Leicht Off-Topic: Bei mir ist es so, dass ich (Surround)-Sound mit Subwoofern nicht mag. Es wirkt auf mich "unstimmig". Ich kann dabei keine Einheit zwischen Film und Ton herstellen. Ich empfinde es als stressig und eher unschön. Der Tiefbass kommt mir bei derartigen Anlagen (egal wie teuer diese Installationen sind) immer wie ein Fremdkörper vor dessen "Gewummer"/Vibrieren im Raum ohne jeden nachvollziehbaren Zusammenhang zur Musik oder den Bildinhalten steht. Früher sagte man mir, ich wäre sicher bislang nur in falsch eingemessenen Hifi-Shop-Hörräumen gewesen. Aber auch bei netten Menschen die das mit Herzblut und immensem Finanzaufwand und diversen Meßinstrumenten privat betreiben geht es mir so. Vielleicht gibt es Menschen die da mental einen "Defekt"
haben und Subwoofer bzw. deren Bass-Signale nicht adäquat verarbeiten und integrieren können. Ich gehöre dann zu dieser Gruppe - es gibt schlimmeres. Selbst bei Subwoofer-gestützten Stereo-Anlagen werde ich nicht glücklich wenn der Subwoofer Meter von den normalen Speakern entfernt steht und empfinde den Bass dann als nicht zum Musiksignal "zugehörig" und das Musikhören als sehr stressig. Und das obwohl die Industrie/Theorie teilweise behauptete man könne tiefe Bass-Signale als Zuhörer akustisch nicht exakt orten, deswegen sei es nahezu egal wo der Subwoofer aufgestellt würde. Fazit: ich kann ein gutes Stück nachvollziehen, wenn andere Menschen irgendetwas als Problem oder "Beunruhigungen" durch Tiefbass benennen - wärend andere darüber skeptisch den Kopf schütteln. Vielleicht reagieren nicht alle Menschen gleich? Wäre ja bei auditiven Stimuli nicht soooo wirklich neu - diese Erkennntis.
Mehr On-Topic:
Trotzdem habe ich gewisse Zweifel ob Bassfrequenzen (oder gar Infraschall) wirklich das ursächliche Kernproblem des Threadstarters sind.
Ich vermute somit ganz so schnell kann man besseres Monitoring als Hilfe bzw. besseres In-Ear zur Linderung der Probleme nicht ausschließen.
Es gibt viele andere Erklärungsmöglichkeiten/Ansätze die ich zunächst verfolgen bzw. rational abklopfen würde.... bevor ich "Bassfrequenzen" oder gar "Infraschall" als Ursache vermuten würde.
Vielleicht sind auch die Bassfrequenzen nur ein Randdetail, nur ein "Flügelschlag des Schmetterlings" die zu etwas ganz anderem, viel gravierenderem nur noch dazukommen? Von Dir dieser "Flügelschlag "
aber (womöglich irrtümlich) als Kernauslöser interpretiert wird?
@ Threadstarter:
Hast Du ähnlich negative Effekte (außerhalb von eigenen Gigs) immer dann erlebt wenn Infraschall vorlag? Und wer hat dann vorliegenden Infraschall nachgewiesen? Oder noch allgemeiner: gibt es irgendwelche negativen Erfahrungen mit Bass-Signalen oder "niedrig-frequenter Vibration" abseits von Gigs? Das wäre interessant zu wissen.
Was ich mir z.B. (ganz abseits von Infraschall) vorstellen kann... mit einer Bassbox im Rücken bzw. in "Schußrichtung" tiefrequenter Speaker (Bassbox, PA) oder gar deren Reflektionen im Raum ist vieles unschöne möglich. Und vieles was die akustische Zuordnung oder das "ORTEN" des gespielten erschwert - führt zu schnellerer (geistiger und sicher auch körperlicher) Ermüdung... und manchem mehr (gerade wenn die Gigs spielzeittechnisch lange sind).
Ich persönlich verspannte früher bei Gigs wie im Proberaum deutlich! wenn mir ein Mix oder gar der Bassist mit seinem Frequenzspektrum meine Kick auslöschte bzw. meine Kick schwer bis unhörbar machte. Ich spielte dann immer unsicherer (da ich meine Kick nicht mehr hörte). Da stellten sich durch den ganzen Streß (Hand-Fuß-Kombinationen zu spielen bei der man die Hälfte als eigentlich sehr wichtige Timing-Referenz nicht mehr hört) unschöne "Zustände" recht schnell ein. Ich war dann viel schneller entnervt, schneller müde, schneller am Konzentrationsende... das hatte aber in meinem Fall dann nix mit Infraschall zu tun sondern schlechten oder verunsichernden Hörbedingungen die ich versuchte zu KOMPENSIEREN in dem ich meine Sinne weit über die Maßen focussiert zu halten (mit der Folge das ich im Verlaufe langer Proben oder Gigs irgendwann mental wie körperlich recht "platt" war).
Nochmals: die Ursachenzuschreibungen könnten aufgrund der Vielzahl der angedeuteten/genannten Phänomene des Threadstarters (auch) ganz andere sein. Und auch auf die Gefahr das man sich veräppelt fühlt: ich meine folgendes Ernst: es versteht sich von selbst das ein Pensum von 3 Gigs wöchentlich mit 5-6 Stunden Drumming am Kit mit gesunder Ernährung, genug Flüssigkeit (Wasser!) und gutem Ausgleichs-Sport- und Bewegungsprogramm am besten unterstützt bzw. vorbereitet wird. Auch die schlechte Luftzirkulation/Belüftung/Temperaturbedingungen in manchen (kleineren) Locations ist bei längeren Gigs für viele Menschen nahezu ohnmachts-induzierend. Ich kenne diverse Kollegen die für sich abseits des Drummings (sportlich, gesundheitstechnisch, "ausgleichstechnisch") nix tun. Ich habe natürlich keine Ahnunmg wie es da beim Threadstarter ist ![]()
Es fielen mir noch einige andere Aspekte mehr ein, nur klingen die dann nicht so spektakulär wie "Infraschall"... sondern irgendwie banaler
.
Zitat3x die Woche nen Gig mit ca 5-6 Std
total gestresst
innerlich nervös
bis hin zu schwummrig
In jedem Fall können unsere vagen Mutmaßungen nur vorsichtige Denkanregungen sein - möglicherweis auch völlig irreführend - denn wir wissen zu wenig. Es wäre klasse wenn Du noch ein paar ergänzende Infos nachreichst.
In jedem Falle Toi , toi toi das es besser wird bzw. sich eine Problemlösung findet. Daumen drück´