Beiträge von Drumstudio1

    Nicht sauer sein... aber so stimmt das vielleicht für eine einzelne "Spezial-Nachtschicht" während der Fertigung. ;)


    Mahagoni/Maple war lange Zeit das Statement in Broschüren.


    Und da es unterhals des Orion und preislich selbst noch deutlich unter! dem Preis des Saturn angesiedelt wurde, werden 2 Lagen Maple (kolportiert) unter diversen/ deutlich mehrheitlichen Lagen... "mahagony". Da die Kessel zumindest in der Schlußphase wohl 9-lagig waren müßte dies 7 Lagen Mahagony bedeuten.


    Kollegialer Gruß

    Zumal das auch alles viel Arbeit macht.


    Ein Forum lebt davon, dass es Drummer gibt die Zeit investieren.
    Klasse... weiter so!


    Wenn ich einen (hoffentlich nicht zu unverschämten) Wunsch äußern dürfte.... ;)


    Es wäre prima, wenn (ich hoffe die Videos gehen weiter) in einem finalen Video in den letzten Sekunden schnelle Schnitte ermöglichen würden, zeitnahe die Snares (oder welche Trommeln auch immer vorgestellt werden) zu vergleichen.
    Z.B.
    4 Sekunden Bronze
    4 Sekunden Messing
    4 Sekunden Ahorn etc.


    Anyway: Thumbs up! :thumbup:


    Ich bleibe dabei und stehe zu meiner Meinung. Freie Meinungsäußerung sollte ja noch möglich sein in Deutschland... oder? Insbesondere wenn man den Gegenbeweis antreten kann.


    Es gibt viele die Drumfirmen, Entwickler und Geschäftsleitungenn beraten. Nicht alles davon schreiben sie als Autoren in ihre Bücher. Es gibt viele Erklärungsansätze.

    Zitat

    Schlagzeuge werden mikrofoniert


    Immer?
    Wer sagt das?


    Viele Drumsets (übrigens: Instrumente) werden nachweislich auf einen (ihren) guten Klang hin entwickelt. Weil der unverstärkte Sound derjenige ist nachdem die meisten Musiker/Drummer (sofern sie überhaupt in Shops testen dürfen) ein Instrument beurteilen. Und wenn es der Sound bei Ihnen Zuhause ist.


    "Kauf eine PA dazu - dann klingt die Kiste erst" ist ein Satz den ich beim Drumsetkauf selten gehört habe. Der wäre gar eine regelrechte Warnung, die mich stutzig machen würde.


    Glaubt hier jemand allen ernstes, Drumsets würden primär von der Mehrzahl der Hersteller danach entwickelt, das sie den Profis oder Endorsern gefallen oder erst über Mikrofonierung und PA klingen?
    Das ist nicht die Hauptkäufergruppe. Mitunter ist es gar umgekehrt. Manche berühmte Profis wollen mitunter Modifikationen der Serienmodelle!


    Andere Hersteller hingegen entwickeln (oder sprechen wir mal von der Vergangenheit: entwickelten) primär "auf" Stückzahl und Gewinnmaximerung. Jene interessiert(e) primär mitunter der Sound nicht so wirklich mikrofoniert noch unmikrofoniert. Es gibt/gab einzelne Drumhersteller (mit hohem monatlichen Stückzahl-Output) die niemals mit einem Kessel in einem Meßlabor waren... oder an eine PA angeschlossen haben... ja nicht mal ein Mikro (unangeschlossen) am Kessel hatten. Der Welt der Drumhersteller, ihre Motive und Ziele ist ein Universum.


    Dies sind nur mal 2 Beispiele der bunten Welt der Drumhersteller.


    Es ist kurios oder humorig-schräg das man mit "was gedruckt ist stimmt"... oder "ein berühmter Name hat immer recht kontert".
    Ich hatte dieses Statement übrigens garnicht auf den Firmenpräsidenten von Adoro bezogen sondern irrtümlicherweise auf den TV-Moderator. Das war aber auch etwas mißverständlich beschrieben vom Firmenpräsidenten. Den hatte ich da (ehrlich) garnicht als Zitierquelle oder gar Urheber ausgemacht. Das kann man meinem Post auch deutlich entnehmen. So wie ich es verstehe war es irgendwie der Versuch den TV-Beitrag hier im Forum für uns zu interpretieren, damit wir ihn (besser) verstehen. Oder irre ich hier? Es fällt mir immer noch schwer die vermeintliche Botschaft des Moderators oder jene der Firmenleitung in obigem Post sauber zu trennen.


    Vielleicht wäre es besser einfach den Moderatoren seinen Job machen zu lassen und dem mündigen Zuschauer Interpretationen (sofern diese überhaupt nötig sein sollten) zu überlassen.
    Anyway... vielleicht hört jemand gerne Geoff Nicholls. Zumindest ein Geoff Nicholls war ein toller Keyboarder bei Black Sabbath.


    edits: Zitat eingefügt

    @ Crudparts
    Es kann keiner wissen!


    Und wirklich logisch ist auch auf Beziehungsebene (auch zwischen Musikanten) fast nie etwas. Auf Marketing- oder Management-Ebene auch nicht immer. Wie sollen wir da Logik reinbringen? hahaha


    Marketing, Management habe ich schon genug kritisiert. Andere halten diese Sachen für toll... das zeigt schon wie verschieden jeder von außen bewertet - wahrscheinlich aber auch von Innen!


    Für mich ist Portnoy Kernbestandteil der Band... und wenn jemand mit Hingabe trommeln kann und parallel dazu vor und nach jedem Gig noch vieles steuert, dann ist er zwangsläufig ein Motor... oder für manche zu dominant. Aber er bewegt eben was. Die Attribute die man sich da von außen einfängt... sind vermutlich schneller da, als die Motte am Licht.


    Ohne ihn gibt es für mich kein Dream Theater wie kein Lizzy ohne Lynott... oder kein Purple ohne Blackmore. Und das nervt mich an diesem ganzen Hype. Das man da keine einvernehmliche Lösung sucht.
    aber zum wiederholten Male... auch "stunts" oder auch mal Fehlentscheidungen oder "Kompromisse" ;) führen oftmals mit Umwegen doch noch zum Ziel.


    Aber das sind nunmal völlig naiv-verengte Fan-Wünsche - die Band kann (sofern es Label und sonstwer zuläßt) machen was sie will.
    Die können morgen wenn sie wollen eine Punkband gründen oder mit Mangini noch mehr Erfolg haben als sie je hatten. Ganz wie sie wollen.


    Aber hier in unserem beschaulichen Forum kann sich jeder ja auch mal mit seinen individuellen Vorlieben äußern. Man wird hier unter dem Banner des DREAM THEATERS ja wohl noch seine Wünsche und Träume äußern dürfen ;) ... kicher.
    "Bring Portnoy back on board"

    Bin mir nicht ganz sicher Crudparts... ob ich verstehe was Du meinst. Aber Neid spielte von seiten der Musikerpolizei gerade bei DT durchaus mitunter eine Rolle.


    Man hat es insbesondere bei Dream Theater seit Jahren erlebt. Es gab selbst in großen Teilen der Fanbbase riesen Wellen gegen Labrie... wieder und wieder... er solle doch bitte freiwillig die Band verlassen.
    Und von vielen anderen Drummern (die konträr zu ersteren oft nicht soo viel mit DT anfangen konnten) die These Portnoy sei nicht wirklich "gut". Oder andere, er würde die Band zu sehr dominieren, beherrschen etc. etc.


    Ich fand immer beide tollen Musiker für DT total passend und wirklich hervorragend besetzt.


    Ich finde hoch interessant, dass die Band ihm gegenüber sehr respektvoll agiert (zunmindest was man in der Öffentlichekit lesen kann... und er! ebenso. Und genau dies läßt ja erahnen, dass der Ehekrach nicht so viel zerstört hat wie in manchen anderen Scheidungsfällen und eine Rückkehr möglich - ja wahrscheinlich ist.


    Aber eben genauso interessant, dass nun der ganze Medienhype läuft. Und eben in Dramaturgie so, wie viele der Portnoy- Kritiker es ihm immer zuschrieben.
    Und das ist vielleicht ein nicht ganz uninteressantes Zwischenfazit des ganzen...


    Ich finde die Nachfolgefrage völlig überhypt... ich finde es überhöht und teilweise sogar nervig und garnicht sooo anders zu manchen Fernsehformaten. Insbesondere aber "sinnlos" da es für mich als Images and Words-Liebhaber keinen "besseren" oder geeigneteren Drummer für DT gibt. Und den jetzigen Hype finden manche (me too) zu sehr over the top.


    Es ist alles auch eine Frage des Geschmacks und der Betrachtungsweise... und sicher auch bei manchem von Neid oder anderen... hust ... "Motiven". Oder auch vergleichbar zum erregten diskutieren beim Elfmeter!


    edit: nur Rechtschreibung

    Diesen Einwand verstehe ich nicht wirklich.


    Daran genau wird aber in der Industrie seit Dekaden gearbeitet: sich einem akustischen in Sachen Ausdruck/realitätsnähe immer weiter anzunähern.
    Das magst Du verdammen... hahaha. Dann müßtest Du aber konsequenterweise ein Simmons von 1982 spielen ;) ... wenn Du dieses Ziel ablehnst.


    Aber nahezu alle halten genau den Schritt der Weiterentwicklung und permanenten Verbesserung für völlig logisch und sinnvoll. Ein E-Drumset immer näher an ein akustisches in Klang und Ausdruck zu bringen... aber eben mit den e-drum, spezifischen Vorteilen:
    - Kompaktheit
    - Lautstärke regulierbar: für die insbesondere in Japan (dem Sitz der 2 größten Hersteller) geltenden "schwierigen" (beengt/hellhörig) Wohnbedingungen
    - Sounds variabel editierbar/veränderbar


    Das ist doch genau DAS SPANNENDE MOMENT bei E-drums bzw. neuen Produktgenerationen: Wie weit sind sie jetzt? Wie gut klingt es jetzt und welche Spieltechnik bis zu welchem Tempo ist nun ohne hörbare dynamik-Einbuße und/oder ohne spürbare Latenz umsetzbar?


    Es ist die Kernfrage jeder E-Drum-Entwicklung, Produktneuvorstellung und Diskussion.


    Sollen wir und dieser hier nicht mehr stellen dürfen ? ;)
    Das wäre schade.

    Sorry: was soll das Video beweisen? Der nicht ganz unbekannte Mann trommelt fantastisch.
    Das hat aber nichts mit Triggerverhalten oder gar dem Nachweis perfekten Triggerverhaltens zu tun. Insbeondere, da sich nahezu jeder Workshop-Artist auf gewisse Unzulänglichkeiten einstellt! Auch jeder Drummer bei e-drum gestützten Recording-Applikationen. Noichmals: mein Hinweis hat nichts mit Roiland zu tun. Das ist systemübergreifend im Jahr 2011 fakt.


    Hörst Du wie viele Ghostnotes flöten gehen... hörst Du die "digitalen Artefakte"... bzw. kannst Du den Nachweis antreten wo sie es nicht tun? :D


    Vielleicht ist es eine Frage der Hörerfahrung... wenn man sich Edrums von 2011 nähert. Ich kenne natürlich das TD20 sehr gut... ebenso wie alle Vorgänger bis ins Jahr 198X. ;)


    Insbesondere Hochpreis-E-drums sind angetreten und werden insbesondere HEUTE so beworben "echte und konkurrenzfähige Drumsets" zu akustischen zu sein. Inklusive deren Ausdrucksmöglichkeiten. Somit danke ich Dir für die Relativierung, dass Dein Post nicht! in Relation zu Akustikdrums gemeint war.


    Du meintest also mit "nahezu perfekt Triggerverhalten " in Relation zu dem was andere Hersteller heute bei E-drums bieten? Da finde ich dann den Begriff perfekt aber irreführend, da perfekt eigentlich eine Relatievierung ausschließt. Perfekt ist perfekt... ;) Ist eigentlich auch nicht sooo wichtig... wir sind ja keine Wort- "Enzyklopädie"


    Anyway... die realen Hochpreis-E-drums heute sind in meinem altersgetrübten Augen und Ohren so weit weg von perfekt und auch von den Verkaufsargumenten der Werbetexter... das ich lieber das "nahezu Perfekt" ersetze durch:
    "im Rahmen dessen was bei E-Drums derzeit möglich ist, recht gut" ;)


    Danke für den Post eines tollen Videos. Gleichwohl hat es mit meiner Aussage genauso wenig zu tun wie mit Deiner.
    Nicht böse sein. Es ist die sachlichste fachlich-korrekteste und hoffentlich auch respektvollste Antwort die ich Dir geben kann.

    Da es wohl kaum ein anderes Land gibt, in dem sooo viele Drummer so "demütig" und unbescheiden öffentlich behaupten sie wären so viel besser als Portnoy (was ich als unwichtige Einzelperson zwar für bestreitenswert halte... wobei mir aber der Begriff "besser" in der Musik ohnehin absurd anmutet) war es völlig folgerichtig! die deutschen Überflieger medientechnisch auszusperren bzw. diese nur über den Weg "beuge Dein überhebliches Haupt und gehe gesenkt ;) durch das Facebook-Portal" an die verträumt-theatralischen Bildinhalte heranzulassen.


    Den inflationären Ansturm tausender dt. Drummer die besser sind als Portnoy und ihrer Meinung nach so viel besser zu Dream Theater passen, das womöglich auch noch online bei You-Tube unter die Videos posten oder gar entzürnt in die USA einreisen um zu beweisen, dass sie besser trommeln... hätte man logistisch nicht verwalten können. Ich weiß nicht mal ob es so viele freie Hotelzimmer gegeben hätte, um die alle einzuqartieren?


    Somit wirklich die einzige Entscheidung, die ich als irgendwie logisch und völlig korrekt einschätze. ;)


    Abseits der Satire: Jürgen trifft den Punkt total. Diese doch etwas aufgeblähte (Selbstüberhebung) Form der Drummerauslese wirkt wie das Abziehbild portnoischen-"Verhaltens". Genauergesagt: dem Verhalten das manche (gemeinen) Spötter ihm immer unterstellten. Ihm haben viele immer dicke-Backen-machen, Alpha-Tier, Typ A-Persönlichkeit, Kompaniechef oder sonstwas unterstellt. Offensichtlich hat man aber in Sachen (Auf-)"Bauschwirkung" in 25 Jahren gemeinsamen "Käse-Fuß-Strumpfschüffelns" im engen Nightliner beim Drive von Auftrittsort zu Auftrittsort (zu) viele portnoische Atome eingeatmet.


    Vielleicht will ihm die Band oder gefrustete Marketing-Mitarbeiter (die womöglich unter Portnoys Detailbesessenheit und Perfektionismus litten :D ) aber auch "nur" sein Vehalten der letzten Jahre öffentlich spiegeln... hahaha. Wer weiß das schon.


    Aber es gibt ja nach wie vor eine Lösung (bzw. ein Leben nach dem "Stunt" ... sollte das die versteckte Marketing-Krönung sein?)
    Die sollen eine Tour mit den 7 machen... und eine Platte. Meinetwegen auch 2-3. Zur Not auch nur mit einem Drummer. Danach kommt Portnoy zurück.
    1.) Dann hatte er die Auszeit die er wollte....
    2.) die Band hielt aber den Zug am Rollen, die Band mit Platte und Gigs am Leben (ohne zu pausieren) - so wie sie es wollten
    3.) die Marketing-Abteilung ihren Spaß und ihre Existenzberechtigung sowie Checks gesichert


    4.) den überheblichen dt. Rotzlöffel hat man mal gezeigt, dass Überheblichkeit inder Öffentlichkeit zum Auschluß/Time Out führt. :D Dann haben ja alle was davon gehabt :) :D


    Gleichwohl -abseits des Spaßbeitrag: um es nochmals zu betonen. viele (auch ich) lieben unzählige Songs von DT. Bewunderen alle Musiker dieser Band. Ich persönlich halte die "Images and Words" für eine der besten 10 Scheiben der Musikhistorie (Musikstilübergreifend) und mag Portnoys Drumming sehr. Insofern darf auch mal erlaubt sein, diesen Hype-Weg zu veralbern oder gar zu krtisieren. Genauso wie die Entscheidung den Keyplayer der Band gehen zu lassen und nicht stattdessen eine einvernehmlichere Lösung zu finden.


    FAZIT: Die sollen endlich wieder tolle Musik machen, darauf voll ihre Kräfte konzentrieren und den ganzen anderen multimedialen "auf die Kacke hauen-Heidi Klum-(pfuß)-Quatsch" lassen. Danke!

    Wenn Dream-Theater neben ihrer tollen Musik wirklich coole ;) Leute mit wirklich progressiven Ideen wären... (oder zumindest Personen mit solchen Ideen in ihrem angestaubt wirkendem Marketing-Troß hätten)...


    ... ja "wenn" - dann würden sie eine Platte mit allen 7 tapferen Trommlern aufnehmen (es waren doch etwa 7 ?)) und eine Tournee mit allen! durchzuiehen. Die Drumheroen der Neuzeit würden sich die Songs live aufteilen (auch den Portnoischen Backkatalog) und es wäre ein Drum- und Musikfest, dass es so noch niemals in der Geschichte des Rocks gegeben hätte.


    Ich befürchte aber (wenn ich die Machart der Filme sehe bzw. dieses "Konzept")... so clever sind sie (trotz aller musikalischen Brillianz die ich und viele andere vergöttere) oder ihre Marketing-Berater"chen" doch nicht.


    Bitte sage mir keiner... es sei zu teuer die 7 mitzunehmen. Jeder der Drummer wäre heiß ´drauf und die Wirkung dieser großen Namen und des einzigartigen Projektes würde auch in vielen Ländern für DT eine etwas größere Halle als die Jahre zuvor gestatten und vielleicht auch ein paar Taler pro Abend für jeden mehr einspielen. Es sind die wirklich neuen, progressiven Wege die sich hier eigentlich fast schon aufdrängen... die aber vielen in und um den Bandtroß offensichtlich nicht in den Sinn kommen. Schade!


    Nochmals: was progressiv ehemals bedeutete hat scheinbar fast jeder vergessen.

    Ich verrate es auch OHNE! Bezahlung/Bestechung :D


    Es ist..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................




























    Gustav !



    Der Drummer von Tokio Hotel

    Gleichwohl klingen auch Kondensatormikros in Tom/Snare-Kesseln ähnlich... "speziell". Es bleibt auch bei ihnen genau der klaustrophobische :) (etwas Röhren/dosenartige) Sound, der sich physikalisch logisch durch den engen Raum bzw. die sehr nahe gegenüberliegenden vielen (glatten) Reflektionsflächen und das geschlossene System ergibt. Das ist wirklich nicht originär auf die Mikrofonbauweise zurückzuführen sondern Kessel-System-immanent gegeben. Insbesondere bei Kesseln die wesentlich kleiner/kürzer als doch eher große/ „hubraumstarke“ Bassdrums sind. Das heißt keinesfalls, dass alle Mikros gleich klingen. Natürlich nicht! Aber es gibt systemimmanente Effekte, die kein mir bekanntes Mikrofon ohne massives "EQ-biegen" bei Tom/Snare Innenmikrofonierung leugnen kann ;)


    Spaß am Rande:
    Wer unbedingt eine finanziell günstige Simulation :D ohne teure dynamische oder gar teure "Kondensatoren" braucht, kann sich mal einen Garteneimer überstülpen und versuchen mit einer Pappe unten etwas "abzudichten" und mal oben kurz mit einer Hand "Pock -Pock" zu machen. Danach bitte wieder durchatmen an frischer Luft. Die beschriebenen Phänomene sind wirklich kein Kaffeesatz-lesen sondern sehr logisch nachzuvollziehen... bedenkt man das "System" und dessen Ausmaße und Reflektionsflächen.


    Dazu paßt auch, dass früher Jahre lang dem ein oder anderen Innen-mikrofonierten System(en) - es gab ja nicht nur einen Hersteller - Beipackzettel beigelegt waren, die vorbereitend /"warnend" ;) dem Käufer das von mir erwähnte massive Absenken der Mitten nahelegten. Da ist dann natürlich nochmals die Frage, was vom originären Mikrofonfrequenzverlauf bzw. dem "Meßprotokoll des Mikroherstellers" übrig bleibt, wenn man soo massiv Frequenzbereiche absenken soll, damit der Sound der Hörerwartung irgendwie nahe kommt ;)


    Nur um sicherzugehen: das Experimentieren mit Innen-montierten Mikros bei Toms und Snare kann auch Spaß machen (in jedem Falle reichlich Erkenntnisgewinn! bringen) Es ist kein Dogma es nicht zu tun. Ich mache es seit 1990 alle 2-3 Jahre immer wieder mal....
    ... experimentell.


    Mein persönliches Fazit zur Innen-Mikrofonierung:
    1.) der normalsterbliche Drummer der nicht viel und gerne tüftelt ist anders bzw. traditionell mikrofoniert bei Toms und Snare meist deutlich! besser beraten.


    2.) Klangexperimentierfreudige mit Zeitresourcen hingegen würde ich aber immer mal im Selbstversuch dazu raten - und sei es nur zum Erkenntnisgewinn.


    3.) Bei einer Kick (um die geht es hier im Thread ja nicht wirklich) sind sich im Universum der Rock/Pop/Funk/"Metallinski"-Drummer sicher 90 % + X einig, dass an Innenmikrofonierung kaum etwas vorbeiführt. Der eine nutzt beständig innen montierte Systeme wie May oder "Feng-Shui" .... hahaha... der andere führt "sein Teil von außen ein" unter Zuhilfenahme eines Ständers ;) . Gleichwohl sind hier bei einer Kick und aufgrund unserer Hörerfahrung/Hörerwartung die Bedingungen (riesen Kesselausmaße) gänzlich andere. Somit deshalb auch so problemlos bzw. easy zu handeln und wenig zu diskutieren.


    Davon abgesehen: bei mikrofonierung generell gilt: erlaubt ist was gefällt!

    Zitat

    Zusammen gefasst:


    Interne Mics klingen scheiße (dosig) und wer Faul ist benutzt lieber externe.


    Nein, das ist mir als Fazit zu heftig. Aber ich kenne viele Drummer die lange an derartiger Innen-Mikrofonierung feilen mußten bzw. zunächst regelrecht geschockt waren, wie es bei unbedarter Erstinstallation und neutral bis nüchterner EQ-Anwendung klingt. Deswegen habe ich so konkret und viele Tips wie möglich gelistet, was man u.a. tun kann.


    Ich habe es wirklich über Jahre immer wieder mal mit vielen, vielen verschiedenen Mikrofonen (sogar auch mal exotische Kapriolen wie ein übergroßes C4000 in ein 14" Tom hahaha) und verschiedenen Drumsets getestet und die oben beschriebenen Phänomene sind belegbar bzw. streng betrachtet für jeden "Experimentierer" :D wahrlich nix neues. Das ist kein Verriss per se. Nur muß man viel Zeit und Muße aufbringen... und mitunter schmelzen manche der vermeintlichen Vorteile, in der realen Anwendung beim ein oder anderen ein wenig zusammen.


    Prinzipiell/theoretisch finde ich die Grundidee! weitestmöglich eine Isolierung einzelner Klangquellen auch beim Schlagzeug zu versuchen, für manche Recording-Zwecke grandios.


    Wer sich unter "etwas dosenartiger Klangatmosphäre" nichts vorstellen kann ;) ... dem hilft vielleicht "klaustrophob". Oder: die Vorstellung in die räumlich kleinste Toilette der Welt zu gehen und zu sprechen und auf die Akustik (des Sprechens) zu achten.

    Zitat

    Doch krieg ich bei den Toms irgendwie keinen wirklich guten Klang hin, außer ich verwende massiv viel Equalizer. Die Bassdrum ist hingegen kein Problem, das Teil klingt genau so, wie ich es haben will. Doch ich hab bereits bei ein paar Auftritten ein gutes Gegenbeispiel zu den Toms gehabt und auch schon von mehreren Leuten gehört, dass es durchaus möglich ist, da einen guten Klang rauszubekommen. Nur nie, wie eigentlich genau.


    Die Bass ist insofern kein Problem, da sie "von jeher" so aufgenommen wird... (selige Bigband-Zeiten oder Retro-Anordnungen ;) mal ausgenommen) wir den innen mikrofonierten Kick-Sound also von unzähligen CD´s und Gigs kennen. Dieser Sound unsere Wahrnehmung und unsere Hörerwartungen ("wie klingt eine Bass") maßgeblich geprägt hat.


    Auch ist durch ihren im Vergleich zu Snare und Toms großen "Hubraum" :D längst nicht so eine extreme "interne Reflektion" zu erwarten. Kick-Fazit: Sie ist klanglich wesentlich leichter zu handeln und wir alle kennen (ja erwarten regelrecht) diesen von innen mikrofonierten Kick-Sound. Reagieren somit bei der Kick eher entzückt als befremdet.


    Ich hatte früher intensiv mit May experimentiert. Ich hatte alles so mikrofoniert: Bass, Snare, alle Toms. Noch zu seligen Zeiten als die teuren EV- Neodym-Mikros der große Hype waren. Danach noch abseits May mit den eher.... hust... günstig produzierten SIB Mikros inklusive deren Halterungen.... Jahre später dann nochmals mit unzähligen Mikros und eigenen "wüsten" :D Konstruktionen - sofern diese irgendie in die Kessel zu bringen waren... einfach um herauszufinden wo und warum die Klang- und Handling-Grenzen mitunter (so eng) liegen.


    1.) Es ist super wichtig mit EQ radikal auf die Mitten EInfluß zu nehmen. In aller Regel diese massiv abzusenken. Ein parametrischer EQ im Kanalzug ist da das mindeste. Wenn man da womöghlich nur 2-Band "Bass" und "Treble" hätte... kann man die Mikros gleich ausbauen. Keine Chance! Im Kesselinnern herrscht durch die extrem-Reflektion zwischen Kesselwänden sowie Schlag- und Resonanzfell eine "dosenartige" Klangatmosphäre... ich kann nach unzähligen Mikrofontypen die ich dort platzierte sagen... diese Effekt tritt je nach Typ in der Ausprägung mehr oder weniger auf. Aber er tritt immer auf! Viele werden diesen Post vielleicht inhaltlich nicht nachvollziehen können. Man kann sich diesen Sound im Tomkessel deshalb so schlecht vorstellen, da wir unseren Kopf so schlecht in einen Tomkessel bekommen und schon garnicht dann noch das Reso aufziehen und jemand ´draufhaut :) Auch ist der Sound innen nicht wirklich (wie viele fälschlicherweise vermuten) mit Concerttoms zu vergleichen, wo unten das Reso fehlt und man einfach dort ein Mikro hineinführt. Ein Concerttom ist mitnichten ein geschlossenes System... dementsprechend ist das Ausmaß der Schall-Reflektionen im Innern ein gänzlich anderes.


    2.) Prinzipiell/theoretisch sehr gute Isolation der Klangquellen durch Close-Miking. Ich empfand trotz heftiger Klangschrauberei an EQ´s... aber selbst dann diesen Sound immer noch als eher steril bzw. unnatürlich und hart.
    Das Pro ist die tolle klangliche "Isolation" jeder Spur (jeder Trommel). Aber der eher eigenwillige Klang liess sich in meinen Ohren nur dadurch entschärfen, dass ich Overheads oder andere "Sachen" deutlicher als geplant hinzugemischt habe. Und dann ist die Isolation der Sounds schon wieder hinfällig. Aber da ich hier kein Kurz-Review verfassen möchte... sondern praktische Hilfe :D hier noch ein Tip: versuche eventuell auch mehr über die Einbeziehung/Positionierung der Overheads und deren Einfluß auf den Tomsound nachzudenken.


    3.) Perkussiver Sound. EIn deutlicher Anschlag oder gar ein etwas überrepräsentierter ist oft eine feine Sache - insbesondere bei rocklastiger Mucke. Bei interner Mikrofonierung kann das aber auch auf den Senkel gehen. Insbesondere bei kleineren (kürzeren Toms). Jeder kann sich ausmalen, wie weit man bei einem 8 x 7 Tom oder einem 10 x 6,5 Hyper oder 12 x 7 das Mikro innen noch vom Schlagfell weg bekommt. Jetzt wird mancher einwenden: "von Außen fahre ich meine Mikros bisher doch auch im Close-Miking-Betrieb". "Was soll denn bei Innenmikrofonierung anders sein?, da richte ich die Kapsel logischerweise auch sehr dicht vor das Fell, so wie außen!" Es ist deutlich anders. Der Attack ist deutlich direkter... aber auch etwas "härter". Das kann man mögen - muß aber nicht. Ich empfand es als wiederum eher unnatürlich. Dazu kommt: die Wechselwirkung dieses massiveren Attacks mit den vielen Kesselresonanzen. Diese Wechselwirkung ist ganz schwer in Worte zu fassen. Nur soviel: die oben schon erwähnt deutliche Absenkung der Mitten ist ein einfacher "Trick"... um die Folgen bzw,. das Ausmaß dieser Wechselwirkungen etwas zu mindern.


    Ist ein Tom größer (wie z.B. früher bei X-Tra und/oder gar quadratischen Maßen hat man wesentlich mehr "Luft"/Raum zum Experimentieren. Dann kann man durch verschiedene Distanzen auf diesen härteren, perkussiveren Attack recht gut Einfluß nehmen. Aber derartige Sets sind nicht mehr sooo häufig anzutreffen. Sie kommen wieder... eines Tages... aber gegenwärtig?


    4.) Änderung der Mikroausrichtung um auf Klang Einfluß zu nehmen.
    Natürlich kann man versuchen dem direkteren Attacksound durch eine Verdrehung der Mikrofonkapsel bzw. deren Anordnung entgegenzuwirken. Bei all diesen Experimenten kommt aber hinzu, dass man sie wirklich realistisch nur testen kann bei montiertem Schlag- und Resonanzfell. Eben weil die Wechselwirkung aller Reflektionsseiten/Parameter im Trommelkessel so massiv auf den Klang Einfluß nimmt. Da ist man, wenn man Soundfetischist ist, durchaus mal dabei 10 mal ein Fell einer Trommel auf- und abzumontieren umd daas Mikro nochmal 3 Millimeter neu auszurichten. Es kann sich aber lohnen hier zu experimentieren. Nur der warnende ;) Hinweis, dass die erste Veränderung der Justage nicht die beste sein muß. Das man also zur systematischen Verbesserung des Sounds (nach eigenem Geschmack) oftmals viel Geduld mitbringen sollte.


    5.) Wer gerne (wie ich) den tiefstmöglichen Grundton sucht und danach seine Stimmung ausrichtet... im Idealfall auch mit langem Sustain... kann (muß nicht) mitunter (insbesondere bei dünnwandigen Kesseln) auch nochmal einen Dämpfer erhalten. Es gab vereinzelt Mikropositionen wo das Mikro nebst Halterung eindeutig auf die Kesselschwingung bzw. den Klang Einfluß nahm. Es passiert nicht! oft hörbar. Aber manchmal. Wie erwähnt insbesondere bei Thin shells kann es hörbar auftreten. Desweiteren ist, wenn man langes Sustain liebt gerade die interne Mikrofonierung sehr heikel, da man sich im Inneren zwischen den Kesselwänden und den Fellen natürlich im "Herz" der Sustain-Interaktion befindet. Dies läßt dann manche Drummer wieder über Gates etc. weitere materialtechnischen Aufwand bzw. Nachbehandlung nachdenken.... Wenn man Felle aber etwas abklebt ist das natürlich handelbar.


    Das sollte für´s erste helfen... sich klangtechnisch noch etwas den eigenen Klang-Wünschen anzunähern.


    Wenn nicht... poste weiter. Ich bin sicher dass wir noch ein paar konkrete Tips haben, wenn Dein Problem bzw. Dein Wunschsound genauer umrissen ist.
    Viel Erfolg!


    edits: only Rechtschreibung... sonst nix