man sie auf den Halter steckte, war der Ton weg und das Sustain kurz, Ich hab dann eine Weile nach einer Position auf dem Haltearm gesucht, bei der dieser Effekt möglichst gering war. Das hat geklappt, aber dadurch musste das Becken/Tomstativ neu positioniert werden.


    Nun ist das SQ1 preislich in einer niedrigeren Kategorie als das oben genannte Ludwig, aber trotzdem immer noch teuer genug. Die Halterung wird von Sonor so beschrieben:

    "Hear the difference

    As a next step we wanted to find a drum mounting solution that would affect the resonance and sustain of a drum as little as possible while having a small footprint and great stability. Inspiration came from the automotive industry where vibration-control technology is used for engine mounting systems among others. What we developed was a unique concept of mounting toms and floor toms that ­integrates rubber insulation within the mount to avoid any shell-to-mount contact. Scientific re­search shows the considerable ­improvement in extended sustain compared to traditional mounting methods."


    Das schürt Erwartungen, die nach meiner Einschätzung nicht erfüllt werden.

    Hallo zusammen,


    gestern habe ich ein Legacy Maple in Green Sparkle (22x14, 13x9, 16x16 und 18x16) für einen Kunden neu befellt und gestimmt. Das Grundkonzept mit dünnen Kesseln und Verstärkungsringen, dazu eine sehr runde Gratung, gibt die Richtung "vintage" deutlich vor und ist aus meiner Sicht viel näher am Original, als die Sonor Vintage Serie, die leider moderne schwere Kessel hat. Also klanglich und optisch alles im grünen Bereich :D


    ABER, was mich wirklich irritiert hat, sind mehrere Dinge, die nicht in Ordnung sind:

    - Die Memory-Clamps an den Floortom-Beinen kann man nur mit extremem Kraftaufwand über den gerändelten Bereich schieben (=> Designfehler)

    - Die Spannschrauben an der Schlagfellseite der Bassdrum sind zu lang. Das EMAD konnte nicht gespannt werden, weil die Schrauben in den Böckchen an den Anschlag geraten sind (=> Produktionsfehler, vermutlich wurden die Böckchen zu nah an der Gratung montiert) Ich habe dann das alte Fell mit etwas kürzerem Kragen wieder montiert, das konnte man gerade so genug spannen

    - Das 16er Tom ist nicht rund, insbesondere die Resoseite ist eher kartoffelförmig, Abweichungen im Durchmesser bis zu 2,5mm (=> Produktionsfehler)


    Hat jemand von euch mal so ein Set näher betrachtet? Gabs da auch solche Fehler? Der Preis ist ja ganz schön happig, da habe ich andere Erwartungen.


    Viele Grüße, Nils

    Es ist vollkommen naiv zu glauben, dass das nicht so kommen wird.

    Grundsätzlich bin ich da bei dir. Es gibt allerdings ein Problem, das bei dieser Diskussion, wie auch schon bei vorherigen Diskursen zur Automatisierung (Robotik etc) vernachlässigt wird: all diese Systeme benötigen viel Energie. Sobald wir menschliche Arbeit durch Maschinen ersetzen, sei es digital oder mechanisch, ersetzen wir diese letztendlich durch, bisher zumeist fossile, Energie. Wo dies nicht passiert, haben wir Arbeit in Industrieländern durch Arbeit in Sklavenhalterländern ersetzt. Dass diese Strategien nicht zukunftsfähig sind, sollte sich herumgesprochen haben.

    Am Ende entscheidet sich an der Frage der Energieversorgung im Zusammenhang mit der Klimafrage, wie weit wir uns als Menschheit überhaupt noch entwickeln werden.

    Pedal, Einstellungen, Technik. Es gibt einiges wo man noch ansetzen kann.

    !!! Nachdem ich irgendwo mal gelesen hatte, dass Buddy Rich angeblich GAR KEINE Feder an der FuMa haben soll (unbestätigtes Gerücht, aber dennoch...), kam ich ins Grübeln. Bis dahin war ich auch ein Vertreter hoher Federspannung, aber ich habe sie danach sukzessive auf sehr geringe Federspannung reduziert. Das hat mir enorm geholfen, leise spielen zu lernen und dabei das Pedal noch gut bedienen zu können.