Beiträge von nils

    Nun habe ich mich auch mal diesem Groove angenommen. Eine closed Hi-Hat ist bei mir 'ne Premiere.

    Sehr schön gelöst! Genau anders herum, als der Kollege im anderen Fred es gelöst hat, der die Hihat komplett durchgetreten und nur die Betonungen mit der Hand gespielt hat. Klingt für mich beides gut und schlüssig.

    Nürnberg - München ist ne überschaubare Distanz, man könnte vielleicht ne Kooperation mit Hieber-Lindberg in München anstoßen, falls es in Nürnberg keine Location gäbe.

    Bei Hieber-Lindberg war ich schon mal persönlich und hab mit einem von der Schlagzeugabteilung über die Möglichkeiten für einen Workshop gesprochen. Seine Frage war: "Machst du Remo?" Als ich sagte, dass ich Aquarian mache, war seine Reaktion, dass das nichts wird, weil er nur Remo machen will.

    Hallo zusammen,


    Irgendwie ist allen klar, dass ein Schlagzeug gestimmt werden muss, aber wie genau das geht und wie das Teil eingentlich klingen soll, darüber gibt es oft Unklarheiten. Diese werden im Workshop nachhaltig beseitigt.


    Die Agenda:

    10:00: Begrüßung, Einleitung

    10:15: Einheit: Zentriere das Fell

    10:45: 1. Übungsphase Zentrieren

    11:30: Einheit: Die Klangzonen

    12:00: 2. Übungsphase: Durch die Zonen stimmen

    12:30: Mittagspause

    13:00: Einheit: Klangzonen der Snare

    13:30: 3. Übungphase: durch die Zonen stimmen (Snare)

    14:00: Einheit: Fellauswahl

    14:20: Kaffeepause mit ausprobieren der Fellsorten

    14:45: Einheit: Bassdrum

    15:15: 4. Übungsphase: Bassdrum - finde die Raumresonanz, Dämpfung

    15:45: Einheit: Das ganze Set

    16:00: 5. Übungsphase: Intervalle stimmen, Klangcharakter der Trommeln

    zueinander anpassen

    16:30: Einheit: Stimmen für Situationen

    16:50: Einheit: Stimmen für unterschiedliche Stile

    17:30: Fragen, Bearbeitung von Problemtrommeln.......


    Im Idealfall bringt jeder seine eigenen Trommeln mit (Basisset, 12 Toms wären übertrieben, ein Tom und eine Snare reichen aber auch).

    Das Ganze gibt's für sagenhaft günstige 99 Euro.


    Anmeldung über nils.schroeder@der-trommelstimmer.de


    Viele Grüße, Nils

    Roland ist schließlich keine reine Schlagzeugfirma, sondern hat viel mehr Kapital als die typischen Mitberwerber, mal abgesehen von Yamaha.

    Ja klar. Ich dachte jetzt halt in erster Linie an das Gewa G9, welches ja als neuer losgelöster Ansatz im E-Drum Markt angepreist wird und ob Roland das so stehen lässt, oder ob ein G9 langfristig nach TDxy klingt. ^^

    Aber ja, fraglich, ob der Kauf bis in die unteren Ebenen wirkt.

    Die Frage ist, ob Roland durch die Akquisition auch Einfluss bei der GEWA bekommt, und/oder ob die Gewa noch Zugriff aud DW behält.

    Wer sich mit dem Feeling schwertut, spielt halt dann diese Fassung: 😉

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    Gehört für mich zu den "Dingen, die die Welt nicht braucht"

    OMG! Sie zerstört den eigenen Song!

    Lohnt es sich jetzt nicht mehr? Ich meine immer, es ist nie zu spät.

    Das stimmt und ich hab auch über die Jahre immer mal 'ne Stunde genommen - ABER - letztendlich müsste ich eigentlich meine ganze Technik ablegen und komplett neu lernen, was ziemlich lange dauern würde und es würde auch sehr viel Übezeit erfordern, die ich nicht habe / mir nicht nehmen will, weil ich ja auch noch Jobs spiele, die vorbereitet werden müssen und die Band ist ja auch noch da.

    Wenn ich etwas spielen soll, klappt das im Unterricht meist nicht so gut wie zu Hause. Er sagt, das sei normal. Er ziehe automatisch immer 10-20% der Qualität ab.

    Neulich habe ich mich mit einer Passage ziemlich schwer getan, die zu Hause lief.

    Ich sagte: "Du machst mich völlig verrückt!"

    Er sagte ganz trocken: "Find ich gut." :D :D

    Das wird ganz ähnlich laufen, wenn du vor Publikum spielen sollst. Die Aufregung blockiert einen Teil deiner Fähigkeiten. Nach dem Unterricht und den ganzen Üben ist der nächste große Schritt, diese Blockade zu überwinden.


    P.S.: ich hatte in meinem Schlagzeugerdasein nur sehr wenig Unterricht. Ganz am Anfang (ich war 15 oder 16) bei einem älteren Schüler aus einem höheren Jahrgang. Wie die meisten hier war ich von dem Vorsprung, den er mir gegenüber hatte sehr beeindruckt.

    Dann erst mal gar kein Unterricht mehr und später als Zivi und Student hatte ich nochmal 'ne Weile Unterricht an einer Musikschule bei einem gelernten Schlagzeuglehrer, dessen Fähigkeiten mich ebenfalls sehr beeindruckt haben.

    Insgesamt blieb der Einfluss des Unterrichts auf meine Trommelei eher gering, daher betrachte ich mich als Autodidakten. In der Konsequenz kann ich viele Dinge nicht, die normalerweise im Unterricht behandelt werden, sowas wie Noten lesen (entziffern ja, lesen nein), die meisten Rudiments kann ich nicht, überhaupt hab ich keine gute Technik, keine vernünftigen Doubles...you name it. Ergo: rechtzeitig ordentlichen UNterricht gehabt zu haben, hätte sich gelohnt.

    1. Was habt ihr alles schon erlebt?

    2. Wie laufen/ liefen bei euch die Proben ab?

    3. Wie ist eure liebste Art zu proben?

    Das könnte länger dauern....erst mal nur die herausragenden Erlebnisse:

    1.

    a) Erste Band nach 6 Wochen Schlagzeugunterricht: keiner konnte, was, ich am allerwenigsten, aber es hat Spaß gemacht. Es wurde einfache Rocknummern gecovert, wie Cocaine, es war hauptsächlich der Kampf mit dem Instrument, weniger echtes Musikmachen.

    b. Ausgeholfen in einer Metalband, in der Freunde mitspielten: total betrunkener Gitarrist schwankt herum und schmeißt dabei ein Beckenstativ um

    c. Tanz/Show/Top40 Band: es gab überhaupt nur eine einzige gemeinsame Probe, sonst nur kurze Proben für neue Nummern beim Soundcheck

    d. erste richtige Band mit Anspruch: konzentrierte Proben, sogar Registerproben Bass+Schlagzeug, alles ausgecheckt, sogar Stellproben für's Bühnenmonitoring und all so Zeug

    e. aktuelle Band: wir treffen us am Proberaum, dann gibts erst mal ne Kippe, dann jammen wir 30-45 min, entweder auf Grundmotiven, die wir schon haben, oder auch ganz frei. Dann Lüftungs- und Rauchpause, der Raum hat nämlich nur 12m² und muss sehr oft gelüftet werden. Alles wird aufgezeichnet und die coolen Sachen werden in anderen Proben wieder aufgegriffen.

    f. Künstlerbegleitung: ich werde gelegentlich für Jobs gebucht, wo ich mir ein Programm raufschaffe und dann mit anderen gebuchten Muckern Künstler begleite (zuletzt Bernd Sternberg, ein Dylan Interpret oder DEPUI, ein norwegischer Folkrocker). Dafür probe ich im Wesentlichen alleine und es gibt vor dem ersten Gig 1-2 Proben, bei denen konzentriert das Programm durchgespielt wird.


    2. siehe 1.e Wir sind halt strukturell eine Jazzband, daher gibt es wenige bis keine Regeln und wir müssen uns auch nicht viel merken.


    3. Ich mag es so, wie es in meiner aktuellen Band ist.

    In Studios sieht man ja auch oft, dass 3-4 Bassdrums ohne Fell hintereinander zu einem Tunnel aufgestellt werden.

    Oder auch mit Fellen. Ich habe das mit Fellen getan, weil man so zusätzliche Rückstellkraft bekommt. Im Studio versucht man mit solchen und anderen Methoden auch, die Kanaltrennung zu erhöhen, sodass die Bassdrum beim Schnitt besser korrigiert werden kann, wenn sie nicht exakt sitzt.

    Liegen die "Bassfrequenzen" nicht ungefähr im Bereich von 2-3m Wellenlänge

    Nein, eher 5-7m. Bei 60 Hz Grundton wären es 5,71m, 22er und 24er werden allerdings meist auf 50-55Hz Grundton gestimmt (außer bei traditionellem Jazz).

    dass meine 22x14 Buchentrommel mehr schiebt als die 22x18 Hyperdrive Birke.

    Wie ich oben in einem anderen Post schrieb, klingen kürzere Kessel wegen der physikalischen Eigenschaften kompakter.

    Hmm,


    grundsätzlich ist es ja so, dass der Durchmesser sich viel stärker auf das Klangbild auswirkt als die Kesseltiefe. Der Durchmesser gibt die Spanne zwischen höchstmöglicher und tiefstmöglicher sinnvoller Stimmung vor, die Kesseltiefe wirkt eher auf die Klangfarbe. Fellauswahl und Stimmung sind ebenfalls wesentlich prägender als die Kesseltiefe. Wir sprechen also von nur eingen Prozent des Gesamtklangs.

    Bei tiefen Bassdrums dauert es länger, bis das Resonanzfell bewegt wird; das System ist also träger.

    Dieser Punkt ist unstrittig. Nicht nur wegen der längeren Laufzeit, auch weil das größere Luftvolumen mehr Masse hat und damit mehr Energie nötig ist, um die Luftsäule in Bewegung zu setzen. Bei identischer Fellspannung ist wegen der höheren Luftmasse auch der Grundton tiefer, als bei kürzeren Bassdrums.

    Es entstehen Obertöne und ein höherer Gesamtsound, also die Bassanteile sind nicht mehr so präsent. (Ich hätte das Gegenteil erwartet.)

    Interessant wäre mal ein direkter Vergleich von kurzer und langer Bassdrum mit gleich eingestelltem Grundton. Nach meiner Erfahrung machen längere Kessel mehr Obertongeraffel als kürzere (bei gleichem Durchmesser) und klingen daher weniger kompakt.


    Die Frage ist ja, ob ein höherer Tiefbassanteil, egal, bei welcher Trommelkonfiguration dieser entsteht, tatsächlich hilfreich ist. Nach meiner Erfahrung begrenzt man diesen im MIx üblicherweise, weil viel Tiefbass überproportional viel Leistung verlangt bzw. Raum einnimmt und damit der Mix insgesamt leiser wirkt. Kleine Bassdrums mit weniger Tiefbass sind daher präsenter im Mix.

    Das war nicht böse gemeint, aber die ganzen Antworten haben mich schon ziemlich gefordert.

    Das kann ich nachvollziehen. Wenn Du Unterricht hast, fragst du eine Person und bekommst wahrscheinlich auch nur eine Antwort, vielleicht zwei. Hier wirst du mit vieln, ggf. sehr unterschiedlichen Ansätzen konfrontiert und hast die Qual der Wahl.

    Das ist alles so schön auf den Punkt! Der Trick, die Hihat aufzuteilen ist charmant und funktioniert sehr gut. Ich könnte allerdings die Hihat nicht in dem Tempo sauber treten.

    Es geht ja hoch her in diesem Fred, aber bisher wurde Christin Neddens nicht erwähnt. Das soll jetzt nachgeholt werden.


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    Es gibt einen Unterschied zwischen "Instrument spielen" und "Musik machen". Der Anfang ist "Instrument spielen", denn zuerst braucht man ein paar Werkzeuge im persönlichen Kasten, die man später zum "Musik machen" einsetzen kann. Der Weg zu einem gefüllten Werkzeugkasten ist geprägt von relativ statischen Übungen zu einzelnen Bewegungsmustern, durch die man irgendwie durch muss.


    Im zweiten Schritt lernt man, diese unterschiedlichen Bewegungsmuster in verschiednen Abfolgen abzurufen, ohne ins Stolpern zu geraten. Diese Phase braucht viel Konzentration und dient im Wesentlichen der Automatisierung von Bewegungsmustern. Dein Rückenmark muss das lernen, damit das Gehirn nicht mehr so stark bemüht werden muss.


    Im dritten Schritt lernst du, diese Bewegungsmuster passend zum Ablauf von Musikstücken einzusetzen. Hierbei lernst du, dich in Musikstücken zu orientieren, also zu wissen, wo du gerade bist und was als Nächstes dran ist. Auch hier ist Konzentration gefordert, das bewusste Abrufen von vorher erlernten Mustern im Kontext von Musik. Diese Schritte laufen immer wieder nacheinander und auch parallel ab. Lernst du etwas Neues, muss erst mal der Bewegungsablauf passen, dann die Einbettung in andere Dinge, die du spielst und danach die Anwendung in der Musik. Bist du hier angekommen, kannst du covern oder Stücke mit festgelegten Abläufen spielen. Was du noch nicht kannst, ist auf das aktuelle Geschehen in der Band zu achten und darauf zu reagieren. Verpasst der Sänger den Einsatz, kommst du ins Straucheln, weil du bisher nur das Gelernte reproduzieren kannst: du bist noch nicht frei.


    Denn: Das eigentliche "Musik machen" fängt erst dort an, wo das Nachdenken aufhört und man einfach nur noch spielt. Dies gilt ganz unabhängig davon, ob man Noten benutzt oder nicht. Denn wirklich frei spielen kannst du erst, wenn du quasi vor deinem inneren Ohr hörst, was du als nächstes spielen möchtest und es dann einfach, ohne groß nachzudenken, umsetzt. Gleichzeitig bist du mit deinem Spiel nicht voll ausgelastet, sondern hast genug Kapazitäten, um den anderen Leuten in der Band zuzuhören und auf das zu reagieren, was sie spielen. Eben wenn Fehler passieren, oder die Musik improvisierte Elemente enthält. Der Weg dahin dauert für jeden unterschiedlich lang, je nach Begabung und investierten Ressourcen.


    Mein Vorschlag wäre, viel und exakt zu covern. Das kann man auch ohne Lehrer (meistens) und man lernt dabei eine Menge Dinge, die man so selber nicht spielen würde.

    So habe ich es im Prinzip auch gemacht. Das ganz freie Spiel lernt man allerdings am besten, indem man mit anderen Leuten zusammen improvisiert.


    P.S.: Es ist meine feste Überzeugung, dass alleine solieren zu können, die unwichtigste Fähigkeit am Schlagzeug ist, sozusagen die kleinste Kirsche auf der Torte. Die allerwenigsten können daraus eine Karriere machen, man sollte sich dabei nicht von den vielen Youtubern täuschen lassen, denn das ist in der Regel keine Karriere. Es ist für die allermeisten von uns viel wichtiger, sich sicher in einem Bandgefüge bewegen zu können und den anderen diese Sicherheit auch zu vermittlen. Die wissen es sehr zu schätzen, wenn auf dich Verlass ist.