Beiträge von Drumstudio1

    Interessantes Thema. Ich gehe da sehr individuell vor und befolge keine Tips aus Recording-Fibeln (was vielleicht ein Fehler ist). Ich teste immer nur über eigenes Gehörempfinden. Ich mache somit sicher fast nichts richtig... vielleicht sogar vieles falsch... würde aber jedem gerne empfehlen, der sich für alternative oder einfach "andere" Recordingmethoden interessiert (und die Muße dafür hat) einfach viel auszuprobieren. Der Erkenntnisgewinn und die Schulung des Gehörs sowie u.a. das registrieren von Laufzeitunterschieden wird immens sein. Man hört hinterher Dinge, von deren Existenz man Jahre vorher selbst bei aufgerissener Endstufe NICHTS gehört bzw. wahrgenonmmen hat.


    Im Idealfall auch alle Entfernungen dokumentieren! und kurze genormte! Drumparts als Files speichern. Dann kann man loops basteln und mittels wieder und wieder :-)durchgeführter A-B-Vergleiche oftmals sehr interessante Dinge feststellen und außerdem sein Gerhör FEINKALIBRIEREN und die Sinne (Hörwahrnehmung, "Diskriminanzleistung" etc.)schärfen. Die Files und Loops sind UNERLÄßLICH um wirklich unvoreingenommen Vergleiche anstellen zu können. Auch mal einen Tag später, wenn die Birne wieder frisch ist. Audio-Analyzing geht wahnsinnig an die Substanz. Auch wichtig: Komplexe Klangstrukturen verblassen in unserem auditiven Gedächtnis oftmals in wenigen hundert Millisekunden (Melodien nicht, die können wir nach einmal hören oftmals noch 100 + X Jahre lang nachpfeifen)... aber gerade feine Nuancen durch leichte Mikrofonveränderungen sind ganz schnell vergessen oder schöngeredet bzw. "verklärt-erinnert". Auch deswegen sind Files zum Vergleichen von Klangparametern oder Mikrofon(positions)veränderungen SO IMMENS WICHTIG.

    Gerade ein Mikro unter dem Ride ist aufnahmetechnisch oftmals fantastisch. Es ist beindruckend wie wohl-dosiert man da Bell-Power oder "Overall-Ride"-Sound je nach Gusto bzw. Mikroausrichtung dosieren kann. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Übersprechen, da ein Close Mike unter dem Ride quasi wie unter dem Regenschirm tendenziell etwas abgeschirmt ist und nicht sooo viel Umgebungssound einfängt. Man kann also recht subtil auf den Ride-Sound Einfluß nehmen ohne zuviel der Umgebung zu beeinflussen. Auch ist der Attack und der Signal Output deutlich extremer, da man das Mikro sehr nah an die klassischen Auftreff-Flächen des Sticks richten kann. Das kann man bei einer Mikroausrichtung von oben oder seitlich ja in aller Regel nicht. Weil der Stock und die Hand ja auch ausholen müssen und das Mikro da im Weg wäre, bzw. niemals so dicht an die Auftreffstellen herangefürht werden kann. Durch den immensen Attack und den hohen Volume-Output kann man auch bei der Ride "von unten"-Mikrofonierung den Gain am Pult sehr weit! zurückdrehen. Dies bewirkt bei den meisten von uns die bezahlbare Mischpulte haben, sofort auch eine Klangverbesseung, da weniger Aufriß beim Gain weniger Rauschen, weniger Verzerrung und insbesondere! weniger Klangverfärbung bedeutet. Auch das ist wie ich oft feststelle hörbar. Je schlechter das Pult umso deutlicher!


    Aber für Bar-Jazz würde man diesen Ride-Sound nicht verwenden wollen :-). Da er zu dominierund und je nach Mikroposition auch zu steril, kalt oder gar brutal klingen kann. Aber wenn man ihn etwas unter den normalen Overhead-Sound "unterfüttert" geht die Sonne auf. Eine wunderbare Methode! Für Pop, aber insbesondere Rock und viele Metalspielformen sowieso gut geeignet, da man je nach Ausrichtung des Mikros einen Bellsound der wie "Messer durch Butter schneidet" basteln kann. Da wo viele vorher auf den Neukauf eines Metal-Rides mit übergroßer Kuppe sparten... :) tut sich alleine durch diese Mikrofonierung je nach Position (aber altem Cymbal) ein ganz neuer Klanghorizont auf.

    Von Phasenproblem kann ich glücklicherweise nichts berichten.

    Folgendes mache ich gerne mal:
    Overhead Links (Zuschauer-/Zuhörerperspektive) sehr dicht über Crash 2 und Overhead rechts sehr dicht über Crash 1. Wirklich deutlich dichter als in klassischen Oberheadentfernungen. Dazu ein separates Mikro für Hihat und eines unter dem Ride (ich platziere es zwischen Kuppe und mitte des Rides. Somit wird dadurch sowohl der "normale" Ping-Sound ohne Kuppenspiel als auch die Bellsounds toll aufgezeichnet).

    Somit hat man 4 Mikros für Cymbals die aber streng genommen in vielen Drum-Recordinganwendungen auch verwendet werden. Einziger Unterschied eben die deutlich DICHTERE! Platzierung an den Crashes und das Ride von unten. Da phased bei mir hörbar nichts. Warum auch? Fatale Laufzeitunterschiede müßten doch eher bei größeren/unterschiedlichen Distanzen von den Mikros zu den Klangquellen auftreten. Wenn aber alle Mikes nahezu gleichweit von der Klangquelle entfernt sind... in meinem Falle sehr dicht ´dran... da erwarte ich kein so nennenswertes Phasing und habe es auch so nicht erlebt. Vielleicht hatte ich auch nur Glück! oder mache einen "logischen Gedankenfehler" :-)... aber wie gesagt, es war nie Phasing ein Problem.

    Nachteil ist, dass bei dem "nahezu" closed miked-Overheads die Crashes natürlich deutlich über dem Drumsound dominieren. Oftmals wendet man Overheads ja auch gerne für die Stereoabbildung des gesamten Drumsets an und eben nicht nur (wie manche vermuten) für die Cymbalabbildung. Die Stereoabbildung des Drumsets ist zwar bei mir auch noch gegeben - aber eben subtiler :)

    Alles Geschmackssache.

    Kommen weitere Chinas, Splashes hinzu... wähle ich einen anderen Kompromiß. Bevor ich für diese noch weitere Mikros anschließe und komplette Kanalzüge belege... gruppiere ich diese sehr! nah um die dicht über den Crashes befindlichen Overheads. Das sieht zwar idiotisch aus... ermöglicht aber dass diese sehr direktl mit aufgezeichnet werden und das ich durch (hoffentlich) clevere Anordnung von Chinas und Splashes diese auch sehr geschickt im Stereo-Panarama anordnen kann. Wohlgemerkt: ohne noch irgendein weiteres Mikro oder ´nen Kanalzug opfern zu müssen.


    Um im Beispiel zu bleiben China 1 (höher in der Tonhöhe) sehr nahe an Crash 2 und dem Overhead-Mikro dort und
    China 2 (tiefer in der Tonhöhe) sehr nahe an Crash 1 und dem Overhead Mikro dort.
    Oder umgekehrt. Analog mit Splashes etc.


    Auch das hat sich durch unzählige Versuche ergeben. Ehemalige Versuche jedem! Becken ein eigenes Mikro zu geben... klangen nicht gut - sondern schlechter, hörbar!schlechter als obige Methode. Es gab so viel hochfrequentes Sizzeln und Einstreuen von jedem zu allem. Hätte ich ohne Ausprobieren vorher auch nicht gedacht.


    Als Mikros verwende ich diverse Großmembraner. Das AT 4040 fand ich unter dem Ride super. Zumal das noch bezahlbar ist. Auch das C4000 (leider spürbar teurer) klingt da gut. Für Overheads die (wie oben erwähnt, bei mir oft deutlich closer als im "normalen" Overhead-Einsatz sind) C4000 oder Rhode NT2. Ich glaube aber das dies für die oben erwähnten prinzipiellen Anwendungen garnicht wesentlich ist. Das dürfte auch mit anderen Mikros funktionieren... ausprobieren, ob es klanglich gefällt oder als Bullshit empfunden wird :)


    edits: nur die verfluchte Rechtschreibung

    Genau. In der Bass habe ich den auch öfters. Da kann man bei neuen Kicks am besten das Tiefbass-Verhältnis ohne Raumeinflüsse testen. Und erkennt dann doch mitunter massive Klang-Unterschiede je nach Kesselbau und Holzsorte. Wir dürfen es nur nicht unserem HNO Ärzten mitteilen.


    Ich hocke oder liege dann halb in der Bass und halte den rechten Arm so weit raus, dass ich mit einem Drumstick oder Hardwaregestäönge auf das Pedal drücken kann (sieht aus wie Mr. Bean bei der Frühgymnastik... vermute ich... zum Glück sehe ich mich bei dieser Nonsensanwendung nicht selbst) :)


    Wobei May nochmal extremer ist, da das Resonanzfell ja auch Reflektionen erzeugt. An dem Trick meinen Kopf ´drin zu haben und das Resofell aufzuziehen arbeite ich noch :)
    Insofern gibt eine Bass nur einen ersten Hinweis... auf den Sound im Kessel. Bei Toms und Snare mit montierten Resos ist es deutlich extremer. Auch weil die Kessel ja viel kleiner sind.

    Ich hatte die damals für alles. Kick, Snare, Toms, bei meinem alten Artstar 1.
    Mit der etwas teureren EV-bestückten "Ei-"Mikrovariante, als Neodym noch als "Raumfahrttechnologie" galt :)

    Ich hatte 2 Ausfälle bei Gigs bzw. im Anschluß, weil irgendwie die Zugentlastung der Kabel nicht wirkte... oder die EV-Mikros kaputt gingen... keine Ahnung. Darüber erhielt ich nach Rückgabe niemals Aufschluß. Es kam zu unzähligen Schriftwechseln mit dem Shop wo ich sie gekauft hatte und parallel dem damaligen Vertrieb weil keiner helfen wollte. Damals war der Service für Endkunden noch schlechter als heute. Man wollte mir dauernd erzählen alles sei ganz toll, und niemals in der Welt sei je irgendjemand eines der Mikrofone ausgefallen... und mir gleich 2 mal? Schrecklich war das. Aber das war Anfang der Neunziger! Die Ausfälle sind bei derartigen Systemen sollten sie vorkommen, natürlich unpraktisch hoch zehn, da man eben mindestens ein Fell komplett entfernen muß, dann die Kabelzuführung überprüfen muß... sollte es nun gehen wieder das Fell aufziehen etc. etc.


    Die Vorteile: logischerweise kaum Übersprechen, da ja jedes Mikro quasi in seiner eigenen Welt existiert und von allen anderen Klangquellen recht gut abgeschirmt ist.
    Recht viel Dampf bzw. Signal-Power, da die Mikros ja sehr dicht an der Klangentwicklung sind und im Kessel selbst die Schlagpower sich ja "quasi nicht verflüchtigt" :)


    Nachteile: die Klangquellen Snare oder Toms müssen massivst! mit EQ bearbeitet werden. Eben da im Kesselinnern durch die Abgeschlossenheit der Klangquelle UND die Schall-Reflektionen der Kesseloberfläche sowie der Schlag und Resonanzefelle ein Klangspektrum vorherrscht, von denen die meisten Drummer keine Vorstellung haben. Da man eher selten seinen Kopf (inklusive Ohren) da reinbekommt. Ohne massive Klangbearbeitung kann es sehr schnell TOPFIG! oder wie in einer "Dose" (hahaha) oder "Röhre" klingen...
    ...das ist in Worten schwer zu beschreiben. Aber Grund dafür sind eben die Reflektionen (die in kleinen röhrenförmigen Räumen/Umgebungen ja auch den Sound massivst prägen).


    Gerade bei der Snare (insbesondere bei Metallkessel-Snares) müssen die Mitten massiv abgesenkt werden. Auch der direkte Teppichsound kann einen in seinem drahtig-mittigen-bissigen Klangspektrum meschugge machen.


    Bei Toms (je nach Tuning) fängt man sich auch schnell sehr viel tiefmitten und bass ein, der ohne massive Absenkung in kaum einen Bandmix Platz hätte.


    Das ist natürlich kein KO-Kriterium. Überhaupt nicht, sondern nur Geschmackssache. Die akustische Isolation jeder Klangquelle, klingt für manche eben eher steril, andere sind von ihren Vorteilen begeistert. Das "andere" Arbeiten mit EQ´s ist auch kein Ausschlußkriterium... sondern nur eine Umstellung. Nur sollte man eben ein Mischpult mit ausreichendem EQ-Einfluß (mindestens 3 Band) haben.

    @ Hupe
    Erstmal tausend Dank für das Video posten und den sicher nicht unerheblichen zeitlichen Aufwand. Das war sehr nett von Dir!


    Machmal sind es die kleinen Dinge, die einer bislang größtenteils auf Vermutungen basierenden Diskussion eine ganz neue (rationalere) Sichtweise geben.

    Ich darf auch festhalten: wenn man die Bewegungsabläufe genau beobachtet, dann ist völlig unstrittig:
    Das von "zerdroschen" oder "lautem Drummer" oder "wie besessen" oder was auch immer: NICHTS, aber auch garnichts übrig bleibt. Dieser Vorwurf ist nach Sichtung des Videos unhaltbar! Das hat auch nix mit Zusammenhalt unter der Drumcommunity zu tun. Diese Aussagen sind faktisch für jeden Musiker oder musikinteressierten! nun als haltlos überprüfbar. Oder hat der Drummer nur für die Handy-Aufnahme gemeinerweise leiser gespielt? :)


    Insofern ist auch fraglich ob man einseitig einen jungen Menschen outen soll/darf bzw. dessen (angeblichen) Realitätsverlust... wenn man scheinbar selbst die Realität zumindest teilweise (und spätestens mit dem Video für alle anderen hier sichtbar) völlig falsch einschätzt.


    Für mich ist das Thema damit abgeschlossen. Es gibt keinen lauten Drummer und warum er hinter den Käfig soll ist logisch-rational nicht zu begründen. Oder sollte er garnicht? Vielleicht liegt da noch eine Fehlwahrnehmung von einem oder mehr der Beteiligten vor? :) Wenn der Käfig eine völlig freiwillige Option wäre! - hätte keiner ein Problem damit. Aber diesen Käfig wie im konkreten Beispiel realitätsfern! zu rechtfertigen... das muß immer wieder zum Eigentor führen - insbesondere bei Drummern die durchschnittlich oder gar unterdurchschnittlich kraftvoll spielen.


    Wenn wir genauso konsequent wie im Beispiel zukünftig alle Personen die es mit der Abbildung der Realität nicht so genau nehmen "strafend" oder schwarz-pädagogisch-"erziehend" in einen Käfig stecken wollen, dann sieht das Zukunftsszenario so aus:
    Drummer im Käfig
    Soundmann (Böser Mischer) im Käfig
    Zuhörer jeweils im eigenen Käfig
    Web in einem Käfig
    Rest der Welt in einen Käfig

    Sollte "Hupe" mitlesen?


    Bitte eine kurze Videosequenz des Drummers vom Gig platzieren. Das würde vieles in Bezug zur infernalischen Lautstärke bzw. das sogenannte "zerdreschen des Sounds" durch den Drummer aufklären helfen.


    Das meine ich ernsthaft. Ich würde sehr gerne was sehen.
    Danke im Voraus

    Lange lebe die Paartherapie! :)


    Im Ernst... die ganze Zeit dreht sich eigentlich sehr viel um die "Nicht-Kommunikation".


    Diesen Vorwurf kann man dem Drummer machen - aber mindestens ebenso dem "bösen" Mischer.


    Gibt es keine Talkback-Einrichtung mehr? Kann man beim Soundcheck dem Drummer nicht mal sagen, ich lege Dein Powerdrumming "gagweise" mal kurz! lauter auf Deinen Monitor, damit Du mal hörst wieviel Dampf vor der Bühne von Dir ankommt!". Es gäbe noch 25 andere sicher noch bessere Möglichkeiten vor dem "mit der Sandschippe auf die Finger hauen" oder jemanden "sein Burgförmchen aus dem Sandkasten" wegzunehmen. Vielleicht sogar einfach mal zusammensetzen und sich argumentativ austauschen!


    Es ist offensichtlich, dass 2 Personen sich direkter Kommunikation verschließen. Das kann theoretisch jeder halten wie er will. Nur ist das was daraus entsteht (wie in Eurem Fall) dann quasi klassisches Hochputschen wegen möglicherweise... sagen wir... Peanuts?


    Andererseits alles menschlich und nicht verdammenswert - vielleicht eher traurig. Wobei ich froh bin derartige Dinge so niemals erlebt zu haben.


    Mich würde brennend eine kurze Videosequenz des Drummers bei einem Gig interessieren. Zur Not ein Handy-File. Denn ich würde gerne mal sehen wie übertrieben der Drummer zu Werke geht. Das kann man in aller Regel recht gut durch die Auslenkung (Amplitude) der Cymbals aber auch die motorischen Wege der Gliedmaßen des Drummers erkennen. Ist da was aufzutreiben?


    Zitat

    Der junge hat nicht mal geld um sich ne pommes zu kaufen geschweige den ein adreres drumset und schon garnicht für den techniker


    Ja, ein netter Kollege hat das auch schon zitiert und diese Aussage zu Recht sehr deutlich kritisiert. Ich muß selbst auch nochmal. Wenn ich sowas lese, bleibt mir die Luft weg. Das ist menschlich unterste Schublade, jemanden geringere Kaufkraft zu unterstellen bzw. damit hausieren zu gehen. Das ist übler als alles was hier über einen PA-Soundmann gesagt werden könnte! Wobei ich von Anfang an immer sagte "vorausgesetzt es stimmt... dann wäre ...". Eben weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass emotional überschwappende Aussagen nicht immer die realsten Zustände wiedergeben. Aber wer jetzt näher an der Realtität ist... weiß ich immer noch nicht.


    Zitat

    Davon ab sind Erziehungsversuche, die über den Monitorweg laufen und den Musiker bewusst sabotieren so dermassen unter aller Kanone, dass sie durch nix(!) zu rechtfertigen sind und hättest Du diesen Stunt bei mir abgezogen, lieber ray, hätten wir zwei mal auf einmal miteinander gearbeitet: Das erste und das letzte Mal!


    Der Kollege Reed bringt es auf den Punkt!


    ZITAT:

    Zitat

    16.Interessant wird noch sein, ob Dustin nach dieser aktion in der Band bleiben darf.


    Wie meinen? Man kann es mit "Machtgelüsten und Kontrollzwängen" :) auch übertreiben. Das klingt ja fast so, als wolle der Saalmischer nun auch noch die Besetzung der Band zusammenstellen! Jetzt wird es surreal. Mein Tip um "Allmachtsphantasien" :) zu entgehen: mal ein Instrument erlernen.


    Das macht...
    a.) Spaß
    b.) steigert das seelische Wohlbefinden und führt zu Ausgeglichenheit
    c.) ermöglicht es dann beim ersten Auftritt mal biorhythmisch SELBST zu erfassen wie es sich anfühlt vor Publikum etwas darzubieten. Und das dies mit unter auch einen erhöhten Puls bedeutet. Thema Perspektivübernahme: wie fühle ich mich als Drummer, wenn mir jemand Live absichtlich einen miesen Monitorsound macht!


    ABER: es schadet auch Musikern nicht, sich mal mit den immensen Anforderungen von Live-Mixes zu befassen. Ich sehe nämlich PA-Menschen (insbesondere wenn sie nett sind) nicht! als Gegner sondern als kompetente Team-Partner! Es macht durchaus mal Sinn sich zu fragen wie gut man selbst in kurzer Zeit eine Band live abmischen würde. Denn auch da ist Streßresistenz eine nützliche Eigenschaft - neben immenser Fachkenntis (die man als PA-Mixer haben sollte).


    Edits: Reed hat recht! Dann noch Zitate eingefügt... und diverse Fehler korrigiert. Aber immer noch genug übrig gelassen.

    Zitat

    Das Jordison-Signature-Kit ist deshalb aus der Billigpalette, weil es sich kaum einer der jungen Hype-Drummer als Masters-Version leisten könnte. Das Set von Copeland zeigt das Problem "hochwertiger" Signature-Produkte sehr deutlich. Viele würden es vielleicht kaufen, wenn der Preis nicht jenseits von 6000 € liegen würde.


    Es gibt aber noch weitere gewichtige altersspezifische Gründe.


    Garnicht überheblich gemeint, sondern eher "altersbiologisch". Viele jüngere Menschen neigen nun mal dazu, ihrem Idol nachzueifern, oder sich mit dessen "Optiken" zu schmücken. Fanshirt, Schal, Poster im Zimmer... und wie wäre es nun mit "seinem" Equipment.


    "Sein" wirkliches teures Equipment ist aber in Anbetracht der vielen anderen kostspieligen Freizeitvergnügungen vieler heranwachsender für die wenigsten finanzierbar. 3 Handies, die X-Box 4711 und noch die Pay-Station müssen ja auch finanziert werden.


    Insofern macht es (ohne es rechtfertigen zu wollen) Marketing- und ABSATZTECHNISCH durchaus Sinn, solche günstigeren Fanartikel auf den Markt zu bringen, die also nur ein paar optische Trademarks des "Stars" aufweisen.


    Würde man das teure echte Original-Equipment auf den Markt bringen, ergäbe sich wiederum ein altersspezfisches Problem. Nicht nur, dass diverse junge Menschen sich dieses nicht kaufen könnten/würden (da entweder zu wenig Geld, oder zu viele andere "Geldschlünde")...


    .... sondern sich in der Masse die älteren Herrschaften die in aller Regel aufgrund ihres eigenen Einkommens durchaus das TEURE Original-Star-Set kaufen könnten, sich nicht mehr so Fan-Loyal verhalten (Fußball bei einigen ausgenommen :-). Ab einem gewissen Lebensalter wissen die meisten:


    a.) dass sie der Kauf von Equipment alleine nicht besser spielen läßt oder gar einem "Star" annähert
    b.) wer sie selbst sind und schielen deutlich weniger auf andere als Vorbilder oder Leitbilder
    c.) um ihre individuellen Wünsche. Möchten also eher ihrem eigenen (erwachsenen) Geschmack entsprechend Drumsets zusammenstellen und kein Clone-Set einer anderen Person.


    Natürlich gibt es auch dafür Ausnahmen. Ich behaupte es somit nur in Bezug auf das statistische Mittel :)


    Aber die potentielle Chance ein Low-Level-Entry Set weltweit 9453 mal zu verkaufen oder ein wirkliches Original-Star-Set der Oberklasse ganze 17 mal... das ist durchaus ein wesentlicher Unterschied in der Umsatz und! Gewinnbilanz einer Drumfirma. Sollte man nicht vergessen, bei derartigen Überlegungen.

    Thanks für die ergänzenden Hinweise. Ich wollte nur sichergehen.

    Dann ist der Typ gefährlich!


    Insgesamt wirkt der ganze Thread in der Summe fast so als habe der Typ ein Problem mit Drummern. Vielleicht wollte er selbst mal einer werden und ist insgeheim neidisch? hahaha... wäre witzig wenn die "Lösung" so simpel wäre. Ich kann mich auch des Eindrucks nicht erwehren, das da wie erwähnt viel infantiles mitschwingt bzw. Machtstreben! Dazu gehört eben auch andere dauernd in die Schranken weisen zu wollen (sein "Gehege" für Dich etc. etc.). Letzteres mag bei manchem überragenden Bandleader noch irgendwie geduldet werden, ist aber im PA- Bereich eigentlich der "Vorab-Konkurs" Denn wer läßt sich als Auftraggeber sowas bieten?


    Ich glaube auch das der Stall für Drummer nur ein Randdetail der ganzen Story ist... sicher ein symbolisches. Aber eben da doch viel mehr! nicht in Ordnung ist bzw. bei ihm aus dem Ruder läuft. Aber das hast Du ja jetzt hinter Dir.


    Ich muß gestehen: seine Fähigkeiten (selbst wenn sie vorhanden sein sollten) würden mich nach diesen ganzen Auflistungen garnicht mehr interessieren. Der könnte für mich wie ein Gott mischen: das was Du schilderst wäre in der Summe für mich so ein KO-Kriterium das ich fast jeden anderen Mischer vorziehen würde.


    Es kann nur besser werden!


    P.S: weiß der eigentlich von diesem Thread? :)


    Edit: Ein Buchstabendreher entfernt. Sonst nix.

    Ganz sachlich ohne! Wertung:


    Jin Bao (wie die anderen 4-5 sehr umtriebigen! "hoher Produkt-Output pro Quartal" chinesischen OEM-Firmen) fertigen eben das, was der Auftraggeber! will. Viele Auftraggeber/Direktimporteure etc. nutzen ehemals klangvolle Namen (Hayman, Trixon, sonstwas)... suchen einen der ihnen bei günstiger Fertigung eine sehr hohe Gewinnmarge verspricht...


    ... und erhoffen sich dann mit diesem ehemals bekannten oder zumindest irgendwo schon mal gehörten :) Namen "ihr" Produkt abzusetzen.


    Das gibt es in unendlich vielen Branchen.

    Sollte Dein Bericht stimmen (und nicht durch subjektive Fehlwahrnemung zustandekommen, was gerne mal passiert und nur menschlich ist, wenn man jemand nicht eldien kann), wäre das der Gipfel.


    Alleine das hier (sollte es stimmen)...

    Zitat

    Als wäre das noch nicht genug, fing der Mischer ABSICHTLICH an,
    mir meine Drums aufm Ohr immer lauter zu machen, um mich so zu "drosseln".


    ... wäre der Hammer. Da werde ich fast schon beim lesen und der Vorstellung eines derartigen Vorgangs gereizt.



    Zitat

    In der Setpause ging er ohne mein Wissen an das Monitorpult und drehte Keys, Vocals usw... aus meinen Hörern nahezu
    vollständig raus.


    Das wäre (wiederum sollte es so stimmen) rein sachlich: SABOTAGE eines Gigs!


    Zitat

    Was ist eure Meinung dazu? Ich finde das nicht nur unproffesionell, ich finds schon assozial!


    Ich finde es vorrangig infantil bzw. wirklich Sabotage-artig.


    Sollte Deine Sicht der Dinge stimmen, müßte man streng genommen vor dieser Person WARNEN!


    Zitat

    Nebenbei bemerkt: Er hat nicht einmal erwähnt das ich zu laut wäre, dabei hätte ich leiser gespielt.....


    Dieses Statement wiederum macht mich eher nachdenklich. Warst Du jetzt zu laut? Oder wolltest Du ihn auch etwas auflaufen lassen? Dein Satz würde dem PA-Menschen nachträglich fast eine Steilvorlage für eine Rechtfertigung bieten.... so im Sinne von... "ich weiß zwar das ich viel zu laut bin, aber solange er mich nicht darauf anspricht, ändere ich garnichts und laß´ ihn mal wurschteln". "Solange er mich nicht anspricht sage ich selbst dann nichts, wenn er mit all seinen technischen Mitteln versucht meine Live-Drum-Leistung zu konterkarieren". Dieses "nicht-kommunizieren" (de fakto kommuniziert man dadurch übrigens auch!) wäre nämlich von beiden Seiten die destruktivste Umgehensweise miteinander die denkbar ist. Aber vielleicht ist der Satz von Dir anders gemeint bzw. ich deute ihn total falsch?

    Bei 14" ! empfinde ich 6 Stimmschrauben pro Seite für unerfahrene Stimmer und insbesondere bei super-miesen Billig-Hoops als mittlere Katastrophe. Das kommt tatsächlich noch ab und zu bei No-Name Ultra-Billigprodukten alles in Kombination zusammen.


    Miese 14" Snare, übelste Spannreifen, 6 Stimmschrauben pro Seite.... und im "Idealfall" noch supermiese Felle. Und der unerfahrene Rookie kauft es und fängt sich aufgrund der miesen Qualität des Produktes und seiner Unerfahrenheit unkontrollierbare Obertöne und eine nicht handelbare Teppich-Response ein, die ihn zum Wahnsinn treiben.


    Aber bei dem oben genannten im Thread-Start genannten Snare Produkt ist das alles nicht gegeben:


    Bei 13" ! sieht die "Zentimeter bis zur nächsten Stimmschraube-Ratio" schon etwas :) anders aus. Auch ansonsten sind jene Dinge, die meist bei den am Markt erhältlichen No-Name-Snares siehe oben, nicht gegeben. Insofern sehe ich in den 6-Stimmschrauben natürlich auch etwas unübliches - aber nicht per se einen Stirnrunzler.


    Und überhaupt: vielleicht wollte der Künstler das genau so haben. Wer weiß das schon? Es gibt ja auch diverse begehrte Vintagesnares die in Sachen Stimmschrauben manches Kuriosum bieten. Da würde auch keiner wagen zu "maulen" :)


    Sayonara

    Zitat

    wobei schwarze hardware vor allem am kessel durchaus pflegeleichter ist als chrome ... hab cih die erfahrung gemacht ... nach gigs oder ähnlichem gibts bei Black keine wasser rückstände oder flugrost auf der HW im gegensatz zu chrome..


    Deine Erfahrung in Ehren. Sie ist eine Ausnahme!


    Prinzipiell sind die meisten schwarzen "Powder-Coating", "Lack"- oder gar "Black Nickel"-Optionen wesentlich anfälliger als die wertigen Verchromungen die einige der großen Markenfirmen seit Jahren etabliert haben. Insbesondere gegenüber REIBUNG und Stöße (die bei Black-Oberflächen diverser Herstellungsverfahren sehr schnell ein Abplatzen bewirken). Klingt jetzt vielleicht zweideutig - ich meine es aber nicht so!


    So sehr ich schwarze Hardware optisch mag: so eindrücklich muß man klarstellen, dass diese sehr sorgsam behandelt werden muß. In aller Regel wesentlich umsichtiger als wertige Verchromungen.


    Wer womöglich Stative übereinander in ein Case legt oder "pfeffert", wird da sehr schnell die Unterschiede zu wertigen Verchromungen im Handling feststellen. Aber auch bei Hoops beim normalen Drumming etc. etc.

    Steve


    Da irrst Du. Wir reden im Forum übrigens öfters aneinander vorbei. Ich kenne nahezu alle Zeitphasen von Paicey.


    Ich habe hier ganz bewußt etwas gepostet, was ich! wunderschön finde und von dem ich sehr stark vermute, dass es


    a.) vielen Musikfreunden auch gefällt - oder sich mancher wieder erinnert!


    oder


    b.) manche nicht wußten, dass es da eine sehr fruchtbare zusammenarbeit zwischen Moore und Paice gab.


    Und was ein Künstler selbst zu seinen Bandstationen sagt... muß für Konsumenten nicht gelten. Da darf der eigene Geschmack durchaus mitreden.


    Ian Paice hat gerade! mit Gary Moore fantastische Musik gemacht... ob es ihm paßt oder nicht! :)
    Übrigens gab es damals eine geile Sendung in Australien ROCKSCHOOL oder "School goes to rock" oder so ähnlich :) Da sieht man Paice so about 1984 mit Moore im Proberaum. Bestens! aufgelegt. Paice demonstriert auch einige typische Schmankerl´ als Solist. Habe ich auch auf VHS.... seit Jahrzehnten extra aus Australien als Videotape schicken lassen.


    Corridors of Power und die Victims of the future sind fantastische Scheiben... die jeder der Rock zur Schnittmenge Hardrock liebt, haben muß!


    Hätte ich hier Paice und Deep Purple vorgestellt, hätte jeder zurecht gesagt kennen wir!


    Hätte ich Paice, Ashton & Lord vorgestellt, hätte mancher zurecht gesagt, "naja recht britisch-skurril" oder "sehr speziell".
    Hätte ich Paice im Zusammenspiel mit Paul Mc Cartney vorgestellt... hätte ich :) ein Problem, da mich diese Musik nicht interessiert.


    Die Drum DVD kenne ich seit Jahren, die brachte ein Kumpel vorbei als sie erst wenige Tage evröffentlicht war.


    Nein, es MUßTE! Gary Moore und Paice sein.

    Ich fasse mich kurz... ja wirklich!


    Einer der Drummer (wenn nicht DER Drummer) der mich seit 1979 am nachhaltigsten beeindruckt.


    Auf unzähligen Tonträgern in meinem Plattenarchiv (Whitesnake, Gary Moore, Deep Purple etc.), diversen Konzertbesuchen und Messegigs immer wieder erschreckend auf welch hohem Niveau er trommelt... und wie virtuos und flüssig er improvisiert.


    Einen Track liebe ich besonders. Siehe unten. In Zeiten als Videorekorder noch teuer und exklusiv waren, nahm ich damals mit meinem Tapedeck von einer Din-Buchse am Fernseher diesen Gig vom TV auf. Die Audio-Kassette hatte ich immer wieder, insbesondere diesen Song! gehört.


    Viele Jahre später konnte ich endlich, nach unzähligen Anläufen und Bettel-Attacken einen Freund überreden, von seinem Onkel der damals mit seinem VHS-Rekorder den Gig bei der Erstausstrahlung vom TV aufgezeichnet hatte (und Videos prinzipiell nicht verlieh), das Band zu leihen um eine Überspielung durchzuführen. So kam ich endlich zu einer VHS-Kopie. Das war für mich das größte, dieses Lied in dieser tollen Interpretation endlich in Ton und! Bild zu haben.


    Hoppla... heute! im Youtube-Zeitalter ist obige Vorgeschichte natürlich eine Gähn-Nummer - die wie aus dem Mittelalter anmutet. Offensichtlich, aber liebt auch jemand anders diesen Song und hat ihn bei Youtube gepostet. Kuriosum am Rande: der Titel "I can´t wait until tomorrow" war für mich jahrelang kennzeichnend auf der Suche nach einem VHS-Tape mit diesem Song bzw. dem Gig.


    Ich liebe diesen Song - und kenne keine bessere Live-Interpretation. Enjoy!
    http://www.youtube.com/watch?v=5-_J4YOEjzw


    Edit: soeben endlich die Long-Version des Gigs bei You-Tube gefunden inklusive des coolen super-soften Intros!