Beiträge von Drumstudio1

    Um das "optische Mithalten" ging es ja nicht... zumal ich das bzw. derartige Aussagen auch sehr grenzwertig und eigenartig finde...
    ... sondern IDENTIFIKATIONSFIGUREN - auch in der Musik.


    Und da gibt es (meiner Erinnerung nach) das erste Mal seit Jahrzehnten in den letzten Jahren auch welche (und eben bekanntere) aus Asien - insbesondere Japan!


    Das hat natürlich auch damit zu tun, dass die Welt kleiner wurde. Die Identifikationsfiguren kommen nicht nur internettechnisch näher, sondern diverse Vermarktungsstrategien werden immer häufiger weltweit angelegt oder zumindest erprobt.


    Wie gesagt dass diverse Kiddie- oder Teenie-Bands oder entsprechende "Zielgruppen-Songs/Konzepte" für uns (oder die älteren Herren hier) nicht mehr zählen, ist doch klar.


    Aber bei vielen jüngeren spielen diverse japanische oder asiatische Identifikationsfiguren ("schräge" Sänger, Videospielhelden, Sängerinnen) heute durchaus eine Rolle. Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen, wann Kiddies oder Teenies zuvor jemals japanische Bands oder Musiker angehimmelt hätten. Natürlich gibt es da viele Wechselwirkungen und Synergie-Effekte mit anderen Medien(deswegen habe ich ja bewußt Manga, Anime und Videogames erwähnt).


    Ich behaupte keinesfalls, das japanische Künstler unsere Charts dominieren. Dem ist gegenwärtig eindeutig nicht so. Nur ausschließen, dass asiatische Künstler Identifikationsfiguren in Clips oder Songs werden können - das würde ich niemals. Dafür hat sich in den letzten Jahren schon so viel nachweisbar verändert in der Medienlandschaft.


    P.S: das "Glubschaugen-Prinzip", :) also Manga und Anime-Figuren mit übergroßen Augen auszustatten wurde von meiner Generation vor 25 + Jahren auch als lächerlich, kindisch und völlig unterlegen gegenüber den meisten "realer-orientierten-Stilen" Zeichentrickfilmen und Comics europäischer oder amerikanischer Herkunft angesehen. Und doch hat es längst seinen Siegeszug angetreten und unzählige europäische und amerikanische Comic-Herausgeber inspiriert bzw. zum Kopieren verleitet.

    Liebe Kollegen,


    ich freue mich fast immer über PN´s. Wenn es um Beiträge hier geht, wenn mal amtlich Lob oder Kritik rausgehauen wird. Alles kein Problem - sondern gerne gesehen.


    In den letzten Monaten erreichen mich aber immer mehr "Weihnachtsmann"-Mails.


    Nahezu O-Ton:


    "Ich sehe Du bist gerade online. Ich will mir ein Mischpult kaufen. Das neue Pult von Verzehringer XTZZA4. Hier der Link zur Abbildung. Schau bitte mal ins Manual (Link 2). Ich habe schon ein Effektgerät von 4711 mit 4 Outputs. Wenn ich die Effekte per Submix route, kann ich dann beim Verzehringer bei 48 Khz.....". Dann gibt es ein anderen Pult, (link 3). Bitte vergleiche ob das auch mit dem Gerät geht..."


    Wiederum nahezu O-Ton:
    "Ich suche was. Damit kann man aufnehmen. Aber es ist eigentlich was anderes. Also nicht völlig anders - aber doch anders. Du weißt sicher was ich meine. Wo finde ich das?"


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man sich dabei denkt, wenn man mich mit derartigen PN´s anschreibt. Manchmal kann ich ´drüber lachen. Oftmals ärgert mich das aber. Da ich keine personifizierte Service-Hotline bin und auch kein Produktmanager (letzteres seit Jahren auch immer ablehnte). Wie kommt man darauf bei abstrusesten technischen Fragen über zig Firmen und Branchen hinweg! nicht hier das Expertenwissen der ganzen Forum-Runde anzuzapfen oder eben den Hersteller, wenn hier keiner was wissen sollte, sondern mich?


    Wie kann man auf die Idee kommen das ein alter Bursche mit 42 Jahren nichts besseres zu tun hat als persönlicher Webdedektiv und Produktkompatibilitätsprüfer für andere zu sein, denen dafür ihre eigene Freizeit zu schade ist? Macht das überhaupt jemand unendgeldlich? Nein, ich mache das auch nicht für Kohle. Ich möchte das einfach nicht.


    Die Tatsache, dass ich hier sehr gerne bin (da ich parallel leider viel zu viel am PC arbeiten/verwalten muß) und öffentlich in Threads manchmal Dinge beantworte, bedeutet doch nicht, dass ich stundenlang gerne Webrecherchen für Einkaufsprobleme anderer durchführe. Noch dazu wenn diese garnicht wissen was sie wollen. Ich verstehe da die "Überlegung" weniger, einzelner! Nutzer hier nicht. So nett sie als Menschen auch sein mögen.


    Desgleichen gibt es von einem Mitglied immer wieder zum Thema Endorsement. Immer wieder reißerische Ankündung "habe hier eine geile Band". "Die starten richtig durch". Können wir da was machen?". Jedesmal antworte ich dass ihm die harten Endorsement-Bedingungen und das genaue Procedere bekannt sind, ich sowieso sowas nicht in PN´s rummauschele. Auch abseits von PN´s nicht. Es also keine Gefälligkeiten oder "Abkürzungen" nur weil man sich kennt, gibt. Nach 3-4 Monaten wieder die selbe Anfrage des selben Menschen für eine andere Kombo "der er helfen möchte".


    Ich fühle mich von derartig wiederholten Anfragen eigentlich von einzelnen beleidigt bzw. als Vollidioten betrachtet. Denn es unterstellt ich sei jemand der nichts besseres zu tun hat als sich
    a.) mit derartigem gerne zu befassen also das rauszusuchen, wofür der fragende selbst keine Zeit investieren will
    b.) erneut mit denselben frechen Endorsement-Mauschel-Anfragen zu beschäftigen, obwohl ich mich zu diesen schon mehrmals zuvor dem Anfragenden gegenüber explizit geäußert und diese klar verneinend beantwortet habe.


    Bitte derartige Anfragen unterlassen. Ich denke ich kann aufgrund der Häufung der letzten Monate heute hier öffentlich :) bekanntgeben, dass ich auf einzelne seltsame PN´s (der wenigen meist identischen Mitglieder) nun nicht mehr reagiere.


    Anonsten PN´s gerne. Zum lockeren Plausch, Kritik, verbale Ohrfeigen, für Verabredungen zum Drummertalk in Dreieich etc. - alles kein Problem, sondern sehr gerne!

    Zitat

    Außerdem sind asiatisch wirkende Identifikationsfiguren hierzulande schwer zu vermitteln.


    Waren jahrelang "schwer zu vermitteln" :)


    In vielen "freizeittechnischen" und "ich zücke die Geldbörse dafür-"Bereichen hat sich da vieles massiv verändert. Diverse Telespiel-, Manga- oder Zeichentrick-Identifikationsfiguren haben ganz abseits von Japan quasi die Welt im Sturm erobert (teilweise auch völlig entgegen mancher Erwartung). Vom Oldie Pokemon über Final Fantasy bis Naruto etc. etc.


    Die ehemals schwindend kleine Szene um japanische Pop-Kultur von Manga über Anime bis hin zu (ehemals?) belachten "Bubble-Gum-Pop-Kitsch-Bands" :) ist in den letzten Jahren zum Wirtschaftsfaktor geworden der im täglichen Konsum nicht weniger dt. Kiddies durchaus eine Rolle spielt.


    Gerade in den letzten Jahren schwappten auch in Sachen Musik diverse Asia-Trends ´oder die Begeisterung für einzelne Künstler´rüber. Das bekommt man aber nur mit, wenn man mit den Teenies viel zu tun hat. Insofern bemerken wir älteren diesen "schleichenden" Prozeß oftmals garnicht.


    Mir fallen sofort 2-3 japanische Künstler mit denen viele junge Kiddies was anfängen können ein. Diese bitte nicht! als Empfehlung sehen. Aber viele, viele europäische Teenies kennen die (und kaufen auch!)

    Myavi
    Utada Hikaru


    Vor 20 Jahren hätte ich keinen einzigen japanischen oder überhaupt asiatischen Popkünstler nennen können. Schon garnicht welche, die hier bekannt sind.

    Das hat eigentlich mit dem Niedergang der Musikindustrie garnicht zwangsläufig sooo viel zu tun. Katastrophale Mißachtung oder falsche Einschätzung in Bezug auf Bands/Musiker bzw. Songs/Kompositionen und deren Potential durchzieht doch streng betrachtet die ganze Musikgeschichte.


    Wo Menschen urteilen, werden Fehler gemacht. Insbesondere in der spannungsgeladenen Schnittmenge, von Kunst/Musik/Kommerz mit ihren vielen "Strandabschnitten" wie künstlerischer (Mindest-)Anspruch, kommerziell erhoffter Erfolg, persönlich anvisierter Rendite und persönlichem Geschmack.


    Die Gunst für eine Band (oder dagegen) oder das pushen eines Songs (womöglich zu Lasten eines anderen), durch ein Label, selbsternannte oder tatsächliche Marktbeobachter und teilweise auch manche Künstler selbst und dann das letztendlich enstscheidende Signal "Daumen hoch oder runter" ist von so vielen willkürlichen, teilweise auch Neandertal-geprägten Eitelkeiten diverser Entscheidungsträger gekennzeichnet... das mich garnichts mehr wundert.


    Manchmal mache ich mir den Spaß und habe liebe Menschen, Musiker :) whatever/whoever zu Gast. Denen spiele ich dann mitunter Songs von Ritchie Kotzen vor, alte tolle Thin Lizzy Songs (die eben NICHT! "Whiskey in the jar" oder "The Boys are back in town" heißen), Songs von ARK, Russel & Lande, Jorn Lande, unbekanntere Rush-Songs etc. etc. Stets kommen Kommentare wie "wo gibt es diesen tollen Song zu kaufen?" Oder "was ist das für eine tolle Band?" Ich denke jeder von uns kennt das. Und viele von uns handeln genauso! Eine Lanze brechen für tolle Musik die (warum auch immer) von den Medien immer mit sträflicher Ignoranz gestraft wurde. Hookline oder Kompositionsschätzchen, von der die breite Masse nie was erfährt. Aber ich denke da kann in ganz bescheidenem Umfang jeder selbst im Freundeskreis wirken... und wenn er nur mal eine tolle Scheibe vorstellt. Das ändert die Welt nicht - ist aber soo viel mehr als nur selbst die Perlen alleine zu betrachten.


    Insofern thanks Drummertarzan für das Aufmerksam machen!

    Thanks for the link!


    Da finde ich auch endlich die Auflistung jener Bands/Musiker die Samples des Drumbeats von "The Big Beat" von B. Squier, dem Billy :) und seinem viel zu früh verstobenen tollen Drummer Bobby Chouinard entliehen haben. Das war eine Kultaufnahme und ein mächtiger! Drummer.

    Wirklich der einzige Unterschied?


    Auch mal an Raumakustik etc. gedacht...
    Oder sind die Trommeln sind extrem reosnant gestimmt... bei einem sehr guten Sustain kann es je nach Raumumgebung schon mal auftreten, dass man nicht mehr jeden Anschlag einzelen ganz exakt heraushört. Es gibt sicher noch andere Faktoren die vielleicht in Deinem Fall eine Rolle spielen. Von außen aber jetzt schwer zu ermessen.

    Für mich eine der besten Fragen seit Bestehen des Forums. Wow!


    Leider sehr schwer eine befriedigende Antwort zu finden. Schon garnicht in wenigen Worten.
    Meiner Erfahrung nach, bringt da ein Fellwechsel eher wenig.


    Die lebenslange Aufgabe ist es für viele Drummer, immer mehr die Reboundwirkung für das eigene Spiel auszunutzen und zu perfektioneren. Damit meine ich keinesfalls "nur" für Doubles oder Multiple-Bounce-Themen oder sonstiges...


    .... sondern eben auch bei Singlestrokes "wahrzunehmen" wann der Stock auf das Fell auftritt (sei dies auch noch so lasch gestimmt) und dem geringsten "Gegenimpuls"/Widerstand :) des Felles als Drummer wieder nachzugeben.


    Das klingt alles so irre banal - ist aber oftmals je mehr man das wahrzunehmen versucht, eine lebenslange Beschäftigung.


    Selbst die geringste Oberflächenspannung (18" Standtom, Fell wirft womöglich so gerade eben keine Falte mehr, also ultra-low-tuning), hat noch eine gewisse Oberflächenspannung :-). Und ist somit MEHR ALS NICHTS. Gegen diese gilt es nicht zu kämpfen - sondern dieses "Restmaß" an Spielkomfort gilt es OPTIMAL auszuschöpfen.

    Zitat

    Das hätte ich Dir auch so sagen können – habe ich ja soger, siehe ein paar Posts weiter vorne. Er sieht auch wirklich anders aus.
    Aber er sieht so aus, als würde er doch eine ganze Zeit halten können. Ich werde berichten wenn er bricht
    Darauf wartet Ihr doch alle, gelle?


    Das kommt auf das Differenzierungsvermögen an. Bzw. den "Abstraktionsgrad". Erfahrene Drummer die schon tausende Hardwareteile in den Händen hatten, erkennen natürlich feinste Unterschiede bei Produkten. Aufgrund des "geschulten" Blickes, der Erfahrung worauf es ankommt, etc. etc.


    Aber gerade wir sollten auch abstrahieren könnenl: also die Phantasie aufbringen uns vorzustellen wie "Normalos" ohne diese Detailakribie sehen. Und da braucht es in diesem Falle keine Phantasie, da diese 2 Hocker (Orighinal und Nachbau) tatsächlich auf Abbildungen auch beim Hochzoomen sehr ähnlich sind. Irre ähnlich.


    Natürlich hatten wir auch "schon immer" Drumsitze und unendlich viel sonstige Hardware die Billigkopien sind, und versuchen diverse Detaillösungen namhafter Firmen oder wirklich guter Produkte billig nachzuahmen um die selbe Produktgüte beim flüchtigen Blick des Kunden vorzutäuschen - um gekauft zu werden.


    Im Falle des jetzigen Angebots wage ich aber die These, dass es selten zuvor einen Hockernachbau gab, der so frech kopierte. Also faktisch natürlich nicht identisch ist - es aber eben in diversen! Details "nahelegt" es zu sein.


    Das Nicht-Agieren hat somit meiner Meinung nach nicht mit dem "Nicht-Vorliegen" von Ähnlichkeiten zu tun, sondern mit dem Ausmaß von Design- und Patentschutzanmeldungen und sonstiger Produkt-Urheberrecht- oder Trademark-sichernder Maßnahmen.


    Und auch sicher manchesmal ernüchternd für die ein oder andere Firma: selbst wenn man das eine oder andere anmeldet oder gar patentrechtlich durchbringt. Das ist sehr, sehr teuer. Dazu kommt, selbst wenn ein Unternehmen finanziell alle Register zieht - zeigt die reale Welt, ja doch (auch bei vielen extremst-geschützten Produkten/Produktgruppen) dass es diverse asiatische "Großfabriken in der nächsten Nachschicht" nicht interessiert diese Rechte zu verletzen.


    Und insofern, haben hier diverse kritische Stimmen sicher auch recht. Ändern werden wir eher wenig daran. Man kann "nur" seine eigene Kaufentscheidung bedenken.

    Zitat

    Die Teile sollen doch nicht direkt auf der Bühne/dem Riser verwendet werden. Häufig rutschen Bassdrums auch auf Teppichen weg, weil diese zu flach sind oder vom Gewebe her nicht für eine solche Belastung ausgelegt sind (und manche Drummer haben einfach einen extremen Schub am Fuß). Auch kann es sein, dass man mal bereits das ganze Set aufgebaut hat und dann beim Soundcheck merkt, dass der Teppich falsch herum liegt (die Webrichtung entscheidet für gewöhnlich, ob sich die Bassdrum-Klauen beim Spielen "festbohren" oder darüber wandern). Dann braucht man eben nicht nochmal das Set abbauen, sondern legt einfach die "Elephantfeet" drunter, da die bestimmt halten.


    Das haben hier ja auch alle vermutet... aber ich habe oft traditionell immer gerne dünne Teppiche gehabt - weil leichter! und schön schmal und kompakt zusammenlegbar. Auch diverse professionelle Drumteppiche sind dünn wie eine Papst-Hostie :) Da haben sich oftmals die normalen Bassdrum-Spikes durchgedrückt! und auf Bühnen durchaus kratzer hinterlassen. Deswegen kann ich nicht von der Ferne ermessen, ob bei dieser rustikal erscheinenden! Konstruktion noch irgendein Kniff integriert ist, um genau das zu verhindern.


    Du hast aber wirklich recht: es gibt durchaus Teppiche, auf denen Bassdrums je nach Power des Drummers, der Beschaffenheit der Teppichoberfläche oder der Bassdrumsspurs rutschen. Insofern stelle ich mich mal schützend :) an Deine Seite. Viele kennen das Problem nicht - aber es kann je nach Teppich und Spielweise tatsächlich auftreten.

    Ich finde die Dinger optisch schrecklich... ich glaube das wäre das letzte was ich tun würde. Aber ist alles Geschmackssache. Ich würde allerdings auch Streß mit manchem Clubbesitzer oder Konzertveranstalter fürchten... oder haftet da eine Versicherung, wenn ich ihm ausversehen den Tanzboden aufschlitze? :) Oder ist die Bschädigung des Bodens irgendwie pfiffig konstruktionstechnisch ausgeschlossen? Dann nehme ich manches zurück :)

    Off-Topic:
    Ich habe auf meinem Fließenboden (rutschiger geht es nicht) tatsächlich massive! Probleme mit rutschenden Bassdrums gehabt. Teilweise wanderten komplette Racks mit zig Cymbals und Toms und am Rack arretierter Bassdrum und Hihat immer noch wie von Geisterhand gesteuert durch den Raum. Das Problem habe ich vor wenigen Wochen in nur 2 Minuten gezielten Überlegen super-simpel gelöst. Unter die Bassdrum-Spurs kam jeweils eine Autofußmatte aus Gummi. Auf dieses Gummi drückt nun das Gummi der Bassddrumspurs. Got it? :) Durch diese größere Auflage der Obi-Automatten für 3 Euro 50 Cent ist so viel Reibung zum Boden gegeben, dass nix mehr rutscht. Dass wirkt so genial simpel, dass ich es nicht glauben wollte und die BAssdrum mit Filzstigt markierte. Sie bewegt sich tatsächlich keinen Millimeter mehr. Grandios und ultra-simpel - und Killer-günstig. Drollig inasofern, da mir nette Drumkollegen die aufwendigsten Lösungen vorschlugen, die teilweise einem Hausabriß schon sehr nahe kamen: Fließenaufbohren, Haken rein... etc. etc.

    Auch mir ist dieses Angebot unlängst aufgefallen.


    Für mich wirkt das sehr seltsam. Offensichtlich werden diverse Design-Trademarks von K&M nachgeahmt. Inklusive der Optik des "Rundknopfs" wie hier auch einige erkannt haben. Aber eben nicht nur der. Der ist quasi "nur" noch das Sahnehäubchen.


    Ich finde es klasse, wenn Sachen günstig sind. Erst recht wenn sie wirklich nicht billig sondern günstig sind weil die Qualität stimmt. Den Lidl-Hocker kenne ich noch nicht.


    Da ich es aber grundsätzlich wissen möchte, ob Produkte nur etwas vortäuschen was sie vielleicht real garnicht sind (und dadurch womöglich auch Endkunden verunsichern) ist eine entsprechene Anfrage an K&M zu diesem Angebot längst unterwegs. Eben um Aufschluß zu erhalten inwieweit hier etwas erlaubterweise nachgeahmt ist oder nicht bzw. wie diese Ähnlichkeiten zu erklären sind. Nicht das womöglich noch etwas wie Produktpiraterie oder dergleichen vorliegt...


    Anbei nochmal ein Vergleichsbild. Der aktuelle K&M Hocker aus der Topline Serie und das Lidl Modell. Das ist schon "extreme close".


    Edit: diesen Beitrag versuche ich seit Ewigkeiten hochzuladen. Aol tut es nicht. Insofern sehe ich gerade Jürgens Post. Ich habe aber meinen bewußt nicht mehr inhaltlich verändnert.

    Zitat

    Naja, hab eig. ja gehofft das sich jemand speziell mit dem Typ geschweige denn dem Equip auskennt.


    Mit dem Typ nicht... aber nochmals mit unzähligen Cymbals die diesem Sound bei heftigerer Spielweise recht nahe kommen. Deswegen wundert es mich ja auch, dass Du klanglich soo irre weit weg davon zu sein glaubst. Sehr seltsam.


    Insofern bekomme heraus was der spielt, welche Mikros und Parameter eingesetzt wurden. Ich bezweifel allerdings, dass Dich dies wesentlich weiter bringt.


    Noch ein letzter Hinweis: die Shoulder-Position klingt völlig verschieden je nachdem mit welchem Grip man diese anwendet. Die Kuppe entfaltet einen deutlich unterschiedlichen Sound, je nach dem ob man super-locker ("loose") den Stock hält oder das Gegenteil: recht fest zupackt. Damit meine ich nicht zwangsläufig "schlechte Spieltechnik". Durch den festeren Grip verweilt der Stock minimal länger! auf der Kuppe. Sie klingt somit gedämpfter, trockener und entwickelt hörbar weniger ("ungehemmte") Obertöne. Sie bleibt trotzdem noch sehr "laut und durchdringend" durch den hohen Energie-Input der Shoulder und den Input des Drummers - aber sie wird dadurch trockener... dumpfer. (wie beschrieben). Das kann man sehr gut als Sound-Stilmittel oder Klangregulator einsetzen. Dies ist auch ein punkt warum sich diverse Drummer schon beim Beckensound massiv unterscheiden, selbst wenn sie das identische! Cymbal und dieselben Sticks spielen: der grip bzw. das Verhältnis zwischen "loose" und "tight". Auch verschiedene Stockmodelle 5a oder 2b können mitunter! auf einem Ride einen größeren Soundunterschied bewirken als
    ein inch Durchmesser-Unterschied eines Beckentyps z.B. 19" oder 20" Ride. Es gibt diverse Parameter mit denen sich Cymbalsounds annähern oder eben entfernen bzw. differenzieren lassen. Und diverse dieser Parameter werden durch uns, unser Spiel, unser Medium (welche Sticks) etc. geprägt. Du siehst, ich glaube immer noch, dass Du das möglicherweise! noch nicht soo umfassend getestet bzw. damit ausgiebig experimentiert hast, verabschiede mich aber schon mal aus dem Thread :)


    Denn mit neuen (weiteren) Cymbalkäufen kann man ja auch der Industrie Gutes tun und wichtige Arbeitsplätze sichern :) Ich wäre der Letzte der dem im Wege steht! :)
    Go for it!

    Keine Ahnung wie fest der Drummer da zulangt... auch keine Ahnung welche Stöcke er spielt.


    Mit 2 B Sticks, Shoulder zielsicher auf die Kuppe und etwas Schmackes! bist Du aber quasi automatisch sehr dicht bei diesem Sound - ehrlich. Da braucht es nicht mal eine übergroße Kuppe. Und auch nicht zwangsläufig ein 20" + X Ride :) Da geht zur Not auch kleiner.

    Für die Rookies die eventuell hier mitlesen:


    .... vielleicht nicht ganz unwichtig: massiv mit der "Shoulder" des Drumsticks auf die Kuppe zielen bzw. schlagen.


    Wenn es ein so ein "heavy-trocken-derber" :) bzw. durch die Butter schneidender "Bell-dominierter-Sound" sein soll, dann ist das mit dem Stock-Tip in aller Regel aussichtslos.


    Mit der Shoulder hingegen sind zumindest recht ähnliche! Sounds einer Vielzahl materialtechnisch dicker! (Heavy Ride, Power Ride etc.) Ridebecken mit normaler bis etwas größerer Kuppe :) zu entlocken. Da braucht es nicht mal viel EQ oder gar studiotechnische Spielereien.

    Ich versuche nochmal ein kleines konstruktives Fazit:


    Ich denke das Drumset an sich ist weitestgehend schuldlos.


    Sofern! die Mitmusiker das tatsächlich beurteilen können und ein schwacher oder gar mieser Sound vorliegt, würde ich zuerst:


    1.) Stimmung testen und verbessern oder von einem erfahreneren Drummer mal das Stimmen rudimentär zeigen lassen und in seinem Beisein auch selbst Stimmvorgänge testen. Da lernst Du für´s Leben. Und gerade beim GEMEINSAMEN Hörvergleich und der gemeinsamen verbalen! Beschreibung was man während des Tuningvorganges an Klang-Veränderung zu hören glaubt, profitiert man höllisch. Ohne Ironie.


    2.) Unbedingt: über die Raumakustik nachdenken. Drumset in die Ecke stellen mit Schußrichtung! der Bassdrum in Richtung der "lieben" Kollegen ist seit Jahren mein Geheimtip, wenn es um mehr Schub "untenrum" (also mehr Tiefbass) geht. Es wirkt nicht in allen Räumen zugegeben - aber in sehr! vielen. Auch andere Positionen des drumkits ausprobieren.


    Ich vermute aber... mit Verlaub noch etwas ganz anderes: ich habe den Thread nur überflogen... aus Gründen die hier zu weit führen.


    Aber: wenn ihr irgendwas in der Schnittmenge "Rock", macht, dann wage ich zu behaupten, dass das Schlagzeug das Instrument ist, dass am schwierigsten im Proberaum Richtung CD-Sound zu "trimmen" ist. Auch das was viele Bands heutzutage Live über PA-Abfeuern ist manchesmal sehr weit entfernt.
    Aber diese Höreindrücke prägen nun mal Menschen, wie ein Schlagzeug angeblich "klingt" oder zu klingen hat. Viele bassisten, Keyboarder oder Gitarristen machen gerne mal "dicke Backen" und vergleichen unseren echten Akustik-Drumset-Sound im Proberaum mit Drumsounds von Glatt-polierten 500.000 Euro CD-Produktionen oder Trigger-Samples von sonstwem. Da ist es völlig normal, dass wir (auch die erfahreneren Drummer unter uns) akustisch nicht mithalten können.


    Gitarristen haben es da heutzutage viel leichter, die kaufen sich so eine Wanderniere von Behringer oder Line 4711 oder sonstwem und haben sofort 8923 Effekte parallel und 67282 Amp und Boxensimulationen zur Verfügung. Deren Sound entspricht dann zwar für geübte Ohren auch nicht wirklich Steve Vai oder Yngwie - aber sie können sich hinter ihren polierten Effekt-Presets besser verschanzen als wir Drummer. Und haben es tatsächlich so viel leichter sich CD- Sounds zumindest anzunähern. Die Welt ist ungerecht.


    Meine Vermutung, ist somit ganz stark, dass die werten Mitmusiker unrealistische Wünsche haben (siehe oben). Vielleicht addiert sich das auch noch auf, wenn Dein Drumset wirklich nicht gut gestimmt ist, oder Du sehr soft spielst - die Burschen aber Windstärke Zwölf der Bassdrum im Zwechfell spüren wollen.


    Diese Annäherung zwischen Drummern und dem Rest der Welt, ist nicht einfach. Für Rookies nicht, für Fortgschrittene nicht und auch für manchen Profi nicht.


    Unser Instrument ist nicht leicht zu handeln und die meisten Tonträger der letzten 15 Jahre offerieren einen Drumsound der sich immer massiver vom real existierenden Drumsound eines Drum-Kits aus Holzkesseln und Mylarfellen in einem (Probe) Raum mit vier Wänden unterscheidet.



    P.S: da auch ich Humor nicht unterdrücken kann 2 profane Beispiele aus meinem Musikerleben, mit dem ich mir nicht immer Freunde mache... aber irgendwann muß ja auch mal die Schmerzgrenze aufgezeigt werden:


    Wenn Leute die absurdesten Wünsche äußern statt sich im ihre Dinge zu kümmern (viele lenken nämlich gerne von ihrer eigenen Unzulänglichkeit ab, in dem sie auf andere schießen) entgegne ich entweder:
    "Ich bin leider nicht der Weihnachtsmann"


    oder Alternativ:
    "Darf es noch eine Pizza Margarita sein oder darf ich Schnittchen servieren?"


    Erstaunlicherweise werden diese Botschaften meist verstanden.

    Jeder erfahrene Drummer, jeder erfahrene Drumlehrer, jeder erfahrene Vertriebsmensch und jeder Firmenmitarbeiter der Musikinstrumentehersteller - JEDER (ich buchstabiere: J-E-D-E-R dieses "Personenpools") im deutschsprachigen Europa, weiß wofür Doppler steht.

    Zitat

    Ich glaube ungefähr den gleichen Preis hatte damals auch das alte JJ Sig, das war jedoch ein wesentlich besseres ELX.


    Nein. Das vorherige, ältere Set stützte sich auf die EX-Version des Export. Es hatte demzufolge auch die 800-Hardware und auch die damals Ex-typischen Pappelkessel.


    Diese Pappelkessel oder zum Beispiel die recht aufwendigen Bassdrumklauen und ISS u.a. (Produktfeatures die ehemals das EX auszeichneten) sind eben nun auf die neue
    Forum-Generation übergegangen. Aber die Forum Hardware blieb.


    Insofern stützte sich das alte "JJ-Kit" auf die Ex-Drums und die Ex-Hardware und das neue "JJ-Kit" auf die neuen Forum-Drums und Forum-hardware. Aber das neue Forum hat eben einzelne Produktcharakteristka/Features, die ehemals bei den EX-Drums galten. Got it? :)


    Das alles ist streng betrachtet garnicht kritisierenswert: verursacht aber wie dieser und andere Threads zu demselben Thema zeigen bei diversen (unzureichend infomierten Händlern) und nicht so bewanderten Drummern unglaublich viele Mißverständisse.