Ich würde es kurz und knapp so beschreiben:
Sound ist objektiv
"Guter"/"Schlechter" Sound ist subjektiv.
Die Formel für den Sound dafür kennen wir nicht (damit meine ich was hat welchen prozentualen Anteil am Sound eines Schlagzeuges? X % Material, x % Felle, X % Raumakustuk, etc.pp.).
Deswegen erfreut euch des Lebens und genießt das Trommeln.
Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass der Zeitgeschmack auch sehr wichtig für die Bewertung eines "guten"Sounds ist.
Ich kann mich noch gut an die Zeit (80er?) erinnern, wo mich meine Bandkollegen erschreckt anschauten, als ich in Erwägung zog, ein Gretsch-Drumset zu kaufen.
Das ist doch ein Jazz Schlagzeug, das geht für Rockmusik doch garnicht, der Ton der Trommel klingt viel zu lange nach, etc. waren die Sprüche, die ich mir anhören mußte.
Damals mußte man einen furztrocknen Sound bieten, damals am besten zu erreichen mit Remo Pinstripe Fellen, besser noch mit ölgfüllten Evans Hydraulic Fellen und bloß kein Resofell - der Sustain matscht doch sonst den Bandsound zu.
Da war das verwendete Holz völlig unwichtig, das wurde erst später vom Marketing der Firmen in den Vordergrund gestellt.
Und da kann ich mich auch noch gut erinnern, das der gute Manni von Bohr, bei der Beschreibung des Holzklanges, Ahorn immer vorne an stellte, gefolgt von Birke und das, von Sonor früher verwendete, Buchenholz als zu matt und zu trocken klingend bezeichnete (das war dann die Zeit, als die Hilite (Ahorn) und Lite (Birke) Serie gerade herauskamen - komischer Zufall, oder? :D).
Eine gutverarbeitete Trommel (ohne Lufteinschlüße, exakt rund, unterdimensioniert, damit die Felle nicht klemmen, sauber geschnittene Gratung) wird immer auf irgendeine Art gut klingen, egal aus welchem Holz es ist - nur eben anders, als eine Trommel aus einem anderen Holz.
Und in lauter Musik wird man diese feinen Unterschiede nicht mal hören, jedenfalls als Publikum.