tolle Diskussion, aber warum in meinem Thread?
Ganz einfach, weil du andere Blöde suchst, die diesen Blödsinn mitmachen wollen!!
Und von dir will hier niemand was - im Gegenteil.
Seid vorsichtig, wenn ihr was unterschreibt - ihr könntet möglicherweise haftbar gemacht werden, für alles, was in eurer "Mietzeit" passiert.
Uns ist das vor vielen Jahren in einem Heim der Falkenjugend einmal passiert (da haben wir glücklicherweise noch ausschließlich eigene Stücke gespielt).
Wir hatten dort nach einer Auftrittsmöglichkeit gefragt, haben auch positiven Bescheid bekommen, haben auch die dort probende Hausband als Vorgruppe akzeptiert und ca. 3 Tage vor dem Konzert hieß es plötzlich, dass wir einen Überlassungsvertrag für den Saal unterschreiben müßten.
Da die Werbung schon auf vollen Touren lief, haben wir diesen dann zähneknirschend unterschrieben und gehofft, dass nichts passiert (z.B. Brand, Schlägerei, etc.).
Hätten wir Coversongs gespielt, hätten wir auch noch die GEMA-Gebühren am Hals gehabt.
Wir hatten Glück, aber sind seither sehr vorsichtig geworden.
@Kride: Das Geschäftsrisiko teilen sich die Gruppe und der Wirt doch schon, indem die Band nur auf Eintritt spielt: Wenig Publikum - wenig Geld - wenig Umsatz! Viel Publikum - mässig viel Geld für die Band - ordentlich viel Umsatz für den Wirt (bei einem Rockkonzert wird sicher nicht jeder Gast nur ein Getränk zu sich nehmen - hängt natürlich auch von der Qualität der Band ab).
Das bisschen Essen und Trinken für die Band setzt er doch sowieso als Werbungskosten ab.
Und ein Wirt läßt die Bands ja auch nicht aus Nächstenliebe/Musikinteressiertheit spielen, sondern um den Laden vllt etwas bekannter zu machen, oder um an typischen Mau-Tagen (Montag, Donnerstag) auch noch ein paar Gäste im Haus zu haben, die konsumieren.
Gerade junge Newcomerbands bringen doch oft ihre ganze Klassenstufe, Freunde und Verwandte mit zum Konzert - das rechnet sich, glaube mir.
Wir haben mal bei einem großen, gutbesuchten Oldie-Festival gespielt, da meinte der Mit-Organisator (der für die Finanzen zuständig war und den wir recht gut kannten) zu uns: Jungs, ehrlich gesagt, könnt die ganzen Eintrittsgelder haben (damals 20 DM Eintritt pro Person, verteilt auf drei Bands, volle Hütte (großer Zechenmaschinensaal - das gab schon ordentlich Kohle für jeden)), das ist mir völlig schnuppe - mir reicht es, das ich die Lizenzen für die drei Bierstände in dieser Halle habe.
Also wenn man schon dafür zahlt, dass man spielen darf, dann bitte auch mit prozentualen Anteil am Getränkeverkauf - das wäre fair.
@ Kretzi74: Ketzerfrage: Gebt ihr eigentlich auch jedem Gast etwas dafür, dass er/sie kommt und euch anhört?
Es gab in England mal eine superreiche, super-untalentierte "Opern-Diva" von eigenen Gnaden, die hat sich auch kurzerhand die Royal Albert Hall angemietet und sich ihr Publikum gekauft (da existiert sogar eine LP von dem Auftritt - absolut herrlichstes Bad Taste Material)!!
Viel anders ist dieses "PayPlay" System auch nicht.
Wohl hat man schon gehört, das es im Big Business üblich ist, als Vorgruppe eines großen Acts auch Geld zu bezahlen (übernimmt dann üblicherweise aber die Plattenfirma, die ihre Schützlinge nach oben bringen will), aber im Hobbybereich höre ich sowas zum ersten Mal. Und hoffentlich auch zum letzten mal.