Beiträge von Drumstudio1

    Noch konkreter?


    Das geht wirklich nicht, wie Xian korrekt anmerkt. Man stelle sich mal vor, man würde öffentlich die Vertragsgrundlage und Diskussionsverläufe von realen Drummern nennen sowie die realen Firmen bzw. deren Beratungsgespräche posten... sorry - aber das wäre absurd! Da schüttelt es mich!


    Das meint doch so auch keiner... oder? :)


    Der Thread-Start ist so konkret wie es mir möglich ist :-). Mehr kann/will ich nicht schreiben. Wenn das andere tun wollen...


    Ich hatte so den Svään aber nicht verstanden :)

    svään

    Zitat

    dein posting in allen ehren, aber ich denke, das, was du schreibst sollte jeder, der ernsthaft darüber nachdenkt eh wissen. (die forensuche gibt einiges her,und auch in anderen musikerforen findet man reichlich informationen)


    Ja, aber genau um den Wert mancher Informationen ging es mir ja. Es findet sich leider auch viel Quatsch im Web. Zu viel! Mir ist keine Quelle bekannt, die detailliert, weitestgehend inhaltich korrekt und auch konkret listet. Bitte poste Deine Quellen - ich lerne da sehr gerne dazu. Ich kenne bislang fast nur jene wie "mein Drumkumpel hat ein Endorsement" etc.


    Dein Tokyo Hotel Beispiel verstehe ich auch nicht so wirklich :-), denn gerade Erfolge und massive Medienpräsenz wie bei Mokyo Totel stehen für viele Herstller/Vertriebe Firmen sehr hoch im Kurs:


    Das hatte ich unter WAS ERHÖHT POTENTIELL DIE CHANCE FÜR EIN ENDORSEMENT explizit erwähnt:

    Zitat

    - Drummer von angesagter Kult- oder gar chartrelevanter Band


    Svään, ich finde Kritik immer Klasse, denn wir alle lernen täglich dazu. Auch von den jüngeren. Wer das nicht tut, ist schon tot :(


    Die Art Deiner Fragen, läßt mich aber etwas zweifeln, ob Du den langen (sicher auch langweiligen Thread) überhaupt gelesen hast :-). Muß man ja auch nicht! Aber fast alle Deine Fragen werden explizit beantwortet oder es werden zumindest die Wege aufgezeigt, die Dir zur Antwort verhelfen.


    Nochmals: ich habe den Thread geschrieben um:
    a.) Das Ausmaß der Mythen und falsch-Infos zum Thema etwas zu reduzieren (das Web ist voll davon)
    b.) Das Ausmaß von persönlichen Anfragen (wöchentlich) an mich zu reduzieren (ich kann also per Mail, am Telefon etc. an eine Quelle verweisen, die ich zwar bei weitem! nicht für perfekt halte, aber doch recht umfassend und inhaltlich! richtig).


    Wenn beides scheitert, Deine Fragen sind dafür schon ein erstes Indiz, habe ich zumindest (hoffentlich) guten Willen bewiesen :) Threads oder Absichten können scheitern, das ist nur menschlich und schädigt das Web meist nicht.


    Er ist deswegen so schrecklich lang, da ich den Versuch unternahm authentischer und genauer Endorsementrelevantes zu beschreiben. Das bedeutet dann für den Schreiber wie für den Leser natürlich auch mehr Arbeit. Zur Not sogar ein 2. oder 3. Lesen.

    Vorneweg: es gibt diverse Threads verschiedener Mitglieder die bereits einiges zum Thema Endorsement beinhalten.


    Ich habe unlängst in einem und zeitlich etwas weiter zurück in einem zweiten "Wie bekomme ich KEIN Endorsement" u.a. sehr persönlich zu diesem Thema berichtet. In diesem hier, der mir schon seit 1-2 Jahren am Herzen liegt, wollte ich das bewußt nüchterner handhaben.


    Somit ist der sehr lange Post auch deutlich trockener (staubiger) als sonst. Andererseits aber hoffentlich somit auch eine etwas seriösere Grundlage als manches was zum Thema oftmals in anderen Websites zu lesen ist. Insofern habe ich auf sarkastisch-blumiges zugunsten höherer Authentizität verzichtet!


    Trotzdem verweise ich sehr gerne auf diesen hier: Wie bekomme ich KEIN! Endorsement?, da er sehr dicht an der Realtität ist und weit weniger sarkastisch oder ironisch gemeint war, als mancher möglicherweise vermutet(e). Er listet eine Vielzahl tatsächlich realer Bewerbungs-Beispiele und ergänzt sich zu diesem neuen Thread hier inhaltlich recht gut, wie ich hoffe.


    "WARUM DIESER THREAD?":
    Viele Kollegen und auch ich erhalten wöchentlich Anfragen von uns oftmals persönlich unbekannten Drummern, die sich darauf beziehen, ob wir helfen können zu verstehen was ein Endorsement REAL bedeutet, oder einzuschätzen ob sie Chancen auf ein Endorsement haben, man etwas Korrekturlesen kann! (Holla), Einblicke oder Erfahrungen teilen kann, die Einschätzung ihres Drumlehrers teilen etc. etc.


    Dazu kommt das eine Vielzahl der Anfragen sich auf Aussagen von anderen Drummern manchmal auch einzelner weniger Musikalienhändler zu Endorsements stützen, die inhaltlich nüchtern betrachtet nicht wirklich zutreffend sind und/oder einer Erläuterung bedürfen.


    Der Thread also um etwas Licht in das nebelumwobende Thema zu bringen, da es offensichtlich viele Drummer zu beschäftigen scheint. Wenn der Thread das Ausmaß vieler (zu vieler :-)) persönlicher Anfragen an Kollegen und mich mit oftmals ähnlichem Inhalt (also ähnlichen Fragen zum Verständnis oder zum Ablaufprocedere von Endorsements) vermindert - umso besser! :)

    Dieser neue Thread war sehr zeitintensiv. Und doch ist das Ergebnis immer noch eher ausschnitthaft und richtig happy bin ich nicht damit. Aber es gibt vielleicht zumindet einen kleinen vorsichtigen Einblick in das komplexe Thema. Sinnbildlich ein Fenster einen kleinen Spalt geöffnet. Darüberhinausgehende Infos oder Erläuterungen und Hinweise wären dann eher Buch-Format (auch in Arbeit... irgendwann auch mal fertig, wie ich hoffe) geworden. Und das war zeitlich nicht zu leisten und auch für eine Forumplatzierung irgendwie Unfug - stand somit nicht zur Debatte :)


    Auch ist wichtig: mancher Endorser wird diesen Thread vielleicht lesen und einiges des untenstehend erwähnten nicht! aus eigener Erfahrung kennen. "Bei mir war das alles viel unkomplizierter, ich versteh garnicht warum der um das Thema so viel Brimborium macht". Ich kenne auch diese vermeintlich unkomplizierten Beispiele. Es gibt immer wieder Endorsements bei denen ein Firmeninhaber sagt, "Komm´ nächste Woche vorbei und suche Dir was aus", oder "ich habe die Sachen gestern an dich losgeschickt" und niemand aus dem Thema eine Wissenschaft macht, sondern Endorsements auf persönlich-vertrauensvoller Ebene handhabt. Meiner Einschätzung nach werden diese Beispiele aber numerisch immer seltener. Mitunter ergeben sich auch aus nicht klar definierten Zusagen oder mündlichen Agreements üble Folgewirkungen - manchmal mit vorher nicht abgeschätzten Ausmaßen und Folgen! Insofern entscheiden sich immer mehr Firmen aber auch Musiker aus gutem Grund für klar definierte Bedingungen, die In Form von Verträgen das wesentliche für beide Seiten nachlesbar beinhalten. Dazu unten mehr.


    BEDENKENSWERT!:
    Viele Musiker überschätzen die Bedeutung oder den Nutzen etc. von Endorsements maßlos! Insbesondere viele der jüngeren Kollegen. Das hat ganz sicher auch mit dem Erscheinungsbild diverser Werbeträger bzw. deren aufwändiger Platzierung in den Medien zu tun aber auf der anderen Seite eben auch mit den vielen kursierenden Mythen um das Thema. Es ist durchaus sinnvoll zu bedenken, dass was für den einen nützlich, sinnvoll oder gar erstrebenswert erscheint, für andere eben das nicht sein muß. Es gibt durchaus Musiker die sich ganz bewußt und wohl überlegt gegen Endorsements entschieden. Es gibt für vieles pro und contra und der Aberglaube das Endorsements GRUNDSÄTZLICH irgendetwas über die Qualität oder die "Ebene" eines Drummers aussagen könnten, ist absurd.


    Und noch ein Randdetail: sollte dieser Thread zu einem inflationären Anstieg von ( "unrealistischen") Endorsementbewerbungen in der Industrie führen... dann hätte ich alles falsch gemacht oder man hätte den Thread falsch verstanden. Aber von diesem Effekt gehe ich nicht aus :-). Aber zum sichergehen: er ist DEFINITIV KEINE ANLEITUNG "wie bekomme ich ein Endorsement" sondern soll einige der immer wieder kursierenden Fragen beantworten helfen und hoffentlich auch das eine oder andere Mißverständnis ausräumen.


    PROLOG:
    Ingolf Mahlzahn: "Wow, der Jupp Andrews hat in seinem aktuellen CD-Booklet 8 Endorsementfirmen gelistet. Seine Drummarke hat ihm sogar ein spezielles wunderschönes Tourkit gebaut, das sieht man auf dem Titelbild der neuen Ausgabe des Magazins "Androgyn Drummers". Was ein toller Kerl - Wahnsinn!"


    Pauken Paule: "Na und - wen juckts? Der liegt auch eines Tages mit einem weißen Hemd in der Kiste!"


    Heike Heatfield: "Neben mir wohnt ein Drummer. Den sieht man fast nie, aber hört! ihn. Ab und zu nimmt der CD´s auf und trommelt bis der Arzt kommt. Und komische Leute gehen da aus und ein, Herrschaftszeiten! Dem schicken Firmen Pakete und er soll helfen ihre Produkte marktgerecht weiterzuentwickeln um andere Firmen zu Überholen. Win-Win-Situation nennt man das wohl heute. Ich verliere bei dem Saulärm - aber mich fragt ja keiner!"


    Greta Dildoni: "Mein Drumlehrer ist ein erfahrener, weiser Jazzdrummer. Mit viel Wortwitz und fantastischem Ausdruck am Instrument. Viele Firmen haben ihm im Laufe seines Lebens Werbeverträge bzw. Endorsements angeboten. Einmal sogar Geld. Er lehnte stets ab und sagte: ich bin nicht Moritz Mecker und wollte es auch nie sein. Er liebt sein Drumkit, dass er seit 1966 spielt."


    Freddy Rimschlick: "Mein Bruder kann nun endlich seine erste Workshoptour durch viele Bundesländer durchziehen. Der hat so lange darauf hingearbeitet. Endlich hat er eine gute Firma gefunden die ihm nicht nur Material stellt, sondern auch organisatorisch bei dieser Sache hilft und seine persönlichen und materiellen Risiken minimiert - endlich!"

    ENDORSEMENT(S) - DER VERSUCH EINER DEFINITION:
    Unter Endorsements werden (stark vereinfacht) Zweckbündnisse beschrieben, bei denen ein Musiker "Materialunterstützung" von Seiten eines Musikinstrumenteherstellers oder Vertriebes erhält - der Hersteller/Vertrieb sich im Gegenzug von dieser Unterstützung für den Musiker eine Werbewirkung (oder anderen Nutzen, siehe unten) verspricht.


    Es gibt natürlich auch Fälle wo über die Materialspende(n) hinaus auch logistische Hilfe bzw. auch je nach Status des Musikers "Verdienstergänzungen" angeboten werden.


    Die Form der Unterstützung kann vielfältigste Ausprägungen haben. Nur sehr wenige Hersteller/Vertriebe stützen sich auf stets die gleich Förderung. Meist werden die Förderungen vom Status, der Bedeutung und der erhofften Funktion oder der erwarteten! Karriere-Entwicklung/Popularität eines Musikers abhängig gestaltet.

    Dies bedeutet NICHT! das "nach dem Daumen gepeilt wird" oder nichts standartisiert wäre. Im Gegenteil - viele Hersteller/Vertriebe legen auf inhaltlich klar definierte Vertragsschreiben großen Wert. Aber nochmals: das Ausmaß der Förderung wird sehr häufig im Einzelfall festgelegt und dann vertraglich angepaßt.


    Beispiel 1:
    Gretchen Müller stellt sich der Firma "Stick-Strick" vor. Eine junge, ausdrucksstarke Drummerin mit live aufspielenden überregional bekannten Bands deren Clubtourneen der Stick-Firma in zwei aneinandergrenzenden Bundesländern vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit in der Drumcommunity bringen könnte. Wie im Unternehmen "Stick-Strick" üblich, bietet man ihr einen Support an von Drumsticks für 50 % der UVP. Gretchen Müller lehnt ab, weil sie auf Gratismaterial hoffte. Der Firmenbetrieb läuft weiter, business as usual.


    Beispiel 2:
    Riley Mobham stellt sich im Zuge seiner Workshoptour dem Chef der Firma "Stick-Strick" vor.
    Der Chef erinnert sich natürlich an die in seinem Hause normalerweise üblichen Support-Optionen. Der Chef weiß aber auch um die internationale Bedeutung von Riley. Wird er das 50%-Angebot machen? Und selbst wenn er es machen sollte und Riley wie zu erwarten ablehnt... wird der Firmenchef dann nicht doch die Gunst der Stunde nutzen und ein zweites, besseres nachlegen?


    BEGRIFFSVERWIRRUNG IM ALLTAG HÄLT AN:
    Im realen Musiker-Alltag, im Kollegengespräch unter Firmenmitarbeitern wie auch im "virtuellen Miteinander" im Web werden geradezu inflationär diverse Bezeichnungen und Begrifflichkeiten wie "Full Endorsement", "Support", "Level A Endorsement", "Artist Agreement" oder auch mal ganz lapidar: "Materialspende" etc. etc. verwendet.


    Schon diese Begrifflichkeiten genauer erläutern zu wollen oder den Versuch zu unternehmen alle je nach Hersteller/Vertrieb im Sprachgebrauch verwendeten, zu listen ist nahezu unmöglich. Und selbst dort wo das identische Vokabular verwendet wird können identische Begriffe je nach Hersteller/Vertrieb bzw. je nach der dort definierten Endorsementpolitik mitunter sehr unterschiedlich verstanden und angewendet werden. Dies ist der Hauptgrund für eine Vielzahl von Mythen, Mißverständnissen und oftmals auch falsch kolportiertem bzw. unzulänglich interpretiertem. Man stelle sich vor "ich hole mir ein Eis" würde in Hessen bedeuten "ich kaufe es". In XXX hingegen "ich stehle es". Wie wird man das Fallen dieses Satzes wohl interpretieren wenn man als Zuhörer aus XXX stammt und nicht weiß woher der sich äußernde stammt?


    Nochmals: die oftmals unterschiedlichen Begriffe die in diversen Firmen verwendet werden, oder eben die unterschiedliche Auslegung! identischer Begriffe je nach Firma sind ein ganz harter Knackpunkt für das Thema überhaupt und können auch erfahrene Personen der Branche manchmal zum Nachfragen nötigen. Umso wichtiger sind dann etwaige Unklarheiten ausräumende Verträge bzw. Schriftstücke siehe unten. Bei kleineren oder neueren Firmen, oder solchen die noch kein umfassendes Endorser-Programm haben, ist mitunter die Verwirrung um Begriffe tendenziell etwas größer als bei den dicken Fischen der Branche bei denen oftmals schon Aktenordner die Regale füllen.


    Somit zu diesen Begrifflichkeiten nur ein ganz kurzer Abriß ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit eben da es keine 100 % allgemeingeltenden, von allen Herstellern/Vertrieben gleich verwendeten Begrifflichkeiten gibt.


    Bestes Beispiel: manche Firmen/Vertriebe und auch manche Musiker verwendet das Wort Endorsement auch dann, wenn sie einen nennenswerten Eigenanteil zum Produkt bezahlt haben. Z.B. für das Drumset 50 %. Andere hingegen nennen den identischen Vorgang: Support. Also das vergünstigte Einkaufen von Ware. Ältere Menschen abseits der Musik würden es vielleicht als "Rabatt" oder einfach "vergünstigten Einkauf" bezeichnen.


    Andere Firmen unterscheiden wieder Endorsementstufen (Level A, B,C, 1,2, 3 oder einfach Prozentzahlen je nach dem, wieviel der Unterstützte noch zahlen muß oder nicht zahlen muß).


    Das Vokabular ist bei Endorsements somit sehr unterschiedlich. UMSO WICHTIGER, dass ein Musiker sich genau informiert was die ihn unterstützende Firma bietet und wie sie ihre individuelle Endorsementpolitik gestaltet. Hier - exakt hier kommen dann Verträge oder Artist Agreements ins Spiel.


    ENDORSEMENTVERTRÄGE/ARTIST-AGREEMENTS:
    Diese beinhalten für beide Seiten (im besten Falle klar definiert) die jeweiligen Erwartungen, Leistungen und Pflichten der Vertragspartner. Je unmißverständler formuliert umso besser für alle Beteiligten. In vielen Fällen, insbesondere wenn es um größere Werte! bzw. Formen der Förderung geht, ist es für beide Seiten hilfreicher ein möglichst detailiiertes Vertragswerk zu nutzen, das möglichst keine Grauzonen oder mißverständlichen Abschnitte aufweist.


    Derartige Verträge sind oftmals vertraulich oder streng vertraulich. Dies liegt zum einen in den mitunter individuell vereinbarten Inhalten - zum anderen im Versuch ein Hochpokern in der Branche zu verhindern durch irgendwelche Vergleichsaktionen.


    Folgende Punkte die den Musiker betreffen kann man aber durchaus öffentlich festhalten, da sie sich in vielen Verträgen finden (die Liste ist nicht geordnet - schon garnicht nach Relevanz):


    POTENTIELLE VERTRAGSINHALTE:
    - Vertragslaufzeit und Verlängerungsoptionen


    - "Firmenloyalität": also keine Produkte der Mitbewerber während Gigs, Konzerten oder TV-Events spielen.


    - Product-Placement: wo erwartet die Firma die Produkte oder das Firmenlogo zu sehen (Website, CD-Booklet, Bassfrontfell oder ähnliches)


    - Fragen der Rechteabtretung bzw. Verwertungsfreigabe persönlicher Fotos bzw. Fotos mit dem Produkt


    - Aufklärung über die Folgen, wenn dem Vertragsbedingungen trotz Unterschrift nicht eingehalten werden


    - Feedback: z.B. halbjähriges Feedback zum Karrierestand, aber auch (je nach Knowhow insbesondere der Material- und Produktkenntnis des Drummers) zu den Produkten.


    - Zeitnahe Information oder gar Bemusterung wenne neue CD/DVD oder sonstige Tonträgerveröffentlichungen anstehen


    - Genaue Beschreibung der Leistungen der Produkte und wie sie ihm überlassen werden. Gratis, Leihgabe oder Rabatt?


    - Auschluß des Weiterverkaufs oder Verschenkens der Ware während der Endorsementdauer

    Etwas seltener... aber auch mal zu finden sind diese Vertragsbestandteile:
    - Hinweise wie und ob! Workshops oder firmenrelevante Darbietungen des Endorsers speziell vergütet werden


    - Auflage sich in musikinstrumenterelevanten Medieninterviews bzw. öffentlich nicht abfällig über die Marke zu äußern bzw. dem Ansehen der Marke nicht zu schaden


    - Beschreibung wie Produktmängel oder Ersatzmaterial gehandelt wird


    - Rückgabe- oder Regressmodalitäten bei vorzeitiger Vertragsbeendigung und/oder Vertragsbruch


    - Klausel, dass nach Kündigung des Vertrages der Hersteller/Vertrieb über Zeitraum X noch weiterhin mit dem Namen und Photos des ehemaligen Endorsers werben darf.


    Letzteres klingt zunächst vielleicht absurd. Hat aber aus Hersteller/Vertriebs-Sicht einen durchaus pragmatischen Hintergrund. Angenommen ein Künstler erhält wirklich nenneswertes (kostenintensives) Material geschenkt. Er ist aber nicht wirklich redlich sondern wartet nur auf Ablauf der Vertragszeit um sich einer anderen Firma anzuschließen. Aufgrund der Tatsache dass die alte noch einen längeren Zeitraum mit ihm werben darf (wenn sie es denn will) bietet ihr eine beständigere etwas längerfristige Perspektive. Sie minimiert somit ihr Risiko und hemmt ein klein wenig seltsame Gedankengänge... die sicher nur bei ganz wenigen Musikern eine Rolle spielen könnten. Aber sicher ist sicher!


    In den Fällen vieler herausragender Drummer (das klingt für manche hart) ist die Regel eher, dass die Firmen selbst auf den Drummer zugehen. Das wird ganz oft vergessen. Viele vermuten, dass es bei Endorsements wie ein Bewerbungsverfahren auf eine freie Stellenausschreibung wäre. Das ist aber bei sehr herausragenden Musikern mit großem Bekanntheitsgrad eher die Ausnahme. Denn bei den meisten Firmen ist per se keine Stelle frei (als Endorser). Sondern der ein oder andere Mitarbeiter oder der Chef selbst betreiben "Marktbeobachtung". Das heißt, sie halten ihre Auge offen, "wer ist angesagt", "wer macht auf sich durch seine Banderfolge oder andere Qualifikationen auf sich aufmerksam" oder manchmal simpler:"wer ist ein Drummer der mir gefällt?" oder "Wer sticht heraus?". Firmen suchen und kontaktieren in vielen Fällen wirklich selbst herausragende Musiker. Firmen rufen an oder ziehen einem Drummer beim Messeplausch irgendwo hin zum intensiveren Kennenlernen bzw. laden ihn dazu ein (ob auf Messen, im Vertrieb, Besuchen Zuhause etc.).


    Das muß man völlig nebelkerzenfrei festhalten. Es gibt viele Endorser die von Firmen kontaktiert worden sind. Das spricht dann schon für ein großes Interesse der Industrie und macht es dem Endorser in aller Regel auch wesentlich! einfacher was weitere (Vertrags)Verhandlungen etc. angeht.


    Numerisch viel häufiger hingegen sind Drummer, die selbst initiativ werden. Das klingt nun wie ein Widerspruch - ist es aber nicht. Viele Bewerben sich eben einfach bei Firmen. Natürlich fordern auch diverse Firmen auf Websites oder ab und zu bei Vertriebswechseln oder Neustrukturierung auf, potentielle Endorser mögen sich melden. Aber meist sind es Drummer, die quasi unaufgefordert Kontakt zu den Firmen suchen. Und die meisten privat per PN, Myspace, email, an Kollegen oder mich gerichteten Fragen zielen darauf ab. Welche Möglichkeiten Drummer haben in Kontakt mit der Herstellern/Vertrieben zu kommen und jene für eine Endorsementvereinbarung zu begeistern? oder gar wie bekomme ich ein Endorsement?" bzw. "wie kann ich meine Chancen erhöhen?".


    WAS ERHÖHT POTENTIELL DIE CHANCE FÜR EIN ENDORSEMENT?:
    Voran sollte immer die kritische Prüfung stehen:
    1.) Was bedeutet ein Endorsement ganz allgemein.


    Und noch wichtiger:
    2.) Was bedeutet es für mich?


    Oder auch:
    3.) "Warum will ich ein Endorsement? Brauche ich überhaupt eines?"


    4.) Was hat eine unterstützende Firma von mir? Was kann ich bieten um eine Firma zu veranlassen mich (wie auch immer) zu unterstützen.


    Ich nehme hier nur grob zu Punkt 4.) Stellung, da die 3 ersten Punkte entweder hoffentlich :) keiner Erläuterung bedürfen oder schon oben grob skizziert waren.


    Je nach Firma oder Profil das noch im Endorser-Sortiment gesucht wird, kann es Drummer geben die förderungwürdig erscheinen. Folgende Punkte sind nur ausschnitthaft zu verstehen.... man könnte deutlich mehr oder auch weniger listen (ohne Reihenfolge der Bedeutung):


    - Drummer von angesagter Kult- oder gar chartrelevanter Band


    - beindruckender Drummer, hoch musikalisch, und/oder virtuos/artistisch oder mit unverkennbarem eigenen Stil ausgestattet der von sich reden macht


    - "Lichtgestalt": Drummer der neben der Trommelei als solche aufgrund seiner Ausstrahlung und/oder Persönlichkeit/Charisma Blicke und Herzen der Zuhörer in Sekundenbruchteilen für sich gewinnt


    - Szenemultiplikator! Drummer die über regionale Grenzen hinaus Gehör finden oder Meinungen der Drumcommunity mitprägen


    - etablierter oder ausbaufähig erscheinender Workshopartist mit großer Außenwirkung


    - Drumdozent und/oder Drumbuchautor


    - Überragende Markt- & Produktkenntnisse jenseits der Kenntnisse im Unternehmen selbst


    - Drumtalent mit vielversprechender (nicht allzu vager) Zukunftsperspektive


    Teilweise obere Punkte je nach Firmengröße und/oder Bedeutung des Endorsementbereiches für die Firma als solche auch nochmal jeweils musikstilbezogen unterteilt. Also ein (oder gar 2-3) Workshopartist(s) für Metal, einer (oder gar 2-3) im Bereich Jazz etc etc.


    Je nach Gusto der Hersteller/Vertriebe können auch mal mehrere der obigem Aspekte in einer! Person parallel gewünscht sein (Eierlegendewollmilchsau) und oder andere Attribute hinzukommen oder einige erwähnte Dinge, weniger wichtig sein. Oder auch das Vorliegen nur eines einzigen Aspektes für einen potentiellen Bewerber sprechen. Es gibt hier in aller Regel keine dogmatische Anwendung.


    Kernproblem ist und bleibt die realistische Selbsteinschätzung und sicher neben dem obengenannten auch diverse Soft-Skills... soziale oder persönlichkeitsrelevante Eigenschaften die manche potentielle Endorsementbewerber unterschätzen.


    Im zugekifften Zustand ein endorsementrelevantes Telefonat zu führen ist tendenziell genauso so hinderlich, wie überhaupt den Eindruck zu vermitteln "heute hier und morgen dort zu sein und übermorgen nicht zu wissen wo".


    Eine verläßliche Partnerschaft... klingt sicher altbacken: aber das ist für die meisten Hersteller/Vertriebe ein ganz wichtiger Punkt (auch wenn wir alle Wissen dass es auch mitunter Topstars gibt, deren Biographie nachweislich das Gegenteil offenbart). Erste Hinweise auf eine potentielle Unzuverläßigkeit sind gerade während den ersten Kontaktaufnahme-"Stufen" fatal und führen oft (berechtigterweise) zum sofortigen Ausschluß aus dem Endorsement-Prüfungs-Procedere.


    POTENTIELLE FEHLER BEI DER ERSTEN KONTAKTAUFNAHME BZW. DER "FRÜHPHASE":
    - Bewerbungsunterlagen konkret angekündigt aber nicht im genannten Zeitrahmen bzw. garnicht eingereicht oder trotz genauer Absprache die wichtigsten Dinge/Beilagen/Inhalte ohne Angabe von Gründen weggelassen!


    - immer wieder übereilt-hektisches Nachfragen zum "Bearbeitungs-Status" oder Anrufe obwohl der Hersteller/Vertrieb den genauen Stand des Status und die weiteren Ablaufschritte schon skizziert hatte


    - Bewerber geben zu erkennen, dass sie sich parallel auch noch diversen Mitbewerben beworben haben, dass sie womöglich sogar "rundbriefartig" agieren.


    - Unwahrheiten in den gemachten Angaben bzw. Äußerungen (z.B. ich hatte ihnen ja auf der Messe schon meine Bewerbungsmappe gezeigt. Nicht gut, wenn dem garnicht so war) oder gar Tourneen oder CD-Releases nennen die entweder nicht real existier(t)en oder vom selbstfinanzierten Demo zum Majorlabel-Vertrag hochstilisiert werden... siehe auch:


    - Kleinigkeiten Aufbauschen oder unwichtiges erwähnen (Auftritt in der Schulaula etc. etc.)


    - Widersprüche bei gemachten Angaben bzw. Äußerungen


    Manches vom Rest kann man sich selbst ausmalen. Eben auch die Dinge die jeder von uns im persönlichen Miteinander im beruflichen Umfeld (teilweise auch privat) nicht schätzt oder zugemutet bekommen will.


    FREMD- UND SELBSTWAHRNEHMUNG! (oder das Individuum und sein soziales Umfeld :-)):
    Der wichtigste Punkt bei der Frage "bin ich ein potentieller Kandidat für ein Endorsement und wenn ja, für welches?" ist die Selbst- und Fremdwahrnehmung. Was kann ich der Firma bieten bzw. was glaube ich bieten zu können... und entsteht dieses Urteil auch bei anderen Personen. Also auch bei den Firmen und den für Endorsementfragen zuständigem Mitarbeiter?


    Oft geben einem da deutlich erfahrenere Musiker (oder ältere) aus dem professionellen musikalischen Umfeld wertvolle Hinweise (ob sie Potential sehen) und ein Endorsement realistisch, wichtig oder förderlich für den musikalischen Weg ist. Wenn sie es von selbst nicht tun oder man keinen kennen sollte... das wäre an sich schon fast etwas verdächtig. Aber dann sollte man diese Personen suchen und Endorsementgelüste zunächst mal hintenanstellen. Die Einschätzung auch mal durch andere erfahrenere ist prinzipiell im Künstler-Setting auch Abseits von Endorsements unumgänglich. Natürlich bleiben da auch Fehlurteile oder gar "Stutenbissigkeit" nicht aus. Aber es ist faktisch naiv und Nonsens aufgrund des Badenwannengesangs der im eigenen Ohr sicher gut klingt oder dem Urteil von Onkel Paul von der Weihnachtsfeier, oder ein paar Kneipengigs die Firma "Heinzelmann-Dynamik" anzurufen und um ein Mikro-Endorsement anzufragen. Diese Fälle gibt es leider! - sie sind hier keineswegs polemisch oder simplifizierend gemeint.


    Ist da eine annähernd realistische Prüfung mit dem ein oder anderen Cross-Check durch andere Musiker, professionelle Musiker, bekanntere Musiker, Lehrer, whatever erfolgt? ...dann kann man sofern ein Endorsement sinnhaft! und erstrebenswert! erscheint folgendes tun:


    Zu Herstellern/Vertrieben deren Produkte die man spielt bzw. sehr schätzt bzw. die konkret in Frage kommen, möglichst viele Informationen sammeln:


    - Wer und wo ist der Inlands- bzw. Europavertrieb?


    - Wer ist für Endorsementfragen verantwortlich? Behandelt der Inlandsvertrieb Endorsementanfragen autark oder entscheidet nur der Hersteller (Firmensitz im Ausland) selbst?


    - gibt es einen eigenständigen Mitarbeiter für Endorsementbelange (Künstler-Betreuer etc.) oder macht es jemand in Personalunion oder entscheidet gar nur der Chef selbst?


    - wie ist eine erste Kontaktaufnahme möglich? (nicht jeder Mitarbeiter liebt das Telefon)


    In jedem Falle ist es sehr sinnvoll sich gut vorzubereiten denn es ist ein weiterer Hinweis für das aufrichtige! Anliegen und die Motivation.


    Keinen hektischen Aktionismus an den Tag legen. Bei 80 - 90 % aller Endorsementbewerbungen die ich in den letzten 10 Jahren sah, war jener hektische Aktionismus und/oder keine 5-Cent bzw. 5 Minuten in strukturierte Gedanken investiert, leider die Regel.


    Auch etwas kurios wirkt oftmals auf Hersteller/Vertriebe (teilweise aber auch von der Produktsparte des Herstellers, der Vertriebsstruktur oder der potentiellen Funktion des Endorsers abhängig) wenn der Eindruck entsteht, dass die Bewerber, die eben noch ihre Top-Motivation! für die Marke ins Feld führten, keine einzige verifizierbare oder glaubhafte Info bereithalten, wo sie die Produkte des Herstellers das letzte Mal explizit umfassend gespielt haben bzw. wie und warum sie zum Urteil gelangten, dass sie die Marke/das Produkt gerne und gut öffentlich vertreten können/möchten?


    Das real leider häufig anzutreffende "ich schreibe einfach alle an und schaue ob mir irgendjemand was anbietet" ist eigentlich Quatsch und in vielen Fällen auch nachweislich suboptimal. Zum einen spricht es nicht für eine gewisse Affinität zu einer Firma oder deren Produkten und läßt dadurch schon per se gewisse Zweifel an einer langfristigen Perspektive aufkommen.


    "SCHNELL ZUM ENDORSEMENT KOMMEN?":
    Man sollte nie den Faktor "Zeit" unterschätzen. Auf die Schnelle entscheiden die wenigsten Firmen. Und wenn dann eher bei Riley Mobham (weil man den unbedingt! gerne hätte), siehe Beispiel oben. Das immer wieder weitverbreitete Vorgehen (sehr, sehr häufig) im ersten Anschreiben Herstellern/Vertrieben Firmen eine Frist! zu setzen/aufzuzeigen im Sinne von "nächste Woche startet die Tour, wäre klasse euer Material vorher zu haben, dann sehen es alle" ist nicht nur undiplomatisch - sondern nüchtern betrachtet auch recht dreist und führt nachweislich des öfteren zu einem sehr schlechten Bild des potentiellen Bewerbers bis hin zum sofortigen Ausschluß jeder weiteren Diskussion. Und warum sollte ein Hersteller/Vertrieb sich unter Druck setzen lassen von einem Drummer der sie vorher vielleicht garnicht interessiert hat? Hätte er das, wären sie sicher selbst auf ihn zugegangen...


    Hat man dann eine Kontaktperson ermittelt, sollte man versuchen einen persönlichen Kontakt herzustellen und zu erfragen ob Bedarf an einem weiteren Endorser besteht und/oder eben zu überzeugen was einen auszeichnet.


    In aller Regel wird das eine Art Bewerbungsmappe die u.a. beinhaltet:
    - Musikalische Bio (nennenswerte! Bandstationen und nennenswerte! drummer-relevante Fortbildungen)


    - CD oder DVD der bisherigen offiziellen Veröffentlichungen


    - Fotos


    - Knapper aber möglichst vielsagender Review-Abschnitt, Interview-Auszug, Fachmagazin.-Vorstellung bzw. Presseabschnitt


    - eine DVD/CDR mit Drumsequenz im Bild. Das kann ein wichtiger Live-Gig sein, der dann auch gleich einen Einblick in potentielle Publikumsreaktion und Anzahl ermöglicht und im Idealfall auch eine Solo- oder Groove-Sequenz die den Drummer selbst deutlicher featured. Letztere kann zur Not (wenn das Bandvideo bereits wirklich gut und vielsagend war) aus dem Keller stammen. Aber sie sollte die Persönlichkeit des Drummers am Instrument zumindest ein Stück weit repräsentieren.


    Was man machen kann aber nicht muß (das wird sehr unterschiedlich bewertet -manchmal auch negativ):
    - Namhafte Drumlehrer oder namhafte Mitmusiker nennen (in Maßen! durchaus sinnvoll)


    - Namhafte Mittler oder Personen nennen die sie an den Adressaten verwiesen haben (aber selbstredend nur wenn die das wissen und dem zustimmten)


    Nicht gut bzw. wirklich sinnlos oder auch Hersteller/Vertriebe verärgernd ist (leider oft zu finden):
    - langatmiger Lebenslauf (Drumlehrer in Niederwunsenbach, bejubelter Gig beim Kleingärtnerverein Bad-Salzdetfurth im Jahre 1932)


    - mehr Inhalt über die Drumlehrer und deren Erfolge als über das selbst erreichte. Ganz fatal, wenn da die Balance aus dem Ruder gerät!


    - Mißverhältnis zwischen der Qualität der Biographie-relevanten Gegenwarts- und Vergangenheitsereignisse vs. Zukunft! Größtenteils ausschmückend "tolle Dinge die in der Zukunft kommen" (sollen) zu listen, aber die Vergangenheit und Gegenwart zeigt eigenlich garnichts wirklich interessantes. Theoretisch ist ein expotentieller Karrieresprung zwar denkbar... aber eben nicht sehr wahrscheinlich.

    - "Rethorische Tricks" von Drückerkolonnen oder Haustürgeschäftabwicklern: "Sie haben sicher schon von meiner Band gehört" oder "Ich kann ihre Firma wirklich weiterbringen, ich mache das schon seit 1873".


    - Ganz fatal: herbeifantasierte bzw. rückwirkend bewußt falsch erinnerte Sachverhalte zum eigenen "Vorteil". "Danke für das Telefont vom xx.xx.xx (das wirklich stattfand). "Ich habe mir die Sache überlegt und stimme ihren Bedingungen zu, ich nehme das Endorsement an" (es gab aber faktisch garkein Angebot dem man hätte zustimmen können, sondern es wurde lediglich mitgeteilt, eine Bewerbungsmappe völlig unverbindlich zu schicken).


    Solches Vorgehen wird oftmals zum sofortigen Beenden jeder weiteren Lektüre führen. Wenn dann nach Einsenden der Mappe positive Signale zurückkommen z.B. es zu einem persönlichen Treffen kommt oder diversen Telefonaten (wobei hier meist die Firmen Termine nennen oder selbst den Drummer anrufen) oder der Aufforderung etwas nachzureichen... dann sollte man das tun.


    Aber immer noch nichts erwarten oder erhoffen. Je nach Firma werden diverse Verifikationsstufen durchlaufen. Manchmal wird innerhalb des Hersteller/Vertriebsteams auch über potentielle Kandidaten diskutiert. Manchmal "bürgt" jemand faktisch für einen Bewerber. Will heißen lehnt sich weit heraus, da er von dessen toller Drumpersönlichkeit überzeugt ist und versucht die Firma für seine Einschätzung zu gewinnen oder eben selbst für seine Prognose, dass dieser Drummer große Schritte macht, einzustehen.


    In anderen Fällen entscheidet der Chef ganz alleine in 5 Minuten. Auch hier gibt es je nach Firma große Unterschiede. Das heißt abschließend: nicht immer ist alles so kompliziert wie beschrieben. Aber eine vertragliche Grundlage ist immer sehr! empfehlenswert und nach der Erfahrung diverser Musiker sogar dringend geboten.


    SCHLUßGEDANKEN:
    Nachdenkenswert: Die Endorsement-Anwendung ist nicht selten mit sozialerem Blickwinkel betrachtet (was natürlich naiv ist, da es größtenteils um wirtschaftliche Belange geht) eher absurd. Oftmals werden, jene die durchaus in der Lage wären ihr eigenes Equipment und wichtige Neuheiten selbst zu erwerben damit beschenkt. Junge aufstrebende Künstler, eventuell sogar mit finanzschwachem Background finden sich meist völlig unterrepräsentiert (sofern Nachwuchs- und/oder Kulturförderung etc. überhaupt Berücksichtigung findet) in Endorsementkonzepten. Natürlich auch und GERADE deshalb, da die Werbewirkung mit angesagten bzw. schon etabliert oder öffentlich bekannten Drummern, absoluten Vorrang hat.


    Sehr positiv für beide Seiten! (und letztendlich auch on the long run für die Endkunden) ist allerdings oftmals, dass sich durch Endorsements tolle Synergien ergeben können. Firmen erhalten mitunter neben guter Werbewirkung auch wertvollen fachlichen Input zum Alltagshandling bzw. Produktverbesserungen (der in dieser Form von den regulären Entwicklungsingenieuren oder Produktmanagern der Firmen nicht zu leisten ist) - dem Endorser wird im Gegenzug finanziell der Rücken ein Stück weit freigehalten (und sei es nur durch die Materialspende oder deutlichen Rabatt) und oftmals auch logistische Unterstützung zuteil (z.B. Organisation von Workshoptourneen, Werbemittel bereitstellen, Auftritte bei wichtigen Special-Events ermöglichen bzw. "mitfinanzieren" etc.).


    Ganz zum Schluß habe ich eine messerscharfe Checklist des netten Forumusers Peter (hier im Forum als member pbu unterwegs) gelistet. Er stimmte dem zu und ich möchte ihm hiermit nochmals ausdrücklich danken, da er in geradezu genialer! Weise etwas sehr verständlich in wenigen Sätzen verdichtet wofür ich viele (noch dazu unverständliche) Seiten bräuchte .


    Augen auf im Endorsementverkehr!


    edits: inhaltlich rein garnichts! verändert. Aber unglaublich viel Rechtschreibung (locker 30 mal editiert), dann noch Wortumbruch, farbige Überschriften, mehr "Struktur/Ordnung" etc.

    Zitat

    Ich hatte Ian zur Moore-Zeit auf der Messe gesehen und damals fand er das O.K. Leider ist gerade der Pock-Pop-Auftritt oftmals asynchron, weil aus 2 Tagen Bilder zusammen geschnitten wurden. Ich besitze ihn noch im "Original".


    Ja, die Asynchronität insbesondere beim Drumsolo ist schlimm und hat mich über die Jahre oft beschäftigt. Warum dies an manchen Stellen so ist. Die von Dir genannte Ursache wußte ich nicht... hätte ich auch nie vermutet, dass da von 2 Gigs geschnitten wurde. Lohnten damals 2 Konzerte von Gary Moore in dieser riesen Halle?


    Anyway: Du hast ein Band ohne asynchrone Parts... ? Göttlich - Du glücklicher! :)


    Ja, in der Messe-"Kammer" war ich auch. Ich war damals in Sachen englisch etwas schüchtern. So rief ich wenn ich es richtig erinnere aus der enggedrängten Menge Richtung seines Artist-Betreuers: "Ist die neue Whitesnake Platte (gemeint war "Saints an´Sinners") noch von ihm eingespielt (ich meinte Ian) oder von Cozy?"


    Ich Hirni... als würde man das nicht hören.... hahaha. Aber egal er gab freundlich Auskunft, dass er da trommelte. Danke dafür.


    Cozy betourte dann aber die Platte und mimte zum Original-Drumming von Paice beim Videoclip zur Platte. Auch Kult.

    Seven


    Das ist ein fantastisch-guter Vorschlag. Und die wirklich großen wären blöd, wenn sie nicht in naher Zukunft genau Deinem Vorschlag folgen.


    Geile Idee... wieder mal Beleg dafür, dass man in oftmals fast ausgeschöpft geglaubten Themenbereichen immer noch neue und pfiffige Inputs geben kann!

    Noch ein Detail am Rande.
    Die Drumsets kamen aus dem Ausland und wurden hier nach Dreieich geliefert. Niemals war von Kosten für mich die Rede. Auch nicht für die Anlieferung - im Gegenteil. Um die Logistik wollte sich der damalige! Vertriebmensch kümmern, um zu checken "was", "wann" lieferbar ist. Niemals hatte ich diese bestellt. Sondern sie waren im Zuge der Endorsementvereinbarung angekündigt. Einer Anlieferung mit Fracht- oder Portokosten hätte ich ohnehin genauso wenig zugestimmt wie dem Kauf der Sets.


    Der Händler in seiner heutigen Rechnung behauptet die Drum-Firma (oder deren Vertrieb) habe ihm die Kosten für den Transport des 2. Sets mit 39 Euro angerechnet. Er würde sie für mich auf 7 Euro reduzieren. Diese 7.- sind tatsächlich auf der Rechnung von heute angegeben.


    Mir fehlen die Worte...

    Zitat

    Die beiden Schülersets, die er "endorst" hat, hat er nicht verkauft. Eines steht noch bei Ihm und dafür soll er nun zahlen, das andere wurde durch den Händler, der es angeblich bezahlt hat abgeholt. (Da hätte ich mir auf jedenfall aber auch etwas schriftlich geben lassen, denn vielleicht ist es garnicht sein Set und er behauptet es nur?!?)


    Eines hat er abgeholt.
    Eines habe ich verkauft.


    @ Nils.


    Mit dem Vertrieb habe ich schon lange nichts mehr zu tun gehabt. Ich hatte nach langen Mails wie gesagt die Zusage, dass man mit dem Händler anhand der Rechnungen das Problem konstruktiv angehen will. Ob daraus was geworden ist... da gab mir der Händler stets ausweichende bzw. keine Antwort selbst wenn ich wie geschehen nachfragte. "Was ist denn daraus geworden?"l

    Korki, das war ein sehr wichtiger Post, jetzt verstehe ich es besser.


    Es ist so: es gibt sehr viele Händler die ich kenne oder, wie im Fall, dachte jemanden zu kennen. Es ist mitnichten so, dass jeder Shop jedes Produkt führt. Es gibt diverse Shops mit Spezialware oder jene mit Mainstream... nur wenige mit beidem. Mich kontaktieren immer wieder Personen die etwas kaufen wollen und dann fragen "wo?"
    Insofern ist es durchaus so, dass wenn mich jemand fragt, wer führt "Schellenkränze der Firma XA" ich stets 2-3 Alternativhändler nenne. Das mache ich gerne und habe Null Problem damit. So wie ich einen netten Musikjuristen in Berlin empfehle (der für mich trotzdem nix gratis macht) und eine super-netten in Frankfurt.


    Ich habe auch Null Problem damit Visitenkarten hier auszulegen. Wenn es Leuten mit Herzblut hilft ihr Musikgeschäft oder spezialangebot bekannter zu machen.
    Da sehe ich Null Vetternwirtschaft, sondern es ist mir lieber ich empfehle Händler die ich kenne, als welche die ich nicht kenne. Aber eines ist sicher: in diesem Händler habe ich mich getäuscht - ich kannte ihn wesentlich schlechter als ich es glaubte. Das war ein Fehler.


    Ich weiß in Zeiten des Internets erscheint das altmodisch, es kann doch jeder googlen. ... und doch viele fragen mich wo bekomme ich das oder wer liefert das? Es spielt wirklich in meinem täglichen leben eine Rolle.


    Stets nenne ich 2-3 als Alternativen die ich zu kennen glaube oder wie mitunter bei Thomann oder dem Store und! Musikservice gute Erfahrungen gemacht habe.
    Ich empfehle sehr gerne Händler und erhalte auch diesbezüglich viele Anfragen - werde das auch nicht ändern.

    Zitat

    Sorry es ist nicht böse gemeint, aber mal ehrlich: Hast Du mal was von Verträgen, Schriftverkehr, Sendeprotokollen usw. gehört??


    Was soll das ganze - sorry ich verstehe es nicht!!! Und dann - ich sags mal so - bekommst Du zum zigten Mal einen hinten rein und erzählst Deinen Schülern immer noch was über das Zeug!?!


    Auch An Furio :)


    Zitat

    du sagtest, du hast unzählige PM's geschrieben, in denen du das Produkt/den Händler beworben hast.


    Ohh Gott, Nein! Da ist was völlig falsch verstanden worden. Da findet sich keine PN.


    Zu den Schülern und Drummerkollegen. Da liegt womöglich ein Mißverständnis vor. Schüler und Drummerkollegen nutzen hier Equipment. Und jeder weiß wenn er irgendwo etwas spielt und es gefällt ihm, dass er dann auch fragt wo gibt es das. Hier finden aber grundsätzlich keine Verkaufsveranstaltungen statt. Das ist auch ein Punkt wo ich manche Firma vor den Kopf stoße. Hier kann man Testen und Vergleichen - nahezu ausnahmslos in meiner Freizeit. Diverse Drummer (auch aus dem Forum) wissen da von komischen Uhrzeiten zu berichten :) Es weiß auch jeder (auch alle Eltern) um meine Endorsements und Firmenverbindungen - eben weil hier viel Zeug rumsteht und ich immer erwähne, wie das einzuordnen ist. Gerade bei den Eltern sorgt das immer wieder für Ärger und Unverständnis weil man mich auffordert doch über mich Ware bestellen zu können. Das will ich grundsätzlich nicht. Wie erwähnt.

    Insbesondere am Telefon und im Web werde ich aber mehrmals täglich seit Jahren angemailt, angerufen etc. Da wollen Drummer von mir etwas wissen, Expertise, Tips, Vergleiche. Die meisten kenne ich nichtmal. Auch da schreibe und sage ich jedem einzelnen warum ich ein Prdoukt empfehle und wenn es eines einer mich unterstützenden Firma ist - das er dann mit so eine Aussage kritisch umgehen kann - eben weil ich von der Firma untersützt werde. Das steht auch in jeder PN.


    Auch auf allen Websites sind stets meine Endorsements gelistet.


    Es haben Leute nachweislich und wiederholt für unser Hobby relevante Produkte bei ihm geordert nachdem sie mich an gemailt oder PN ed haben oder hier vor Ort getestet haben. Aber das waren cymbalrelevante Produkte. Zu den Beratungen in Bezug auf die Drummarke kam es hier garnicht mehr... weil nach der Lieferung der 2 Sets die Kommunikation immer dürftiger wurde und ich auch in Bezug auf die Herkunft der Hardware auch später 1-2 seltsame Antworten bekam... ein Setkauf "beim" Händler ging auf diese Frühphase direkt nach der Lieferung der Sets zurück. Dann war alles "On HOLD"... aber wie gesagt, ich kann mich nicht differenzierter äußern.

    Zitat

    Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist, warum du eine Ware endorsen wolltest, die du selbst als 'etwas mangelhaft' beschreibst..?


    Berechtigter Hinweis!
    Das Kesselmaterial das mir beim ersten Besuch präsentiert wurde und eines der Kits von denen die geliefert wurden war klanglich durchaus gut. Die Hardware war beim Erstbesuch garnicht gezeigt worden! Nur ein XXX bei dem ich skeptisch fragte "wer fertigt das?" Über die Antwort die mir damals gegeben wurde und die mir unglaubwürdig erschien möchte ich hier nichts schreiben... weil es wieder einen ganz anderen sehr heiklen Themenkomplex streift.


    Ich habe oben viele Details weggelassen um eine Anonymisierung sicherzustellen, insofern ist Deine Frage aus dem Zusammenhang oben völlig verständlich. Sorry meinerseits.

    Liebe Kollegen,
    an dieser Stelle stand am Donnerstag 18.12.2008 von 13.26 Uhr bis heute 19.12.2008, 13.26 Uhr ein sehr langer Post. Sicher einer der längsten der DF-Geschichte.

    Dieser Beitrag listete ansatzweise (es hätte locker 5 DIN-A4 Seiten mehr an wichtigen Sachverhalten gegeben) eine fürchterliche Story um einen Musikalienhändler dem ich ehemals vertraute und Vertriebswirren einer Firma, einem ehemaligen Mitarbeiter (der plötzlich keiner sein "sollte") und viele Nebelkerzen etc. im Zuge einer Endorsementzusage des Jahres 2005.

    Dieser Post war keinesfalls ein Schnellschuß, sondern die wesentlichen Inhalte waren seit Monaten formuliert, ich rang aber massiv mit dem Timing und dem Ort der Platzierung (also ob auf meiner eigenen Website oder in Form eines Rundbriefs etc. etc.) und dem heiklen Thema "wie anonymisiere ich das Ding" in Bezug auf die "Kontrahenten".

    Das Kernproblem: je differenzierter ich mich äußere, umso mehr mache ich mich angreifbar bzw. die "Übeltäter" der Story könnten versuchen mich juristisch zu belangen. Es ist eine fiese Asymmetrie an der ich seit vielen Monaten ganz schwer zu knabbern habe. Somit bin ich in vielen Teilkomplexen des Themas faktisch geknebelt.

    Gleichwohl hatte ich mir folgende weitere folgende Ziele vorab für den Post gesetzt.

    1.) Informieren über die Schattenseiten eines ganz bitteren "Endorsementvorgangs" - der mich nicht nur massiv in Rage bringt, sondern der auch exemplarisch für die ganz wenigen schwarzen Schafe der Branche ist. Aber eben ohne anderen Personen eine juristische Steilvorlage zu liefern. Somit unter weitestreichender Anonymisierung (bis hin zum Weglassen wichtiger Hintergrundfakten) damit keine beteiligte Firma oder ein Händler oder eine firmenassoziierte Personen "herzuleiten" sind.

    Die Kehrseite dieses Vorgehens: vieles kann zu Mißverständnissen führen oder klingt im Procedere der Abläufe etwas seltsam. Den Kompromiß mußte und wollte ich eingehen. Die Mißverständnisse hielten sich in den folgenden Posts aber glücklicherweise in engerem Rahmen als von mir vermutet. Vielen Dank dafür.

    Als dann gestern eine Rechnung kam, war klar: "jetzt muß dieser Irrsinn" auch mal öffentlich angerissen werden. Und wenn nicht jetzt... wann dann?

    GANZ BEDEUTSAM ist aber worauf ich auch gesten im Eingangspost mehrfach hinwies:
    Es ist eine absolute Ausnahme meiner jahrelangen Drummertätigkeit und datiert in Sachen "Wurzeln des Chaos" faktisch zurück auf 2005. (In aller Regel erfolgten alle anderen Endorsements vorher und nachher über schriftliche Verträge bzw. Artist Agreements. Ich berate auch seit Jahren diverse Drummer und manche Firmen und habe genau dieses Procedere "Transparenz in Schriftstücken für beide Seiten" bzw. "Alle Konditionen exakt gelistet" dort etabliert. Nachweislich auch schon bevor mir dieser heikle Ausnahmefall selbst passierte. Ironie der Geschichte)

    Trotz dieses Hinweises war mir bewußt, dass es eventuell beim schnellen Überfliegen oder für Rookies fälschlicherweise irgendwelche falschen Assoziationen mit meinen jetzigen Endorsementpartnern wecken könnte. Das möchte ich aber nicht.


    2.) Mir war klar, dass ich es weder zeitlich noch emotional leisten will und kann zu jedem Hinweis oder jeder Nachfrage Stellung zu nehmen. Somit habe ich mir die eigene Auflage gemacht maximalst! 10 ergänzende, eigene Posts weiterzuführen, wenn Fragen, Kritik oder Unklarheiten von Forumusern formuliert werden. Auch weil das zeitnahe beantworten weiterer Fragen eventuell für Branchenkenner irgendwann Rückschlüsse auf die Akteure zulassen könnte.

    3.) Für mich hätte dieser Thread schon Sinn macht, wenn 300 - 500 Clicks erzielt worden wären. Denn er fußt auf sehr persönlichen Erfahrungen, und es liegt in der Natur der Sache dass das dann viele andere Menschen nicht so interessiert. Ich gehe nicht davon aus, dass eine! Person ihn 150 mal angeclickt hat. Insofern hat dieser Thread wie ich heute früh sah schon erheblich mehr Aufmerksamkeit erzielt, als erhofft.

    Ich erhielt gestern viele Anrufe auch von namhaften Szenemultiplikatoren. Der Tenor war einhellig und das tat gut. Ich erhielt viele nette Mails, und ergänzende PN´s auch von mehreren Personen die sich im Thread reserviert oder kritisch äußerten. Auch heute wieder - Danke dafür!


    4.) Eine gewisse Sorge meinerseits lag darin, dass nach wenigen Minuten irgendwelche Händler hier genannt werden, die man "aus dem Bauch heraus" vermutet. Das ist zum Glück weitestgehend ausgeblieben. Aber dies könnte früher oder später passieren... deswegen galt ein wichtiges Hauptaugenmerk auf Punkt 5.)

    5.) Nach 24 Stunden wollte ich um keinen Schaden für meine gegenwärtigen Endorsements und manchen netten Kollegen und Freund unter den Musikalienhändlern anzurichten OFF-Nehmen. Eben weil ich weiß das auf lange Sicht sonst immer wieder Mißverständnisse entstehen.

    Es ging im Thread um einen Händler und um eine Vertriebsperson und maximalst deren Nachfolger. Nicht um die ganze Branche, und nicht um die Menschen meines aktuellen Umfeldes.


    Randdetail: Dieser Entfernung des Ursprungsthreads nach 24 Stunden stimmte mein Anwalt auch zu.

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    Ich weiß das solch ein Vorgehen (den Startthread zu löschen und stattdessen vorab diesen Text hier einzufügen) wiederum bei einigen verständlicherweise Stirnrunzeln auslösen könnte. Da es den "Flow" und das Verständnis um den Ursprungsthread und die diversen Folgeposts zerstört. Aber ich möchte wie schon erwähnt wegen einem! schwarzen Schaf bzw. einer Firma kein generelles Vorurteil schüren. Eben da meine Erfahrungen abseits des einen! skizzierten Beispiels Jahre vor 2005 und auch danach wesentlich andere waren und sind.

    Die Zukunft:
    Ich plane seit Monaten einen riesen Themenkomplex zum Thema Endorsements, Supports, Kulturförderung etc. hier im Forum. Einfach weil mich wöchentlich mir völlig unbekannte Drummer größtenteils nett und vertrauensvoll anschreiben und dazu viele, viele Fragen stellen. In diesem Rahmen werden sich dann wichtige Eckpunkte des Ursprungsthreads wiederfinden. Aber eben in einem größeren Zusammenhang. Auch viele positive-konstruktive Tips. Ebenso Hinweise um die Überschätzung des Begriffes "Endorsement" und das Entzerren vieler Mythen um dieses Thema.

    Ich stehe auch per PN, Telefon (die Nummer findet sich unter meinen persönlichen Eintragungen) oder wie auch immer jedem weiterhin für Rückfragen zum Ursprungsthread Verfügung. Aber nicht mehr öffentlich in dem gestern von mir gestarteten Thread.

    Ich bitte um Verständnis für das "Off"-Nehmen. Der Inhalt des gestrigen Post wurde von mir vor 3 Monaten genauso eingeschätzt wie heute. Ich bin sehr unspontan und handele selten nach Bauchgefühlen. Weder gestern noch heute.

    Slightly Off-Topic:


    Oliver das ist gemein... :)


    Diverse Grundig bzw. nahezu baugleiche Rekorder (übrigens erstrecht jene mit 2 Elektret Mikros für Stereoaufnahmen!) sind "berühmt" unter Insidern :) für einen oftmals ungeahnt tollen Aufnahemsounds im Bandproberaum. Ich habe mal Mitschnitte von einem Kumpel, der den Recorder von seinem Vater mitbrachte (mit den Worten, "der klingt gut, warte mal ab"). Und tatsächlich, der ermöglichte einen Sound durch simples Hinstellen auf den Boden! und auf Rec drücken, den ich selbst mit 2 teuren Kondensatormikros an einem tollen Mischpult in der Schnelle nicht! reproduzieren könnte/konnte.


    Ich finde den Sound der hier geposted wurde passabel für das schnelle Festhalten von Ideen. Aber wirklich nicht mehr. Diesen Sound kann fast jeder von uns ohne 2.99 Euro auszugeben haben, wenn er einen alten Kopfhörer der irgendwo rumfliegt an die Mikrobuchse! anschließt. Klingt meiner Erfahrung nach vergleichbar... je nach Kopfhörermodell und Qualität.


    Trotzdem finde ich den Hinweis und das File sinnvoll. Denn mit schnellen (und günstigen) Aufnahmemethoden läßt sich viel kreatives Festhalten und auch das eigene Spiel weiterentwickeln.


    Ich hoffe nur, dass Kaufhof nicht bald Endorser-Bewerbungen von Forenmitgliedern erhält. :)


    Obwohl... Endorsed bei Kaufhof-Galeria... hat was! :) ... was humorig-skurriles!


    Edit: sehen gerade, der Trommelmann war schneller mit dem Kopfhörer-Hinweis. Naja, doppelter Hinweis hält besser!

    Interessantes Thema. Ich gehe da sehr individuell vor und befolge keine Tips aus Recording-Fibeln (was vielleicht ein Fehler ist). Ich teste immer nur über eigenes Gehörempfinden. Ich mache somit sicher fast nichts richtig... vielleicht sogar vieles falsch... würde aber jedem gerne empfehlen, der sich für alternative oder einfach "andere" Recordingmethoden interessiert (und die Muße dafür hat) einfach viel auszuprobieren. Der Erkenntnisgewinn und die Schulung des Gehörs sowie u.a. das registrieren von Laufzeitunterschieden wird immens sein. Man hört hinterher Dinge, von deren Existenz man Jahre vorher selbst bei aufgerissener Endstufe NICHTS gehört bzw. wahrgenonmmen hat.


    Im Idealfall auch alle Entfernungen dokumentieren! und kurze genormte! Drumparts als Files speichern. Dann kann man loops basteln und mittels wieder und wieder :-)durchgeführter A-B-Vergleiche oftmals sehr interessante Dinge feststellen und außerdem sein Gerhör FEINKALIBRIEREN und die Sinne (Hörwahrnehmung, "Diskriminanzleistung" etc.)schärfen. Die Files und Loops sind UNERLÄßLICH um wirklich unvoreingenommen Vergleiche anstellen zu können. Auch mal einen Tag später, wenn die Birne wieder frisch ist. Audio-Analyzing geht wahnsinnig an die Substanz. Auch wichtig: Komplexe Klangstrukturen verblassen in unserem auditiven Gedächtnis oftmals in wenigen hundert Millisekunden (Melodien nicht, die können wir nach einmal hören oftmals noch 100 + X Jahre lang nachpfeifen)... aber gerade feine Nuancen durch leichte Mikrofonveränderungen sind ganz schnell vergessen oder schöngeredet bzw. "verklärt-erinnert". Auch deswegen sind Files zum Vergleichen von Klangparametern oder Mikrofon(positions)veränderungen SO IMMENS WICHTIG.

    Gerade ein Mikro unter dem Ride ist aufnahmetechnisch oftmals fantastisch. Es ist beindruckend wie wohl-dosiert man da Bell-Power oder "Overall-Ride"-Sound je nach Gusto bzw. Mikroausrichtung dosieren kann. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Übersprechen, da ein Close Mike unter dem Ride quasi wie unter dem Regenschirm tendenziell etwas abgeschirmt ist und nicht sooo viel Umgebungssound einfängt. Man kann also recht subtil auf den Ride-Sound Einfluß nehmen ohne zuviel der Umgebung zu beeinflussen. Auch ist der Attack und der Signal Output deutlich extremer, da man das Mikro sehr nah an die klassischen Auftreff-Flächen des Sticks richten kann. Das kann man bei einer Mikroausrichtung von oben oder seitlich ja in aller Regel nicht. Weil der Stock und die Hand ja auch ausholen müssen und das Mikro da im Weg wäre, bzw. niemals so dicht an die Auftreffstellen herangefürht werden kann. Durch den immensen Attack und den hohen Volume-Output kann man auch bei der Ride "von unten"-Mikrofonierung den Gain am Pult sehr weit! zurückdrehen. Dies bewirkt bei den meisten von uns die bezahlbare Mischpulte haben, sofort auch eine Klangverbesseung, da weniger Aufriß beim Gain weniger Rauschen, weniger Verzerrung und insbesondere! weniger Klangverfärbung bedeutet. Auch das ist wie ich oft feststelle hörbar. Je schlechter das Pult umso deutlicher!


    Aber für Bar-Jazz würde man diesen Ride-Sound nicht verwenden wollen :-). Da er zu dominierund und je nach Mikroposition auch zu steril, kalt oder gar brutal klingen kann. Aber wenn man ihn etwas unter den normalen Overhead-Sound "unterfüttert" geht die Sonne auf. Eine wunderbare Methode! Für Pop, aber insbesondere Rock und viele Metalspielformen sowieso gut geeignet, da man je nach Ausrichtung des Mikros einen Bellsound der wie "Messer durch Butter schneidet" basteln kann. Da wo viele vorher auf den Neukauf eines Metal-Rides mit übergroßer Kuppe sparten... :) tut sich alleine durch diese Mikrofonierung je nach Position (aber altem Cymbal) ein ganz neuer Klanghorizont auf.

    Von Phasenproblem kann ich glücklicherweise nichts berichten.

    Folgendes mache ich gerne mal:
    Overhead Links (Zuschauer-/Zuhörerperspektive) sehr dicht über Crash 2 und Overhead rechts sehr dicht über Crash 1. Wirklich deutlich dichter als in klassischen Oberheadentfernungen. Dazu ein separates Mikro für Hihat und eines unter dem Ride (ich platziere es zwischen Kuppe und mitte des Rides. Somit wird dadurch sowohl der "normale" Ping-Sound ohne Kuppenspiel als auch die Bellsounds toll aufgezeichnet).

    Somit hat man 4 Mikros für Cymbals die aber streng genommen in vielen Drum-Recordinganwendungen auch verwendet werden. Einziger Unterschied eben die deutlich DICHTERE! Platzierung an den Crashes und das Ride von unten. Da phased bei mir hörbar nichts. Warum auch? Fatale Laufzeitunterschiede müßten doch eher bei größeren/unterschiedlichen Distanzen von den Mikros zu den Klangquellen auftreten. Wenn aber alle Mikes nahezu gleichweit von der Klangquelle entfernt sind... in meinem Falle sehr dicht ´dran... da erwarte ich kein so nennenswertes Phasing und habe es auch so nicht erlebt. Vielleicht hatte ich auch nur Glück! oder mache einen "logischen Gedankenfehler" :-)... aber wie gesagt, es war nie Phasing ein Problem.

    Nachteil ist, dass bei dem "nahezu" closed miked-Overheads die Crashes natürlich deutlich über dem Drumsound dominieren. Oftmals wendet man Overheads ja auch gerne für die Stereoabbildung des gesamten Drumsets an und eben nicht nur (wie manche vermuten) für die Cymbalabbildung. Die Stereoabbildung des Drumsets ist zwar bei mir auch noch gegeben - aber eben subtiler :)

    Alles Geschmackssache.

    Kommen weitere Chinas, Splashes hinzu... wähle ich einen anderen Kompromiß. Bevor ich für diese noch weitere Mikros anschließe und komplette Kanalzüge belege... gruppiere ich diese sehr! nah um die dicht über den Crashes befindlichen Overheads. Das sieht zwar idiotisch aus... ermöglicht aber dass diese sehr direktl mit aufgezeichnet werden und das ich durch (hoffentlich) clevere Anordnung von Chinas und Splashes diese auch sehr geschickt im Stereo-Panarama anordnen kann. Wohlgemerkt: ohne noch irgendein weiteres Mikro oder ´nen Kanalzug opfern zu müssen.


    Um im Beispiel zu bleiben China 1 (höher in der Tonhöhe) sehr nahe an Crash 2 und dem Overhead-Mikro dort und
    China 2 (tiefer in der Tonhöhe) sehr nahe an Crash 1 und dem Overhead Mikro dort.
    Oder umgekehrt. Analog mit Splashes etc.


    Auch das hat sich durch unzählige Versuche ergeben. Ehemalige Versuche jedem! Becken ein eigenes Mikro zu geben... klangen nicht gut - sondern schlechter, hörbar!schlechter als obige Methode. Es gab so viel hochfrequentes Sizzeln und Einstreuen von jedem zu allem. Hätte ich ohne Ausprobieren vorher auch nicht gedacht.


    Als Mikros verwende ich diverse Großmembraner. Das AT 4040 fand ich unter dem Ride super. Zumal das noch bezahlbar ist. Auch das C4000 (leider spürbar teurer) klingt da gut. Für Overheads die (wie oben erwähnt, bei mir oft deutlich closer als im "normalen" Overhead-Einsatz sind) C4000 oder Rhode NT2. Ich glaube aber das dies für die oben erwähnten prinzipiellen Anwendungen garnicht wesentlich ist. Das dürfte auch mit anderen Mikros funktionieren... ausprobieren, ob es klanglich gefällt oder als Bullshit empfunden wird :)


    edits: nur die verfluchte Rechtschreibung

    Genau. In der Bass habe ich den auch öfters. Da kann man bei neuen Kicks am besten das Tiefbass-Verhältnis ohne Raumeinflüsse testen. Und erkennt dann doch mitunter massive Klang-Unterschiede je nach Kesselbau und Holzsorte. Wir dürfen es nur nicht unserem HNO Ärzten mitteilen.


    Ich hocke oder liege dann halb in der Bass und halte den rechten Arm so weit raus, dass ich mit einem Drumstick oder Hardwaregestäönge auf das Pedal drücken kann (sieht aus wie Mr. Bean bei der Frühgymnastik... vermute ich... zum Glück sehe ich mich bei dieser Nonsensanwendung nicht selbst) :)


    Wobei May nochmal extremer ist, da das Resonanzfell ja auch Reflektionen erzeugt. An dem Trick meinen Kopf ´drin zu haben und das Resofell aufzuziehen arbeite ich noch :)
    Insofern gibt eine Bass nur einen ersten Hinweis... auf den Sound im Kessel. Bei Toms und Snare mit montierten Resos ist es deutlich extremer. Auch weil die Kessel ja viel kleiner sind.

    Ich hatte die damals für alles. Kick, Snare, Toms, bei meinem alten Artstar 1.
    Mit der etwas teureren EV-bestückten "Ei-"Mikrovariante, als Neodym noch als "Raumfahrttechnologie" galt :)

    Ich hatte 2 Ausfälle bei Gigs bzw. im Anschluß, weil irgendwie die Zugentlastung der Kabel nicht wirkte... oder die EV-Mikros kaputt gingen... keine Ahnung. Darüber erhielt ich nach Rückgabe niemals Aufschluß. Es kam zu unzähligen Schriftwechseln mit dem Shop wo ich sie gekauft hatte und parallel dem damaligen Vertrieb weil keiner helfen wollte. Damals war der Service für Endkunden noch schlechter als heute. Man wollte mir dauernd erzählen alles sei ganz toll, und niemals in der Welt sei je irgendjemand eines der Mikrofone ausgefallen... und mir gleich 2 mal? Schrecklich war das. Aber das war Anfang der Neunziger! Die Ausfälle sind bei derartigen Systemen sollten sie vorkommen, natürlich unpraktisch hoch zehn, da man eben mindestens ein Fell komplett entfernen muß, dann die Kabelzuführung überprüfen muß... sollte es nun gehen wieder das Fell aufziehen etc. etc.


    Die Vorteile: logischerweise kaum Übersprechen, da ja jedes Mikro quasi in seiner eigenen Welt existiert und von allen anderen Klangquellen recht gut abgeschirmt ist.
    Recht viel Dampf bzw. Signal-Power, da die Mikros ja sehr dicht an der Klangentwicklung sind und im Kessel selbst die Schlagpower sich ja "quasi nicht verflüchtigt" :)


    Nachteile: die Klangquellen Snare oder Toms müssen massivst! mit EQ bearbeitet werden. Eben da im Kesselinnern durch die Abgeschlossenheit der Klangquelle UND die Schall-Reflektionen der Kesseloberfläche sowie der Schlag und Resonanzefelle ein Klangspektrum vorherrscht, von denen die meisten Drummer keine Vorstellung haben. Da man eher selten seinen Kopf (inklusive Ohren) da reinbekommt. Ohne massive Klangbearbeitung kann es sehr schnell TOPFIG! oder wie in einer "Dose" (hahaha) oder "Röhre" klingen...
    ...das ist in Worten schwer zu beschreiben. Aber Grund dafür sind eben die Reflektionen (die in kleinen röhrenförmigen Räumen/Umgebungen ja auch den Sound massivst prägen).


    Gerade bei der Snare (insbesondere bei Metallkessel-Snares) müssen die Mitten massiv abgesenkt werden. Auch der direkte Teppichsound kann einen in seinem drahtig-mittigen-bissigen Klangspektrum meschugge machen.


    Bei Toms (je nach Tuning) fängt man sich auch schnell sehr viel tiefmitten und bass ein, der ohne massive Absenkung in kaum einen Bandmix Platz hätte.


    Das ist natürlich kein KO-Kriterium. Überhaupt nicht, sondern nur Geschmackssache. Die akustische Isolation jeder Klangquelle, klingt für manche eben eher steril, andere sind von ihren Vorteilen begeistert. Das "andere" Arbeiten mit EQ´s ist auch kein Ausschlußkriterium... sondern nur eine Umstellung. Nur sollte man eben ein Mischpult mit ausreichendem EQ-Einfluß (mindestens 3 Band) haben.