Wenn ich hier schon auf den Plan gerufen werde, dann will ich wenigstens auch kurz was schreiben. Auch, wenn ich nicht der Theoretiker vor dem Herrn bin - ich habe ja noch ein paar Unterlagen aus meinem Jazz-History-Kurs!
Nur um das, was fwdrums schrieb, zu ergänzen:
Jazzrock ist im Prinzip modaler Jazz mit Rockgrooves- und Sounds. Das heißt, er ist, was harmonische Abläufe und die musikalische Form betrifft stark mit dem Jazz verwandt. Wenn ich mich recht erinnere, hat Miles Davis mit der Platte "Bitches Brew" (1970) auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet.
Fusion hingegen zeichnet sich durch oft komplexe Themen und Soloparts, die harmonisch nichts mit den Harmonien des Themas zu tun haben, aus. Hier war Chick Corea der Vorreiter. Der Begriff "Fusion" kam übrigens um 1980 herum auf.
So zumindest haben wir das gelernt. Anderswo kann man aber auch nachlesen, dass zwischen Jazzrock und Fusion nicht unterschieden wird, sondern dass "Fusion" einfach der US-Amerikanische Begriff für Jazzrock ist.
Wie auch immer. Hör Dir Platten von Miles Davis (Bitches Brew, In A Silent Way...), Chick Corea (Return To Forever), Tony Williams (Lifetime), Hancock (Headhunters), Weather Report, Mc Laughlin (Mahavishnu Orchestra), George Duke oder Weather Repot an. Das sollte die beste Schule sein, um Fusion und das, was die Drummer da machen zu verstehen.
(Bei JPC-Online gibt es bestimmt Hörproben zu den Platten!)
Gruß,
Sven