Ich habe mir das gestern angeschaut und gebe nun auch mal meinen Senf dazu:
Das Wort "Workshop" ist bei dieser Veranstaltung fehl am Platze, denn bei einem Workshop gehört dazu, dass zumindest ein Teil des Puplikums aktiv miteinbezogen wird. Das ganze ist eine Clinic Tour, die von Sonor gesponsort wird.
Was Thomas lang zeigt, ist das, was man von ihm als Solist erwartet: Trommelzirkus.
Das ist beeindruckend und lässt so manche Kinnlade herunterklappen, denn das was der Mann macht ist technisch für die meisten von uns kaum zu erreichen.
Er sagt selber, dass dieses nur ein kleiner Teil seines Jobs als Musiker ist. Den anderen Teil kenne ich selber nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass er so gut im Geschäft wäre, wenn er da nichts überzeugendes abliefern würde.
Was kann man auf dieser Clinic Tour lernen? Nun, das was er spielt kann man zumindest in Ansätzen nachvollziehen, wobei man nach 10 Minuten schon genug Stoff zum Üben für die nächsten drei Jahre hat.
Ich fand es schön zu sehen, wie geschmeidig und zugleich kraftvoll er spielt. Ich fand es auch bemerkenswert, wie zielstrebig und diszipliniert er an die ganze Sache rangeht, insbesondere was das Üben betrifft.
Man kann es mögen oder nicht, was Thomas Lang zeigt. Respekt hat er dafür verdient. Auch wenn seine Soloshow nicht das Paradebeispiel für musikalisches Trommeln ist, so ist es Tatsache, dass man so etwas nur mit großer Musikalität erreichen kann.
Hier eine musikalische Messlatte anzulegen wäre also Blödsinn.
Ich habe gestern nach einer halben Stunde gesehen, was ich sehen wollte und aufnehmen konnte. Danach tat mir der Rücken weh und ich wartete darauf, dass es vorbei ist. Die Antworten auf Publikumsfragen fand ich dann zum Teil wieder sehr interessant. (Bezeichnenderweise bezog sich die zweite Frage auf Sticktricks.)
Gruß,
Sven