Zitat
Das Problem bei den meisten Kollegen ist, dass sie ihre Toms viel zu tief stimmen. Sie glauben, dass sie damit einem "fetten" und "durchsetzungsfähigen" Sound am nächsten kommen und dass es einfacher ist, die Toms zu stimmen. Beides ist leider falsch.
So schwer es mir fällt... ich muß dem vorherigen Post und Zitat massiv widersprechen...
bzw. dieses stark relativieren
Es gibt diverse verschiedene Stimmparadigmen - und es ist für nicht wenige (natürlich nicht für alle) Rockmusikanten erstrebtes Ziel, Toms auf oder nahe dem tiefstmöglichen Grundtom zu stimmen.: Tief und "mächtig".
Das ist zu erreichen schwer... da zumindest gebe ich Luddie recht. Wobei ich persönlich aber auch kaum Drummer kenne, die behaupten das wäre leicht. Es ist schwer - gerade für Drumemr die sich erst einige Monate mit dem Tuning genauer befassen. Denn man muß diesen Frequenzbereich nicht nur eben zufällig entdecken, sondern gezielt "anstreben"... dafür diesen aber erstmal hören KÖNNEN! und/bzw. körperlich spüren!
Kein Mensch behauptet, dass dies die ganze Rockwelt möchte. Aber einige! Wenn entsprechend jedem Tom dieser Bereich gefunden ist, hat man in aller Regel nicht den Tischtennisplatten-Rebound, den sich mancher vielleicht erträumt. Aber einen extrem "fetten" low-end-Sound, wie er im Rock, Metal, Pop, ja selbst in Teilsparten (je nach Drummer-Vorliebe) im Funk zu finden ist.
Nochmals: ich liebe auch diverse Trommler und Drumsounds bei denen Toms höher gestimmt sind. Es geht nicht um das "Ausspielen" von Paradigmen gegeneinander. Es ist Geschmackssache.
Ich liebe aber meist sehr tiefe Sounds in Kombination mit dem längstmöglichen Sustain (ohne Anstieg oder Abfall der Tonhöhe). Manche Kollegen lieben diesen Ton auch, sagen aber: "das Sustain ist mir etwas zu lange". Vieles ist Geschmackssache und/oder hängt auch maßgeblich vom musikalischen (stilistischen) Einsatzgebiet und räumlichen Setting ab.
Aber aufgrund der Drumsets von numerisch überwiegenden "Rockfreunden" die ich seit Jahrzehnten zum Stimmen erhalte "Warum klingen meine Saturn Toms nicht?", "Warum meine MMX Toms nicht", "warum die Delite Toms nicht" usw. kann ich in 70 % der Fälle/Felle
attestieren, dass die Mehrzahl der Drummer meilenweit! über dem tiefstmöglichen Grundton stimmen. Teilweise gibt es imemrm mal wieder Extremfälle, wo Toms "Oktaven" ´drüber gestimmt wurden. Dieses Extrem habe ich etwa 4-5 mal im Jahr. Mitunter sogar bios Kessel und Stimsmchrauben knirschen und es in Bezug auf die Kessel(Lebenswerartung) bedrohlich wird. Und dieses Stimmverhalten bzw. katastrophale Tomsounds out of range, selbst bei Drumserien siehe oben, die klanglich wirklich gutmütig sind - und manchen Stimmfehler verzeihen. Aber irgendwann kann auch der extremste Stimmfehler nicht verziehen werden - auch bei gutem Klangmaterial!
Nach radikalem Neutuning (selbst mit den bereits bespielten Fellen) bzw. der Anleitung dazu, sind von diesen 70 % dann 90% Prozent der Meinung, dass der Sound dramatisch besser ist. Das die Toms "satt, fett und mächtig" klingen und nicht mehr nach der "Spendendose des Müttergenesungswerks" in der Fußgängerzone.
Ich bin sehr verwundert, dass siehe Zitat festgehalten wird, die meisten! Drummer
würden ihre Toms viel zu tief stimmen. Dem muß ich insbesondere in Bezug auf die Klientel um die es geht (nicht so erfahrene Stimmer, die unzufrieden mit ihrem Tomsound sind) massiv widersprechen. Jene Klientel stimmt in der überwiegenden Mehrzahl zu hoch - nicht selten VIEL zu hoch.
Ich bin aber auch etwas verwundert, über eine (generelle) wirkende Aussage dass sehr tief gestimmte Toms nicht fett klingen könnten - das ist extrem subjektiv und könnte eher Beleg sein, dass selbst die Definition! was als "Fett" erachtet wird, in der Drumcommunity keine Konsens findet. Was ich seit Jahren behaupte.
Er reden oftmals alle aneinander vorbei. Der eine bezeichnet Blau als Rot, der dritte Links als Rechts. Kein Wunder redet man dann oft aneinander vorbei
Aber auch irgendiwe alles menschlich.
Durchsetzungsstark ist streng betrachtet wiederum nochmal etwas anderes... noch komlpexer zu erklären. Da "Durchsetzungsstark" ganz immens von der eigenen Spielweise aber auch den anderen! Musikanten, ihrer Dynamik, ihren Instrumenten, deren Freqenzbereichen und Pegel, den Räumlichkeiten etc. abhängt. Ich kann ohne jeden Zweifel ein Tom so stimmen, dass es vom Frequenzbereich für das menschliche Ohr (Gehirn) sehr mittig und wahrnehmungstechnisch dominierend wird. Dieses dann noch mit einem möglichst langen Sustain feintunen. Und doch kann es sein, dass es in diesem Tuning musikalisch völlig untergeht. INSBESONDERE der Attackanteil des Stockanschlags nicht so wesentlich von den "ersten" Decayanteilen abweicht, als man sich das wünschen würde. Oder anders formuliert: das Decay zu stark/lange vorherrscht: also gerade Soundbrei begünstigt- DAS will wahrlich nicht jeder.
Sorry, Luddie es gäbe noch viel mehr zu sagen... die letzten Monate brennt mir zeitlich der Frack, deswegen lasse ich es mit diesen sehr knappen Statements bewenden. Die eigentlich wesentlich umfassender hätten sein müssen.