Beiträge von Lite-MB

    na ja, ich spiele grundsätzlich nicht ohne Gage und ich spiele trotzdem.
    Daß es inzwischen recht wenig ist, liegt nicht an den Möglichkeiten zu spielen, sondern an meiner Arthrose.


    In meinem ganzen Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen gratis zu spielen (von Gefälligkeiten, Benefiz-Geschichten mal abgesehen), ich habe ordentliche Musik zu bieten, ordentliche Instrumente, habe eine ordentliche Ausbildung, muß Aufwand treiben (Anfahrt, Auf-Abbau, etc.) - das kann es unmöglich gratis geben!
    Die Veranstalter, ich ich bediene, sehen das genauso!


    Wenn ich spezielle Aushilfen gespielt habe, bin ich nicht mal gratis zur Probe gekommen.



    Nein, ich mache kein Cover, ich spiel überwiegend Jazz, aber da bin ich flexibel zu Diensten, dessen, der bezahlt.

    ja ich weiß ja auch nicht.... - hab ich mich etwa angesteckt?


    fast mein ganzes Musikerleben bin ich mit einer einzige Snare (und div. verschiedene Befellung dazu) ausgekommen, inzwischen hab ich 20 - finde ich toll, und das, obwohl ich nie mehr als eine gleichzeitig spiele.
    In über 50 Jahren auf der Bühne haben sich 50+ Becken angesammelt - jedes Jahr ein Becken ist doch ok. Im Vergleich zu Briefmarkensammlern... - wenn die jedes Jahr nur ein Briefmarke kaufen würde?!


    Suchen?? nö, wirklich gesucht hab ich selten (dann z.B. nach Original-Strainern für SONOR-Phonic-Snares :D ), meist hab ich einfach gefunden, konnte mich begeistern und habs gekauft. Aber immer nach dem eisernen Grundsatz: alle Instrumente MÜSSEN durch Einnahmen durch Musik finanziert sein und zwar vorfinanziert! Mach ich schon mein ganzes Leben so - ausschließlich! Da ich kaum noch spiele, kann ich auch nicht viel ausgeben. Schon gar, weil ich ja auch Verschleißartikel kaufen muß.



    P.S. ich bräuchte da einen Ersatz für ein tolles uraltes Paiste-Dixie extradünn, 20" Sizzle - meines hat irgendwo einen Riß, selten hört man ihn, dann störts mich... 8)

    kommt halt drauf an, ob man in der Halle klettert oder in Natur am Fels - draußen sind die Bedingungen/Belastungen für die Finger/Hände schon andere, jetzt eher hautmäßig.


    Ich hab teilweise sogar schon Probleme gehabt, wenn ich in der Schreinerei intensiv gearbeitet habe, hinterher wieder Sticks anlangen zu mögen.
    Wenn ich musikmäßig Verträge zu erfüllen hatte, habe ich auf solche "Extras" verzichtet.

    Früher war alles besser.... :D
    auch die Zeit - ich will meine alte Zeit wieder haben!



    Nö, mich nervt die Zeitumstellung total, Vorteile kann ich nicht erkennen, zumindest nicht solche, die man nicht durch persönliches Engagement ausgleichen könnte.
    Ich verweigere mich dem schon seit einigen Jahren, ich stelle nur die allerwichtigsten Uhren um - Auto etc. fährt immer in der Winterzeit.

    Ich würde nicht zu Spezialgeräten greifen, sondern 1) einfach den Wechsel von Sticks zu Besen und zurück üben, und 2) den Übergang in und aus dem Solo musikalisch so gestalten, dass da Platz bleibt für einen Wechsel.


    Zu 1): Alle 4 Takte von Sticks zu Besen und nach weiteren 4 Takten wieder zurück wechseln. Dabei herausfinden, wo die beste Ablagefläche ist. Ausserdem - man muss nicht links und rechts gleichzeitg Wechseln, sondern kann das hintereinander erledigen und mit der anderen Hand weiterspielen (siehe John Riley).


    Zu 2): Du stehst nicht unter dem Zwang, beim Übergang genausoviele Noten zu spielen wie sonst. Nutze einfach Deinen Gestaltungsspielraum so, dass der Wechsel gut und sicher klappt.


    genau das ist die einzig richtige Antwort, alles ande ist weder Fisch noch Fleisch!


    Die "Mischdinger" haben keinen definierten Schwerpunkt, sind weder als Stick noch als Besen brauchbar zu spielen.
    Das ist was für Drummer, die es nicht richtig lernen mögen... - oder für Soundbastler, denen es etwas an Ideen mangelt.

    Die vielen (durcheinander) Badges von SONOR konnte ich mir nie so recht merken, den Rest habe ich auch vergessen.


    Ansonsten ist auf den Bildern eindeutig ein Performer zu sehen.

    ...was der schwarze Punkt...


    wurde nicht auch irgendwann mal die "Plakette" mit dem Air Vent befestigt...?? Irgendwie hab ich da was im Hinterkopf, weiß aber auch nicht, wo ich suchen sollte.


    Möglich, daß die aus dieser Zeit stammt und hier einfach was Schwarzes hinter die Bohrung gelegt wurde, weil weder Ventil noch Bohrung im Korpus vorhanden war - würde auch die beiden Schrauben erklären.

    ...Meine Fragen:
    Werde ich dafür getötet? ...


    sehr wahrscheinlich, die "Eingefleischten" wollen nicht bekehrt werden - schon gar nicht mit einem Bourbon.


    ...die haben lieber was doppelt und dreifach vom dem was schmeckt - kauf ihm eine Flasche von dem, den er eh drinkt. Da liegst Du auf jeden Fall auf der richtigen Seite.

    "St.Thomas" von Sonny Rollins drängt sich da richtig geht auf.
    Ist zwar etwas flotter im Thempo, aber die Melodie eingängig, das rhythmische Muster schnell zu erfassen, bietet Variationsmöglickeiten über zig-Chorousse.


    Trotzdem isses irgendwann auch wieder nicht einfach, da nicht in ein (eigenes) abgenudeltes Muster zu fallen - das Stück hat durchaus Potenial für ein Feature...

    Am einfachsten ist es, denke ich, wenn du am zuständigen Ordnungsamt kurz anrufst.


    Hallo Gerd, warum sollte er das machen?? Damit die zeitnah eine Politesse schicken können?


    Mein Fahrzeug hat nicht mal ne rote Plakette (obwohl er als Neuwagen Anfang der 90iger zwei Jahre steuerbefreit war wegen extra sauberem Diesel), ich fahr dahin, wohin ich das für richtig halte - wenn ich befürchten muß, daß da jemand kontrollieren könnte, bitte ich den Gastgeber mir einen Stellplatz auf privat zu besorgen.
    Ganz bescheuert sind die Regelungen in PF, da liegt die Umweltzone 2m unterhalb einer vielbefahrenen Bundesstraße. Die Abgase rollen den Hang runter, aber dort unten fahren darf man nicht mehr??!!



    Dauert nicht mehr lange, dann bekomme ich ein H-Kennzeichen, als erstes fahre ich dann stundenlang durch Stuttgart !

    das Leben kann ziemlich einfach sein...
    Wir proben grundsätzlich in Kreisaufstellung, jeder spielt jeden an.
    Der Leiseste gibt die max. Lautstärke vor, die anderen passen sich an.


    Aktuell Klaviertrio UNVERSTÄRKT, der Kontrabaß ist leise, keiner spielt lauter als er - paßt hervorragend.
    Kein Ohrensausen, kein Technik-Exzess, kein Geschleppe, man kann sich während dem Proben wunderbar akustisch verständigen.

    Don Ellis Big Band hat mit zwei Drummern gespielt, ebenso die Kenny Clarke/Francis Boland Big Band.
    Bei letzter hat Kenny Clarke die "schönen" Sachen gespielt (war ja schließlich einer der Bandleader) und Kenny Clare (ein Brite) hat das präzise Big Band Drumming geliefert.

    da gibts wohl auch noch fortgeschrittene Varianten...


    Ca. 15 Jahre zurück hatte ich einen Anruf, ob ich zu einem recht kurzfristigen Termin eine Aushilfe spielen würde.
    Die Musik war mir im Grunde bekannt, mir wurden Arrangements und Aufnahmen zugeschickt, ich hatte vier Tage für knapp 3 Stunden Repertoire.


    Nach dem Gig sagte der Klavierer zu mir: ok, wir nehmen Dich!
    Ich: ...äh, wer nimmt hier wen? Ich nehm jetzt erst mal meine vereinbarte Gage, dann können wir uns weiter unterhalten.


    Wollte dieser Mensch doch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: erstens den Schlagzeuger-Posten neu besetzen und meine Gage sparen. Ich hab den Job nicht genommen.
    Nebenbei, die Band kam aus dem schwäbischen... - vielleicht ist das dort so üblich?


    Wir sind aber nicht im Bösen auseinander, die Band hat mir noch über zwei Jahre mit regelmäßigen Gigs einiges an Gage gebracht.

    Du hörst tagtäglich unbekannte Studiodrummer, die leben davon, daß sie alles (aus dem Ärmel) bedienen können - das ist deren Job. Nennt sich Berufsmusiker.

    Rebroff ist ein...


    ...schlechtes Beispiel, weil total ausgebildete/studierte und gepflegte/geübte Stimme. Außerdem ein Ausnahmetalent (zumindest im westeuropäischen Bereich) vom Tonumfang her. Der wußte wohl zu jedem Zeitpunkt, was er da macht und wie es geht. Bzw. was nicht geht und er deshalb nicht gemacht hat. Falls da in seinem "Alterswerk" auch Irritationen vorkommen, die kenne ich ich nicht.


    ...ein gutes Beispiel, weil er jede Menge Möglichkeiten gehabt hätte, sängerisch tätig zu werden, er aber wie in einen Trichter gelaufen ist und sich total kommerziell (nicht abwertend gemeint!!) auf einen totsicheren Stil festgelegt hat und dadurch ein supergutes Auskommen hatte.




    Freue mich auch irgendwie über den Thread, in dem Geschmack und Qualität nicht durcheinander gewürfelt werden.

    Alles ist vergaenglich, Da macht die Stimme keine Ausnahme. Hier bringe ich zwei Beispiele:
    1. Frank Sinatra: In den letzten Jahren hatte seine Stimme nur noch eine vage Aehnlichkeit mit der Kraft und dem Drive seiner "guten Jahre".
    Und trotzdem sind seine Fans in die Konzertsaele gekommen, weil sie die alten Songs horen wollten und alles andere nicht zaehlte...


    stimmt so nicht ganz..., die letzten beiden Europa-Tourneen hat Herr Sinatra vorbeugend abgesagt, wegen mangelendem Kartenverkauf - da sind die Fans halt früher gestorben als er...


    ... 2. Chat Baker Auch hier waren die Zeichen der Zeit zu erkennen, und doch waren seine Balladen und seine Trompetensoli von einem
    durch nicht getruebten Feeling fuer Blues und Groove...


    Chet Baker ist ein schlechtes Beispiel, ich habe ihn ein paar Tage vor seinem Tod noch gesehen/gehört - der war authentisch "bis in den Tod". Ein tragischer Zerfall, der an der Botschaft nix verändert hat, nur an der Darbietung bzw. an der jeweiligen Verfassung in der er gerade (noch) war.

    nur mal so als Hinweis jenseits des Tellerrandes:
    klass. Komponisten wissen schon seit einigen hundert Jahren, daß bestimmte Tonarten bestimmte Emotionen erzeugen.
    Die haben deshalb auch keine Liebeslieder in "Requiem"-Tonart komponiert.



    Fazit: man kann nicht alles irgendwo hin transponieren, ohne den Charakter des Stückes zu ändern. Von vielen wird das (unterbewußt) als störend empfunden.

    ... (rosten kann es nicht)...


    Jein...!


    Beruflich hatte ich immer mal wieder mit Stahlbau an Klärwerken zu tun, da wurde Edelstahl eingesetzt, der den Bedingungen entsprochen hat und trotzdem waren in einem Fall immer wieder an (fast) gleichen Stellen Rostflecken - hat ein Schweinegeld gekostet, immer wieder jemand rauszuschicken und die Geländer zu polieren.
    Bis zufällig jemand gesehen hat, daß das genau die Stellen sind, bei denen der Techniker/Hausmeister steht und die Anlage beobachtet. Der hatte Arbeitshandschuhe an, die mit "normalem" Stahl kontaminiert waren - diese Partikel haben gerostet, nicht der Edelstahl.



    Betriebe, die sowohl Edelstahl als auch normalen Stahl bearbeiten , haben immer getrennt Räumlichkeiten und getrennte Maschinen, damit sich auf dem Edelstahl kein normaler Stahl festsetzt und rostet.



    Muß nicht so sein, aber auch auf den Becken kann sich Abrieb von einem Stahlhammer festsetzen und irgendwann rosten.