Beiträge von Drumstudio1

    Stimmt Matzdrums...


    und ich hatte auch mal eine Trixon-Drummerschule gekauft. So etwa 1983. Ein Lehrbuch für Drummer mit einem Super-modernen Titelbild... schade das habe ich nicht mehr. War in jedem Falle KULT !!!


    :)


    Sollte es einer besitzen bitte hier das Titelbild posten. Da bekomme ich Tränen der Rührung... wenn das auftaucht.

    Uff... bin etwas spät dran.


    Also das Yamaha Pic zeigt eindeutig ein RTC (Rock Tour Custom). Das haben Hochi und DF schon richtig erkannt. Es war eindeutig KEIN Einsteigerset!!! und hat mit dem Stage Custom nix gemeinsam. Da wollen Hersteller oft ganz bewußt mit dem guten Namen ihrer höherwertigen Serien am Finanzschwachen Rand abkassieren. Das ehemalige Hochpreis- Set von Pearl in den siebzigern "President Export" (das in unseren Breiten ohnehin kaum einer kennt....) hatte ja auch reichlich wenig mit den Export Nachfolgern zu tun, die auf die untere Preisklasse schielten. Marketingtechnisch nicht ungefährlich da die miesere Qualität der namensähnlichen Einsteigerserien ja auch auf die höherwertigeren Sets attribuiert werden könnte.


    Wichtig: das RTC war neben einigen anderen Farben besonders in den 2 Schwarztönen die Yamaha anbot weit verbreitet: Nämlich "Solid Black" und "Black Sparkle" (davon gab es ´ne Menge Promo Photos seinerzeit u.a. von Cozy).


    Dazu konnte man beim RTC seinerzeit noch zwischen verschiedenen Kessel-Längen wählen z.B. Turbo 13" x 13" mit quadratischen Maßen oder Power (leicht verlängert) 13 " x 11"


    Nach Black Sparkle sieht das Pic auf meinem Monitor nicht aus.... oder ich brauch´ne Brille. Sieht sehr nach Solid Black aus!


    DF hat nicht ganz unrecht. Es waren Mischkessel. Allerdings um genau zu sein Birke, Mahagoni + eine Lage Phenol-Harz (vielleicht waren es auch 2... habe ich vergessen). Das haben japanische Drumfirmen schon in den Siebzigern gerne gemacht um mittels "getränkter Kessel" bzw. einer derartigen Lage mehr attack und percussive Klanganteile zu fördern. Der naive Laie nennt es eindach "LAUTERRRRRRR" :)
    Ich war jedenfalls anfangs der Neunziger sehr verwundert!, daß Yamaha das wieder ausgräbt. Naja lange sind sie ja nicht dabei geblieben :)

    Leider Indirekt in Bezug auf die Auflistung: Etwa um 1980 hatte mir ein Drumkollege seine nagelneuen Concert-Toms der Firma "Rimmel" vorgeführt. Die fand ich damals soundtechnisch toll.... prust (keine Ahnung wie ich die heute beurteilen würde) :)


    Insofern müßte sich Rimmel im unterschied zu Tromsa deutlich länger gehalten haben.

    Genau zu jenen Crashbecken hatten andere Kollegen und ich schon mal umfassend hier gepostet. Tragischerweise habe ich vergessen wo der Thread zu finden ist.


    Die hier schon zitierte niedrige Lebenserwartung bzw. Gefährdung der Becken ist allerdings korrekt und wurde in dem alten Thread neben der Soundcharakterisierung umfassend behandelt.

    Zitat

    Klangen absolut identisch- die bass habe ich nicht verglichen -


    Eine Bassdrum gehört seit 1823 aber auch zu nahezu jedem Schlagzeug... da wundere ich mich schon. Bitte sowas künftig etwas früher mitteilen. Dass du nach der snare (auch über das "nach" kann man streiten) das 2. wichtigste Instrument der Drumsets garnicht anspielst. Das finde ich schon etwas schade.


    Zitat

    die Toms waren in der Beziehung eindeutig
    da bisschen Gummi am Rand der Pdp Felle oder was mit "Unterschied in der Fellbestückung" gemeint ist ist kaum zu hören, sind sicher sonst vergleichbare Felle


    Was denn "nu"? "Absolut identisch" oder "kaum ein Unterschied" ????


    Wie gesagt Check mindestens das 10" Tom. Deutlich hörbarer geht es nicht. Wenn du da keinen großen! Unterschied hörst.... dann mach ich mir (und sicher viele andere Drummer) ernste Sorgen :)


    Zitat

    sind sicher sonst vergleichbare Felle


    Dann wäre der von mir "etwas bessere" Sound des PDP und beim 10" Tom riesige Soundunterschied des PDP doch erst recht auf Unterschiede der Kessel zurückzuführen... oder ? Ok, du hörst es anders, habe ich schon verstanden :)


    Zitat

    Die snare des basix halte ich für haushoch überlegen.


    So unterschiedlich sind die Menschen (und scheinbar ihr Gehörempfinden). Die Basix ist für die Preisklasse wirklich eine schöne snare. Die PDP finde ich keinen deut´schlechter. Einen haushohen Unterschied festzustellen??? Da habe ich jetzt aber wirklich die Stimmung im Verdacht. Hast du schon mal beide Sets selbst gestimmt, versucht das maximale an Sound herauszukitzeln... und DANN beide verglichen?
    Da meine ich nicht ironisch. So gehe ich meist an Drumsets und deren Klangeinschätzung heran. Aus dem Karton heraus und/oder in manchen Musikgeschäften wird leider nicht immer das größte Soundspektrum rausgekitzelt. Und manche Musikgeschäfte sind schuldlos (muß auch mal erwähnt werden), da sich mitunter mehrfach am Tag "Horden wilder Drumbegeisterter" auf die Sets stürzen... da hat nicht jeder Verkäufer Lust, alle paar Tage nachzustimmen :)

    NEIN, NEIN und nochmals nein!


    PDP FX und Basix Custom haben nicht die selben Rohkessel. Es sind zwar nach Herstellerangaben beides reine Birkenkessel und das Basix klingt wirklich gut (wenn man es ordentlich stimmt :-). Aber selbst wenn die Rohkessel vom selben Hersteller stammen sollten (dafür habe ich keinen Hinweis) dann sieht man sowohl an der Kesselgratung bzw. deren Verarbeitung als auch in besonderem Maße an der Oberflächenbeschaffenheit der Kessel von INNEN!!! das sie deutlich anders aussehen!


    Auch empfinde ich den Sound des PDP als etwas besser. Und selbst wenn ich mich irren sollte.... hahaha ist der Mehrpreis (wenn man die Kohle hat) aufgrund der deutlich besseren Hardware des PDP FX (die lauflahme looser-Fußmaschine, die DW gerade in Hinblick auf ihren langjährigen Ruf als Footpedal-Gigant mehr Schande als Ehre macht, ausgeklammert) nicht ganz unbegründet.


    Allerdings wundert es mich, dass selbige Hardware auch dem LX und CX beiliegt. Da finde ich in Bezug auf den wesentlich höheren Preis gegenüber dem FX (aufgrund der Ahornkessel) auch eine leichtes up-grade der Hardware schon angemessen. Aber PDP ist für einige kleine Marketing-Schwächen und Ungereimtheiten durchaus bekannt :)


    ... und sie können sich letztere sogar leisten, da sich die PDP (besonders das FX) wie "geschnitten Brot" verkaufen.


    ganz davon ab...


    ein Hörvergleich im Musikgeschäft, wo beide Sets nahezu identisch klingen? Da habe ich gewisse Zweifel, selbst wenn sie die selben Kessel hätten. Der Sound ist nämlich ohnehin aufgrund der unterschiedlichen Fellbestückung beider Sets schon etwas unterschiedlich. Ich kenne bislang 3 Basix Custom vom fabrikneuen Aufbau und 2 PDP FX der letzten Wochen. Strange... alleine bei der Bassdrum ist durch das PDP-beiligende "Dämpfkissen" ja schon ein total anderer Sound gegeben als beim Basix ohne selbiges Kissen.


    Sehr seltsam :)


    Und am deutlichsten tritt der Unterschied beim 10" Tom zutage (selbst bei jenen, die noch nicht zuviel Hörerfahrung haben). Das PDP 10" der FX Serie ist meiner Meinung nach abseits jeglicher Diskussion ob Maple, Birke, Schweineleber oder Salamiwurst besser auf dem Brot schmeckt eines der bestklingensten 10" Toms. Und zwar Serienübergreifend. Da hat gerade!!! im direkten Hörvergleich das Basix Custom keine große Chance. Bitte nicht falsch verstehen: Das Basix Custom 10" klingt eindeutig schön. Das PDP FX 10" aber überragend und nach High-End-Drumlinie!!!


    Es ist unverschämt (und im grunde mangelhafte Set-Abstimmung durch DW) dass die einem vom Preisgefüge in der unteren Mittelklasse oder oberen Einstiegsklasse (je nach Betrachter und Gusto) angesiedeltem Set so ein herausragendes Tom beilegen. Auch hier kann ich sehr selbstbewußt auftreten. Beim ersten PDP FX 10" dachte ich noch es sei ein Ausreißer im Sinne zufälliger super-guter Holzklangeigenschaften. "Da hat DW-Mexico aber einen guten Baum gefällt....:-)


    Ich habe aber mittlerweile einige PDP FX gehört und alle 10" klingen nach dem sie ordentlich gestimmt wurden so überragend (ohne Unterschied) und deutlich besser als die meisten anderen 10" Toms auf dem Markt!

    Vorsicht ich beziehe mich im folgenden nicht auf das PDP CX von Thomann!


    Sondern auf das PDP FX!!!
    Sowas etwas off-topic. Sorry!


    Ich favorisiere das PDP. Unter 500 Euro das Basix Custom. Unter 800.- Euro gibt es meiner Meinung nach eigentlich nichts was dem Klang des PDP entspricht.


    ... obwohl mir die Pearl ELX (ich habe davon mehrere) und ihre Hardware auch sehr zusagen... aber das PDP klingt doch noch etwas besser!


    Das PDP gibt es bei günstigen Anbietern für 770 Euro.
    Ich habe gerade diesen Sonntag für eine Schülerin ein neues aufgebaut und gestimmt und bin vom Sound wirklich erneut sehr positiv angetan. Es ist das 2. PDP Set was ich in den letzten Wochen vom Fabrikneuen Karton- Zustand ausgehend, aufgebaut und gestimmt habe.


    Solltest du es kaufen oder im Laden spielen??? Dann nicht erschrecken! Bis auf die BD ist alles schon in den Fabrikkartons mit Fellen bezogen und gestimmt. Die Werksstimmung ist bei den Toms aber für die meisten Funk, Rock etc. Fans viel zu hoch!!! Gute Drumläden stimmen da hoffentlich sofort um :) bzw. runter!


    Anyway, mächtig runter stimmen, auf den möglichst tiefsten erreichbaren Grundton den das 10", 12", 14" hergeben! Dann klingt es auch wirklich toll, und recht druckvoll bzw.mächtig für Funk, Rock & Pop. Aber die Werksstimmung wirklich ist nicht so toll und kann einen ersten Höreindruck schwer beeinträchtigen! Hast du noch nicht viel Erfahrung mit stimmen, dann organisiere einen netten, erfahrenen DF-Kollegen der dir hilft. Das PDP wird es dir hörbar danken!

    Zitat

    Das Superkick I bleibt ein einlagiges Fell. Wenn man da zwei Wochen mit einem harten Schlägel auf die gleiche Stelle haut, dann ist es durch, darum entweder bei den kleinsten Abnutzungserscheinungen sofort ein paar Grad weiterdrehen oder ein Pad als Schoner drauf, sonst kann das nicht halten. Mit meinen hatte ich keine Haltbarkeitsprobleme.


    Den Sticker hatte ich ihm schon vorher empfohlen. Auch das Fell-verdrehen ist ein "alter Hut" und kann helfen Felle JAHRELANG zu spielen ohne Neu-Investition. Ich mache das seit jahrzehnten und hatte noch nie ein Fell durch. Letzteres hat er leider vorher nicht gewußt. Aber wie gesagt die Spielweise seines Fußes ist flüsterleise und soft. Es sind denke ich wirklich eher die harten Schlägel, die mich von ihrer Härte eher an Wood-Beater erinnern. Ich glaube wenn er die nicht ersetzt braucht er 3 Sticker übereinander und ein "5-lagiges Remo-Orgasmatron-Power-4" Fell :)

    Selten war ich mit DF so deutlich einer Meinung.
    Ich habe vor 3 Wochen das Superkick 1 auf einer Tama Rockstar Bass bei mir zuhause im direkten Vergleich mit mehreren anderen Sets bzw. Fellen getestet... und war schockiert!


    In positiver Hinsicht!!! Wenn man auf sehr deutlich bassbetonte Bassdrum-Sounds Marke "fetter PA-MIX" steht (vielleicht sogar Richtung "CD-Hifi-Mix :-), dann kann es keine andere Wahl geben. Ich habe niemals zuvor so eine tolle Rockstar Bass gehört.


    Betrübt bin ich nur, dass dieses noch recht neue Fell schon 2 Wochen später bei dem Bekannten von mir kaputt war. Ein Loch. Wir vermuten, dass es an den überharten Worldmax Filzschlegeln seines Pedals liegt und nicht an Aquarian. Der Filz seiner Pedale ist Steinhart. Seine Fuß-Technik bzw. Spielweise hingegen sehr! soft. Seltsam...

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    Bezüglich Soundunterschied (übrigens, gute Frage!):


    Die Viziuss Oberflächenbehandlung hat tatsächlich gewissen Einfluß auf den Sound (den etwas trockeneren Klang dieser Serie im Vergleich zu vielen fein abgedrehten Cymbalserien). Aber der Unterschied in Bezug auf das Herstellungsverfahren bzw. die Oberflächenbehandlung zwischen den alten Viziuss und den neuen ist nicht sooo groß, wie der optische Unterschied suggerieren mag. Beide Versionen haben diese spezielle "Sandstrahl-Optik", nur das die neue Viziuss nun an zahlreichen punktuellen Stellen, ein brillianteres-Finish durchscheinen läßt. Schwer zu erklären... deswegen ja auch die Bilder :)


    Ganz konkret: Gerade bei der feinen 14" Hihat habe ich mehrere!!! neue Modelle mit meinem 2003 Modell verglichen. Der Sound ist identisch.


    Auch ein Vergleich bei einem 20" Ride brachte keinen hörbaren Unterschied zutage.

    Meiner Erinnerung nach eindeutig ja!!! Ich erinnere mich auch an ein 6 1/2 Modell. Ich hatte vor Jahren auch mal einen extra Ludwig Flyer wo diese snares mit massiven Gußreifen (siehe Text unten) auch speziell für heavy-hitter beworben wurden.


    Die einzelnen snares waren tatsächlich individuell, jede für sich justierbar und meiner Erinnerung nach gab es auch Versionen dieser snare mit unglaublich massiven Gußreifen, gegen welche die schon recht massiven Sonor Gußreifen (jene wuchtigen vor der feindlichen Übernahme wohlgemerkt) wie Büroklammern wirkten. Diese Gußreifen waren ähnlich mächtig wie die der aktuellen Tama Bellbrass snares. Quasi Atombomben resistent!


    Ich hatte viel Prospektmaterial (bis der von mir schon mehrfach zitierte Wasserschaden all meine Vintage-Prospekte zunichte machte).

    Noch ein wichtiger Produkt-Hinweis... bzw. eine Veränderung!


    Auch wenn vereinzelt in Produktkatalogen und auf Internetseiten für die Viziuss-Serie von Orion Cymbals noch alte Fotos in Umlauf sind...


    ... ab der Musik Messe 2004 (also seit einigen Monaten) werden nur noch Viziuss Becken mit der aufwendigen Oberflächenbehandlung angeboten!


    Hier nochmals der Vergleich, da mich in letzter Zeit die ein oder andere Anfrage zur Optik erreichten.


    Links = alt (2003 Modell) Rechts: NEUE VERSION!!!!

    ...eine kleine subjektive Ergänzung...


    der Vintage-Boom (wenn es den überhaupt gibt) ist aus meinem Blickwinkel heraus fest mit einer Fehl-??? Entwicklung der späten siebziger und frühen achtziger Jahre zu erklären. Diese Zeitspanne gehört zwar heute auch zu Vintage aber ich berufe mich der Einfachheit halber auf Sets der Zeitspanne vorher!!! bzw. Firmen wie Slingerland, Gretsch und Ludwig die dem Trend der späten Siebziger bzw. frühen Achzigern weitestgehend NICHT folgten.


    Die Drum-Kessel nahmen damals in der Anzahl der verwendeten Holzschichten und somit ihrer Wandstärke zu. So gab es viele Kessel (auch bei hochwertigen Serien!) mit 9 - 12 Millimeter Wandstärke. Die Gründe und Argumentationen der Hersteller wieso und weshalb das "dicker sein" klanglich besser ist, spare ich mir gerne. Nur soviel sei gesagt, dass viele Argumente von damals heute genau um 180 Grad gedreht den dünnwandigen Kesseln zugeschrieben werden :)


    Viele Drummer die ich kenne spielten damals diese Boliden mit zig Kessellagen bzw. dicker Wandstärke, im Glauben "State of the Art Drums" erworben zu haben. Auch mir ging es einige Jahre so. Woimmer ich mich hin verirrte bzw. Kollegen besuchte, standen meist diese massigen Kessel ´rum.


    Dann kamen im Erlebnishorizont meiner Jugendjahre :) "plötzlich" dicht gefolgt 2 Ausreißer. Ein Drumlehrer hatte ein Ludwig der frühen Sechziger und ein Drumkumpel ein Slingerland der frühen Siebziger. Beide hatten offensichtlich eine wesentlich schlechtere Kesselverarbeitung als viele der damaligen modernen Hochpreis-Sets der späten Siebziger und Achtziger die mich und Drumkumpels umgaben.... nur komischerweise klang in meinen Ohren jenes Ludwig und erstrecht das Slingerland deutlich freier, luftiger, resonanter und wie ich schon damals fand "besser". Das war für mich damals ein schwer erklärbarer Widerspruch. Schlechtere, oder durch alterseffekte ramponierte Kessel (teilweise sogar mit massiven Schäden an der Gratung) klangen runder als die teuer bezahlten State of the Art "Mühlen".


    Dann erwarb ich das Artstar 1 (zwar nicht richtig dünn... von den Kessellagen aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung) und viel später erfolgte dann auch mit Starclassic und Pearl Masters und vielen anderen die offizielle Rückbesinnung der Industrie im Hochpreisbereich, dass dünne Kessel einen richtig geilen Sound machen (können). Ich weiß natürlich das viele Gretsch-, Ludwig- und Slingerland-User das auch durch die späten siebziger und Achtziger immer gewußt haben... nur die Mainstream-Haltung und die Auflagenstarken Drumbroschüren hatten damals eben eine andere Stoßrichtung vorgegeben.

    Anway... damals begann zumindest für mich (und nicht wenige Kollegen) die Suche nach jenen alten Sounds, da einigen Drummern genau dieser "alte" Sound besser gefiel und der aktuelle Markt bzw. die Industrie diese Vorlieben weitestgehend ignorierte. Da nahmen manche gerne die oftmals miesere Verarbeitung bzw. zu hohe Preise in Kauf.... für mich der wirkliche Beginn des Vintage-Gedankens. Gleichwohl hat es natürlich schon immer Sammler von alten Sachen gegeben, auch früher schon (da stand natürlich nicht immer der Sound im Mittelpunkt, sondern die Sammelleidenschaft bzw. die Freude am Erwerben seltener Stücke).


    Aus heutiger Sicht gibt es für mich (und all jene die ohne Mythos leben wollen und nur nach Sound streben) keinen Anlaß mehr für astronomische Preise Altsets der sechziger und frühen siebziger zu kaufen, da heute genug dünnwandige, toll klingende Drumsets von allen Marken angeboten werden... noch dazu mit perfekter Verarbeitung (das Drum-Kessel wirklich rund sind... und die entsprechenden Felle ´drauf passen ist von unzähligen anderen Unzulänglichkeiten der Uraltsets mal abgesehen, nämlich auch nicht immer so gewesen :)

    Noch ein Hinweis. Ich testete das 609 nur für Recording-Anwendungen. Und noch ganz wichtig, der bei Toms als dünn und eher flach empfundene Sound lies sich auch mit parametrischem 3- bzw. 4- fach EQ nicht wesentlich auf-fetten. An den EQ denke ich nämlich zunächst immer ganz naiv, wenn ich von etwas "bass-armen" Mikros lese.


    "Wird der EQ schon richten"... im Falle des 609 leider nicht. Man kann natürlich Bässe reindrehen, aber man hört, dass die wirkliche "Bass-Substanz" garnicht aufgezeichnet bzw. übertragen wurde. Der Sound wird trotz reingedrehter Bässe nicht!!! fetter oder druckvoller sondern eher "mulmig, dröhnend! und verwaschen". Schwer in Worte zu fassen.


    Aber wie gesagt keine! generelle Schelte sondern für die Snare durchaus ein ganz tolles Teil.

    Jawoll, ja. Ich hatte es 1 Jahr lang und habe damals viel experimentiert. Hauptsächlich als snare-mike.


    Folgende Statements: Die Supernieren-Richtcharakteristik ist nicht übel. So gibt es nicht allzuviel Übersprechen von anderen Instrumenten. Trotzdem hatte ich mir damals noch etwas mehr von der Richtwirkung versprochen. Meine Hihat war immer noch sehr deutlich über den Snare-Kanal Hörbar. Andererseits spiele ich kaum Rimshots, da ist es logisch, das der Snare-Kanal weit hochgezogen wird... und die Hihat auch hörbar wird. Ist also in sofern keine echte Kritik am Sennheiser.


    Gut gefallen hat mir die Höhenübertragung des Mikrofons bei der snare-Anwendung. Normalerweise sind Frequenzgänge bzw. Tabellen der Hersteller wie "lesen im Kaffeesatz". Zumal die Daten bei einigen Herstellern ohnehin nicht viel sagen, teilweise schöngeredet werden oder unter dubiosen Meß- bzw. Laborbedingungen (wenn überhaupt entstanden sind).
    Beim Sennheiser (mit der Angabe bis 18.000 Hertz bzw. 18 Khz :) hatte ich aber das Gefühl, dass die Höhenwiedergabe wirklich recht gut ist. In jedem Fall deutlich besser! ist als bei der mir völlig unverständlichen Referenz, dem Dinosaurier SM57. Also für die snare würde ich es auf jeden Fall der Konkurrenz vorziehen.


    Bei toms wird es schwierig. Selbst mein 10" Starclassic Tom weißt immense Bässe auf. Ich habe es so gestimmt, dass der tiefstmögliche Grundton (den dieser Kessel zuläßt) hörbar wird. Toller Sound und viel Bass und Sustain (null dämpfung, nix coated nur single-ply-clear Felle). Da fand ich (erst recht bei allen tieferen Toms) den Sound zwar recht klar... aber auch recht dünn! Falsch - sehr dünn!


    Da mußte eine radikalere Testanwendung Aufschluß geben. Ich steckte das Ding in die Bassdrum und montierte es auch mal alternativ von außen! vor das Bassdrum Schlagfell (neben den Schlägel), um zu testen, wie die Bass-Übertragung bei tiefen-dominierten Instrumenten ist. Da wurde mir unmißverständlich klar, dass in Sachen Bass bzw. Tiefen viel! zu wenig übertragen wird. Ich hatte mehrere dynamische No-Name Mikros da, die genausowenig für Bassdrum-Anwendung konzipiert waren... die aber WELTEN besser in der Bassdrum klangen... und wie sich danach herausstellte auch bei den Toms. Strange!


    Insofern würde ich persönlich das E 609 NUR bei der Snare verwenden oder eben als übersteuerungsresistentes Gitarrenamp Mike. Das heißt nicht das es bei Toms mist ist. Mir gefiel es dort nur nicht! Da ist das 421 doch eine andere Kategorie (natürlich auch etwa doppelt so teuer)... wenngleich ich diesen Oldie auch nicht gerade liebe.


    P.S: natürlich können meine Schilderungen nur subjektiv sein. Bin mir aber in meiner Sound- und Anwendungsbeschreibung sehr "confident". Da ich mit dem 609 insgesamt viel Zeit "verbracht" habe bzw. immer wieder herumexperimentiert habe.


    Übrigens (ganz nebensächlich) finde ich das Design und die kompakte Größe des Sennheiser wunderschön! Das ist real viel kleiner, als es auf Bildern rüberkommt!!!

    Die Luftentfeuchter wirken oftmals Wunder. Nachteile gibt es auch: Anschaffungspreis nicht gerade günstig und der Stromverbrauch ist bei vielen Geräten auch nicht ohne. Letzteres wird von den Verkäufern bzw. Firmenvertretern gerne mal geleugnet mit den Worten "verbraucht kaum was".


    Trotzdem ist Feuchtigkeit nicht gleich Feuchtigkeit in Kellerräumen. Ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen in einem ehemaligen verlassenen Nato-Gebäude ein paar Tage zu proben. Dort war nicht nur Feuchtigkeit, die das ganze Mauerwerk scheinbar über Jahre durchdrungen hatte... es gab auch Schimmel und alle möglichen Sporen. Diese biologisch interessante Umgebung brachte nagelneue Fußmaschinen und ein Gibraltar-Rack der teuersten Serie binnen 7 Tagen zum Rosten. Und zwar nicht nur Flugrost, sondern durch und durch. Das war die schlimmste Wertvernichtungserfahrung meines Lebens. Interessanterweise waren genau als ich zu den gelassen ´dreinblickenden Mitmusikern (die nahmen ihre Gitarren ja locker nach der Probe mit nach Hause) meiner Band sagte "ich bleibe hier keinen Tag länger" in Nachbarräumen mehrere Kollegen anderer Bands mit Gasmasken unterwegs. Was mir zunächst wie ein Hardcore-Videodreh für perverse Fetischisten vorkam war durchaus begründet. Die versprühten massiv CHLOR (quasi "Salzsäurebasis") um gegen den massiven Schimmel vorzugehen.


    Auweih... Feuchtigkeit ist nicht nur unschön für die Hölzer der Trommeln. Es ist der Erzfeind jeglicher Drum-Hardware... Ketten, Schrauben, Verchromung. OK, ich schildere einen Extremfall... aber lieber zu massiv vorgewarnt als verharmlost. Mich hat das damals fast Tränen gekostet, da ich unter "Vorspiegelung falscher Tatsachen" hingelockt wurde (angeblich schöner Proberaum, keinerlei Feuchtigkeit) und meine schöne, edle Hardware innerhalb weniger Tage massiv Schaden nahm.

    Ja Brasstones... die waren "göttlich" :)


    Ich werde nie vergessen wie ich im Musikladen immer wieder nachgelesen habe... ob da wirklich Paiste ´draufsteht... auf dem "Ding", dessen Sound wahrlich fürchterbar war.


    Auch bei mir das übelste was ich je von der berühmten Firma mit dem "P" gehört habe.

    Respekt Tim...


    König Salomon läßt grüßen. Das ist eine geniale Idee (die leider nicht von mir ist :)


    Super, ich hoffe (und drücke uns allen die Daumen) das wir dieses gute Konzept angemessen berücksichtigen bzw. befolgen!

    Hilite freak


    ist eben alles Geschmackssache. Ich liebte die Kupferhardware optisch (fand sie auch nicht sooo schwul :) aber habe sie wegen a.) des hohen Preises b.) der optischen Anfälligkeit nie erworben.


    Tja, Sonors-Innovationsgeist ist vorüber... von den Giant-Step vielleicht mal abgesehen. Ich versteige mich sogar zu der These, dass im Hardwarebereich bei Sonor manches in Sachen Qualität, Standfestigkeit und Design
    RÜCKLÄUFIG ist. Also einzelne Hochpreisartikel vor 20 Jahren von Sonor besser waren als entsprechende Hochpreisartikel heute....


    ... auweiah jetzt bekomm´ich sicher auf die Fresse.
    Anyway ich steh´dazu!