Zitat
Zu den obigen Posts: Ich habe mit einem TD-10 mehr als 100 Gigs gespielt - was mich immer genervt hat, war der Umstand, dass die Dynamik oben und unten beschränkt ist. D.h.: Irgendwann geht's los - leiser ist nicht; und irgendwann ist Schluss - lauter ist auch nicht. Im Spiel mit einer Rockband kein Problem - lauter geht zur Not mit dem Lautstärkeregler. Was mich nie gestört hatte, waren die Sounds - für Live haben die allemal gereicht. Auch war die 127-Midi-Stufen Dynamik nicht das eigentliche Problem, denn innerhalb dieser Abstufungen sind die Unterschiede schon so fein, dass sie vom Publikum in der Mischung mit Musik nicht wahrgenommen werden - das gleiche gilt für die Frage nach Multi-Layer-Samples oder Modelling. Alles nur Akademisch - meine Meinung. Das weitere Problem des TD-10 waren die internen Effekte, die, wenn man sie zu sehr ausgereizt hat, zu digitalen Artefakten, bis hin zu Verzerrungen geführt haben. Man musste mit Kompression, Hall etc. also sparsam umgehen - der Headroom der internen Signalverarbeitung war minimal.
Das DDrum4 war ja schon sehr gut, denn man konnte eigene Samples verwenden, es hatte aber nicht mal so eine Effekt-Sektion. Wenn das 2Box nun also mehr kann (Effekte, 24-Bit-Sounds, ordentlicher Arbeitsspeicher - für Samples jedenfalls ausreichend für einen längeren Gig) wird es seinen Markt finden - auch als Profi-Gerät. Ich denke im derzeitigen Stadium wird sich die Firma einfach nicht die notwendigen zusätzlichen Entwickler leisten können, die die Software schneller auf einen 1.0-Status bringen. So, wie die dem Zeitplan hinterher hängen, könnte ich mir denken, dass sie wahrscheinlich schon täglich bei ihrer Bank vorsprechen müssen.
So radikal unterschiedlich können die Wahrnehmungen und "Geschmäcker" sein. 
Ich hatte jahrelang das TD10. Ich fand die Kiste zum üben nett. Die Sounds schon damals passabel - aber nicht überzeugend. Snare und Toms radikal maschinengewehrartig und künstlich! Hihat völlig inakzeptabel und steril.
Ein Bekannter hatte gar 2 mal das TD-10 stieg dann auf das TD20 um. Lud mich ein mit den Worten "klanglich deutlich besser"... ein Eindruck den ich ganz und garnicht teilte. Ist aber egal an dieser Stelle.
Die Effekte des TD10 und Folgegenerationen waren im Gesamtkonzept der Module ein nettes Gimmick - für manchen vielleicht mehr. Ich persönlich fand nur den Roland/Boss-eigenen! AMBIENCE-Raumklang-EffEKT sagenhaft! und würde behaupten, wenn sie den in 19" Rackformat alleine auf den Markt bringen als "Drum-Ambience-Modul" würde dies wahrscheinlich ihr bestverkauftes Modul aller Zeiten. Auch für akustische Drums zum aufdicken bzw. Raumanteil vortäuschen. Diese räumliche Wirkung habe ich weder vorher noch nachher jemals mit einem wie auch immer gearteten Hallgerät und/oder Multieffektgerät erzielt. Wenn Roland es systemarchitekturtechnisch erlaubt hätte den Ambience Sound "rauszuschleifen" und auf ein Akustikdrumset im Endmix anzuwenden hätte ich mein TD-10 heute noch 
Die anderen Effekte egal ob Equalizer oder Kompressor fand ich (hier wirklich mal wie Broadcaster) auch eher verschlimmbessernd. Das führe ich aber weitesgehend darauf zurück, dass wenn man jene bemüht um einen Sound aufzuwerten oder aufzudicken... bei einem E-Drum sich doch eher die Frage stellt, ob die Grundsounds nicht gut genug sind bzw. dem eigenen Geschmack eben doch nicht wirklich entsprechen. Ich habe damals tagelang, wochenlang an diesen Effekten "rumgeschnippelt" und für meine Ohren (wie gesagt mit Ausnahme der Ambience-Funktion) KEINE hörbare Verbesserung erzielt. Wobei man auch sagen muß, dass Überanwendung von Effekten nicht nur bei E-Drums oftmals zu kuriosen bis hin zu "sinnentleerten" Artefakten führt. Das mit dem "begrenzten Headroom"... schwer das Roland oder anderen vorzuwerfen. Vielleicht vermutet man auf Entwicklerseite das die meisten Endkunden bei "Modulstart" SOFORT einen dynamisch "überladenen" oder "fetten" Sound hören wollen, der sie plättet. Wo der erste Kick-Tritt schon das Zwerchfell zum vibrieren bringt. Insofern war mein Eindruck das wenn der Lautstärkeregler schon auf 10 steht und die Kick schon vom Urpsrungssample selbst völlig! bassgesättigt ins Modul implementiert wurde... was soll da eine Anhebung mittels Kompressor, EQ etc. noch bringen... bzw. wohin führen? Bewußt vereinfacht!!! formuliert :-)Ähnlich wie bei "Compressed to fuck"-Aufnahmen. Wo geht es lautstärketechnisch hin, nachdem schon alle Wellen der Wavefiles am oberen Balken angelangt sind?.... "es geht zu Metallica´s "audiophiler" CD 
1.) Mir ist bei allen Edrums gegenwärtig und erst recht zukünftig am wichtigsten dass die Grundsounds extrem gut sind. Lieber nur 5 verschiedene Drumkits im Modul, diese aber so als "dicke" Datensätze mit vielen "Mehrfach-Samples kleiner Soundabstufung" angelegt, dass kein Maschinengewehreffekt mehr auftrifft. Übrigens weder bei der Snare NOCH BEI TOMS. Das kann ich nicht oft genug sagen. Weil ich mir wünsche, dass Roland und Yamaha etc. endlich von diesem immer weiteren Zustopfen der Module mit Firlefanz abrücken und statt der USB-Andockstation für den Massagestab der Geisha ENDLICH MAL ZUALLERERST die Steigerung der SOUNDGÜTE auf das Reissbrett der Entwickler pinnen und GANZ KONKRET: DEN SOUND BEI SCHNELLWIEDERKEHRENDEN SCHLAGFOLGEN. Solange das nicht endlich besser wird - sind mir alle hypermodernen Zusatzoptionen nicht nur egal - es ist auch eine Frechheit für jene Programmierzeit, Manpower und Entwicklungsgelder zu verschleudern.
2.) Ja und natürlich sehnen wir fast alle für die neuen Gerätegenerationen eine offenere Systemarchitektur herbei. Die das problemlose Einbinden neuer oder eigener Sounds ermöglicht.
Wenn die Hersteller dann noch einen Muliteffekt integrieren, dann habe ich nichts dagegen. Aber abgesehen von Hall, (Ambience - nochmal erwähnt :-)) und vielleicht! Kompressor - ist das in Anbetracht der heutigen Technik auch kein Hexenwerk mehr. Gleichwohl bleibt meine Einschätzung: QUALITÄT vorrangig bei den Sounds (vielfache Samples) walten lassen. Mit umso weniger Effektbeimischung wird der Drzummer glücklich bzw. benötigen.
Multilayer (und vergleichbare "Techniken") sind alles andere als akademisch... sie sind der (bemühte) Versuch diese verfluchte Unnatürlichkeit (die sie sich mitnichten nur auf Dynamikstufen bezieht) die alle Edrums seit der ersten E-Drum-Generation des letzten Jahrtausends aufweisen, endlich auszumerzen und Drums (gerade bei Schlagsequenzen/Folgeschlägen)ECHTER klingen zu lassen. Und es ist wenn man das Wort akademisch schon bemühen will ein extrem logischer und folgerichtiger Versuch (es wird sicher auch noch andere geben... in der Zukunft) rational nachzubilden, was passiert wenn Broadcaster oder das Küchenstudio1 jeweils 50 mal hintereinander auf die Snare hauen oder ein Fill auf einem Tom spielen. Jeder unserer Schläge ist eben faktisch ein anderer - alle Versuche der E-Drumfirmen dies adäquat zu handeln sind bislang unbefriedigend. Teilweise wird ja damit geworben wie gut das gelöst wäre. Diese Behauptung ist frech und wird sofort Lügen gestraft, wenn man die Ohren entscheiden läßt. Insofern hoffen viele darauf das noch viel mehr mit Multilyers und alternativen technischen Lösungen gearbeitet wird um hier endlich einen Durchbruch zu mehr Realismus zu schaffen.
Das dies im Publikum viele nicht wahrnehmen... hmmm... das ist sicher richtig. Das hindert mich aber nicht in Sachen Produktanforderung eines Drumsets meinen eigenen Wünschen und meinem eigenen Geschmack zu folgen 
Um ganz sicherzugehen: ich finde diverse Rolandgeräte zum Üben klasse. Empfehle diese je nach Preisangebot dafür! auch gerne. Gleichwohl sind Rolands wie diverse von den Mitbewerbern so meilenweit von dem weg was ich von einem (E-)Drumkit erwarte.
Es ist aber fakt das Roland und Yamaha sich von Produktgeneration zu Produktgeneration verbessern. Insofern ist es völlig richtig auf Folgegenerationenn zu hoffen. Denn blöd sind diese Firmen mit Sicherheit nicht. Nur... ob sie die überfälligen Hausaufgaben schon in der nächsten Produktgeneration gelöst haben werden... werden wir sehen und hören 
edits: nur Rechtschreibung. Davon fanden sich viele. Inhaltlich nix verändert