Beiträge von nils

    Meine Analyse ergibt da ca. 415Hz

    Das wäre ja schon nah am Kammerton. Für meine Ohren bewegt sich das deutlich niedriger, etwa bei der der Hälfte (könnte sein, dass das Timbre die Ohren täuscht), und klingt für mich, wie eine Timbale, möglichweise eine Mini-Timbale. Aber mit einem Roto-Tom käme man auch dorthin.

    Das Hartgummi beim SQ1-Tomhalter war ja schon mal totaler Käse, hat auf Trommeln massiv ausgefärbt, optisch ein Totalschaden.

    Ich hatte vorletzte Woche ein neues SQ-1 in der Hand. An dem Toms sind jetzt große, recht harte, Kunstoffteile zwischen Kessel und Muffe montiert, die leider praktisch keine entkoppelnde Wirkung haben. Das Problem war, dass die Trommeln lose gehalten gut geschwungen haben, aber am Tomhalter klangen sie dann, abhängig von der genauen Position auf dem Halter, ziemlich abgewürgt. Auch nicht des beste Design.

    wie aus einem gestreichelten Schlagzeug im Rock oder Metal.

    Gerade in den extrem schnellen Spielarten des Metal wird in der Regel gestreichelt, weil es bei den Geschwindigkeiten nur noch mit filigraner Technik geht. Deshalb wird dann getriggert, damit es trotzdem so klingt, als würde richtig reingekesselt.

    Schlagzeug leiser machen:

    leiser spielen (oft keine Option, weil für bestimmte Genres auch eine bestimmte "Betriebstemperatur" nötig ist)
    mit Rods spielen -> anderes Spielgefühl und klingt auch anders
    Trommeln und Becken stark abdämpfen -> klingt auch anders

    Als Ergänzung:

    - kleinere Trommeln verwenden. Eine 16er oder 18er Bassdrum ist leiser als eine große Hupe, ebenso sind kleinere Snares und Toms ganz von allein leiser als große.

    - leichtere Trommeln verwenden - viel Gewicht macht Trommen laut, daher sind Trommeln mit dünnen Kesseln und leichter Kesselhardware leiser. Das gilt ebenso für kleinere Trommeln (siehe oben)

    - leichte Sticks verwenden (z.B. Adoro Silent Sticks), dann ist weniger Energie im Spiel

    - Raumakustik verbessern (Dämpfungsmaßnahmen)


    JETZT KOMMT DAS PARADOX:

    - dünne Felle und möglichst wenig Dämpfung verwenden, dazu eine offene Stimmung. Viele denken, wenn man dämpft, wird es leiser, ABER: Wenn man dann leise spielt, kommt schnell der Eindruck auf "Das klingt ja nicht, wenn man nicht reinkesselt". Stimmt für gedämpfte Trommeln mit schweren Fellen, die brauchen viel Schlagenergie, um in Wallung zu kommen. Macht man die Trommeln dagegen ganz weit auf, kommt schon Ton, wenn man nur draufatmet. Deswegen klingt es dann auch schon, wenn man ganz leicht spielt und man kommt garnicht erst in die Lautstärkenspirale.

    Ansonsten aligne ich die Overheads nur an die obere Snarespur im Mix. Das Aligning der restlichen Mikros spare ich mir. Oder würde das dies bzgl. noch was bringen?

    Für mich ist immer der erste Schritt vor dem Mix, alle Spuren zu normalisieren und danach für alle Einzelspuren einen Laufzeitausgleich zu den Overheadspuren zu machen. Im Klangbild wirkt sich das vor allem auf die Transienten und das obere Frequenzspektrum hörbar aus. Manchmal muss eine Spur zusätzlich noch phasengedreht werden.

    Durch die Übersprechungen zwischen den Einzelspuren bleiben noch genügend Kammfilter übrig :D

    Ist das besser so?

    Ist das neue Video unter demselben Link wie das vorher alte zu sehen? Wenn ja, dann höre ich keine große Veränderung.

    EDIT

    Hier mal die Overheads roh 100% L/R gepannt: 16.11.22 - Overheads.mp3

    Das finde ich phasenmäßig besser als das Video. Vermutlich sind die Pegel auf den OH-Spuren und einige der anderen Mikrofone so nah beieinander, dass die Übersprechungen weniger als 10dB Amplitudendifferenz haben und dann kommen solche Effekte raus.

    A&F hat etwas für Alte und Leute mit Rūcken.😁

    Leichte Trommeln lassen sich nicht nur besser tragen, sie sind auch leiser, weil sie weniger Attack produzieren. Das ist ja auch das Konzept von Adoro, auch wenn A&F das hier mit Aluminiumteilen auf die Spitze getrieben hat - aber eben nicht nur das Gewicht, sondern auch die Kosten.

    Leider ist das. was er ab min. 42 über die Gratung sagt sachlich falsch. Form, Winkel und Biegeradius der Gratung bedingen die resultierende Kontaktfläche zwischen Fell und Kessel. Die Größe dieser Kontaktfläche ist ein Maß für die damit einhergehende Dämpfung, die die Gratung auf das Fell ausübt.


    Darüber hinaus spielt die Lage der Gratung auf der Kesselwand, also außen am Kessel ohne Gegenschnitt oder weiter zur Mitte mit Gegenschnitt, eine Rolle bei der Übertragung von Schwingungsenergie vom Fell auf den Kessel eine Rolle (Stichwort mechanische Impedanz der Anordnung). Nachzulesen in "Properties of drum shells and bearing edges" von Eric J. Macaulay.


    Mir ist da zu viel gefährliches Halbwissen drin. Mein Ansatz kommt immer aus der Physik, nicht aus der Esoterik oder gefühltem Wissen.


    (Das Stimmkonzept habe ich mir noch nicht so genau angesehen, daher kein Kommentar dazu)

    Wenn mein Handy so "schön" aufnehmen könnte, dann wäre ich glücklich.

    Bei mir kommt nur Matsche raus.

    Die Signalkette fängt immer beim Instrument und dem Bediener an. Wenn das nicht passt, nützt der ganze Rest auch nix mehr. Erst danach spielt der Raum eine Rolle, dann kommt die genaue Position und Bauart des/der Mikros, Kabel, Wandler ..... aber wenn's vor dem Mikro nicht gut klingt, dann wird die Aufnahme auch nix.

    Da lob ich mir besser die dialtune snares!

    Damit kann man immerhin beide Felle unabhängig voneinenander stimmen. Das System ist allerdings sehr schwer und wie wir wissen, sind schwere Trommeln lauter als leichte. Das kann also gut sein oder schlecht, je nachdem, wonach man sucht.

    somit können deren Konstruktionen nicht als freischwingend gelten da es Kontakt zu schrauben und böckchen bzw Kessel gibt

    Der Begriff Freischwingaufhängung ist ja eher ein Marketing-Schlagwort. Tatsächlich verringern diese Art Aufhängungen den Kopplungsgrad zwischen Trommel und Halter, was an sich schon ein enormer Fortschritt gegenüber hart verschraubten Aufhängungen ist.