Zunächst, hier wurden schon einige sinnvolle Tips gegeben.
Ganz wichtig: an der Körperwarhnehmung arbeiten (das meine ich ohne Häme, daran müssen wir alle arbeiten).
Der Stick erfährt wenn er das Becken trifft (bzw. kurz danach) den Impuls zurückfedern bzw. zurückprallen zu wollen. Diesen Impuls muß man lernen zu spüren/wahrzunehmen. Diesem Impuls sollte man nachgeben!
Viele Drummer pressen (zeitlich) weit über diesen Impuls ihren Stick noch weiter in Richtung Cymbal rein. Das ist nicht nur Kräftevergeudung und sehr ineffektiv sondern auch gefährlich für das Cymbal weil das Material mit diesem "Durchziehen" wesentlich stärker beansprucht wird, als es nötig wäre.
Gerade für jüngere Drummer hilft manchmal ein zugegeben übertriebenes (mentales) Bild: Ich nenne das seit vielen Jahren "heiße Herdplatte". Also sich vorzustellen, dass Cymbal sei eine heiße Herdplatte. Weg von der Herdplatte!
Sobald die Finger den Impuls spüren es wird heiß, ziehen wir die Griffel weg. Genau so sollte man auch beim Cymbal agieren. Sobald der Stock nach dem Aufprall zurückfedern will, diesem Impuls Folge leisten.
Jene Drummer die extrem kraftvoll oder gar "versteift" zuschlagen, nehmen diesen Rückprall leider oftmals garnicht wahr. Daran kann man aber arbeiten, wenn man mal ein paar Drumeinheiten einlegt, die nur dem Crash-Abschlag dienen. Also KEINE Beats oder Breaks vorher spielen. Nur den Crash-Abschlag immer und immer wieder. Versuchen immer lockerer zuzuschlagen und wahrzunehmen, was der "Stock nach dem Auftreffen eigentlich will". Auch dabei ab und zu konzentriert hinschauen. Fühlen - Spüren - Schauen LOOP
Und hier kommt das Dilemma der Industrie: die mitunter seit Jahrzehnten verwendeten Bilder oder Piktogramme wie man schlagen soll - vermitteln von obengenanntem nahezu GARNICHTS. Insofern führen diese Bilder (egal von welchem Hersteller, da fassen sich alle an die eigene Nase) bei vielen Rookies zu eher wenigen konstruktiven Ergebnissen.
Was immer wieder vergessen wird bei jenen die in den ersten Jahren vermehrt Becken kaputtspielen: solange man an der Körperwahrnehmung arbeitet und/oder die Spieltechnik noch unzureichend ist, gibt es noch ein Mittel die Halbwertszeit von Cymbals zu verlängern: nämlich zunächst Sticks mit weicherer Konsistenz und/oder niedrigerem Gewicht verwenden. Z.B. Ahorn oder gar Weißbuche. Diese sind auch Cymbals gegenüber wesentlich nachgiebiger.
Ich liebe zwar Hickory (wie viele Drummer) da der Sound besser/brillianter auf Cymbals ist... aber auf Hickory kann man später wieder umsteigen, wenn man mit der Körperwahrnehmung und der Spieltechnik Fortschritte gemacht hat.
Viel Erfolg!