ich habe Musik studiert, aber diesen Beruf NIE ausgeübt und das war gut so!!
Aber ich hatte auch etwas Auswahl, da ich auch Maschinenbau studiert habe, so hatte ich die Möglichkeit in einem soliden Job (mit sehr viel Spaß an der Arbeit) meinen Lebensunterhalt zu verdienen und trotzdem sehr hochklassig Musik zu machen - diese aber nach meinem Geschmack auszusuchen und wenn ich mal was drauflegen mußte um bestimmte Musik-Projekte zu spielen, dann hat das auch niemanden gejuckt.
Ich (sehr persönlich) hätte die Anforderungen, die an einen Berufsmusiker in 99,9% der Fälle gestellt werden nicht erfüllen können und hätte mich zwangsläufig "prostituieren" müssen - da ich für Unterricht gänzlich unbegabt bin und als Familienmensch auch nicht ständig unterwegs sein wollte.
Berufmusiker sein bedeutet viel mehr als Musik zu machen, da ist man vor allem mal sein eigenen Manager, Büroverwalter, Steuerfachmann, dann Lehrer und irgendwann zuletzt Live- und/oder Studiomusiker, wobei hier schon vielfach sehr richtig geschrieben wurde, daß das Studio nur für ganz ganz wenige Jobs abwirft.
Halt dir einfach vor Augen: Berufsmusiker ist 6 Stunden Bürokram, 2 Stunden unterwegs sein, 3 Stunden unterichten, selber üben pro Tag und wenns gut läuft 2 Stunden Live-Musik pro Woche - wer das nicht will, der sollte was anderes machen...