Zitat
Junge junge, das ist aber alles ganz schön ... ernüchtern, was bislang gezeigt wird. Wenn das so weiter geht, gehen die Neuverkäufe wohl weiter in den Keller.
Ernüchternd trifft es auf den Punkt.
Die letzten 2-3 Jahre sind fast wie eine Dystopie.
1979 begann meine Drumbegeisterung, genau damals und Folgejahre war soviel fast am explodieren an Innovationsschub in der Drumindustrie. Dazu parallel das RIngen der etablierten Drumwelt (Ludwig, Sonor, Premier, Rogers etc. etc.) mit den 3 sich "auf den Weg machenden Firmen aus Japan" (Pearl, Tama, Yamaha) den B-Status abzuschütteln und in die Topriege der Hersteller aufzusteigen. Das war irre toll, dieses aufbrechen alter Strukturen mitzuerleben, das konkurrieren um die besten Traditionen und die besten neuen Ideen. Es war beeindruckend zu sehen wie manche der traditonellen wie Sonor, teilweise noch 2-3 andere atemberaubend mithielten. Während andere wie Rogers etc. etc. den Bach 'runter gingen.
Heute komme ich mir vor wie ein verstaubter Chronist aus dem dreissig-jährigen Krieg. All das gibt es in dieser Form heute nicht mal ansatzweise.
Mancher wird kontern
:"ist doch alles schon erfunden oder da gewesen, deswegen kommt nicht mehr so viel neues."
Ich denke anders: die Krise (auf vielen Ebenen) lähmt die Hersteller. Man geht keine Investitionsrisiken mehr ein.
Wenn heute mancher große Hersteller so etwas total banales! wie einen neuen Stockhalter oder gar ein kleines Textil-Produkt als Detail-Add-on für Drums (super günstig zu fertigen, da keine Mould nötig) als große Meldung auf seiner Website und den Internetkanälen unter tolle News verbucht, dann ahne ich, wir sind kurz vor: "der letzte macht das Licht aus".