Einen gigantischen Sprung in Sachen Gehörschulung erreicht man durch Hörmeetings zu zweit. Es gibt keine Methode die effektiver ist. Ein erfahrener legt Musik in den Player.
Dann ergründet man gemeinsam was passiert. Man kann extrem große Fortschritte erzielen, insbesondere wenn der erfahrenere beschreibt und auch visualisiert! wo was passiert. Natürlich nur nachdem!!!
der etwas unerfahrenere nicht mehr weiterkommt.
Ich kenne/kannte oft Drummer die bei Becken, wenn diese im Mix eher leise sind, Crashes von Chinas nicht gut (oder garnicht) unterschieden konnten. Wenn man diese aber in ein paar Hörsessions wirklich konkret aufmerksam darauf macht ("hier im ersten Takt ist es ein China, achte auf den Trash-Faktor, auf den aggressiv-schrillen und rascher ausklingenden Sound. Hier hingegen im dritten an der selben Stelle im Takt ein Crash... es klingt harmonischer und weniger agrressiv und klingt auch etwas länger aus bzw. der Abfall von Höchstlautstärke vom direkten Anschlag bis zum Zeitpunkt wo man das Ausklingen nicht mehr wahrnimmt ist länger" oder für viel unerfahrenere viel simpler einfach mal auf Tonhöhenunterschiede zwischen 2 Becken aufmerksam macht etzc. etc. )... dabei mitunter auch ZEITGLEICH ZUR MUSIK visualisiert mit der Hand den Abschlag etc. etc. kann Schritt für Schritt die Wahrnehmung immer feiner kalibiriert werden.
Gerade das Verbalisieren und Visualisieren in Kombination ist oftmals erschreckend
effektiv. Selbst bei einigen jener, die schon ein paar Jahre trommeln.
Ohne eine exakte Soundparameterbeschreibung bzw. Abstimmung der Klangattribute "stochert" der lernwillige ja immer noch im Dunkel. Es ist wichtig die Wahrnehmung zu kalibireren/eichen.
Nur zu glauben "ich glaube dass da ein China oder eine Ghostnote liegt, da du es sagst und den Song ja besser kennst als ich" - ist Bullshit und bringt gehörbildungsmäßig leider nichts.
Für den Erfahreneren sind diese Hörvergleiche auch ein immenser Erkenntnisgewinn. Denn man lernt wie andere noch etwas undifferenziertere Hörer warhnehmen und was deren typische kleinen Fehlwahrnehmungen sind... auch mitunter auf welchen Mißverständnissen diese gründen. Es lohnt sich somit für beide!
Wenn es ganz "rudimentär"
erstmal um das Verstehen und den Sinn von Ghostnotes geht:
Ghostnotes und deren wirkliche Wirkung/Sinn erkennt man am besten im Weglassen. Vieles von dem was man nicht direkt hört... fällt dann doch deutlich auf, wenn man es wegläßt! Für viele ist das dann ein Aha-Erlebnis: "Seltsam, ich hörte die Ghostnotes zunächst nicht. Jetzt wo sie aber fehlen finde ich den Beat langweiliger".
edits: Nur Rechtschreibung