ist wohl eine sehr individuelle Entwicklung...
ich war mit 28 schon mal so weit, daß mich die Schulmediziner aufgegeben hatten. Mir aber Alternativen nochmals 30 beste Jahre verschafft haben.
Jetzt isses tatsächlich so, daß nicht mehr viel geht, die Arthrose hat mich schwer im Griff - ich bräuchte dringend neue Knie (dafür bin ich aber noch etwas zu "jung"), an beiden Schultern stehen OPs an, nachts Autofahren ist wegen der Augen auch kein Vergnügen mehr, das gleiche gilt fürs Notenlesen...
Ich hatte im Prinzip schon aufgehört, hab mich jetzt aber ein paar Klassen unterhalb wieder engagiert und bin mit zwei Trios recht gut beschäftigt - auf Grund der Einschränkungen halt reine Besenarbeit in dezenten Musikstilen (Jazz-Standards, brasil. Musik).
Große Bewegungen, kraftvolles Spielen (mit Sticks) geht halt nicht mehr, auch keine Viel-Stunden-Gigs. An manchen Tagen brauch ich sogar jemanden, der mir meine Hardware-Taschen trägt.
Und ich gebe zu, ich halte das Üben auf einem Minimum - früher war ich fast ein Übe-Weltmeister, JEDEN Tag min. eine halbe Stunde, wenn möglich auch mehr, selten am Set, aber immer mit Metronom und Pad aus den üblichen Verdächtigen. Das Ende der Übungen (die ich die letzten jahre nur noch mit innerem Zwang absolviert hatte), hat mich sehr entlastet, mir etwas mehr Lebensqualität verschafft. Inzwischen sage ich lieber: dieses Stück bitte nicht, ist mir zu schnell bzw. zu tricky...