Beiträge von heizer

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    Original von wumpi
    Falls noch jemand Erfahrungen mit eigenen Samples für´s E-Drum hat - gerne hier posten.


    OK: Anfang der 90er habe ich mal für ein paar Gigs meinen Akai S3200 als Drumsampler "mißbraucht" und live eingesetzt, z.T. mit fertigen Studiosets für Natursounds und mit eigenen Samples (TR909, abgesampletem Zeug aus Aufnahmen und angesagten Sounds, die man sich so in Studios weiter gereicht hat). Angesteuert habe ich das über ein Pad80 AKA Octapad 2 mit zusätzlich dran angeschlossenen Pads. Die Sets waren auf Festplatte gespeichert. Leider sind die Runden zwischendurch mal umgeworfen, und andere Songs als besprochen gespielt worden. Also war ständig lustiges suchen und nachladen angesagt :( .
    Der Sampler war zudem RICHTIG teuer, Festplatten Empfindlich, und der Transport im bandeigenen Anhänger sorgte für quasi regen Haarausfall.
    Das habe ich nicht lange mitgemacht, die Ausfallgefahr und der damit verbundene eventuelle finanzielle Schaden war mir zu groß.
    Seither habe ich mir Soundmodule gesucht, welche bereits soweit wie möglich die benötigten Klänge enthielten. Bei einem "Top40" Repertoire ist das aber auch einigermassen einfach gewesen.


    Das SPD-S besitze ich übrigens seit Dez. 03 und es war, abgesehen von einem umgehend umgetauschten Montagsgerät, bisher zuverlässig (bei geschätzten 60 Gigs). Das sollte für die (von mir wie erwähnt nicht genutzte) Samplingfunktion genauso gelten, da es ja keine empfindlichen Speichermedien wie Festplatte/Disk besitzt. Außerdem ist's auch nicht soooo arg teuer. Im Prinzip hat es viele der Eigenschaften, die ich mir damals für einen Live-Drumsampler gewünscht hätte.

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    Original von wumpi
    Also im Moment habe ich das TD 10, und als Roland Meshheads Pads. Als HiHat habe ich die CY 12H, und ich finde die lässt sich total unrealistisch spielen. [...]Mein Kumpel der die Musik macht, macht Electro/ Industriel, wo die ganzen Sounds ziemlich verzehrt sind, und man sowas mit den Roland Drum Sounds absolut nicht hinbekommt.


    OK, für solche Sachen sollte das SPD-S IMHO absolut austeichend sein. Bei der Musikrichtung spielen so Spezialitäten wie velocitygesteuerte Multilayer (= verschiedene Sounds bei unterschiedlich starkem Anschlag) normalerweise keine wichtige Rolle. Das TD 10 ist auch grundsätzlich OK und funktioniert, um die externen Sounds via MIDI anzutriggern. Im Detail hatte ich mich mit weitergehenden MIDI-Funktionen aber zugegebenermassen noch nicht beschäftigt, da ich es umgekehrt angesteuert habe (das SPD-S hat bei mir als "zusätzliche Pads" die Sounds des TD10 via MIDI angetriggert) .
    Falls Du die Sounds vorwiegend vom vorhandenen Setup triggern möchtest, das SPD-S also nicht ins Set integrieren würdest, böte sich in Deinem Fall der Einsatz eines "normalen" Hardwaresamplers an. Der ist für gelegentliche Live-Einsätze OK, vermutlich von der Bedienung her angenehmer, je nach Modell, und auch gebraucht günstiger zu bekommen.
    Nachteile hat's halt evtl. dann bei der größe des Arbeitsspeichers, der sich ja beim SPD-S AFAIK direkt aus dem Speichermedium (CF-Card) ableitet, beim "normalen" Sampler aber erst von einem Speichermedium in einen (meist recht begrenzten) Arbeitsspeicher geladen werden muß.
    Da ich aber, wie erwähnt, mein SPD-S in dieser Richtung nicht verwende (ich hab's gerade aus dem Setup rausgeworfen und die fehlenden Triggerpads durch Beckenpads und zus. normale Pads ersetzt), verweise ich diesbezüglich auf die Leutz hier, die sich schon mit den Samplingeigenschaften des SPD-S auseínandergesetzt haben.


    Bez. HiHat ist das in der Tat recht unbefriedigend.
    Das TD20 bietet i.V. mit der VH12 eindeutig mehr als das TD10.
    Für den pers. Spielspass und für Einspielungen bei Aufnahmen ist das absolut von Vorteil. Für Liveeinsätze ist's IMHO unerheblich, da hier (außer bei gutem Monitorsound evtl. Du) keiner was nennenswertes von den Feinheiten hört.


    Bei den Yamahateilen kann ich nicht mitreden. Ich hatte beim Kauf des TD10 das Yamaha-Topmodell (frag' aber nicht nach dem Namen) im Vergleich getestet und empfand es als bedeutend schlechter. Das ist aber schon Jahre her, und weitere Tests habe ich nicht mehr gemacht.

    das mit "alt" oder "modern" ist sicher eher relativ zu sehen.
    Kommt ja schließlich am schluß drauf an, was man draus macht :) .


    Wenn Du schon ein Buch mir Rudiments hast (ich kenne das stick control leider nicht), dürfte das für's grundsätzliche ausreichend sein, man kann die Übungen ja auch mit der schwachen Hand beginnend, in versch. Tempi, i.V. mit Fußübungen etc. durchspielen.


    Ich nutze mittlerweile das hier auch schon empfohlene "total stick control" von Detlef Kessler aus dem AMA-Verlag und das eigentlich deshalb, weil im Musikladen um die Ecke sonst nix in der Richtung da war. Aber das ist IMHO auch absolut OK. Auch eher unübliche Dinge wie Quintolen und Septolen dind da berücksichtigt. Da man sich immer wieder selbst neues durch Kombination der Übungen zusammenbasteln kann, habe ich auch auf absehbare Zeit keinen Bedarf an weiterer Lektüre in dieser Hinsicht. Wichtig ist dann für's Set noch was mit Unabhängigkeitsübungen, um die schönen Übungen dann auch am Set "im laufenden Betrieb" unterbringen zu können.

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    Original von wumpi
    Moinsen, kann mir jemand sagen ob es ein Gerät gibt, welches ich am mein E Drum Set anschießen kann, und mit den Pads eigene Samples spielen kann? Am liebsten wäre mir natürlich ein richtiges Drum Modul, aber da gibt es glaube ich keins was eigene Samples speichert, oder? Gibt es eigentlich wirklich keine Möglichkeit, z.B. beim TD 20 eigene Samples einzuspeisen? Auch nicht mit einem Trick? Wäre über Vorschläge SEHR dankbar...!!!


    Kannste mal Deine vorhandene Ausstattung und den vorwiegenden Einsatzzweck des Samplers etwas näher erläutern?


    Pauschal was zu empfehlen ist ansonsten sehr schwer. Sampler gibt's mittlerweile wie Sand am Meer, und jede Geräteklasse hat ihre eigenen Vor- bzw. Nachteile.
    So gab's z.B. mal von Dynachord einen Drumsampler, an welchen man direkt Pads anschließen konnte. AKAI-Sampler und Derivate bieten eine Fülle an Möglichkeiten (graph. Sampledarstellung, Multilayer, eingebaute Effekte etc....), müssen aber über ein entsprechend geeignetes MIDI-Setup angesteuert werden, sind Groß, schwer und empfindlich (u.a. bei eingebauter Festplatte). So wird das Setup für Live einigermassen aufwändig und der Transport muß einigermasen sorgfältig erfolgen (z.B. gepolstertes Rack).
    Das SPD-S bietet zur MIDI-Steuerung zusätzlich die Möglichkeit zum direkten triggern über die eingebauten/angeschlossenen Pads und ist klein, leicht, und hat keine empfindlichen Teile wie Festplatten, Disketten etc.
    Über die Nachteile bei den techn. Möglichkeiten (Multilayer, Editiermöglichkeiten am Gerät etc. ) wurde hier ja schon ausführlich diskutiert.


    So, und jetzt mal her mit den fakten :)