Sehr gutes Beispiel Hilite. Und es ist tatsächlich ein Dilemma.
Ich begründe das zuweilen noch profaner... simpler:
Es fehlt fast allen von uns heutzutage der Respekt und die Fähigkeit dem anderen auch mal zuzuhören und ("imaginativ"
) dessen Perspektive mal für einen Augenblick einzunehmen
Ich verstehe völlig das man in Geschäften und auf Messen auch mal ausprobieren will. Das muß so sein! Wenn dies der Store in seinem neuen Giganto-Bau nicht vorgesehen haben sollte... dann wäre die Betonburg eine Fehlplanung.- It is easy as this. Ich kann das aber aus der Ferne nicht beurteilen.
Was ich aber selbst schon mehrfach auf Messen und sonstwo erlebt habe, dass Drummer herzlich und respektvoll mit "bitte, bitte keine Rimshots, es darf hier an dem Stand keine große Lautstärke produziert werden, wir hatten vorhin schon Ärger mit dem Messepersonal deswegen" oder "wir haben heute wegen vieler wichtigen Gespräche keinen Gehörschutz im Ohr und stehen ja direkt neben dem Drumset" eingewiesen werden. Darauf nickt dann das Gegenüber und kommentiert "ist klar" um keine 20 Sekunden später weil mal nicht mit Argusaugen auf das Drumset geschaut wird, die brachialsten Schädespalter-Rimshots unter der Sonne zu präsentieren - im "Millisekundentakt".
Manchen Älteren fehlt oftmals der Respekt manchem jüngeren gegenüber, dass man erst durch 10.000 Fragen und 100 Versuche (aus Erfahrung und Einsicht) klüger wird. Also jüngere das "natürliche" Recht haben viel zu probieren und zu fragen.
Aber auch manchem jüngeren fehlt der Respekt vor der Expertise der älteren. Es ist keinesfalls nur eine Altergruppe oder Generation das Problem. Das wäre zu einseitig.
Ich habe hier mitunter 8-jährige sitzen, die so nett und erfrischend sie vom Wesen sind, glauben sie könnten selbst herausfinden welcher Übemodus ihnen mehr Erfolg beim Drumset bringt. Ich versuche dann mit viel kindgerechten Analogien und einfachen bildhaften Vergleichen aus dem Lebensalltag von Kindern zu erklären warum sie aufgrund ihren selbstgewählen Übeabläufen (wenn sie meinen "Hausauifgaben" die ich ihen mitgab radikal abweichen) nicht so schnell weiterkommen.
Mitunter muß ich dann Elltern herbeibitten und auch ihnen noch mal in Anwesenheit erklären wie und was sinnvoll zu üben ist. Stets eine Mischung aus Fun und Disziplin - aber Voraussetzung ist eben das man sich zuhört und die Sinne offen hält.
Ich bin nicht selten baff erstaunt, dass manche Eltern, so nett diese fast immer sind, schon dem Kind vorgelebt haben: "alles im Leben kannst Du selbst herausfinden". Es ist mitunter haarsträubend. Mitunter diese auch von 8 oder 9 jjährigen schon in ihrem Verhalten "ferngesteuert" werden, wo das Kind das Regiment führt und die Eltern anweist. Es gibt Momente wo mir undiplomtaisch im Beisein mancher netten Eltern entgleitet: "wer ist denn hier der Erwachsene Sie oder Ihr Kind?"
Das ist dann zwar hart (und fast schon "schwarze" Pädagogik) aber ein bisschen Respekt und auch offene Wahrnehmung gegenüber den Ratschlägen eindeutig! erfahrener ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Es ist für mich in manchen Fällen anstrengend zu beobachten, dass dies einigen nicht bekannt ist bzw. auch nicht vorgelebt wird. bzw. selbst manchen netten Eltern die Erkenntnis das das Zuhören und das sich Einlassen auf Tips erfahrenerer oder wenn Fragen gestellt werden, man auch die Antwort anhören! und ABWARTEN! sollte, eine elementare Vorausetzung für das effizientere Vorwärtskommen am Instrument ist oder die Fachexpertise dem Kauf eines geeigneten Instruments hilft, Fehlkäufe zu vermeiden etc.etc. .
Ich ertappe mich
jetzt auch schon wieder beim Schmunzeln aber auch Kopfschütteln... das ich so was eigentlich selbstverständliches und banales, schreibe. Sorry... aber für manche gehört dies nicht mehr zum gemeinsam geteilten "Wissens-Kanon".
Ein anderes unfreiwilig-lustiges Beispiel zum Thema Service:
Bei mir beschwerte sich mal ein Drummer bitterböse in einer Email. Es sei ein Ding der Unmöglichkeit dass ich gratis-telefonische Beratung neutral und firmenübergreifend nicht nur für alle Drumschüler sondern alle Drummer (sofern sie meine Sprache sprechen) an jedem Tag (Werktags, Wochenends wie auch an Feiertagen) von 21.15 bis 22.00 Uhr anbiete. Er meinte es sei eine Frechheit ein so enges Zeitfenster von einer 3/4 Stunde einzuräumen. Das könne man anderen nicht zumuten. Das wäre Service-unfreundlich. Auch mein Hinweis das ich das Umsonst tue, mich dafür niemand entlohnt ich das auch wirklich nachweislich und mehrheitlich Drummern biete die ich niemals im Leben sah und sehen werde konnte ihn n icht beruhigen. Ohne Worte!
edis: only Rechtschreibung. Davon aber reichlich, weil das Mauskabel wieder auf den Tasten liegt und ich Hirni versuchte parallel Videoschnitt, Notenausdruck etc.zu machen