ich habe einige Jahre amerikanische Jazzer begleitet, die in Europa gespielt haben, meist welche aus der zweiten Liga bzw. ältere, unbekanntere aus der Ersten Reihe - ...Topacts verkaufen sich vielleicht leichter...
bei uns war das normalerweise eine Mischung aus beiden, über eine Agentur (keine Plattenfirma!! ...wenn die Musiker überhaupt einen Vertrag hatten, haben sich die Gesellschaften um so "Kleinkram" nicht gekümmert) wurden direkt (durch direkte Anfragen bei Clubs, Festivalveranstalter,...) und indirekt durch Veröffentlichung von Tournee-Absichten in Fachzeitschriften nach Gigs gesucht.
Dadurch hatte man dann ein Grundraster mit Orten und Auftrittsdaten, wir deutsche Musiker haben dann versucht über unsere persönlichen Beziehungen/Verbindungen die Termine dazwischen auszufüllen, wenn möglich auch noch so, daß die Wegstrecken akzeptabel wurden. Da wir nur mit minimaler Technik auskommen, haben wir da Vorteile.
Was für den einen oder anderen Musiker nicht so toll kam, waren die realtiv großen Unterschiede zwischen den Auftritten - heute im Jazzclub mit 100 Personen, morgen auf einer Festivalbühne mit 3000 Zuhörern, dann eine Kneipe mit 40 Leuten, etc. - wobei die amerik. Profis sehr sehr viel gewöhnt sind, für die ist es (in USA) nicht mal außergewöhnlich, daß das Abendessen für die Menschen wichtiger ist als das Konzert, das deutsche Publikum wird sehr geschätzt, weil die fast durchgängig zum zuhören kommen.