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UIuiui, hier geht's ja immer noch rund!
Zitat von »josef«
Ich bin wirklich erstaunt, wie viele Leute hier tatsächlich MJ bzw. seine Musik gemocht haben. [...]Zu denken gibt mir, dass ich mit dieser Ansicht hier wohl ziemlich allein bin. Aber vielleicht halten die anderen hier einfach ihren Mund, die mit MJ nichts anfangen konnten.
Geht mir ähnlich, bin da auch überrascht. Und du bist NICHT alleine, teile diese Ansicht.
Manche Jacko-Fans finden es aber ja schon "empörend" wenn man die Bedeutung und Wichtigkeit Michaels in der Muskgeschichte hier auch nur ansatzweise in Frage stellt (Welche ich übrigens nicht an der Zahl verkaufter Platten festmache...) Deswegen halten sich wohl viele wie du sagt zurück oder es interessiert sie einfach nicht.
Ansonsten stehe ich auch auf dem Standpunkt, daß dies kein reiner Trauerfred ist und kritische Töne durchaus gerechtfertigt sind, solange sie die Regeln des guten Geschmacks nicht verletzen und nicht auf Hörensagen beruhen. Der Vergleich mit einer Beerdigung/Trauerfeier zieht hier imho nicht.
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Hallo,
es würde mich nicht wundern, wenn heute die ersten Blogs hinsichtlich Wiederauferstehung erschienen.
Und wer Dieter Nuhr zitiert, sollte sich vielleicht auch mal mit dessen Werk beschäftigen und nicht nur den einen aus dem Zusammenhang gerissenen Satz verwenden, um endlich mal hintenrum beleidigen zu können, ohne dabei selbst als Beleidiger in Erscheinung zu treten. Mit so etwas zeigt der Möchtegern-Insultant, dass er selbst noch viel weniger Ahnung hat und sich noch nicht einmal traut, seine eigene Meinung mit dem eigenen Namen zu unterschreiben.
Vielleicht sollten diese Leute einfach mal die zehn reichsten Personen des Landes anschreiben, um sie gegen die Nichterhebung der Behauptung, ihren Nachwuchs belästigt zu haben, um eine kleine Spende bitten. Scheint ja ein gutes Geschäftsmodell zu sein, wenn man dem ein oder anderen Fan glauben will.
Auch die Vorwürfe, man habe seine Informationen aus Medien wie "Reader's Digest" oder "Bild" entlarfen den Autor. Offensichtlich kennt er diese Werke besser als derjenige, dessen Informationen er aus diesen Werken begründet verdächtigt.
ARD, ZDF, Guardian, BBC, DLF. Dort habe ich über den Verstorbenen erfahren. Mich würde mal interessieren, wie die Fans dazu stehen, wenn jemand ein Kind aus dem Fenster hält. Hierzulande bei Normalsterblichen gilt das als Kindeswohlgefährdung. Bei Fans scheint das ein Auswuchs von Kinderliebe zu sein.
Ich liebe meine Trommeln. Fakt ist, trotz aller Verdächtigungen, dass ich noch mit keiner im Bett war. Das dürfte auf Viele von uns zutreffen. Mit was wir im Bett waren und gekuschelt haben, das sei mal außen vor gestellt. Beim Verstorbenen waren das nach dessen eigener Aussage fremde Kinder und das hat er als "normal" bezeichnet. Ich finde das nicht "normal", sondern a) auffällig und b) verdächtig. Die Fans scheinen da anderer Meinung zu sein.
Ich finde es auch nicht normal, sondern auffällig, wenn man für die Verfügungstellung der Kuschelobjekte Geld entrichtet. Irgendwie riecht das nach Dienstleistung und wer den Geruch nicht riecht, sollte mal an seiner Nase arbeiten. Was im großen Bett tatsächlich geschah, darüber kann man spekulieren. Das ein Mensch, dessen komplette Entwicklung auf Kindesniveau stehen geblieben ist, seine Sexualität erwachsen entwickelt haben soll, halte ich für nicht möglich. Missbrauch und sexuelle Handlungen sind im Übrigen nicht auf die Handlung beschränkt, welche zur Fortpflanzung dient. Das ist ein weites Feld und da scheint es einigen an der Phantasie zu mangeln. Dagegen hat der Verstorbene ja durchaus interessante Blüten getrieben: Leihmutter gegen Entgelt wäre hierzulande nicht nur in katholischen Kreisen auch etwas komisch aufgestoßen. Dort beim Popstar scheint das zu gehen und von den Fans als legitim angesehen zu werden.
Auch die körperlichen Veränderungen gerade weg vom Vater, der den Burschen ja zu dem geprügelt hat, was er später wurde, werden gerne bagatellisiert. Dass damit ein Medi-Dispenser einhergeht, mit dem man nach medizinischer Wahrscheinlichkeit eben etwas früher über den Jordan geht, ist anscheinend dem gemeinen Fan auch nicht so bewusst.
Über Musikgeschmack kann man streiten - und ich meine, dass man es auch darf (wir sind ja hoffentlich keine Pop-Titanen-Diktatur, sonst wird noch Dieter König von Deutschland) - aber über die zweifelhafte Persönlichkeit des Popstars muss man doch als Person der Zeitgeschichte schreiben dürfen. Und dass ein Fan vielleicht mal von der unbefleckten Verehrung runter kommen sollte, um im wahren Leben zu landen, dass sollte man doch dem mündigen Bürger empfehlen dürfen. Die Vergötterung ist ja schon aufgrund des neuen Testaments irgendwie bäh und für einen Atheisten sowieso. Auch andere Religionen finden das meist etwas komisch. Und historisch gesehen führt die Vergötterung ja auch immer zu komischen Gesellschaftsformen mit merkwürdigen und absurden Ritualen und dauert selten lange an.
Ich finde auch, dass man seine Idole der Kindheit im Alter (nach Wachsen der Weisheit) durchaus mal kritisch überprüfen darf. Mir fällt das vielleicht leichter, weil ich keine Idole hatte und habe, aber dennoch sollte man den Schmerz ertragen können, dass auch Vorbilder nur in Teilbereichen Vorbilder sein können und in anderen Teilen sogar das Gegenteil sein sollten.
Michael Jackson ist ein abschreckendes Beispiel dafür, was aus einer schlechten Kindheit werden kann. Wir sollten es als Warnung sehen. Darüber können meiner Meinung nach der vorübergehende pekuniäre Erfolg und ein paar gut gemachte Platten und Videos sowie ausgefeilte Bühnenshows nicht hinweg sehen lassen.
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Das sehe ich 100% genauso und mußte das Zitat wiederholen, da man es sicher besser nochmal liest.
Ich bin entsetzt wie eindimensional viele dt. Medien berichten und das schlimmste: Vorwürfe, die jahrelang zyklisch immer wieder auftauchten, nur eine kleine Randnotiz wert sind, in diversen Sendeformaten nicht einmal mehr Erwähnung finden.
Auffällig ist bei MJ wie bei manchen anderen faktisch "isolierten" Celebs, dass sie sich scheinbar signifikant mit Claqueren umgeben oder manchmal sogar: Kuhmelkern. Viele sind vielleicht durchaus selbst berühmt und haben das zum, Glück nicht nötig - andere nicht. Viele haben selbst viel erreicht - andere garnichts. Da steht mir kein Urteil zu. Viele erwecken den Eindruck als hinge ihr Leben oder (zumindest für manche dasselbe) ihr eigener Kontostand von der Körpertemperatur, dem allgemeinen Wohlbefinden und dem Marktwert des Celebs ab.
Schimmer noch: in zahllosen Fällen wo über Mißbrauch, (sexuelle) Nötigung oder irgendeine Form der Ausnutzung oder noch neutraler: GRENZÜBERSCHREITUNGEN gegenüber Kindern oder Schutzbefohlenen recherchiert wird, ist nachgewiesener Maßen der Blick oft persönlich assoziierter Personen bis zur Unkenntlichkeit getrübt bzw. verzerrt. Es ist unglaublich schwer einer Person, die man kennt oder gar in irgendeinem Bereich als genial oder überdurchschnittlich begabt empfindet oder sonstige positive Eigenschaften zuschreibt - mit der man vielleicht sogar viele Arbeitsstunden oder auch noch private Events teilt, auf der anderen Seite übles zuzutrauen.
Andere kontern nun, "was willst Du denn, wir reden von einem genialen Musiker".
Genau dass sehe ich völlig anders. Wer von der Musik ins "Pädagogik-Lager" wechselt (was MJ nachweislich tat bzw. vorgab), auch in eigenen Worten und Taten ("Botschafter der Kinder", "Freizeitpark Never..-Ranch" etc.) der darf dann auch keine anderen Maßstäbe erwarten als sehr strenge.
Es gibt unglaublich viele "Grenzüberschreitungen", Dinge die Kindern von manchen Personen zugemutet werden, die man aus erzieherischer und auch pädagogischer Sicht unbedingt zum Wohle des Kindes verhindern will. Vieles üble schon weit! vor irgendeiner Form des Mißbrauchs oder der Ausnutzung. Worüber gesellschaftlich auch weitestgehend Konsens besteht.
Gerade im Falle von MJ (Fensterszene) konnte man eine alarmierende Grenzüberschreitung sehen. Andere in den wenigen Interviews von ihm in Wort (und Bild) hören. Vorausgesetzt es war kein Double und das Kind keine Puppe. Aber selbst die Idee ein Double mit sowas anzustiften wäre... würde auf eine "ungesunde" Einstellung des Anstifters und des Geldgebers des Anstifters schließen lassen.
Dazu die selbstzerstörerischen Verhaltensweisen (u.a plastisch-chirurgischen Eingriffe), das radikale Verleugnen bzw. der Versuch der Zerstörung der eigenen Körperlichkeit, die in offensichtlich seit Jahren weitesgehend "sediertem" Zustand erscheinenden Medienauftritte etc. etc.
Botschafter der Kinder. Welche Botschaft wird übermittelt? Darüber erhoffen viele seit Jahren eine Diskussion.
Daraufhin konterten im Thread einzelne in meine Richtung: hier von mir in Anführungsstrichen nicht O-Ton sondern von mir stark selektiv-vereinfacht: "das ist alles von den Medien manipuliert", "er war ganz anders" oder "deine selektive Wahrnehmung". Oder "es gibt Personen die andere hier kreuzigen oder aufhängen oder wie die Sau durch den Ort treiben wollen" oder "das hatten wir schon mal in Deutschland".
Oder "Deine Argumentation ist nicht glaubwürdig"... und vieles heftige mehr... "lese mehr Spiegel und höre besser Deutschlandfunk" bis hin zu selektiven Zitatausschnitten von mir.
Da ich eine derartige Diskussion als sinnlos empfinde und ebenso für sinnlos halte auf jene durch weitere Folgeposts einzugehen und den Thread noch absurder zu gestalten hier diese Anmerkung bzw. Revision meines ursprünglich sehr langen Posts.
Ich behauptete nicht, dass ich beweisen kann, oder überzeugt bin das MJ Triebtäter ist oder Kinder sexuell nötigt. Ich bin es nicht. Aber ich habe diverse massive Fragezeichen an seinem uneingeschränktem, so ganz selbstlosem Wohltätertum für Kinder und seiner! Glaubwürdigkeit und seinem Geisteszustand. Das übrigens seit vielen Jahren. Lange bevor irgendwelche Vorwürfe erhoben wurden.
Ich habe darüberhinaus (siehe unten) massive Kritik an dem was weite Teile in unserer Medienlandschaft kolportieren und welche Wirkung dies hat.
Ich habe nicht nur massive Fragezeichen sondern bestreite die immer wieder postulierte Vorbildflunktion bzw. Botschafterrolle bzw. dem Mythos "der ist so gut zu Kindern an". Und ich halte diverse Grenzüberschreitungen für INAKZEPTABEL.
Wie weit diese real darüberhinaus gingen...
... ob er nur Androgyn, nur A-Sexuell, "nur" auf früher Kindheitsstufe in seiner Entwicklung "eingefroren" ist (und warum)...
Gleichwohl sind die angedeuteten (eigentlich viel mehr als das... auch von ihm) Traumata seiner! Kindheit und der Versuch (u.a. ja auch von ihm immer wieder postuliert) jene auch durch seinen Lebensstil und sich das mit Kindern umgeben zu kompensieren, mehr als alarmierend und würden so von den meisten pädagogischen Einrichtungen oder bei Sorgerechtsentscheidungen sofort zum Ausschluß "aus der Bewerberrunde" führen. Sie sind keinesfalls "lückenlose Kausalkette" für irgendwas. So einfach ist die Welt nicht. Das ist bizarr was mir ein Kollege hier unterstellte. Aber eben alarmierend und zur Vorsicht ratend.
Massivste Kritik melde ich an, wenn Hype-Berichterstattung wie "musikalisches Erbe ist wichtiger als biographische Stolpersteine" diese Fragen zur Randnotiz macht. Insbesondere welche fatalen SIGNALE sie dadurch an reale Opfer sendet. Dies ist und war ein Kernanliegen meines Posts. Und diese Frage ist "leider" mitnichten alleine abhängig von dem realen Nachweis was wann war - sondern wie genau eine Gesellschaft sich mit diesem Thema in den Medien und darüberhinaus auseinandersetzt.
Es ist im wahrsten Sinne des Wortes medien-gesellschaftlich pervers musikalischen Erfolg, Kultstatus oder angeblich künstlerisch-musikalische Genialität gegen den dunklen Schatten des Verdachts des sexuellen Mißbrauchs aufzuwiegen. Und noch schlimmer: ersteres siegen zu lassen.
Ich bin der letzte der behauptet zu wissen was war. Tat und tue das auch nicht. Vielleicht war er der ärmste Hund auf der Erde. Eine massivst traumatisierte Person ganz sicher. Aber ich bin entsetzt dass, die vielen vielen sehr konkreten! Hinweise die auf eine selbstzerstörerische und tief zerrüttete Persönlichkeitsstruktur eines Menschen und seinen katastrophalen Lebenswandel, auch dokumentierten Aussagen von ihm selbst und dem ein oder anderen bewegten Bild hinweisen, nicht zumindest wesentlich mehr Fragezeichen und Nachdenklichkeit aufkommen lassen. Das man also immer Vorrangig und zum Mythos verklärend von der Genialität spricht und so vieles andere ausblendet.
Dieses Ausblenden oder zur Nichtigkeit herunterspielen hat meines Erachtens ganz fatale Folgen insbesondere in der Signalwirkung an traumatisierte:
1.) Ist jemand nur genial genug - schauen wir nicht so genau hin.
2.) Ist jemand genial genug - dann braucht es 10.000 mal mehr Indizien oder gar Beweise bevor die öffentliche Meinung es für möglich hält, dass jemand perfide Straftaten begeht, die man sonst schon jedem Kesselflicker mit schrägem Blick im vorbeigehen am städtischen Spielplatz unterstellt.
3.) Opfer sexuellen Mißbrauchs werden nochmals alleine gelassen in ihrem Trauma. Die Gesellschaft macht rückwirkend nochmal klar: so wichtig ist uns das nicht, so lange die Musik gut war. So genau wollen wir das ja auch nicht wissen. Jetzt müssen wir erstmal trauern, um den der so gut tanzte.
Übrigens: statt in unserem Land Personen zu kreuzigen oder durchs Dorf zu treiben, aufgrund Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht, bei akuter Gefahr deren körperliche und geistige Entwicklung zu gefährden, gewaltätigen oder sexuellen Übergriffen etc. gibt es gänzlich andere differenzierte Zwischenstufen zum Wohl des Kindes zu entscheiden. Verhaltensbeobachtung der Interaktion durch unabhängige Beobachter, Einschränkung des Umgangsrechts/Besuchsrechts, Besuchsrecht unter Aufsicht, diverse Therapie-Angebote, Entzug des Sorgerechts, je nach Schwere oder Konkretheit von Verdachtsmomenten bis hin zur strafrechtlichen Verfolgung etc. etc.