ZitatNachricht von H.
Heute, 8:10
Was hälst Du von 12. 800,- EUR?
Ich finde das Angebot von 800 Euro (Achthundert!) für die Taschen hättest Du annehmen sollen ![]()
Sollten aber tatsächlich 12800.- Euro gemeint sein, hätte ich erst recht eingewilligt. ![]()
ZitatNachricht von H.
Heute, 8:10
Was hälst Du von 12. 800,- EUR?
Ich finde das Angebot von 800 Euro (Achthundert!) für die Taschen hättest Du annehmen sollen ![]()
Sollten aber tatsächlich 12800.- Euro gemeint sein, hätte ich erst recht eingewilligt. ![]()
ZitatWelches Kesselmaterial für ein Deathmetal Schlagzeug?
Holz aus Sargdeckeln entnommen.
Diabolischer Gruß vom Friedhof ![]()
Im Ernst: ich würde hier im Forum schauen welche Sets sich durch viel Punch auszeichnen. Im Idealfall auch reichlich Tiefbass mitbringen. Da wurde schon viel berichtet.
Jeder echte
Musiker weiß: Journey ist/war eine Zusammenstellung brillianter Musiker die trotz unzähliger Hits und teilweise auch erheblichem (mitunter zu starkem) Produzenten-Einfluß insbesondere von 1978 bis 1984 in jedem Song erschreckend hohe Musikalität und Harmoniegespür zum Ausdruck brachten. Manchmal erschloß sich das erst bei mehrmaligen Hören und doch letzlich nicht zu leugnen
. Steve Perry der Sänger war in dieser Zeitphase mit Sicherheit einer der besten Vokalisten des Erdballs und hat diverse Coverbands durch seine aberwitzig hohen Tonlagen (für einen Mann) vor unlösbare Probleme gestellt.
Selten gingen bei einer Band hohe Musikalität und kommerzieller Erfolg dermaßen synchron Hand in Hand wie es in dieser Zeitphase bei Journey der Fall war.
Bis heute habe ich einzelne nette Drumschüler die die Augen genervt verdrehen
, wenn ich von der "Güte von Journey" spreche, weil sie diese fälschlicherweise bzw. vorurteilsbehaftet mit weichgespültem Hausfrauen-Schmuse-Rock assoziieren
.
Anyway... ("...you want it") wie gut sie waren (trotz teilweise - zugegeben - recht androgynem Auftreten) zeigt dieses beeindruckende Konzert von 1981.
Steve Smith kennt heute jeder Trommler als Weltklasse-Drummer. Das interessante: auch 1981 kannte ihn jeder.
Aber es ist vielleicht auch gerade für die jüngeren Forumuser inspirierend mal zu sehen, wie brilliant und teilweise auch energetisch er trommelte, als er jung war.
[video]http://www.youtube.com/watch?v=b_Cxa5gR4V0[/video]
Das wissen wir hier natürlich alle.
Aber viele junge da draußen eben nicht... weil die Umstellung vom Drumfell von der Haut des Esels, Büffels, der Bisonratte auf Synthetik Jahrzehnte/Generatiionen her ist und etwaige Probleme mit den Naturprodukten faktisch der Masse logischerweise unbekannt sind und ja auch seit Genrerationen die Konkurrrenzfirmen ebenso Synthetik anbieten.
Der Begriff war seit Dekaden faktisch sinnfrei bzw. eher irreführend.
Das war jahrzehntelang überfällig.
Die meisten der jüngeren Generation(en) konnten den Begriff Weatherking inhaltlich garnicht mehr zuordnen.
Für das australische Fernsehen spielte Thin Lizzy 1978 einen speziellen Open Air-Gig (nur 7 Songs) exakt zwischen dem (architektonisch) weltberühmten Opernhaus und der Harbour Bridge von Sydney. Eine atemberaubende Kulisse nicht zuletzt auch durch die nicht wenigen Zuschauer, die Bühne wirkt da im Vergleich eher klein und provinziell.
Musikalisch brennt die Band, insbesondere Gary Moore!
Brian Downey (der reguläre Drummer der Band) wurde seinerzeit kurzzeitig vom damals recht berühmten Mark Nauseef ersetzt. Dieser ist ohne jeden Zweifel ein toller Drummer... aber hat ein ganz anderes Timefeel als Brian Downey. Aber das fällt wohl eher Hardcore-Fans der Band auf.
EIn super Konzert in jedem Fall.
Für die Kenner auch interessant, dass bei diesem Konzert schon "Waiting for an Alibi" ein halbes Jahr vor der Veröffentlichung der LP "Black Rose" vorgestellt wurde.
[video]http://www.youtube.com/watch?v=KmBy48YJKd4[/video]
Das Konzert von dem jeder Deep Purple Fan/Freund den ich kenne, seit Dekaden immer wieder sprach und spricht.
Die Energie auf der Bühne ist erschreckend und selbst vor einem noch so verpixelten YouTube-Screen, 4 Jahrrzehnte! nach dem Gig hautnah spürbar.
Ian Paice hat so weit ich es beurteilen kann, immer sensationell gespielt. Bei diesem Gig aber spielte er als gäbe es kein Morgen mehr. Unglaubliche Power, technische Virtuosität, Improvisationslust mit Mut zum Risiko - bei dem nahezu jeder Fill formvolendet aufgeht. Unglaublich. Sein Spiel bei diesem Konzert wirkte für mich immer wie ein Pakt mit dem Teufel. "Geb´mir Deine Seele und ich laß´Dir heute Abend alles gelingen."
Man müßte ihn mal fragen, ob es genau so war ![]()
[video]http://www.youtube.com/watch?v=KJ-CMPqvzQU[/video]
Dank Youtube kann man bekanntlich mit etwas Recheche in den Genuß von kompletten Konzertmitschnitten kommen, bei denen man seinerzeit nicht vor Ort war (nicht sein konnte).
Den Anfang im Thread macht "BLUE MURDER".
Kaum hatte sich John Sykes (einer der soundprägendsten Rockgitarristen überhaupt, jeder der LES PAUL-Modelle spielt kennt ihn) mit Coverdale im Zuge der Mega-erfolgeichen "1987" Whitesnake-CD überworfen, begann John Sykes sein eigenes Bandprojekt unter dem Namen "Blue Murder".
In den ersten Monaten gab es unzählige Projekt-Phasen und Demos mit Ray Gillen, Cozy Powell, Anders Johansson und diversen anderen musikalischen Hochkarätern.
Bis sich dann folgendes Trio herausbildete:
John Sykes (Gitarre und! Gesang)
Tony Franklin (Fretless Bass)
Carmine Appice (Drums).
Ich weiß noch wie geschockt ich 1989 beim Erwerb der Platte war. Die Songs strotzten vor musikalischer Kraftmeierei
und wirkten wie die Whitesnake "1987" (die Sykes weitestgehend komponiert hatte) mit eingeschaltetem Turbo - aber im besten Sinne. Alle 3 Musiker hatten offfensichtlich alles gegeben. Insbesondere der Gesang verblüffte viele. Offensichtlich verband Sykes Ausdruck und Stimmgewalt von Coverdale mit dem Vocal-Laid-Back-Style von Phil Lynott (also ab und an etwas hinter dem Click zu singen um mehr Schwermut und Feel in die Songs zu transportieren). Beeindruckend wie viel Sykes offensichtlich von seinen ehemaligen "Ziehvätern" und seinen früherer Bandstationen gelernt hatte. Aber auch Tony Franklin und Carmine Appcie hatte ich vorher wie nachher niemals so offensiv und engagiert spielen hören. Die Scheibe war (ist) mächtig. Doch leider wie so oft, gab es kaum bis keinen Support der Plattenfirma und so blieb es beim Kultstatus (eine der berümtesten CD´s für Musiker) mit einem für die Vorerwartungen eher bescheidenen Erfolg von 500.000 Stück (gegenüber 8 Millionen der "1987" Whitesnake-Scheibe alleine in den USA ) .
Unlängst entdeckte ich dann dieses Konzert und Zeitdokument aus dem Jahr 1989 und mir fiel die Kinnlade herunter
.
Alleine das Bass-Solo nebst Klarinettensolo! ist dermaßen absurd-genial wie überraschend! und dürfte in der Rockhistorie Alleinstellungsmerkmal genug sein ![]()
Es gibt wenige Konzerte bei denen Musiker so entfesselt aufspielen. Daneben wurde dort fast jeder Song des Blue Murder Debuts von 1989 gespielt und dies in atemberaubenden Soundgewand, bedenkt man, dass der seitlich subtil platzierte Keyboarder oftmals nur Layer-Sounds beisteuert - das Kerngeschäft also tatsächlich von den 3 berühmten Herren geleistet wird.
P..S: von den Praline-Frisuren der "Ladies"
nicht täuschen lassen. Es ist die Musik die zählt.
edits: und wieder ein PC-Monitor kaputt. Keine Rechtfertigung für die vielen Edits der Rechtschreibfehler. Inhaltlich (wie meist) nix verändert. Neuer Link, da alter von Youtube entfernt wurde. Der neue Link ist leider nicht mehr synchron
Nur so nebenbei erwähnt... ![]()
... es ist eine echte Parallelabhebung!
Ich kenne in den letzten 10 Jahren nur einen Hersteller, der Concerttoms physikalisch begründet (nicht jeder wird deren Ansatz teilen) konzipiert. Canopus.
Bei dem Premier-Set dass allerhöchstwahrscheinlich bei einem günstigen Fernosthersteller (man bedenke einfach die XPK-Pricerange und Sets der Gegenwart) ) gefertigt würde (wenn es denn gefertigt wird) würde ich es für sehr verwegen bis realitätsfern
halten, da große Klangfetischisten in der Konzeption zu vermuten, die womöglich noch viele Hörvergleiche mit unendlichen Prototypen anstellen. Es gelingt ja offensichtlich bislang nicht mal in Verhandlungen mit dem potentiellen Produzenten die produktions-Auflage so "herunter zu verhandeln", dass die potentiellen Käufer zu ihrer Ware kommen.
Kirche im Dorf lassen.
Gruß an den Abt.
Humor rules
Letzter Post:
Newsound (später Action etc. etc.) hat unglaublich vieles auf den Markt geworfen.
Viele Jahre lang wurde massiv von Rogers kopiert, vieles von Tama, auch einiges von Pearl und Yamaha designtechnisch "entliehen". Aber nie konsistent!. Ein oder 2 Jahre später fand man auch mal wieder Pearl-Style Tomarme etc. etc. oder gar auch Parallel im Portfolio Pearl-Style-Tomhalter vs. L-Stückbasierten Tomhalter, aber dann in einer anderen Price-Range (als Produktdifferenzierung etc.).
Das "Problem" hier wie in manchen anderen Threadst, das Einzelne (ist ja menschlich verständlich) von ihrem einzigen Indivdual-Eindruck ausgehen und genralisieren, vielleicht im Internet (das wenig zu findende) suchen und dann eine These aufstellen. Das greift bei einem Hersteller der so viele Varianten erzeugt hat, ganz schnell ins Leere.
Das weiße Auto war ein Mercedes. Jeder Mercedes ist weiß.
Jetzt aber wirklich woanders hin. ![]()
... zieht sich aus dem Thread zurück ![]()
Zitat...ein Imperialstar Mars 5A aus den 70ern käme noch in Frage.
Sorry - Nein!
Die Bassdrumrosette ist eindeutig, siehe mein Post oben.
Auch die Position Außendämpfer-Handling zum Luftloch stimmt nicht überein etc. etc. etc.
Von Tama...
...die Aufkleber.... hahaha
Die Mühle ist von Newsound. Böckchen-Indizien sind bei Newsound nicht so leicht auszuwerten/auszumachen denn es gab von Nwwsound viele, viele Produktgenerationen. Die Bassdrumrosette (unterlag zwar auch diversen Veränderungen) ist hier aber definitiv Newound... so wie manches mehr.
Schöne Sticker!
Vielen Dank! Hueni. Endlich mal jemand der Klartext redet.
Wobei "Fernost Snare-Kessel" über OEM´s bezogen ist nochmal ein ganz eigenes Thema. Diverse Tradtionshersteller haben ihre Metallurgie-Abteilungen zusammengestutzt und verlassen sich hier auf OEM´s.
Abweichungen sind überall dort möglich wo Mensch und Maschine Hand anlegen.
Das zu leugnen wäre kindisch.
Interessanter (und eben abseits der Tele-Tubbies)
ist das Ausmaß der Abweichungen und die prozentuale Auftretenshäufigkeit der Abweichungen. Also wieviele Sets von 100 produzierten haben gravierende Mängel. Und da 100 so selten produziert werden ist vielleicht die Frage schon interessanter: wenn ich 5 Sets derselben Serie eines Herstellers betrachte, bei wievielen dieser 5 muß ich gravierende Mängel feststellen. Bei keinem, bei einem oder bei dreien von 5. etc. etc.
Wenn ich in meinem Leben ein einziges Set eines Herstellers gesehen habe das Murks ist - prägt das natürlich meine Meinung. Ob diese Meinung dann aber aufgrund der heftigen ersten! Prägung eher Vorurteil ist/wird oder sachlich aufrecht erhalten werden kann/muß (da faktisch überprüfbar auch spätere Modelle wieder und wieder diese Mängel haben) ist ein völlig anderes Thema.
Insofern fände ich toll, wenn hier nochmals konkreter beschrieben wird was beanstandet wird: In welchem Ausmaß Mängel vorlagen (Grad der Abweichung vom SOLL-Zustand) als auch die Anzahl gesehener Stücke mit Mängeln.
Queensryche gehörte nie zu meinen wirklichen Lieblingsbands. (die CD´s Operation Mindcrime und Empire mal ausgeklammert, die waren sehr gut)
Daneben gab es einzelne Songs (oder Song-Interpretationen) die irgendwie ungerechtfertigterweise von vielen übersehen wurden.
So insbesondere "I wlll remember" von der mich die Unplugged-Version seinerzeit wie heute schwer beeindruckt(e).
SUPER-SONG
[video]http://www.youtube.com/watch?v=e-XvOk75KzU[/video]
Zitat@ Drumstudio1: Für jeden, der sich bischen mit Hifi, PA und Raumakustik beschäftigt ist der Hinweis garnich so genial, sondern völlig slbstverständlich
Wann machen Menschen schon das selbstverständliche...?
Bei Hifi-Enthusiasten galt es mal als "selbstverständlich" CD´s in das Tiefkühlfach zu legen oder Randspuren der CD mit schwarzem Edding anzumalen - zur Klangoptimierung versteht sich
.
Niles Beitrag finde ich brilliant und wichtig! weil er nochmals auf einen ganz klassischen, weit verbreiteten Anwendungs-Bias bezüglich dem A/B- Vergleich alternativer-Tomaufhängung vs. XY aufmerksam macht. Einen den wir auch bei diversen Produktpräsentationen finden etc.
Insbesondere da es ja je nach Drumaubau auch nicht immer ganz einfach ist, das Tom sehr nahe im Idealfall an der ehemals befestigten Position in der Hand zu halten und anzuschlagen. Nicht selten fuchtelten bei Präsentationen die "Demonstranten" nebst des zu demonstrierenden Objektes willkürlich vor der Nase der Zuhörerschaft herum, bzw. auf und ab.
Das Freaks and me den bias nie machen - davon ist auszugehen.
Aber die Mehrzahl der Leser profitiert von solchen, guten Beiträgen.
ZitatOder Argumente wie Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit? Bei Holz gabs da schon Threads zu, bei Hardware glaub ich noch nic
Nie hau!
Doch das hatten wir natürlich schon mehrfach. Schadet aber nicht es immer wieder u.a. für die Rookies erneut zu erwähnen.
U.a. ich hatte mal von einem chinesischen OEM (Drums, Drumhardware, aber auch andere Instrumentengruppen) den ich besucht habe, berichtet. Ein nicht gerade kleiner, der sehr billig produziert.
Nur nochmal 3-4 Stichpunkte:
Maskentragen-Pflicht-Schild weißt optisch deutlich sichtbar Mitarbeiter beim "veredeln" von Blasinstrumenten darauf hin, dass diese anzulegen sind. Mehrere Mitarbeiter tragen aber keine Maske. Dt. Investor, der mich zu Prüfung der Drums des OEM-Herstellers dabei hatte, fragte die Firmenleitung ganz konket an dieser Produktionsstelle: "warum legen die Mitarbeiter die Masken nicht an?"
Antwort vom General Manager (also recht weit oben in der Firmenhierarchie): "Es ist den Mitarbeitern freigestellt. Sie können die Masken tragen oder einen Ventilator einschalten".
Die Pointe: die Ventilatoren (handelsübliche Billiggeräte für Privathaushalte Marke "es ist warm im Sommer in der Studentenbude") waren auch bei jenen die keine Maske trugen nicht an jedem Arbeitsplatz eingeschaltet. Und selbst wenn jene teilweise eingeschaltet waren, bliesen diese die Dämpfe nur zum nächsten Arbeitsplatz zum nächsten Mitarbeiter! einen halben Meter weiter. Es gab also kein Abluftsystem/Abzugssystem oder dergleichen für die Dämpfe.
Beim Gang in einen ganz anderen Fertigungsbereich in dem sich (aus gutem Grund, würde ich heute sagen) nur 1-2 Mitarbeiter weit weg von dem dt. Investor und mir ausmachen ließen, erhielt ich rasch nach dem Betreten dieser Fabrikhalle einen massiven "Stich" im Gehirn von dem ich dachte mir setzt einer eine Hornisse ins Nasenloch und diese sticht von dort durch das Gehirngewebe bis in die Schädeldecke. Vielleicht nicht ganz überraschend: es war die Halle mit der Galvanisierungsstraße für Drumhardware etc. Wir waren zig Meter von den Becken entfernt (die Halle war recht groß) - aber zweifelsohne war da nichts! Gutes in der Luft.
Thema Produktlebensdauer:
Viele der Produkte waren direkt nach der Produktion und/oder schon während! der Produktion mit Teildefekten "ausgestattet". Wurden aber nicht aussortiert sondern durchliefen den ganzen Rest der Fertigungstrecke, so als sei nichts gewesen. Auch der Showroom offenbarte: die lichttechnisch sehr ansprechend angestrahlte Hardware war in der Mehrzahl der Fälle dysfunktional. Auf die Defekte angeprochen, insbesondere die erscheckend hohe Quote mängelbehafteter Produkte wurde ein Mitarbeiter/Ingenieur eilig herbeizitiert/telefoniert, jener mit einer Zange in der Hand
. Aber diese surreale Story wo er mit der Zange vor unseren Augen den Mist zurechtbiegen wollte, den diverse Abteilungen vorher verbockt hatten, hatte ich hier im Forum auch schon 1-2 Mal erwähnt. Es wäre vieles zum Lachen, wenn es eigentlich nicht so traurig gewesen wäre.
An anderer Stelle im Werk: Viele der Drumkessel rochen extrem auffallend nach Lösungsmitteln. Diesbezüglich hatte ich dann später noch die ein oder andere Email geschrieben, dass man bitte sowohl an die Endkunden in Europa denken soll, die sich nicht vergiften wollen, als auch an die Mitarbeiter im Werk!, die ja sicher auch noch ein langes Leben führen wollen und gesunde Kinder haben möchten. In jedem Falle machte der Kleber mit denen die Holzlagen bei den Kesselpressen verleimt wurden schon einen extrem (chemischen) Lösungsmittel-haltigen Eindruck. Die Lackierung der Kessel hat damals aber sicher auch nicht nur aus wasserbasierten Lacken bestanden. Denn auch in dem Showroom der Firma, wo schon vor längerem gefertigte Drumkits ausgestellt waren, breitete sich sobald man Felle wechselte ein extrem lösungsmittelhaltiger, strenger Geruch aus. Auch das wurde dann später nochmal thematisiert wobei mir da ein netter Drumbau-Kollege noch mal 1-2 Hinweise gab, die ich weiterreichte. Ob diese Mails je gelesen, ins chinesische übersetzt und an die tatsächlich entscheidungsbefugten Funktionsträger weitergereicht wurden, habe ich nie erfahren. Aber auch das ist womöglich? typisch, sobald ein potentieller Kunde abgesprungen ist und kein Auftrag mehr im Raum steht, macht jede weitere Kommunikation (bzw. das Binden von Zeit der Mitarbeiter) monetär/produktionstechnisch betrachtet keinen Sinn mehr.
Man ist oftmals nicht sicher, ob überhaupt Appelle (Qualitätsverbesseung der Produkte, Schulung der Mitarbeiter, Meiden toxischer Stoffe) verstanden werden. Hoher Produktionsoutput bzw. möglichst lückenlose Produktionsauslastung ist für diverse Produzenten ein Ziel das weitreichende Schatten auf andere Bereiche wirft, die garnicht wahrgenommen werden (wollen). Kommunikation ist mitunter ein sehr spezielles Thema. Alles was das Thema Stückzahl und Verkäufe betrifft (es wurde vom Investor u.a. auch aufgrund meines Eindrucks gegen den Import dieser Produkte entschieden) wird durchaus zeitnah beantwortet.
Andere Themen - hust - siehe oben, werden entweder mit Hinhalte-Floskeln "ach so, ja da hören wir uns mal um", "Das ist machbar, wir kümmern uns darum" oder garnicht kommentiert. Man/ich hat dann mitunter Zweifel ob manche Rückmeldung oder Mail überhaupt gelesen, verarbeitet, bearbeitet bzw. an den richtigen Adressaten weitergereicht wurde.
Das liegt nicht etwa am "bösen" Chinesen, sondern ist mitunter brutalst einfach zu erklären. In der Drum- und Instrumentenindustrie (wie in anderen extrem exportabhängigen Industriezweigen Chinas sicher auch) sind jene Chinesen an den "Schnittstellen nach Außen" tätig, deren Eltern sich vieles abgespart haben um diese zu einer besseren/weiterführenden Schule zu schicken, wo besseres Englisch vermittelt wird. Z.B das Schulenglisch unserer 7. - 9. Klassen entspricht
. Aber eben für Landesverhältnisse deutlich über dem Durchschnitt. Deutlich besser als die Fremdsprachenkenntnisse anderer Bevölkerungsgruppen wo mangels Geld weniger in die Ausbildung der Kinder investiert werden kann. Jene durch teure Ausbildung geförderten Kinder sind dann als erwachsene, als erwerbstätige Arbeitnehmer in exportrelevanten Firmen einer sehr hohen! moralischen und Leistungserbringungs-Verantwortung den Eltern gegenüber. Sie müssen durch ihren Status im Beruf beweisen, dass sich das vom Leib absgesparte der Eltern, um in die Bildung der Kinder zu investieren, gelohnt hat.
Das bedeutet ganz konkret, dass mitunter chinesische Mitarbeiter in der Musikinstrumenteindustrie mit jenen guten (für uns eher rudimentär erscheinenden) Englisch-Kenntnissen meist für verkaufsrelevante Kontakte/Aquisen eingesetzt werden. Die haben dann ein üppiges Grundgehalt von 300 oder 350 Euro im Monat und bekommen noch gewisse Prozente - aber eben nur, wenn! es zu nennenswerten Aufträgen kommt. Alles andere, wie z.B. Produktverbesserungen besprechen, umweltrelevante Dinge erörtern, Mitarbeitergesundheit oder -Schulung erörtern, kostet sie ihre Zeit, wird aber freilich nicht durch die Ausssicht auf eine Provision belohnt. Im Gegenteil: in der Zeit in denen jene Mitarbeiter E-Mails von dt. Investoren übersetzen, die möglicherweise von einer konrketen Bestellung nennenswerter Stückzahlen schon abgerückt sind, hätte man längst andere europäische oder amerikanische Investoren per E-Mail oder Telefon zum Bestellen veranlassen/"bereden" können. Und auch auf Seite der Firmenführung (denn letztere müßten die Verbesserungen ja initiieren und durchsetzen) stoßen diese Anregungen die nicht sofort zu einer höheren Produktionsauslastung führen, nicht selten auf halb- bis ganz taube Ohren.
Ein nicht ganz unwichtiges weiteres Thema, ist auch die wirtschaftsförderung spezieller Regionen. Will heißen mitunter wird die wirtschaftliche Expansion von Firmen bzw. die Erschließung neuer Regionen als Produktionstandorte vom lokalen Machtapparat gefördert bzw. "protegiert" Es werden dann viele lokale Menschen eingestellt, also ausnahmslos Mitarbeiter rekrutiert die aus der Region! kommen. Dies sind nicht grundsätzlich die kompetentesten für das jeweilige Berufsprofil, aber das spielt mitunter erschreckenderweise keine Rolle. Unsere Vorstellung per nationaler oder gar internationaler Stellenausschreibung für spezielle, sehr wichtige Jobprofile (z.B: Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems, Produktverbesserung, Produktinnovation, Chef-Ingenieur etc.) unter den besten Bewerbern des Landes auszuwählen ist noch für diverse chinesische Firmen geradezu SCIENCE-FICTION. Vieles des protegiertern basiert genau darauf, dass man viel!!! produziert und den Menschen vor Ort irgendeinen Job anbietet und jene dadurch (im kleinen Maßstab) vom Wohlstand träumen können.
edits: unendlich viele Schreibfehler. Inhaltlich wie meist, nix verändert. Aber noch 3-4 Nebensätze ergänzt zum - hoffentlich - besseren Verständnis.
ZitatVielleicht hat der Klangunterschied auch damit zu tun, dass sich das Tom in einem anderen Winkel zu deinem Ohr befindet, wenn du es frei in der Hand hältst?
Brillianter! Hinweis, da tatsächlich manchesmal bei Anwendern zu fehlerbehafteten Eindrücken führt. Im Idealfall testet man das Tom sehr nahe der realen Montageposition! Nicht zuletzt auch um raumspezifische Faktoren konstant zu halten.
P.S: die Superstars haben das alte (schwarze) Star-Cast (Produktdifferenzierung läßt grüßen)