Besonders informativ für "Experten" (also wir, die wir schon mal öfter auf irgendwelchen Becken spielen) fand ich diesen Bericht nun wirklich nicht.
Allerdings gut genug, um einem absolutem "Becken-Laien" grundsätzlich die Thematik um diese "Blechscheiben" mal vorzuführen, ohne unnötigen Insider-Wissensballast,
(wenn man z.B. einen Drum-Laien mal fragt, welchen Unterschied er zwischen verschiedenen Trommeln/Becken hört, so bekommt man sehr häufig die Antwort: Ja, stimmt, beide Trommeln machen Bumm und die Becken machen Ping oder Wush.
Hört sich komisch an, ist aber so.)
Den recht oberflächlichen Referenztest hätte man sich allerdings besser gespart, weil eben auch Leute vom Fach diesen Bericht anschauen und natürlich nach ihrem Wissensstand bewerten.
Ich denke aber, da wird im täglichen Normalfall (also ohne Fernsehteam im Rücken) schon drauf geachtet, dass jedes Becken fast identisch klingt.
Die eingesetzte Technik fand ich wirklich beeindruckend, sie sollte eigentlich auch sehr konstante Ergebnisse erzeugen - auch Paiste Becken werden nicht viel anders hergestellt.
Im Gegensatz zu typischen türkischen Becken (handgedengelt - mit klanglichem Persönlichkeitsstempel/Tagesform des jeweiligen Schmiedes) bekommt man dadurch eben, bei Verlust eines Beckens, immer wieder ein annähernd gleichklingendes neues Becken. Damit werben ja auch Paiste und Meinl. Und handgedengelt ist nicht immer automatisch besser.
Was einem selbst besser gefällt, mal abgesehen von einen momentanen Hypen, muß sowieso jeder für sich entscheiden.
P.S. Die etwas "unbeholfene", somit absolut fernsehuntypische Art des Chefs und des Produkt-Managers machte mir die Firma Meinl eigentlich eher sympatisch - mal nicht das perfekte, aalglatte Businessgehabe vieler anderer Firmenpräsentationen (die kochen alle nur mit Wasser, wissen es aber "besser" an den Mann/Frau zu bringen).
Ich kenne sowohl gutklingende Meinl und Paiste Becken, als auch schlechtklingende "türkische" Becken (wozu ich auch Zildjian und Sabian zähle).