ich hab mir jetzt den Thread komplett angetan und habe überlegt, ob ich dazu was schreiben soll, da ich ja erst 55 Jahre trommele und auch erst 30 Jahre mein Ing.-Büro für Sondermaschinenbau betreibe...
...aber irgedwie steh ich hier und kann nicht anders.
Die Fußmaschine ist als privates Bastelobjekt völlig ok - aber das wars dann auch schon. Meine SONOR-Maschine, die ich 1973 oder 1974 neu gekauft habe und die ununterbrochen im Dauereinsatz ist (außer drei Riemenwechseln noch völlig im Originalzustand), die ist dieser "inovativen" Maschine in ALLEN Belangen überlegen, die Verstellmöglichkeiten (besonders in der Höhe) sind zu nennen, aber vor allem das Andock-System ohne Fummelei unter der Platte. Am allerdeutlichsten zeigt sich die Überlegenheit in der Lagerung der Welle!
Geklemmte Lager sind max. ein Notbehelf - ich nehm dem Inovatisten sehr übel, daß er seine eingeschränkten techn. Möglichkeiten in der Fertigung als Neuigkeit verkaufen will. Solche Lagerungen (dann aber als Flanschlager) macht man ausschließlich bei Miniatur-Baugruppen ohne jegliche Querbelastungen, oder im randständischen Maschinenbau (z.B. bei landwirtschaftlichen Geräten, einfachste Fördertechnik, etc.), wenn eine gleichförmige langsame Drehbewegung stattfindet.
Es gab vor 100 Jahren schon techn. Möglichkeiten Lagersitze herzustellen, in Zeiten von CNC-Maschinen ist das gar kein Thema mehr. Wer die entsprechenden Herstellungsmöglichkeiten hat, wird keine Lager klemmen!
Die Lagerung taugt in einer Fußmaschine nix! Jeder Treffer auf die Bassdrum gibt durch den langen Hebelarm einen Mordsbums auf das Lager, bzw. die Klemmung. Egal wie die Klemmung konstruiert ist, das ist eine Frage von ein paar Minuten, bis das Lager wandert und der Regel nicht beidseitig gleichmäßig.