Beiträge von nils

    lange Haare gehörten zum Metal und zum headbangen dazu.

    Also...im Laufe seines Lebens wird man, wie soll ich sagen, ... älter. Bei vielen wachsen die Haare dann nicht mehr so, wie früher. Es reicht irgendwann nicht mehr für die lange Matte. Man schaue sich J. Hetfield an. Findest du, dass er nicht mehr Metal ist, nur weil er jetzt kurz trägt? Das erscheint mir doch etwas verengt.

    Ich sag mal, wer nicht bereit ist, mit einem schwarzen T-Shirt zum gelungenen Gesamtbild der Band beizutragen ist auch nicht bereit, sich songdienlich im Spiel zurückzunehmen.

    Da könnte durchaus was dran sein. Solange es um im weiteren Sinne konsensfähige Kleidung geht, sollte das für niemanden ein Problem sein. Einen Borat-Badeanzug würde ich allerdings nicht unbedingt auf der Bühne tragen wollen.

    Früher fand ich Toms besser, wenn sie tief sind. Heute sehe ich das anders. Mein 8er ist lediglich 5,5 Zoll tief, das 10er 6 Zoll. Das hat ergonomische Vorteile und lässt sich darüber hinaus auch leichter stimmen. Ergo: wenn die Wahl zwischen 7 und 8 Zoll Tiefe zu treffen ist, wäre meine Wahl 7.

    Es kommt auf die Band an, das Geschäftmodell bzw. den künstlerischen Ansatz. In meiner Band gibt es keinen, aber als ich in den 1990ern in einer Covertruppe gespielt habe, gab es ein einheiltliches Hemd, das von der Band gestellt wurde.

    Hintergrund meiner Zweifel ist, dass häufig geraten wird Fell beim Ersteinsatz zu zentrieren und sie damit an die Trommel anzupassen. Im Umkehrschluss bedeutet dies ja, dass die Felle auf einer anderen Trommel/Gratung nicht mehr so gut passen würden, bzw weniger gut stimmbar sind.

    Nein, das Fell leidet nicht unter dem Prozess, ein Fell lässt sich öfter zentrieren. Auch wenn es mal abgenommen und auf derselben Tommel wieder montiert wird, sitzt es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht exakt so wie vorher und sollte daher neu zentriert werden.

    Ich kann mich selbst auch echt extrem schlecht einschätzen. Ich kenne auch keine Anfänger persönlich, wo man mal gucken könnte, ob man im "normalen" Rahnen ist. Würde mich rein aus Neugierde ja echt mal interessieren.

    Es kann hilfreich sein, sich selbst aufzunehmen, nur Ton (OK) oder auch Video (besser) und sich das Ergebnis genau anzuhören/anzusehen. Tu dabei so, als wäre es jemand anderes, den/die du bewerten sollst.

    Da wir alle Proben komplett mitschneiden, habe ich sehr viel Gelegenheit, mein Spiel zu analysieren, was mir hilft. die Baustellen zu identifizieren.

    Ich will damit nur sagen, dass man die Zeit, die investiert werden muss, nicht generell festlegen kann. Auch kann man anhand der Information, seit wann jemand Schlagzeug spielt, keine Rückschlüsse auf die aktuellen Fähigkeiten ziehen. Denn der Lernprozess ist mit Sicherheit sehr individuell.

    Volle Zustimmung. Ich z.B. bin eher mäßig talentiert und musste mir vieles mühsam erarbeiten. Als ich damals anfing, hat ein Schulkamerad gleichzeitig beim selben Lehrer angefangen und war nach wenigen Wochen weit enteilt. Immerhin verlerne ich Dinge, die ich mal gelernt hab, kaum wieder, auch wenn ich mal ein paar Monate nicht spiele, was immer mal vorgekommen ist.

    Ihr habt natürlich recht. Die Notation passt nicht, oder?

    Ich habe hier die ersten 17 Sekunden des Songs. Das Tempo ist verlangsamt und das Schlagzeug isoliert:


    Ballroom Blitz_Schlagzeug_mixed.mp3

    Neben dem Shuffle hört man an dieser isolierten Spur sehr schön, dass das Ganze im Original ziemlich wackelt. Man muss also auch selber nicht zu genau sein :D

    Die angesprochene Bassdrum sitzt VOR der 3, nicht danach und da es ein Shuffle ist, wäre die Position 2- lei (wenn man ein-er-lei,zwei-er-lei,drei-er-lei zählt).

    Es handelt sich um den Song "Ballroom Blitz" von Sweet.

    Die Notation hat jemand erstellt, der sich ausgiebig mit dem Stück beschäftigt hat und auch ein YouTube-Video dazu zur Verfügung stellt.

    Ich kenne die Nummer und hab mir den Song eben mal bei YT angesehen. Die Notation passt für mich nicht zu dem, was man im Video hört (ist ein Playback, also nicht auf die Bewegungen des Trommlers achten). Meine Anmerkungen beziehen sich auf den Grundbeat.


    1. Die Snarefigur besteht nicht aus geraden Achteln, sondern ist angeshufflet, keine harten Shuffles, eher so ein New Orleans Feel.

    2. Die Betonungen des 2. und 4. Taktes höre ich so auch nicht raus. Das sind drei Takte mit Betonung auf 2 und 4, im letzten Takt ist der Schlag vor der 4 mitbetont.

    3. Die Bassdrum scheint mir auch nur auf 1 und 3 durchzulaufen.


    Es kann sich bei der Notation natürlich auch um eine bestimmte Stelle, einen Übergang oder sowas handeln, die habe ich mir nicht so genau angehört.


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    Das mit "Fels in der Brandung" und nur der Drummer hat Click funktioniert aus meiner persönlichen Erfahrung überhaupt nicht im normalen Band-Kontext.

    Volle Zustimmung!

    Was Abläufe anbelangt, sind meine zwei heißen Tipps: Zuhören und Blickkontakt.

    Mit Blickkontakt tue ich mich manchmal schwer, daher stütze ich hauptsächlich auf's Zuhören.

    Was für mich allgemein gilt: Bands funktionieren nur, wenn sie eine Einheit bilden. Die Einheit kann auch "imperfekt" sein. Temposchwankungen und andere Abläufe können auch ok sein. Je nach Musik und Setting mal mit mehr oder weniger Toleranz. Mir ist jedenfalls eine Band, die live ihren Emotionen erliegt tausendmal lieber als hörbares Gerangel, wer da gerade im Recht ist, bzw. falsch spielt.

    Absolut, eine gute Band zeichnet sich u.a. durch "miteinander statt gegeneinander" aus. Ich finde Temposchwankungen grundsätzlich auch nicht sooo problematisch, in der Klassik gehören sie sogar zu den ganz normalen Mitteln des musikalischen Ausdrucks (wie bei einigen Jazzsparten auch). Meine Band Kleinmusikverein funktioiert überhaupt NUR so, weil wir improvisierte Musik spielen, (weitgehend) ohne vorgegebene Abläufe und Strukturen.

    was da steht ist oft nur ein Serviervorschlag.

    Sehr schön formuliert! Das merke ich mir.

    Natürlich ist es immer auch eine Entscheidung der gesamten Band oder des Komponisten, wer wann was mit welchem Sound spielt.

    Das Ego sollte immer weniger wichtig genommen werden, als die Musik. Alles für den Song.

    Meines Wissens ist die erste Oberschwingung / Harmonische immer doppelt so hoch wie die Grundfrequenz.

    Das ist nur bei Instrumenten mit dünnen Saiten so. Schon beim Klavier stimmt das nicht mehr, weil das anwendbare Modell eine Mischung aus dem Schwingungsverhalten von Saite und Balken ist.

    Bei Trommeln gibt es zwei Freiheitsgrade statt einem bei der Saite, weil das Fell eine Ebene ist, eine sog. Membran. Die Obertonreihe ergibt sich aus den Bessel'schen Gleichungen und sieht etwa so aus:


    Statt Schwingungsknoten, wie auf der Saite, gibt es auf einer Membran ganze Knotenlinien und jeweils Teilflächen der Membran, die untereinender gegenphasig schwingen. Die Abbildung zeigt diese Teilflächen und die zugehörigen Knotenlinien für unterschiedliche Oberschwingungen. Die Darstellung nennt man auchg Chladni'sche Figuren (nach dem Physiker Chladni).

    Sind doch zwei verschiedene Geräte?

    Die grundlegende Funktionsweise ist gleich. Das vom Mikro aufgenommene Signal wird einer Spektralanalyse unterzogen und die lauteste Frequenz als anliegender Ton interpretiert. Das erklärt auch einen Teil der Abweichungen: manchmal ist auf dem Mikro einer der vielen Obertöne lauter als der Grundton und schon hat man eine abweichende Anzeige. Unterschiedliche Genauigkeit bei der Spektralanalyse ist auch möglich, da kommt es auf die Abtastrate, die Bittiefe und natürlich auf den verwendeten Algorithmus an.