ZitatDenn entweder einer ist kreativ und hat Pfeffer im Hintern und steckt sich seine Ziele freiwillig oder eben nicht...und dann nützen auch die neuesten Erkenntnisse aus Pädagogikstudien nix.
Das ist mir zu absolutistisch bzw. simplifizierend. Natürlich brauchen wir den Pfeffer. Wer keine "Energie" vermittelt ist für Schüler "scheintot". Aber es kann doch kein Dissenz darüber bestehen, das Herzblut bzw. Pfeffer in der Nase!
UND das berücksichtigen moderner Methodik und Didaktik das Best-Case Szenario für Unterricht sind. Da wirkt der Begriff "Pädagogikstudien" viel zu negativ besetzt und theoretisierend. Zumal sich zig Forschungsbereiche (auch interdisziplinär) darum kümmern. Aus gutem Grund. Unsere Lebensspanne ist begrenzt. Warum sollen Menschen für ihren Fertigkeitserwerb nicht die für sie persönlich effektivste Methode nutzen?
Es ist schade, dass modernere Formen des Wissenserwerbs bzw. des effektiveren Vermittelns oftmals als "akademischer Bullshit" abgetan werden. Nichts ist konkreter und praxisnäher! als die Umsetzung der Prinzipien die zum Wissenserwerb bzw. zur effektiveren Erlangen von Fertigkeiten dienen... und wer aufmerksam durch die Medienlandschaft (von Lehrbüchern, von Infofibeln, der Konzeption von beruflichen Trainee-Maßnahmen, über das Layout und die Strukturierung von Tageszeitungen, bis zur Softwareergonomie etc.) schaut, kommt nicht umhin zu erkennen wie dramatisch sich in den letzten 15 Jahren da die "Aufbereitung" verändert hat.... nicht aus Zufall. Der alte Knackpunkt, das viele (nahezu jeder) im täglichen Leben von der KONKRETEN Umsetzung vieler Forschungsergebnisse massiv!profitieren, aber sich dessen garnicht bewußt sind, weil es vielen Wissenschaftszweigen oftmals nicht gelingt, ihren realen Nutzen verständlich UND transparent zu machen. Aber die Transparenz vieler Fortschungsbreiche wird sich sicher auch noch weiter professionalisieren...
Anderes Thema:
Kreativität... kann man sie erlernen? Oder kann man Kreativität vermitteln? Da mal Wissenschaft ganz ausgeblendet
. Ich denke jeder von uns weiß! das man Kreativität zumindest fördern kann bzw. den kreativeren umgang mit etwas ANREGEN! GERADE auch am Instrument. Bewußt mal ein banales aber eben einfaches Beispiel (was für die Routiniers eher angestaubt ist...hahaha). Wenn ich ´dran denke, dass viele älterer Drumkollegen als sie vor Jahrzehnten Unterricht hatten von vielen ihrer Lehrer hörten "Paradiddles sind eben für die Snare" und auf die Frage warum man sie dann üben soll, wenn man in einer Beat-, Rock- oder gar progressiv Band spielt, mit den Schultern zuckten. Da wissen wir heute alle, wie man Drummer anstiften kann auch mit für manche vielleicht angestaubt erscheinenden Rudiments zu versuchen für sich! etwas neues zu entwickeln. Also die Anwendung etwas erlerntem in (für sich selbst) neuen Kontext!
Seppel kann ich ein gutes Stück weit aber verstehen. Denn die "Magie", der Zauber der Musik
hat mit den meßtechnisch nachweisbaren Dingen oder dem naturwissenschfatlich hieb- und stichfesten sachlichen Dingen vielleicht nicht viel zu tun. Wahrscheinlich auch nicht mit Kreativität alleine. Aber da weiß wohl keiner eine Antwort... es ist vielleicht ein echtes Mysterium - und vielleicht sogar der Grund, warum schöne Musik - oder das was einen persönlich berührt und bewegt eben doch so viel mehr ist als mathematisches Formelwerk offenbart.
Trotzdem vermute ich überfrachten mache von uns (me too) den Thread.
Edits: sehe gerade das Chris Beam da schon sehr fundiert und toll gepostet hat. Hatte ich übersehen wollte meinen Text aber deswegen doch nicht entfernen! Sonst nur 4 Fehler editiert. Inhalt aber NICHT ANGETASTET!