Beiträge von Drumstudio1

    Zitat

    Letztendlich sind solche bildunterstützten Ferndiagnosen immer auch ein Ratespiel, deshalb würde ich mich hüten, irgendwelche kreativen Rückschlüsse auf falsche Handhabung oder Missbrauch zu ziehen. Da kann der Zeigefinger ganz schnell zum Bumerang werden...


    Gleichwohl ist es natürlich völlig legitim wenn jemand Bilder online stellt und um Meinungen/Stellungnahmen/Eindrücke bittet/fragt jene auch (freilich spekulativ) zu äußern. Das Ausmaß des totalen Quatsches ging in diesem! Thread eher gegen Null.


    Da hatten wir schon ganz andere Threads. Auf jene möchte ich lieber :D nicht verweisen - blos´keine schlafenden Hunde wecken.

    Kurze Zwischenfrage/Verständnisfrage.


    Zitat

    Was macht das Schlagzeug für Euch in der Rockmusik aus?
    Könntet Ihr Euch moderne Rockmusik ohne den "Backbeat"oder sogar gänzlich ohne Schlagzeug vorstellen?


    Die 2 Fragen mit den Statements der Musiker sind nur Begleitwerk. Also Zitate sollen die Facharbeit nur auflockern oder?
    Beim zweten Mal ;) Lesen des Startposts habe ich es so verstanden.


    Die Facharbeit beinhaltet also in diesem Sinne keine Umfrage bzw. Befragungen von Musikern zu diesen 2 Themen?

    Der Song mit den meisten Gitarrensoli pro Spielminute :D
    "STARS"


    Nach dem unsäglichen "We are the world"-Kitsch wo faktisch jeder namhafte (Hard) Rock-Musiker ignoriert wurde bzw. amgeblich keine Einladung zur Mitwirkung erhielt... initiierten Jimmy Bain und Vivian Campbell around 1986 ein eigenes Hilfsprojekt unter besonderer Berücksichtigung der Rock und Hardrock-Musikanten zur Spendeneinahme gegen den Hunger in Afrika.


    Abseits der guten Absichten sind faktisch damals einige atemberaubende Gitarrensoli und Vocalparts entstanden die eine Vielzahl der seinerzeit besten Vocalisten und Guitar-Wizards der (Hard) Rockszene "featureten".
    Viele haben das damals nicht mitbekommen. Ich erinnere das Lauschen der Maxi-CD und später veröffentlichten LP aber wie gestern :D .


    Der Song ist u.a. akustisch auch ein kultiger Ratespaß... ob es dem Rockkenner gelingt wirklich alle Musikanten anhand der Soli zu erkennen? Auch die Stimmen von Rob Halford, Eric Bloom, Dave Meniketti oder Jeff Tate etc. etc. herauszuhören ist Gehörschulung mit Fun-Faktor. Mitunter tauchen sie auch nochmal als ad-lips etwas zwischen den Chorstimmen gemixt auf. Der Song ermöglich eine lange Entdeckungsreise! Wieder und wieder.


    Die Protagonisten von Spinal Tap wird ja hoffentlich schon optisch jeder sofort entdecken!


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=G5H94GHb-10[/video]

    Grafik blockieren geht nicht.


    Und 24" mag ich nicht mal als Bassdrum. Geschweige denn als Monitor. Da bräuchte ich ja auch ´nen neuen Tisch.


    Ich glaube ich habe es auf anderem Weg entfernt ohne Geld auszugeben.


    Dieses verfluchte Ding hatte sich in die Firefox Erweiterungen! eingetragen. Deswegen half auch der Pop-Up-Blocker nicht.
    Ich habe es soeben manuell deinstalliert. Mal schauen wie lange das hält.

    Ich werde seit 3-4 Wochen irre.


    Auf jeder Amazon und Ebay-Recherche taucht beim Öffnen jeder neuen Angebots-Seite unten am Bildschirm ein Pop-Up Balken mit Angeboten anderer Anbieter auf. Und zwar wirklichjedes mal wieder neu!!! Wieder und wieder. Es ist die Hölle. So macht die Nutzung oder eine Produkt-Suche bei Amazon etc. keinen Spaß mehr.


    Meist nennt sich die Quellle die diese Angebote UNGEBETEN offeriert "ausgerüstet von Dealply".


    Ich habe zig mal Firefox überprüft. Die einzige Website die von mir "autorisiert" ;) wurde Pop Ups darzustellen habe ich auf Drummerforum geschaltet. Alle anderen dürfen entsprechend meiner Einstellungen nicht erscheinen. Sie erscheinen aber. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr! :cursing:


    Was mache ich falsch?


    Dieser gottverfluchte Mist (das Werbe-Zeug wegzuclicken kostet Zeit und Nerven und diese blöden Werbeeinblendungen verdecken ja auch jedesmal ca. ein Achtel meines Bildschirmausschnitts...
    Das muß doch abzuschalten sein?

    Es gibt scheinbar bei Herstellern mitunter bzw. ab und zu Chargen-Probleme bzw. Produktionszyklen wo etwas nicht ganz rund läuft..


    Ich habe vor einigen Monaten freundlicherweise vier coated Powerstroke 3 US-Made- Reso-Felle die Remo für einen Drumhersteller mit dessen Brandname hergestellt, von einem Vertrieb des Drum-Brandnames den das Fell ziert, erhalten.


    Mindestens 3 der 4 Felle ist/war (obwohl neu und niemals montiert gewesen) gemeinsam dass das Remo-Coating "schon beim Anschauen" abfällt. Ich rede nicht (nur) vom Schwingen als Reso wenn aufgezogen...


    ... Nein! Es fiel/fällt teilweise einfach so ab. Insbesondere waren schon beim aus der Folie ziehen überall "verstreute" Stellen am Rundungs-"Übergang" zu erkennen, wo das Coating faktisch nicht mehr ´drauf war.


    Da könnte man noch einwenden es sei falsch gelagert worden oder ähnliches. Aber in diesem Falle ist die Antwort (da ich mehrere habe) nein! Wenn man es wagt ;) dem Finger ´dran zu tippen gibt es einzelne Stellen wo sich sofort etwas vom Coating löst. Bei mindestens 3 der 4 dieser Felle die wohl aus der selben Charge btw. dem selben Produktionszyklus entstammen, gibt es diese Mängel.


    Es ist alles menschlich und weit weg! vom Weltuntergang , das trotz moderner Fertigung (oder gerade deswegen?) ab und an Schwankungen auftreten können. Aus den USA glaube ich erfahren zu haben, dass Remo (sicher auch manche andere Firma) da in aller Regel recht kulant reagiert, wenn also Coating völlig auffällig hyperschnell in die Umgebung "diffundiert" ;) ein Umrtauch gegen Neuware angeboten wird bzw. auf Anfrage möglich ist.


    Es bleiben tolle Felle, die ich immer gerne spielte. Evans und diverse andere ebenso.
    Das "Coating-Problem" und/oder extreme! Chargen-Schwankungen (wie in dem von mir skizzierten Fall - solche Felle würden Streetprice immerhin über 50 Euro kosten) sollte allerdings irgendwann gänzlich ausgemerzt sein.
    edits: die liebe Rechtschreibung und die Sehkraft.

    Zitat

    Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch die Tama Metalworks-Snares in die Runde werfen (die alten schönen, mit der schwarzen Hardware).


    Die alten Metalworks waren ein echter Geheimtip. Viele Drummer hatten damals nicht realisiert wie gut die in der Preisleistungs-Relation am Markt waren.Leider sind sie Geschichte.
    viele der neuen (es gibt auch Ausnahmen und Sondemodelle) haben mehr Verändeurngen erfahren als allgemeinhin bekannt. Auch die meisten internationalen Gazetten haben die Unterschiede nicht wirklich beleuchtet.


    Hier einige der Unetrschiede (u.a.):


    1.) Hatten die alten Metalworks wie hier schon erwähnt die guten Evans Hochpreis-Qualitätsfelle als Werksbefellung (nun nicht mehr)
    2.) Bei 14" Snares den recht guten MS20 SN14S-Teppich (nun nicht mehr... etwas einfachere Teppiche montiert)
    3.) bei 14" Snares 10 Stimmschrauben (nun acht)
    4.) Gummiisolierte Spannböckchen (nun direkt am Kessel montiert)
    5.) Metall und Nylonunterlegscheibe gegen allzuleichtes Verstimmen bei den Stannschreuben (nun nur noch eine aus Metall)


    Das ist alles isoliert betrachtet nicht dramatisch... aber machte in der Summe bei den alten Metalworks klanglich doch sehr beeindruckende Instrumente zum kleinen Preis möglich.
    Es ist aber kein Geheimnis, das Tama die neue Metalworks Serie unterhalb der neuen SLP-Serie platziert bzw. versucht(e) im Portfolio überhaupt noch ein "Markt-Fenster" für die neuen SLP Snares zu schaffen. Jene weisen diverse Features (ohne Abstriche) der alten Metalworks auf.

    ich hatte diverse wundervolle Dinge von denen ich mich getrennt habe und denen ich jahrelang nachweinte... auch vor wenigen Wochen wieder so etwas vollzogen.
    Aber das soll hier keine Rolle spielen.


    Von Peace gab es früher viele suboptimale Artikel - diplomatisch formuliert...


    Aber vor ein paar Jahren gab es eine seltsame Sache. Ein Händler bot online eine von ihm als neue "Cadeson" bezeichnete "Bellbrass" in 14 x 4 für um die 400 Euro an.


    1.) Ich hatte erstens große Zweifel, dass diese Snare neu war... er bot sie nämlich schon relativ lange an und fand scheinbar keinen Käufer und diese hatte ein RMV-Schlagfell ´drauf. Eine derartige Cadeson gibt/gab es aber nie mit RMV-Befellung. Ich vermutete eher, dass das Originalfell einen anderen Brandname trug und/oder deutliche Spielspuren hatte... und das Fell gewechselt wurde. Von wem auch immer.


    2.) Diese Snare sah schon online sehr verdächtig nach einer Peace Snare aus. Sie hatte manche Trademarks einer "Peace Phosphor Bronze Cast". Auch diese designtechnisch von Peace völlig unpassende (nämlich billig wirkende) Abhebung, die Peace leider an ihre teuerste Snare montierte. Ich vermutete also eine Peace Snare - und zwar jene Phosphor Bronze Cast Snare die wenn man sie ordert, preislich erschreckend dicht an Bellbrass ´dran ist.


    Ich bestellte vom Händler diese angeblich neue "Cadeson" "Bellbrass".
    Es war wie erwartet. Miese noch dazu hakelige, instabil wirkende Abhebung., nicht Original-Felll sondern eben wie auf den Photos des Verkäufers ein RMV (auch dieses mittlerweile mit Spielspuren) , das ganze Instrument eindeutig schon gespielt worden, schlechter bis sehr schlechter Gewindeschnitt aller Stimmschrauben-Böckchen und keinerlei Badge am Kessel. Bzw. dieses wurde wohl entfernt (von wem auch immer) wie Kleberückstände am Kessel suggerieren. Was wiederum recht deutlich für Peace sprechen würde... denn ein derartiges Badge würde wohl mancher nicht so gerne sehen - und jene sind bei diversen Peace Snares sehr leicht entfernt/verloren....


    Die Pointe: trotz aller Widrigkeiten - ein sagenhafter Klang. Es ist eine der 3 besten Snares die ich jemals spielte. Egal ob nun Peace oder Cadeson. Sie klingt fantastisch.
    Es ist die Snare die am dichtesten nach Bellbrass klingt bzw. bei der ich keinen! - nicht den klitzekleinsten hörbaren Unterschied gegenünber einer Hi-End-Bellbrass ausmachen kann. Sie ist schwer wie manche Vintage Bassdrum - kein Wunder aufgrund des gegossenen Kessels. Ein wundervoll klingendes Instrument mit diversen Mankos, aber tollem Sound.


    Ich habe den Händler nie zur Rede gestellt ;) , da ich mir meiner Meinung von Anfang an sicher war. Also das um die 400 Euro nicht zu viel sein würde.



    edits: buchstabendreher/Rechtschreibung

    Zitat

    Das mapex Saturn wird doch im Forum hier sehr geschätzt soweit ich das mitbekommen hab. Ich meine in Erinnerung zu haben das selbst Drumstudio1 (der vermutl. so einiges an Trommeln unter den Stöcken hatte) sagte, dass die Bassdrum der Saturn eine der besten wäre die er gehört hat - vielleicht liest er ja hier mit und kann das bestätigen, will ja keine Unwahrheiten hier verbreit


    Klanglich gab es mit dem Saturn seit Jahren (seit dem Change zu Walnuss-Ahorn-Mischkesseln und 5,1 mm dünnen Toms) ein grandios! klingendes Kit mit High-End-Sound das man mit Ausdauer und akribischer Suche immner wieder mal zum Mittelklasse Preis erwerben konnte (insbesondere wenn es innerhalb der Serienhistorie kleine Feature- bzw. Designänderungen gab... und die Vorjahresmodelle abverkauft wurden) . Wer also wenig Kohle hat... und ein fett-offensiv klingendes Drumset sucht mit einem schwer ein zweites Mal zu findenden Attack und Druck sowie einem deutlich hörbaren Tiefbass-Plus gegenüber 90 % aller anderen Drumsets des Marktes ("gefühlt" als hätte man am heimischen Hifi-Verstärker plötzlich den "Loudness"-Schalter aktiviert), wird den Kauf nicht bereuen. Viele Kollegen und Drumschüler haben nach dem sie diese Sets bei mir hörten und nach der Serie fragten, daraufhin eines in Shops erworben.


    Ein anderes Thema ist/war leider die seit zig Jahren extrem schwankende Lackierungsqualität und prozentual häufig mit sichtbaren, groben Lackierungsmängeln ausgelieferten Kits von Saturn bis Orion (letzteres preislich Oberklasse). Diese Serien schwankte(n) mitunter in Sachen Lackierung in einem Ausmaß, das Tama und Pearl selbst bei ihren unteren Mittelklasse-Kits (Vision, New Superstar... hatte ich auch viele, viele hier) nicht mal ansatzweise kannten/kennen. Von 10 Sets (8 x Saturn. 2 x Orion) die ich lange teilweise bis heute testete hatten 6 - 7 deutliche bis gravierende Mängel in der Lackierung. Mehrheitlich schon aus drei Metern Entfernung sichtbar. Unzählige tiefe sichtbare Rillen (das häufigste Phänomen jener Kits), nicht planer Lackauftrag, Farbabweichungen etc.etc. Ich habe das seit Jahren sehr genau dokumentiert deswegen kann ich mich da sehr deutlich und weitestgehend schwer anfechtbar ;) äußern. Diese Sets die ich hatte/habe entstammten u.a. verschiedenen Produktionsjahren/Zyklen (jene somit verschiedenen Chargen). Sehr schade und für mich auch schwer nachvollziehbar das diesbezüglich über Jahre hinweg scheinbar auf Produktionsseite nicht stringent genug gegengesteuert wurde. Von 2013 hatte ich noch nix hier. Insofern kann ich mich nur zum "Gestern" äußern, womöglich ist heute alles anders.


    Für mich hat(te) aber der Klang Priorität, darum habe ich das zähneknirschend akzeptiert und liebe den Saturn-Sound bis heute, insbesondere wenn man in der Lage ist ultra-low-Tuning zu "betreiben". Also den Stimmbereich wo die dünnen Tomkessel und die Walnusslagen ihr größtes (Tiefbass)-Potential entfalten können.


    Es ist Fakt: das Saturn ist ein höllisch gut klingendes Set und mancher der das 2-fache für anderes ausgibt würde sich die Haare ausreißen wenn er im selben Raum in nahezu identischer Position den A/B-Vergleich mit einem Saturn gemacht hätte. Das Orion ist/war auch ein wirklich gut klingendes Kit, dessen Preisgestaltung aber faktisch immer chancenlos bzw. am Markt vorbei kalkuliert war und dessen deutlicher Mehrpreis gegenüber dem Saturn nie rational zu rechtfertigen war. Natürlich klingt das Orion anders: deutlich ausgewogener in den Mitten und dynamisch subtiler, maple-typisch "klanglich weicher", weniger "punchy" aber wer den klassischen Maple-Sound im preislichen Oberklasse-Regionen suchte, hatte traditionell geprägt ganz andere Hersteller-Namen für Maple-Kits auf dem Schirm.


    Das oben abgebildetes Set ist ein "Spezial-Set" ist und nicht wirklich mit dem Saturn vergleichbar. Zu jenem kann ich mich somit nicht äußern.


    Edits: viel Rechtschreibung. Zuviel parallel gemacht... sicher immer noch nicht alles entdeckt...

    Ein zeitloses Meisterwerk in Sachen Song-Arrangement und Hookline-Güte. Quasi die Blaupause für einen genialen Rocksong. Selbst die vielzitierte Cowbell darf nicht fehlen und paßt hier tatsächlich prima und wirkt kein bisschen Klischee´-behaftet.


    Der Song bietet diverse Bridges und Übergänge die in Sachen Melodik und tonaler Qualität bei unzähligen anderen Bands als Refrain verwendet und gefeiert würden.
    Bei diesem Song hingegen sind diese "nur" spannungsteigerndes Vorspiel... zum Killer-Refrain.



    f... f... f... ... foolin´
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=_lFvw368RXk[/video]

    Zitat

    Und doch es ist ein Neukauf.


    Zitat


    5.Die Trommel ist seit Nov. letzten Jahres in dem besagten Laden zum Ausprobieren ausgestellt.


    Was da in der zwischenzeit passiert sein könnte(nicht müsste),darauf habe ich keinen einfluss.


    Thanks für die Infos.
    Vielleicht liegt da der Hund begraben...

    Es ist eindeutig ein Riß.


    Und die Fortsetzung des Risses (man schaue mal genau auf den Rißverlauf oberhalb der Schraube) weist doch recht deutlich auf einen wie auch immer gearteten Zusammenhang mit der Schraube und dem Riß hin.
    Sowas ist in aller Regel kein Zufall und ein Kollege hier hat punktgenau das beschrieben was ich auch u.a. vage vermute ("Spaltkeil").


    Natürlich kann so etwas dramatisch verstärkt/provoziert sein durch suboptimale Materialeigenschaften des Holzes (Herkunft/Selektionsgüte/Qualität, Verarbeitung, Lagerung etc.).


    Btw. was ist das Überhaupt für eine Holzsorte?


    Sorry, wenn das jetzt bei hastigem Überfliegen meines Posts zunächst nicht sehr konstruktiv klingt - aber ich denke aus solchen Geschichten lernen andere bzw. entgehen vielleicht derartigen unschönenen Erfahrungen, inbesondere wenn man noch ein paar Randdetails anspricht bzw. beleuchtet:
    Eine Snare für 1000 Euro? Dafür bekommt man nahezu das beste was der Markt bietet. Der Thread und Preis liest sich so als sei da ein individuelles handgemachtes Wunschinstrument geordert worden aber mit unschöner Abhebung. Bei so einer Summe würde ich von vornherein eine tolle Abhebung unterstellen oder als Individueall-Wunsch bestellen, damit das Instrument dem Kaufpreis irgendwie entspricht.


    Ich meine es nicht böse, aber vermute sehr, dass hier einiges, mehreres eher suboptimal gelaufen ist... und in der Summe zum Ergebnis beigetragenh hat.


    Edii: Only Rechtschreibung sonst nichts

    Zitat

    Das alles was verkauft wird ein Wirtschaftsgut ist, ist klar - die Betonung liegt aber auf nur noch, d.h. Instrumente werden beliebig - ist der Punkt verständlich?


    Klar, der Punkt ist völlig verständlich. Das Thema haben wir hier seit Jahren immer wieder diskutiert und tun es weiter. Drumsets oder Hardware diverser Hersteller die aus dem selben Fernostwerk kommt, Becken-Brandnames die trotz fantasievollster Namensgebung alle aus dem selben "Hinterhof" Istanbuls stammen... etc. etc.

    Obwohl die Branchen so unterschiedlich sind behaupte ich ja seit Jahren (und befürchte nach wie vor, irre dabei nicht), dass alles verdächtig nach dem Niedergang weiter Teile der Hifi-Branche in den Achtzigern riecht. Irgendwann schrumpften viele Firmen immer mehr zusammen, Stammbelegschaften wurden immer kleiner und die Produktionen wurden für immer mehr Geräte des Portfolios an OEM´S vergeben.
    So war dann irgendwann im Telefunken Tapedeck (trotz geschickt kaschierter anderer Frontblende) die selbe Technik ´drin wie Im Dual. Aus Deutschland kamen freilich die "Innereien" beider und vieler, vieler anderer schon lange nicht mehr. Etc. Etc. Irgendwann wurden dann viele ehemals klangvolle Firmenamen mit großer Geschichte... nach Fernost verkauft.


    Zurück zu Drums: Wenn man schaut welche OEM-Produkte oder Hausmarken in den großen Versandshops en Masse verkauft werden... und in welcher Relation diese Stückzahlen heutzutage zu manchen Markennamen und deren Produkten stehen... insbesondere deren Oberklasse-Produkten stehen... sieht meine Prognose noch düsterer aus. Jeder der mal den ein oder anderen Inlandsvertrieb aus-checkt, was dort so an Drums der jeweiligen teureren Serien vorrätig ist... dem wird mitunter die Spucke wegbleiben wie niedrig die gelagerten Stückzahlen sind... eben weil viele Vertriebe immer vorsichtiger werden.


    Die Gleichgmacherei bzw. der Verlust der EIgenständigkeit ist ein riesen Problem, dass vielen Musikmachern das Herz bluten läßt. Aber ich sehe keine realistische Chance (abseits von Handlungen die zur Zwangseinweisung führen würden ;) ) diese Entwicklung auch nur eine einzige Sekunde aufzuhalten.


    Ich verabschiede mich aus dem Thread. Der macht mich traurig und ich möchte andere mit meiner sehr pessimistischen Sichtweise nicht anstecken ;) .
    Edits: only Rechtschreibung, da zwischen Terminen eilig rein-gehackti

    Zitat

    Ist es vorstellbar ein bezahlbares Set (Mitelklasse) von Sonor zu erwarten, neben der chinesischen Fertigung oder sind die wirtschaftlichen Einflüsse so groß wie


    Das weiß verläßlich nur Sonor.


    Was natürlich nie vollends auszuschließen ist, wäre ein mehr oder weniger (durch Verkäufe anderer Produktgruppen "subventioniertes") Produkt - quasi als "Versuchsballon". Also um zu testen wieviele Käufer noch auf "Made in germany" anspringen. Also ein limitiertes bzw. "Marktest-Produkt". Aber ein gewinnabwerfendes Produkt in der Mittelklasse aus komplett deutscher Fertigung? Und dann ist ja auch wieder die heikle Frage was davon wäre wirklich aus Deutschland? Die Kessel und der Lackauftrag? Die Montage der Beschlagteile? Die Kesselhardware wohl ganz sicher nicht. Diverse Galvanisierungseinrichtgungen in Europa arbeiten Defizitär. Die Stative/Hardware kann ganz sicher nicht mehr bezahlbar in Deutschland gefertigt werden. Vielleicht besser nur ein Shellset anbieten und die Hardware/Stative weglassen? Schon seit Jahren gab es schon in der unteren Mittelklasse-Sets anderer Hersteller mit China-Hardware die die Features der Fernost-200-Hardware und Mittelklasse mit 400´er Hardware hinter sich liessen aber nicht mehr (oftmals sogar spürbar weniger) kosteten als die mit dieser Hardware bestückten Kits. Alles ganz knifflig geworden in der globalen Welt.


    Ich denke man kann es drehen und wenden wie man will. Ein echtes Made in Germany Set zum moderaten Preis (das sich aber auch für die Firma rechnet) ist sehr unwahrscheinlich. Eine umfassende Rückkehr diverser Serien unter der Oberklasse (von der ich in melancholischen Erinnerungsmomenten ;) an die innovative Powerphase Sonors in den späten Siebzigern und Achtziger Jahren träume) völlig ausgeschlossen.


    BTW. Auch den bedeutenden Drummarken Japans ist es nicht mehr möglich autarke Mittelklassenserien im Inland zu bauen, die sich rechnen.


    Aber nochmals: Wissen und/oder "wagen" kann es nur Sonor.

    Schon ab der gehobenen Mittelklasse wird es für viele Firmen schwer mit dem Absatz. Diverse Oberklasse-Kits liegen von diversen Firmen wie Blei in den Lagern.
    Die Branche ist wiederum firmenübergreifend in einer Krise.


    Zitat

    Ich vermisse bei Sonor ein "Merkmal" wie in den 80ern und 90ern, was die Instrumente von den anderen Anbietern unterscheidbar gemacht hat.
    Die heutige Force- Serien von Sonor unterscheiden sich nicht, bzw. gleichen den chinesischen Mitbewerbern ziemlich, es steht nur eben Sonor drauf - es könnte aber eben auch Fame oder MSD, Xdrum oder xyz- drauf stehen.
    Sehe ich das zu pessimistisch oder gibt es in der Gerüchteküche schon Vermutungen über neue Serien aus deutscher Fertigung?


    Vergleiche was vorvorgestern war stelle ich auch gerne mal an - in melancholisch verklärter ;) Stimmungslage. Es ändert aber nix daran das die Marktlage bei nüchternem Blick in die Gegenwart rauh und hart ist und das eine UMFASSENDE Produktionsstätten-Rückkehr nach - bzw. umfassende Fertigung vieler Serien, womöglich auch niedrigerer Preisklassen in Europa so wahrscheinlich ist wie die Wiederkehr von Jesus dieses Jahr.


    Wenn in vielen Jahren mal "China" die selben Ansprüche stellt und Lebens-, Umwelt- und Produktionsbedingungen wie wir es einfordern bietet.. dann vielleicht.
    UND! wenn Konsumenten bereit sind für Inlandsprodukte das zu zahlen was Inlandsprodukte eben kosten, wenn alle an Konstruktion, Fertigung, Vermarktung und Abverkauf involvierten Personen angemessen entlohnt werden. Aber dazu sind "wir" bzw. exakter: viele Konsumenten nicht mehr bereit. Es ist somit nicht nur der "böse Chinese" und die Konkurrenz, sondern auch unser Kaufverhalten bzw. unsere Produktwahl.