Thanks Slarti ![]()
Nein, es gibt natürlich keinen Kaufvertrag.
Da ich nie etwas gekauft habe. Weder schriftlich noch mündlich in einen Kauf der Sets eingewilligt habe.
Im Gegenteil: jedem war immer klar, der Gerald kauft diese Sets nicht.
Thanks Slarti ![]()
Nein, es gibt natürlich keinen Kaufvertrag.
Da ich nie etwas gekauft habe. Weder schriftlich noch mündlich in einen Kauf der Sets eingewilligt habe.
Im Gegenteil: jedem war immer klar, der Gerald kauft diese Sets nicht.
ZitatDie beiden Schülersets, die er "endorst" hat, hat er nicht verkauft. Eines steht noch bei Ihm und dafür soll er nun zahlen, das andere wurde durch den Händler, der es angeblich bezahlt hat abgeholt. (Da hätte ich mir auf jedenfall aber auch etwas schriftlich geben lassen, denn vielleicht ist es garnicht sein Set und er behauptet es nur?!?)
Eines hat er abgeholt.
Eines habe ich verkauft.
@ Nils.
Mit dem Vertrieb habe ich schon lange nichts mehr zu tun gehabt. Ich hatte nach langen Mails wie gesagt die Zusage, dass man mit dem Händler anhand der Rechnungen das Problem konstruktiv angehen will. Ob daraus was geworden ist... da gab mir der Händler stets ausweichende bzw. keine Antwort selbst wenn ich wie geschehen nachfragte. "Was ist denn daraus geworden?"l
Korki, das war ein sehr wichtiger Post, jetzt verstehe ich es besser.
Es ist so: es gibt sehr viele Händler die ich kenne oder, wie im Fall, dachte jemanden zu kennen. Es ist mitnichten so, dass jeder Shop jedes Produkt führt. Es gibt diverse Shops mit Spezialware oder jene mit Mainstream... nur wenige mit beidem. Mich kontaktieren immer wieder Personen die etwas kaufen wollen und dann fragen "wo?"
Insofern ist es durchaus so, dass wenn mich jemand fragt, wer führt "Schellenkränze der Firma XA" ich stets 2-3 Alternativhändler nenne. Das mache ich gerne und habe Null Problem damit. So wie ich einen netten Musikjuristen in Berlin empfehle (der für mich trotzdem nix gratis macht) und eine super-netten in Frankfurt.
Ich habe auch Null Problem damit Visitenkarten hier auszulegen. Wenn es Leuten mit Herzblut hilft ihr Musikgeschäft oder spezialangebot bekannter zu machen.
Da sehe ich Null Vetternwirtschaft, sondern es ist mir lieber ich empfehle Händler die ich kenne, als welche die ich nicht kenne. Aber eines ist sicher: in diesem Händler habe ich mich getäuscht - ich kannte ihn wesentlich schlechter als ich es glaubte. Das war ein Fehler.
Ich weiß in Zeiten des Internets erscheint das altmodisch, es kann doch jeder googlen. ... und doch viele fragen mich wo bekomme ich das oder wer liefert das? Es spielt wirklich in meinem täglichen leben eine Rolle.
Stets nenne ich 2-3 als Alternativen die ich zu kennen glaube oder wie mitunter bei Thomann oder dem Store und! Musikservice gute Erfahrungen gemacht habe.
Ich empfehle sehr gerne Händler und erhalte auch diesbezüglich viele Anfragen - werde das auch nicht ändern.
ZitatSorry es ist nicht böse gemeint, aber mal ehrlich: Hast Du mal was von Verträgen, Schriftverkehr, Sendeprotokollen usw. gehört??
Was soll das ganze - sorry ich verstehe es nicht!!! Und dann - ich sags mal so - bekommst Du zum zigten Mal einen hinten rein und erzählst Deinen Schülern immer noch was über das Zeug!?!
Auch An Furio ![]()
Zitatdu sagtest, du hast unzählige PM's geschrieben, in denen du das Produkt/den Händler beworben hast.
Ohh Gott, Nein! Da ist was völlig falsch verstanden worden. Da findet sich keine PN.
Zu den Schülern und Drummerkollegen. Da liegt womöglich ein Mißverständnis vor. Schüler und Drummerkollegen nutzen hier Equipment. Und jeder weiß wenn er irgendwo etwas spielt und es gefällt ihm, dass er dann auch fragt wo gibt es das. Hier finden aber grundsätzlich keine Verkaufsveranstaltungen statt. Das ist auch ein Punkt wo ich manche Firma vor den Kopf stoße. Hier kann man Testen und Vergleichen - nahezu ausnahmslos in meiner Freizeit. Diverse Drummer (auch aus dem Forum) wissen da von komischen Uhrzeiten zu berichten
Es weiß auch jeder (auch alle Eltern) um meine Endorsements und Firmenverbindungen - eben weil hier viel Zeug rumsteht und ich immer erwähne, wie das einzuordnen ist. Gerade bei den Eltern sorgt das immer wieder für Ärger und Unverständnis weil man mich auffordert doch über mich Ware bestellen zu können. Das will ich grundsätzlich nicht. Wie erwähnt.
Insbesondere am Telefon und im Web werde ich aber mehrmals täglich seit Jahren angemailt, angerufen etc. Da wollen Drummer von mir etwas wissen, Expertise, Tips, Vergleiche. Die meisten kenne ich nichtmal. Auch da schreibe und sage ich jedem einzelnen warum ich ein Prdoukt empfehle und wenn es eines einer mich unterstützenden Firma ist - das er dann mit so eine Aussage kritisch umgehen kann - eben weil ich von der Firma untersützt werde. Das steht auch in jeder PN.
Auch auf allen Websites sind stets meine Endorsements gelistet.
Es haben Leute nachweislich und wiederholt für unser Hobby relevante Produkte bei ihm geordert nachdem sie mich an gemailt oder PN ed haben oder hier vor Ort getestet haben. Aber das waren cymbalrelevante Produkte. Zu den Beratungen in Bezug auf die Drummarke kam es hier garnicht mehr... weil nach der Lieferung der 2 Sets die Kommunikation immer dürftiger wurde und ich auch in Bezug auf die Herkunft der Hardware auch später 1-2 seltsame Antworten bekam... ein Setkauf "beim" Händler ging auf diese Frühphase direkt nach der Lieferung der Sets zurück. Dann war alles "On HOLD"... aber wie gesagt, ich kann mich nicht differenzierter äußern.
ZitatWas ich allerdings nicht ganz verstehe ist, warum du eine Ware endorsen wolltest, die du selbst als 'etwas mangelhaft' beschreibst..?
Berechtigter Hinweis!
Das Kesselmaterial das mir beim ersten Besuch präsentiert wurde und eines der Kits von denen die geliefert wurden war klanglich durchaus gut. Die Hardware war beim Erstbesuch garnicht gezeigt worden! Nur ein XXX bei dem ich skeptisch fragte "wer fertigt das?" Über die Antwort die mir damals gegeben wurde und die mir unglaubwürdig erschien möchte ich hier nichts schreiben... weil es wieder einen ganz anderen sehr heiklen Themenkomplex streift.
Ich habe oben viele Details weggelassen um eine Anonymisierung sicherzustellen, insofern ist Deine Frage aus dem Zusammenhang oben völlig verständlich. Sorry meinerseits.
Liebe Kollegen,
an dieser Stelle stand am Donnerstag 18.12.2008 von 13.26 Uhr bis heute 19.12.2008, 13.26 Uhr ein sehr langer Post. Sicher einer der längsten der DF-Geschichte.
Dieser Beitrag listete ansatzweise (es hätte locker 5 DIN-A4 Seiten mehr an wichtigen Sachverhalten gegeben) eine fürchterliche Story um einen Musikalienhändler dem ich ehemals vertraute und Vertriebswirren einer Firma, einem ehemaligen Mitarbeiter (der plötzlich keiner sein "sollte") und viele Nebelkerzen etc. im Zuge einer Endorsementzusage des Jahres 2005.
Dieser Post war keinesfalls ein Schnellschuß, sondern die wesentlichen Inhalte waren seit Monaten formuliert, ich rang aber massiv mit dem Timing und dem Ort der Platzierung (also ob auf meiner eigenen Website oder in Form eines Rundbriefs etc. etc.) und dem heiklen Thema "wie anonymisiere ich das Ding" in Bezug auf die "Kontrahenten".
Das Kernproblem: je differenzierter ich mich äußere, umso mehr mache ich mich angreifbar bzw. die "Übeltäter" der Story könnten versuchen mich juristisch zu belangen. Es ist eine fiese Asymmetrie an der ich seit vielen Monaten ganz schwer zu knabbern habe. Somit bin ich in vielen Teilkomplexen des Themas faktisch geknebelt.
Gleichwohl hatte ich mir folgende weitere folgende Ziele vorab für den Post gesetzt.
1.) Informieren über die Schattenseiten eines ganz bitteren "Endorsementvorgangs" - der mich nicht nur massiv in Rage bringt, sondern der auch exemplarisch für die ganz wenigen schwarzen Schafe der Branche ist. Aber eben ohne anderen Personen eine juristische Steilvorlage zu liefern. Somit unter weitestreichender Anonymisierung (bis hin zum Weglassen wichtiger Hintergrundfakten) damit keine beteiligte Firma oder ein Händler oder eine firmenassoziierte Personen "herzuleiten" sind.
Die Kehrseite dieses Vorgehens: vieles kann zu Mißverständnissen führen oder klingt im Procedere der Abläufe etwas seltsam. Den Kompromiß mußte und wollte ich eingehen. Die Mißverständnisse hielten sich in den folgenden Posts aber glücklicherweise in engerem Rahmen als von mir vermutet. Vielen Dank dafür.
Als dann gestern eine Rechnung kam, war klar: "jetzt muß dieser Irrsinn" auch mal öffentlich angerissen werden. Und wenn nicht jetzt... wann dann?
GANZ BEDEUTSAM ist aber worauf ich auch gesten im Eingangspost mehrfach hinwies:
Es ist eine absolute Ausnahme meiner jahrelangen Drummertätigkeit und datiert in Sachen "Wurzeln des Chaos" faktisch zurück auf 2005. (In aller Regel erfolgten alle anderen Endorsements vorher und nachher über schriftliche Verträge bzw. Artist Agreements. Ich berate auch seit Jahren diverse Drummer und manche Firmen und habe genau dieses Procedere "Transparenz in Schriftstücken für beide Seiten" bzw. "Alle Konditionen exakt gelistet" dort etabliert. Nachweislich auch schon bevor mir dieser heikle Ausnahmefall selbst passierte. Ironie der Geschichte)
Trotz dieses Hinweises war mir bewußt, dass es eventuell beim schnellen Überfliegen oder für Rookies fälschlicherweise irgendwelche falschen Assoziationen mit meinen jetzigen Endorsementpartnern wecken könnte. Das möchte ich aber nicht.
2.) Mir war klar, dass ich es weder zeitlich noch emotional leisten will und kann zu jedem Hinweis oder jeder Nachfrage Stellung zu nehmen. Somit habe ich mir die eigene Auflage gemacht maximalst! 10 ergänzende, eigene Posts weiterzuführen, wenn Fragen, Kritik oder Unklarheiten von Forumusern formuliert werden. Auch weil das zeitnahe beantworten weiterer Fragen eventuell für Branchenkenner irgendwann Rückschlüsse auf die Akteure zulassen könnte.
3.) Für mich hätte dieser Thread schon Sinn macht, wenn 300 - 500 Clicks erzielt worden wären. Denn er fußt auf sehr persönlichen Erfahrungen, und es liegt in der Natur der Sache dass das dann viele andere Menschen nicht so interessiert. Ich gehe nicht davon aus, dass eine! Person ihn 150 mal angeclickt hat. Insofern hat dieser Thread wie ich heute früh sah schon erheblich mehr Aufmerksamkeit erzielt, als erhofft.
Ich erhielt gestern viele Anrufe auch von namhaften Szenemultiplikatoren. Der Tenor war einhellig und das tat gut. Ich erhielt viele nette Mails, und ergänzende PN´s auch von mehreren Personen die sich im Thread reserviert oder kritisch äußerten. Auch heute wieder - Danke dafür!
4.) Eine gewisse Sorge meinerseits lag darin, dass nach wenigen Minuten irgendwelche Händler hier genannt werden, die man "aus dem Bauch heraus" vermutet. Das ist zum Glück weitestgehend ausgeblieben. Aber dies könnte früher oder später passieren... deswegen galt ein wichtiges Hauptaugenmerk auf Punkt 5.)
5.) Nach 24 Stunden wollte ich um keinen Schaden für meine gegenwärtigen Endorsements und manchen netten Kollegen und Freund unter den Musikalienhändlern anzurichten OFF-Nehmen. Eben weil ich weiß das auf lange Sicht sonst immer wieder Mißverständnisse entstehen.
Es ging im Thread um einen Händler und um eine Vertriebsperson und maximalst deren Nachfolger. Nicht um die ganze Branche, und nicht um die Menschen meines aktuellen Umfeldes.
Randdetail: Dieser Entfernung des Ursprungsthreads nach 24 Stunden stimmte mein Anwalt auch zu.
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Ich weiß das solch ein Vorgehen (den Startthread zu löschen und stattdessen vorab diesen Text hier einzufügen) wiederum bei einigen verständlicherweise Stirnrunzeln auslösen könnte. Da es den "Flow" und das Verständnis um den Ursprungsthread und die diversen Folgeposts zerstört. Aber ich möchte wie schon erwähnt wegen einem! schwarzen Schaf bzw. einer Firma kein generelles Vorurteil schüren. Eben da meine Erfahrungen abseits des einen! skizzierten Beispiels Jahre vor 2005 und auch danach wesentlich andere waren und sind.
Die Zukunft:
Ich plane seit Monaten einen riesen Themenkomplex zum Thema Endorsements, Supports, Kulturförderung etc. hier im Forum. Einfach weil mich wöchentlich mir völlig unbekannte Drummer größtenteils nett und vertrauensvoll anschreiben und dazu viele, viele Fragen stellen. In diesem Rahmen werden sich dann wichtige Eckpunkte des Ursprungsthreads wiederfinden. Aber eben in einem größeren Zusammenhang. Auch viele positive-konstruktive Tips. Ebenso Hinweise um die Überschätzung des Begriffes "Endorsement" und das Entzerren vieler Mythen um dieses Thema.
Ich stehe auch per PN, Telefon (die Nummer findet sich unter meinen persönlichen Eintragungen) oder wie auch immer jedem weiterhin für Rückfragen zum Ursprungsthread Verfügung. Aber nicht mehr öffentlich in dem gestern von mir gestarteten Thread.
Ich bitte um Verständnis für das "Off"-Nehmen. Der Inhalt des gestrigen Post wurde von mir vor 3 Monaten genauso eingeschätzt wie heute. Ich bin sehr unspontan und handele selten nach Bauchgefühlen. Weder gestern noch heute.
Slightly Off-Topic:
Oliver das ist gemein... ![]()
Diverse Grundig bzw. nahezu baugleiche Rekorder (übrigens erstrecht jene mit 2 Elektret Mikros für Stereoaufnahmen!) sind "berühmt" unter Insidern
für einen oftmals ungeahnt tollen Aufnahemsounds im Bandproberaum. Ich habe mal Mitschnitte von einem Kumpel, der den Recorder von seinem Vater mitbrachte (mit den Worten, "der klingt gut, warte mal ab"). Und tatsächlich, der ermöglichte einen Sound durch simples Hinstellen auf den Boden! und auf Rec drücken, den ich selbst mit 2 teuren Kondensatormikros an einem tollen Mischpult in der Schnelle nicht! reproduzieren könnte/konnte.
Ich finde den Sound der hier geposted wurde passabel für das schnelle Festhalten von Ideen. Aber wirklich nicht mehr. Diesen Sound kann fast jeder von uns ohne 2.99 Euro auszugeben haben, wenn er einen alten Kopfhörer der irgendwo rumfliegt an die Mikrobuchse! anschließt. Klingt meiner Erfahrung nach vergleichbar... je nach Kopfhörermodell und Qualität.
Trotzdem finde ich den Hinweis und das File sinnvoll. Denn mit schnellen (und günstigen) Aufnahmemethoden läßt sich viel kreatives Festhalten und auch das eigene Spiel weiterentwickeln.
Ich hoffe nur, dass Kaufhof nicht bald Endorser-Bewerbungen von Forenmitgliedern erhält. ![]()
Obwohl... Endorsed bei Kaufhof-Galeria... hat was!
... was humorig-skurriles!
Edit: sehen gerade, der Trommelmann war schneller mit dem Kopfhörer-Hinweis. Naja, doppelter Hinweis hält besser!
Interessantes Thema. Ich gehe da sehr individuell vor und befolge keine Tips aus Recording-Fibeln (was vielleicht ein Fehler ist). Ich teste immer nur über eigenes Gehörempfinden. Ich mache somit sicher fast nichts richtig... vielleicht sogar vieles falsch... würde aber jedem gerne empfehlen, der sich für alternative oder einfach "andere" Recordingmethoden interessiert (und die Muße dafür hat) einfach viel auszuprobieren. Der Erkenntnisgewinn und die Schulung des Gehörs sowie u.a. das registrieren von Laufzeitunterschieden wird immens sein. Man hört hinterher Dinge, von deren Existenz man Jahre vorher selbst bei aufgerissener Endstufe NICHTS gehört bzw. wahrgenonmmen hat.
Im Idealfall auch alle Entfernungen dokumentieren! und kurze genormte! Drumparts als Files speichern. Dann kann man loops basteln und mittels wieder und wieder :-)durchgeführter A-B-Vergleiche oftmals sehr interessante Dinge feststellen und außerdem sein Gerhör FEINKALIBRIEREN und die Sinne (Hörwahrnehmung, "Diskriminanzleistung" etc.)schärfen. Die Files und Loops sind UNERLÄßLICH um wirklich unvoreingenommen Vergleiche anstellen zu können. Auch mal einen Tag später, wenn die Birne wieder frisch ist. Audio-Analyzing geht wahnsinnig an die Substanz. Auch wichtig: Komplexe Klangstrukturen verblassen in unserem auditiven Gedächtnis oftmals in wenigen hundert Millisekunden (Melodien nicht, die können wir nach einmal hören oftmals noch 100 + X Jahre lang nachpfeifen)... aber gerade feine Nuancen durch leichte Mikrofonveränderungen sind ganz schnell vergessen oder schöngeredet bzw. "verklärt-erinnert". Auch deswegen sind Files zum Vergleichen von Klangparametern oder Mikrofon(positions)veränderungen SO IMMENS WICHTIG.
Gerade ein Mikro unter dem Ride ist aufnahmetechnisch oftmals fantastisch. Es ist beindruckend wie wohl-dosiert man da Bell-Power oder "Overall-Ride"-Sound je nach Gusto bzw. Mikroausrichtung dosieren kann. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Übersprechen, da ein Close Mike unter dem Ride quasi wie unter dem Regenschirm tendenziell etwas abgeschirmt ist und nicht sooo viel Umgebungssound einfängt. Man kann also recht subtil auf den Ride-Sound Einfluß nehmen ohne zuviel der Umgebung zu beeinflussen. Auch ist der Attack und der Signal Output deutlich extremer, da man das Mikro sehr nah an die klassischen Auftreff-Flächen des Sticks richten kann. Das kann man bei einer Mikroausrichtung von oben oder seitlich ja in aller Regel nicht. Weil der Stock und die Hand ja auch ausholen müssen und das Mikro da im Weg wäre, bzw. niemals so dicht an die Auftreffstellen herangefürht werden kann. Durch den immensen Attack und den hohen Volume-Output kann man auch bei der Ride "von unten"-Mikrofonierung den Gain am Pult sehr weit! zurückdrehen. Dies bewirkt bei den meisten von uns die bezahlbare Mischpulte haben, sofort auch eine Klangverbesseung, da weniger Aufriß beim Gain weniger Rauschen, weniger Verzerrung und insbesondere! weniger Klangverfärbung bedeutet. Auch das ist wie ich oft feststelle hörbar. Je schlechter das Pult umso deutlicher!
Aber für Bar-Jazz würde man diesen Ride-Sound nicht verwenden wollen :-). Da er zu dominierund und je nach Mikroposition auch zu steril, kalt oder gar brutal klingen kann. Aber wenn man ihn etwas unter den normalen Overhead-Sound "unterfüttert" geht die Sonne auf. Eine wunderbare Methode! Für Pop, aber insbesondere Rock und viele Metalspielformen sowieso gut geeignet, da man je nach Ausrichtung des Mikros einen Bellsound der wie "Messer durch Butter schneidet" basteln kann. Da wo viele vorher auf den Neukauf eines Metal-Rides mit übergroßer Kuppe sparten...
tut sich alleine durch diese Mikrofonierung je nach Position (aber altem Cymbal) ein ganz neuer Klanghorizont auf.
Von Phasenproblem kann ich glücklicherweise nichts berichten.
Folgendes mache ich gerne mal:
Overhead Links (Zuschauer-/Zuhörerperspektive) sehr dicht über Crash 2 und Overhead rechts sehr dicht über Crash 1. Wirklich deutlich dichter als in klassischen Oberheadentfernungen. Dazu ein separates Mikro für Hihat und eines unter dem Ride (ich platziere es zwischen Kuppe und mitte des Rides. Somit wird dadurch sowohl der "normale" Ping-Sound ohne Kuppenspiel als auch die Bellsounds toll aufgezeichnet).
Somit hat man 4 Mikros für Cymbals die aber streng genommen in vielen Drum-Recordinganwendungen auch verwendet werden. Einziger Unterschied eben die deutlich DICHTERE! Platzierung an den Crashes und das Ride von unten. Da phased bei mir hörbar nichts. Warum auch? Fatale Laufzeitunterschiede müßten doch eher bei größeren/unterschiedlichen Distanzen von den Mikros zu den Klangquellen auftreten. Wenn aber alle Mikes nahezu gleichweit von der Klangquelle entfernt sind... in meinem Falle sehr dicht ´dran... da erwarte ich kein so nennenswertes Phasing und habe es auch so nicht erlebt. Vielleicht hatte ich auch nur Glück! oder mache einen "logischen Gedankenfehler" :-)... aber wie gesagt, es war nie Phasing ein Problem.
Nachteil ist, dass bei dem "nahezu" closed miked-Overheads die Crashes natürlich deutlich über dem Drumsound dominieren. Oftmals wendet man Overheads ja auch gerne für die Stereoabbildung des gesamten Drumsets an und eben nicht nur (wie manche vermuten) für die Cymbalabbildung. Die Stereoabbildung des Drumsets ist zwar bei mir auch noch gegeben - aber eben subtiler
Alles Geschmackssache.
Kommen weitere Chinas, Splashes hinzu... wähle ich einen anderen Kompromiß. Bevor ich für diese noch weitere Mikros anschließe und komplette Kanalzüge belege... gruppiere ich diese sehr! nah um die dicht über den Crashes befindlichen Overheads. Das sieht zwar idiotisch aus... ermöglicht aber dass diese sehr direktl mit aufgezeichnet werden und das ich durch (hoffentlich) clevere Anordnung von Chinas und Splashes diese auch sehr geschickt im Stereo-Panarama anordnen kann. Wohlgemerkt: ohne noch irgendein weiteres Mikro oder ´nen Kanalzug opfern zu müssen.
Um im Beispiel zu bleiben China 1 (höher in der Tonhöhe) sehr nahe an Crash 2 und dem Overhead-Mikro dort und
China 2 (tiefer in der Tonhöhe) sehr nahe an Crash 1 und dem Overhead Mikro dort.
Oder umgekehrt. Analog mit Splashes etc.
Auch das hat sich durch unzählige Versuche ergeben. Ehemalige Versuche jedem! Becken ein eigenes Mikro zu geben... klangen nicht gut - sondern schlechter, hörbar!schlechter als obige Methode. Es gab so viel hochfrequentes Sizzeln und Einstreuen von jedem zu allem. Hätte ich ohne Ausprobieren vorher auch nicht gedacht.
Als Mikros verwende ich diverse Großmembraner. Das AT 4040 fand ich unter dem Ride super. Zumal das noch bezahlbar ist. Auch das C4000 (leider spürbar teurer) klingt da gut. Für Overheads die (wie oben erwähnt, bei mir oft deutlich closer als im "normalen" Overhead-Einsatz sind) C4000 oder Rhode NT2. Ich glaube aber das dies für die oben erwähnten prinzipiellen Anwendungen garnicht wesentlich ist. Das dürfte auch mit anderen Mikros funktionieren... ausprobieren, ob es klanglich gefällt oder als Bullshit empfunden wird ![]()
edits: nur die verfluchte Rechtschreibung
Bei Concertom-Abnahme ist der Sound doch ein anderer... eben da sie nach unten offen sind.
Der "Topfige-Dosen-Effekt" ist bei May bei Toms mit montierten! Resos und bei Snares (wo in aller Regel auch keiner das Reso wegläßt) wesentlich größer!
Genau. In der Bass habe ich den auch öfters. Da kann man bei neuen Kicks am besten das Tiefbass-Verhältnis ohne Raumeinflüsse testen. Und erkennt dann doch mitunter massive Klang-Unterschiede je nach Kesselbau und Holzsorte. Wir dürfen es nur nicht unserem HNO Ärzten mitteilen.
Ich hocke oder liege dann halb in der Bass und halte den rechten Arm so weit raus, dass ich mit einem Drumstick oder Hardwaregestäönge auf das Pedal drücken kann (sieht aus wie Mr. Bean bei der Frühgymnastik... vermute ich... zum Glück sehe ich mich bei dieser Nonsensanwendung nicht selbst) ![]()
Wobei May nochmal extremer ist, da das Resonanzfell ja auch Reflektionen erzeugt. An dem Trick meinen Kopf ´drin zu haben und das Resofell aufzuziehen arbeite ich noch ![]()
Insofern gibt eine Bass nur einen ersten Hinweis... auf den Sound im Kessel. Bei Toms und Snare mit montierten Resos ist es deutlich extremer. Auch weil die Kessel ja viel kleiner sind.
Ich hatte die damals für alles. Kick, Snare, Toms, bei meinem alten Artstar 1.
Mit der etwas teureren EV-bestückten "Ei-"Mikrovariante, als Neodym noch als "Raumfahrttechnologie" galt ![]()
Ich hatte 2 Ausfälle bei Gigs bzw. im Anschluß, weil irgendwie die Zugentlastung der Kabel nicht wirkte... oder die EV-Mikros kaputt gingen... keine Ahnung. Darüber erhielt ich nach Rückgabe niemals Aufschluß. Es kam zu unzähligen Schriftwechseln mit dem Shop wo ich sie gekauft hatte und parallel dem damaligen Vertrieb weil keiner helfen wollte. Damals war der Service für Endkunden noch schlechter als heute. Man wollte mir dauernd erzählen alles sei ganz toll, und niemals in der Welt sei je irgendjemand eines der Mikrofone ausgefallen... und mir gleich 2 mal? Schrecklich war das. Aber das war Anfang der Neunziger! Die Ausfälle sind bei derartigen Systemen sollten sie vorkommen, natürlich unpraktisch hoch zehn, da man eben mindestens ein Fell komplett entfernen muß, dann die Kabelzuführung überprüfen muß... sollte es nun gehen wieder das Fell aufziehen etc. etc.
Die Vorteile: logischerweise kaum Übersprechen, da ja jedes Mikro quasi in seiner eigenen Welt existiert und von allen anderen Klangquellen recht gut abgeschirmt ist.
Recht viel Dampf bzw. Signal-Power, da die Mikros ja sehr dicht an der Klangentwicklung sind und im Kessel selbst die Schlagpower sich ja "quasi nicht verflüchtigt" ![]()
Nachteile: die Klangquellen Snare oder Toms müssen massivst! mit EQ bearbeitet werden. Eben da im Kesselinnern durch die Abgeschlossenheit der Klangquelle UND die Schall-Reflektionen der Kesseloberfläche sowie der Schlag und Resonanzefelle ein Klangspektrum vorherrscht, von denen die meisten Drummer keine Vorstellung haben. Da man eher selten seinen Kopf (inklusive Ohren) da reinbekommt. Ohne massive Klangbearbeitung kann es sehr schnell TOPFIG! oder wie in einer "Dose" (hahaha) oder "Röhre" klingen...
...das ist in Worten schwer zu beschreiben. Aber Grund dafür sind eben die Reflektionen (die in kleinen röhrenförmigen Räumen/Umgebungen ja auch den Sound massivst prägen).
Gerade bei der Snare (insbesondere bei Metallkessel-Snares) müssen die Mitten massiv abgesenkt werden. Auch der direkte Teppichsound kann einen in seinem drahtig-mittigen-bissigen Klangspektrum meschugge machen.
Bei Toms (je nach Tuning) fängt man sich auch schnell sehr viel tiefmitten und bass ein, der ohne massive Absenkung in kaum einen Bandmix Platz hätte.
Das ist natürlich kein KO-Kriterium. Überhaupt nicht, sondern nur Geschmackssache. Die akustische Isolation jeder Klangquelle, klingt für manche eben eher steril, andere sind von ihren Vorteilen begeistert. Das "andere" Arbeiten mit EQ´s ist auch kein Ausschlußkriterium... sondern nur eine Umstellung. Nur sollte man eben ein Mischpult mit ausreichendem EQ-Einfluß (mindestens 3 Band) haben.
Wunderschön geworden.
Macher wie Besitzer
haben Geschmack!
Slightly off-topic:
Fast schon für ROOKIES interessanter ist, dass das obere Bild des Maskenmannes die fast schon als Vintage zu bezeichnenden Tama Camco Pedale zeigt... nur der Beater ist moderner. Es muß also nicht immer AXIS, ELI, DW 9000-4711
oder Iron Cobra sein.
@ Hupe
Erstmal tausend Dank für das Video posten und den sicher nicht unerheblichen zeitlichen Aufwand. Das war sehr nett von Dir!
Machmal sind es die kleinen Dinge, die einer bislang größtenteils auf Vermutungen basierenden Diskussion eine ganz neue (rationalere) Sichtweise geben.
Ich darf auch festhalten: wenn man die Bewegungsabläufe genau beobachtet, dann ist völlig unstrittig:
Das von "zerdroschen" oder "lautem Drummer" oder "wie besessen" oder was auch immer: NICHTS, aber auch garnichts übrig bleibt. Dieser Vorwurf ist nach Sichtung des Videos unhaltbar! Das hat auch nix mit Zusammenhalt unter der Drumcommunity zu tun. Diese Aussagen sind faktisch für jeden Musiker oder musikinteressierten! nun als haltlos überprüfbar. Oder hat der Drummer nur für die Handy-Aufnahme gemeinerweise leiser gespielt? ![]()
Insofern ist auch fraglich ob man einseitig einen jungen Menschen outen soll/darf bzw. dessen (angeblichen) Realitätsverlust... wenn man scheinbar selbst die Realität zumindest teilweise (und spätestens mit dem Video für alle anderen hier sichtbar) völlig falsch einschätzt.
Für mich ist das Thema damit abgeschlossen. Es gibt keinen lauten Drummer und warum er hinter den Käfig soll ist logisch-rational nicht zu begründen. Oder sollte er garnicht? Vielleicht liegt da noch eine Fehlwahrnehmung von einem oder mehr der Beteiligten vor?
Wenn der Käfig eine völlig freiwillige Option wäre! - hätte keiner ein Problem damit. Aber diesen Käfig wie im konkreten Beispiel realitätsfern! zu rechtfertigen... das muß immer wieder zum Eigentor führen - insbesondere bei Drummern die durchschnittlich oder gar unterdurchschnittlich kraftvoll spielen.
Wenn wir genauso konsequent wie im Beispiel zukünftig alle Personen die es mit der Abbildung der Realität nicht so genau nehmen "strafend" oder schwarz-pädagogisch-"erziehend" in einen Käfig stecken wollen, dann sieht das Zukunftsszenario so aus:
Drummer im Käfig
Soundmann (Böser Mischer) im Käfig
Zuhörer jeweils im eigenen Käfig
Web in einem Käfig
Rest der Welt in einen Käfig
Sollte "Hupe" mitlesen?
Bitte eine kurze Videosequenz des Drummers vom Gig platzieren. Das würde vieles in Bezug zur infernalischen Lautstärke bzw. das sogenannte "zerdreschen des Sounds" durch den Drummer aufklären helfen.
Das meine ich ernsthaft. Ich würde sehr gerne was sehen.
Danke im Voraus
Lange lebe die Paartherapie! ![]()
Im Ernst... die ganze Zeit dreht sich eigentlich sehr viel um die "Nicht-Kommunikation".
Diesen Vorwurf kann man dem Drummer machen - aber mindestens ebenso dem "bösen" Mischer.
Gibt es keine Talkback-Einrichtung mehr? Kann man beim Soundcheck dem Drummer nicht mal sagen, ich lege Dein Powerdrumming "gagweise" mal kurz! lauter auf Deinen Monitor, damit Du mal hörst wieviel Dampf vor der Bühne von Dir ankommt!". Es gäbe noch 25 andere sicher noch bessere Möglichkeiten vor dem "mit der Sandschippe auf die Finger hauen" oder jemanden "sein Burgförmchen aus dem Sandkasten" wegzunehmen. Vielleicht sogar einfach mal zusammensetzen und sich argumentativ austauschen!
Es ist offensichtlich, dass 2 Personen sich direkter Kommunikation verschließen. Das kann theoretisch jeder halten wie er will. Nur ist das was daraus entsteht (wie in Eurem Fall) dann quasi klassisches Hochputschen wegen möglicherweise... sagen wir... Peanuts?
Andererseits alles menschlich und nicht verdammenswert - vielleicht eher traurig. Wobei ich froh bin derartige Dinge so niemals erlebt zu haben.
Mich würde brennend eine kurze Videosequenz des Drummers bei einem Gig interessieren. Zur Not ein Handy-File. Denn ich würde gerne mal sehen wie übertrieben der Drummer zu Werke geht. Das kann man in aller Regel recht gut durch die Auslenkung (Amplitude) der Cymbals aber auch die motorischen Wege der Gliedmaßen des Drummers erkennen. Ist da was aufzutreiben?
ZitatDer junge hat nicht mal geld um sich ne pommes zu kaufen geschweige den ein adreres drumset und schon garnicht für den techniker
Ja, ein netter Kollege hat das auch schon zitiert und diese Aussage zu Recht sehr deutlich kritisiert. Ich muß selbst auch nochmal. Wenn ich sowas lese, bleibt mir die Luft weg. Das ist menschlich unterste Schublade, jemanden geringere Kaufkraft zu unterstellen bzw. damit hausieren zu gehen. Das ist übler als alles was hier über einen PA-Soundmann gesagt werden könnte! Wobei ich von Anfang an immer sagte "vorausgesetzt es stimmt... dann wäre ...". Eben weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass emotional überschwappende Aussagen nicht immer die realsten Zustände wiedergeben. Aber wer jetzt näher an der Realtität ist... weiß ich immer noch nicht.
ZitatDavon ab sind Erziehungsversuche, die über den Monitorweg laufen und den Musiker bewusst sabotieren so dermassen unter aller Kanone, dass sie durch nix(!) zu rechtfertigen sind und hättest Du diesen Stunt bei mir abgezogen, lieber ray, hätten wir zwei mal auf einmal miteinander gearbeitet: Das erste und das letzte Mal!
Der Kollege Reed bringt es auf den Punkt!
ZITAT:
Zitat16.Interessant wird noch sein, ob Dustin nach dieser aktion in der Band bleiben darf.
Wie meinen? Man kann es mit "Machtgelüsten und Kontrollzwängen"
auch übertreiben. Das klingt ja fast so, als wolle der Saalmischer nun auch noch die Besetzung der Band zusammenstellen! Jetzt wird es surreal. Mein Tip um "Allmachtsphantasien"
zu entgehen: mal ein Instrument erlernen.
Das macht...
a.) Spaß
b.) steigert das seelische Wohlbefinden und führt zu Ausgeglichenheit
c.) ermöglicht es dann beim ersten Auftritt mal biorhythmisch SELBST zu erfassen wie es sich anfühlt vor Publikum etwas darzubieten. Und das dies mit unter auch einen erhöhten Puls bedeutet. Thema Perspektivübernahme: wie fühle ich mich als Drummer, wenn mir jemand Live absichtlich einen miesen Monitorsound macht!
ABER: es schadet auch Musikern nicht, sich mal mit den immensen Anforderungen von Live-Mixes zu befassen. Ich sehe nämlich PA-Menschen (insbesondere wenn sie nett sind) nicht! als Gegner sondern als kompetente Team-Partner! Es macht durchaus mal Sinn sich zu fragen wie gut man selbst in kurzer Zeit eine Band live abmischen würde. Denn auch da ist Streßresistenz eine nützliche Eigenschaft - neben immenser Fachkenntis (die man als PA-Mixer haben sollte).
Edits: Reed hat recht! Dann noch Zitate eingefügt... und diverse Fehler korrigiert. Aber immer noch genug übrig gelassen.
hahaha... wäre zu hoffen das der Markt das reguliert.
Andererseits, wer weiß womit er seine Machtgelüste nebenfinanziert? ![]()
Wenn er sich sogar einen abwaschbaren Käfig leisten kann.
ZitatDas Jordison-Signature-Kit ist deshalb aus der Billigpalette, weil es sich kaum einer der jungen Hype-Drummer als Masters-Version leisten könnte. Das Set von Copeland zeigt das Problem "hochwertiger" Signature-Produkte sehr deutlich. Viele würden es vielleicht kaufen, wenn der Preis nicht jenseits von 6000 € liegen würde.
Es gibt aber noch weitere gewichtige altersspezifische Gründe.
Garnicht überheblich gemeint, sondern eher "altersbiologisch". Viele jüngere Menschen neigen nun mal dazu, ihrem Idol nachzueifern, oder sich mit dessen "Optiken" zu schmücken. Fanshirt, Schal, Poster im Zimmer... und wie wäre es nun mit "seinem" Equipment.
"Sein" wirkliches teures Equipment ist aber in Anbetracht der vielen anderen kostspieligen Freizeitvergnügungen vieler heranwachsender für die wenigsten finanzierbar. 3 Handies, die X-Box 4711 und noch die Pay-Station müssen ja auch finanziert werden.
Insofern macht es (ohne es rechtfertigen zu wollen) Marketing- und ABSATZTECHNISCH durchaus Sinn, solche günstigeren Fanartikel auf den Markt zu bringen, die also nur ein paar optische Trademarks des "Stars" aufweisen.
Würde man das teure echte Original-Equipment auf den Markt bringen, ergäbe sich wiederum ein altersspezfisches Problem. Nicht nur, dass diverse junge Menschen sich dieses nicht kaufen könnten/würden (da entweder zu wenig Geld, oder zu viele andere "Geldschlünde")...
.... sondern sich in der Masse die älteren Herrschaften die in aller Regel aufgrund ihres eigenen Einkommens durchaus das TEURE Original-Star-Set kaufen könnten, sich nicht mehr so Fan-Loyal verhalten (Fußball bei einigen ausgenommen :-). Ab einem gewissen Lebensalter wissen die meisten:
a.) dass sie der Kauf von Equipment alleine nicht besser spielen läßt oder gar einem "Star" annähert
b.) wer sie selbst sind und schielen deutlich weniger auf andere als Vorbilder oder Leitbilder
c.) um ihre individuellen Wünsche. Möchten also eher ihrem eigenen (erwachsenen) Geschmack entsprechend Drumsets zusammenstellen und kein Clone-Set einer anderen Person.
Natürlich gibt es auch dafür Ausnahmen. Ich behaupte es somit nur in Bezug auf das statistische Mittel ![]()
Aber die potentielle Chance ein Low-Level-Entry Set weltweit 9453 mal zu verkaufen oder ein wirkliches Original-Star-Set der Oberklasse ganze 17 mal... das ist durchaus ein wesentlicher Unterschied in der Umsatz und! Gewinnbilanz einer Drumfirma. Sollte man nicht vergessen, bei derartigen Überlegungen.
Thanks für die ergänzenden Hinweise. Ich wollte nur sichergehen.
Dann ist der Typ gefährlich!
Insgesamt wirkt der ganze Thread in der Summe fast so als habe der Typ ein Problem mit Drummern. Vielleicht wollte er selbst mal einer werden und ist insgeheim neidisch? hahaha... wäre witzig wenn die "Lösung" so simpel wäre. Ich kann mich auch des Eindrucks nicht erwehren, das da wie erwähnt viel infantiles mitschwingt bzw. Machtstreben! Dazu gehört eben auch andere dauernd in die Schranken weisen zu wollen (sein "Gehege" für Dich etc. etc.). Letzteres mag bei manchem überragenden Bandleader noch irgendwie geduldet werden, ist aber im PA- Bereich eigentlich der "Vorab-Konkurs" Denn wer läßt sich als Auftraggeber sowas bieten?
Ich glaube auch das der Stall für Drummer nur ein Randdetail der ganzen Story ist... sicher ein symbolisches. Aber eben da doch viel mehr! nicht in Ordnung ist bzw. bei ihm aus dem Ruder läuft. Aber das hast Du ja jetzt hinter Dir.
Ich muß gestehen: seine Fähigkeiten (selbst wenn sie vorhanden sein sollten) würden mich nach diesen ganzen Auflistungen garnicht mehr interessieren. Der könnte für mich wie ein Gott mischen: das was Du schilderst wäre in der Summe für mich so ein KO-Kriterium das ich fast jeden anderen Mischer vorziehen würde.
Es kann nur besser werden!
P.S: weiß der eigentlich von diesem Thread? ![]()
Edit: Ein Buchstabendreher entfernt. Sonst nix.
Ganz sachlich ohne! Wertung:
Jin Bao (wie die anderen 4-5 sehr umtriebigen! "hoher Produkt-Output pro Quartal" chinesischen OEM-Firmen) fertigen eben das, was der Auftraggeber! will. Viele Auftraggeber/Direktimporteure etc. nutzen ehemals klangvolle Namen (Hayman, Trixon, sonstwas)... suchen einen der ihnen bei günstiger Fertigung eine sehr hohe Gewinnmarge verspricht...
... und erhoffen sich dann mit diesem ehemals bekannten oder zumindest irgendwo schon mal gehörten
Namen "ihr" Produkt abzusetzen.
Das gibt es in unendlich vielen Branchen.