Mir fällt da kaum was konstruktives dazu ein.
Wenn Euer Tonmensch überragend ist und die letzten 00000.2 db Snare oder Cymbaleinstreuung ins Vocal-Mike oder sonstwohin (womöglich sein Ohr?) verhindern will, mag das für ihn Sinn machen. Ich würde wenn ich für den Live-Ton zuständig wäre (und gar für eine Band dauerhaft) eher den Vokalisten ein paar Hinweise zum Mikrofonumgang geben. Ich sehe da erheblich mehr Potential für "verschenkte" db und erstrecht für katastrophale Einstreueffekte. Eben wenn die Burschen oder Mädels zu weit vom Mike weg sind... oder dauernd auf Sterbenskrank machen und flüstern "ich kann nicht lauter singen, sonst geht meine Stimme ´drauf" mit der üblen Folge das deren Fader und/oder Gain bis zum Anschlag hochgedreht werden... mit allen Folgen die das klangtechnisch bedeutet. Das macht mich seit Jahren krank!
Off-Topic: verfolgt jemand von Euch die David Coverdale "Playback-Diskussion" seit einigen Tagen? Die sei jedem an Live-Audio/Pa-Technik interessierten herzlich empfohlen. Da behauptet sein international renommierter Misch-Mensch
auf die Frage wie sich erklären läßt, das Coverdale teilweise sein Mikro einen halben Meter und mehr!!! weghält ohne das der Vocalpegel abfällt und ohne die geringste! Soundveränderung, dass er sich lange mit dessen "eigenwilliger" (sage ich
Vocaltechnik auseinandergesetzt habe und diese an manchem Abend gut in den Griff bekommt. Da sei Google jedem herzlich empfohlen, sehr amüsant die Diskussion.
Tja, und euer Misch-Mensch will Dich in die Quarantäne-Station packen! Kurios...
Wenn es Dich wirklich stört rede mit ihm und versuche dies sachlich. Vielleicht versucht er es dann ebenso sachlich zu erklären und beide haben davon einen Erkenntnisgewinn.
Mein erster Gedanke war, da versucht einer ganz, ganz professionell zu sein... oder zu erscheinen ![]()
Aber nochmals: vielleicht ist er das ja wirklich, und hat seine (berechtigten) Gründe? Aber es fällt mir schon schwer das zu vermuten. Zumal es für mich ein weiteres separieren von Musikanten ist, die eigentlich ein Team bilden könnten. Insofern kann ich Deine Bedenken schon etwas verstehen. Vielleicht gewöhnt man sich auch daran.... ich kenne die Dinger nicht aus eigener Erfahrung sondern nur als Zuschauer von Konzertübertragungen oder Live-Ausschnitten von Videos.
Wenn Du kompromißbereit bist und er Humor versteht würde ich beim ersten Gig eine Minute bevor es losgeht (zu seiner Überraschung) einen großen Sticker "Tollwut-Sperrbezirk" oder, "Quarantänestation" oder meinetwegen "Samenspendekabine" (je nach Humorverständnis) anbringen. Aber eben nur, wenn man miteinander noch lachen kann... es ist keinesfalls als Provokation gedacht. Denn da ziehen wir Drummer bei Tonmenschen meist den kürzeren...