Ich würde Dir gerne empfehlen mal einen erfahrenen Drummer auf ein Bier einzuladen, der Dir beim Stimmen hilft. Du wirst höllisch profitieren.
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Bei tief gestimmtem Resofell stimmt das Pfund einigermaßen (toll ist was anderes), aber es entsteht ein sehr lang stehender Ton, der aber sehr tief ist.
Bei Mikroabnahme ist das einfach unvertretbar.
Diese Aussage (sollte ich sie richtig verstehen) klingt nämlich sehr danach, als hättest Du einen relativ "reinen", tiefen Grundton (sofern es den bei Drums überhaupt gibt, ich habe das bewußt sehr vereinfacht formuliert) schon mal gefunden. Den lieben viele Drummer! Ein langer stehender Ton ohne abzufallen oder nach oben hochzuziehen und beleg für einen recht frei klingenden Kessel ist, der sein Soundspektrum ungehemmt entfaltet! Der ist oftmals Beleg für ein gutes sauberes Klangpotential der entsprechenden Trommel. Nochmals: diesen Sound sucht mancher Drummer!
Erfahrene haben diesen Ton (passable Trommel vorausgesetzt) in 2-3 Minuten... weniger erfahrene länger bzw. "entdecken" ihn per Zufall irgendwann... stimmen aber weil sie die Soundgüte nicht als solche warhnehmen/erkennen oder das mitvibrieren ihres Zwerchfells oder anderer Organe
nicht bemerken im worst case wieder davon weg! Und verbringen dann mitunter stunden
Wie ein Kapitän ohne Nautik, der eigentlich schon mehrfach dicht am Heimathafen ´dran war, aber ihn nicht sieht und den Kurs ändern läßt.
Wenn der lange sauber ausklingende Ton wirklich als extrem störend und überlang empfunden wird, könnte man den wenn er nervt mit etwas! Dämpfung kürzen. Manche empfehlen noch durch verschiedene "Stimmtricks" den Grundton durch "verstimmen" zu verkürzen. Was ich persönlich überhaupt nicht mag.
Egal, für mich klingt das so, als seist Du schon mal ganz dicht! an einem feinen Sound (zumindest für das empfinden vieler ´dran) aber könntest ihn noch nicht "würdigen". Das hat auch viel mit Hörerfahrung zu tun bzw. abstrahieren zu können wie Drums auf polierten CD´s klingen und wie sie in NATURA! klingen.
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Bei den Racktoms ist wie gesagt auch nur das 10er vertretbar, das 12er eiert tonal auch nach stundenlangem Stimmen.
Bei leichtem Anschlag ist es in Ordnung, aber wenn ich stärker draufhau, macht es nur Buuuii.
Auch diese Aussage spricht dafür das Dir manche "Wirkprinzipien" zwischen Tuning und Stock- und Körperinput ("Schlagimpulsstärke") VIELLEICHT! noch nicht ganz klar sind. Das ist keine Kritik, ganz sachlich.
Je stärker Du ´draufhaust, umso mehr wird das Schlagfell gedehnt. Natürlich ändert sich dadurch auch die Tonhöhe. Je nach muskulärem Input (dem Ausmaß des Schlagimpulses un der Felldehnung) und vorgenommenen Tuning kann es dann zu einem Mißverhältnis zwischen Schlag- und Resofell kommen. Es kann aber auch schon vorher bestehen... aber das führt hier zu weit.
Diese (und andere) elementaren Wirkprinzipen hat die Mehrzahl aller Drummer nicht verinnerlicht bzw. genauer: garnicht! verstanden. Auch das meine ich nicht überheblich - nur erklärt es den suboptimalen Sound diverser Drummer, selbst wenn sie eigentlich (materialtechnisch und verarbeitungstechnisch betrachtet) hochwertige Drums besitzen. Durch ein Mißverhältnis zwischen Schlag und Resonanzfell kann es zu dem von Dir als "Buuuii" benanntem Sound kommen. Den viele übrigens kennen - höchstens mal lautmalerisch minimal anders beschreiben bzw. buchstabieren.
Der Hinweis des Kollegen auf die IMMENSE Bedeutung der Raumakustik ist völlig korrekt. Trotzdem hege ich die Vermutung, dass Du bei 1-2 Terminen mit einem erfahrenen Stimmer an Deiner Seite höllisch profitieren wirst.
Viel Erfolg
P.S: am Drumset liegt es nicht!