Beiträge von Drumstudio1

    Ich bezog mich durchaus auf die Trigger-Sticks.


    Also dass man nun versucht das Konzept konsequent (da wo es vielleicht sogar mehr Sinn macht) auch für E-Drums an den Mann zu bringen.
    Die super-kleine Stockspitze ist in jedem Falle schon mal höchst markant und auffällig - und soll sicher punktgenaues Triggern suggerieren. Das ist kein Zufall.

    Bei Meshheads ist der Rebound durchaus sehr Fell-ähnlich (da es streng genommen ja ein Fell ist). Bzw. sich im Reboundverhalten durchaus je nach Stimmvorliebe einem realen Akustik-Drumfell anpassen läßt.


    Da würde ich bei derartigen Sticks keinen großen Vorteil sehen - bzw. keinen Grund dafür Spezial-Sticks zu entwickeln.


    Bei (je nach Hersteller) mitunter harten E-Drum-Gummipads (oder anderen harten Rebound"-Reflektoren" wie z.B. alten Simmons-Pads) könnte eventuell ein derartiger Stock aber durchaus Sinn machen. Eben weil gerade hier der Aufschlag bzw. der Aufdotz-Impuls sehr hart ist und sich bei manchen Drummern in den Gelenken bemerkbar macht. Ob an jene der Hersteller wirklich gedacht hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Zitat

    Ein Badgewechsel waere auch schon zu spaet, es sind ja schon Dreicke ausgeliefert, oder?


    Einspruch Euer Ehren :)
    Badgewechsel kommen bei nahezu allen Drumfirmen immer wieder vor. Eben da sie ab und zu nach neuen edleren "Visitenkarten" für ihre Drumserien suchen.


    Und nochmals: auch wenn es manchem als Detail erscheint... warum sollte ein so wichtiges Erkennungszeichen bzw. im wahrsten Sinne des Wortes "Aushängeschild des Firmenprofils", hinter der Qualität der Produkte zurückbleiben?

    Hoffentlich mute ich jetzt den Mods nicht zu viel zu :)
    Aber vielleicht könntest Du mit deren Hilfe wie damals beim "Drumsigns Fell-Entwurf-Wettbewerb" eine Aktion starten.


    Wir haben hier durchaus talentierte Grafiker und Layouter. Die Tatsache das die noch reichlich Drumhintergrund und Herzblut für Drums haben, dürfte sie gegenüber "Fach-Fremden" Graphikern nochmals auszeichnen. Ich fände so eine Aktion klasse! Ich bin fast sicher, da könnte was tolles dabei herumkommen.

    Fantastisch!
    Wunderschön!


    Jetzt stellt sich nur (mal wieder) ein anderes Problem: da Deine Arbeiten immer schöner und edler werden, denke ich immer mehr bzw. wird es unausweichlicher an der Badge-Güte auch noch etwas zu feilen.


    Wie wäre es, wenn Du hier einen Ideen-Wettbewerb startest? Ich denke wirklich, Cube-Drums brauchen spätestens jetzt ein Badge, welches der enormen handwerklichen Qualität und dem Ästhetik-Empfinden der Macher (und der Kunden) Rechnung trägt.


    Sorry, wenn es so geschwollen formuliert ist. Der Broadcaster hat mich heute mit seinem Oberlehrer-Latein-Exkurs wieder sooo geärgert... kicher! :D

    OK, bei einem Hilite Tom, würde mir das kürzen ohnehin schwerfallen. Ich liebe die Hilite Toms (auch die Snares). Aber ich hätte da auch mit Vents Skrupel :)


    Anywayl, wenn Du es seitlich montierst, hat die Tiefe natürlich keinen Aufbau- bzw. Platzeriungsnachteil... ermöglicht sogar klanglich etwas "mehr Bauch" und Fülle (solange die Vents das Tom bzw. die "Snare" sie nicht zum schweizer Käse machen, also nicht überhand nehmen).

    Apropos "groß": Du könntest das 13" Tom ja auch kürzen. Wenn schon, denn schon. Z.B. auf 13 x 7, 13 X 6 oder 13 x 5,5 whatever. Dann könntest Du Dich an diversen erhältlichen 13" Snares mit "Löchern" orientieren.


    Direkt vorhersagen wie der Sound wird - das wird keiner können, dass hängt von so vielen Faktoren ab. Das 13" allerdings ungekürzt zu lassen, würde vielen Drummern (mir auch) sicher mißfallen, da man so einen "tiefen Topf" auf dem Snarestand beim Drumming nicht unter dem Kinn haben will :)

    Offensichtlich versteht Dein Lateinlehrer nichts von Musik.


    Desweiteren habe ich doch straight from the start geschrieben, dass wenn dies so wäre oder angestrebt wird, völlig andere (Material und Spieltechnik) Fragen lange vor der "Vented-Frage" kommen. Manchmal will man nicht verstehen, schade!


    Irgendwann postet hier sicher keiner mehr umfassend. Dann werden hier komplexere Fragestellungen vielleicht auf Bildzeitungsniveau beantwortet - so wie vereinzelt in den Ferienphasen festzustellen.


    Vented? Finde ich krass!


    Back to topic!

    Sorry, sollte es off-topic sein:
    Seit wann ist Lautstärke in der Musik ein Qualitätsattribut? Wenn dem so ist, dann kauft Euch eine Glockengußbronzesnare (meinetwegen auf dem Gebrauchtmarkt) und eine eigene PA und hämmert only Rimshots auf der Kiste! :)


    Back To Topic: ich war bei der ein oder anderen Messe mehrere Tage fast nonstop, stundenlang an dem Odery-Stand mit ihren Vented-snares. Der Vented-Effekt war dort einstellbar "mittels Fenster". Also wie groß soll das Loch werden? - das war vom Drummer justierbar.


    Ich persönlich befürchte das in dieser Diskussion einiges verwechselt wird. Deswegen versuche ich den Physik-Kram weitestgehend wegzulassen und wirklich "nur" von meiner Hörerfahrung mit vented Snares des obigen Herstellers zu sprechen (obwohl ocdp hatte ich auch schon längere Zeit vor dem Ohr - da deckten sich die Höreindrücke). Das weglassen ist auch insofern besser, da mancher vergißt dass bevor Materialtechnische Kabinettstückchen ob Messing, Kupfer oder Stahl, die Kesseldicke oder die Luftlochposition oder Größe VIELMEHR über die Lautstärke entscheidet ob ich 7a oder 5a Sticks spiele (ganz zu schweigen von dem körperlichen Input des Spielers :-)). Ich bin oft etwas verwundert, dass dies in vielen Diskussionen vergessen wird.


    Bei vented snare ist allzu offensichtlich, dass die "Crispness" (der Höhenanteil und das Ausmaß des Teppichklangs, hörbar zunimmt). Die Crispness, dass was für viele Ohren als "spitzer" bzw. höhenreicher beschrieben wird. Manche empfinden den Sound auch als etwas "penetranter". Nicht jeder steht auf eine Verschiebung der Kesselsound-Teppich-Ratio zugunsten des Teppichanteils. Der Sound wird auch etwas trockener, als wäre der Kessel bzw. die Kesselresonanz weniger in die Klangformung involviert (wen wunderts?).


    Aber nochmals, der Teppich-Klang dominiert den Klang etwas mehr als normal. Dieses "etwas mehr" steht in Relation zur Größe der Öffnung UND AUCH zur Position der Snare zum Zuhörer. Bei mehreren, gleichmässig verteilten Löchern spielt letzteres natürlich keine Rolle mehr.


    Das viele (je nach Zustand ihres Gehörs) eine, crispere, höhenreichere Soundentfaltung als subjektiv "lauter" wahrnehmen ist an für sich nichts neues. Witzigerweiser (im Kontrast zu Broadcaster) empfand ich den Sound, CRISPER, trockener und etwas DÜNNER! Nicht fetter! Diese Wirkung ist gerade bei den einstellbaren Vented-Snares sehr gut zu "dokumentieren".


    Nochmals: diese Höreindrücke stammten weitestgehend von Snares, die regulierbar waren. Dadurch konnte man in zig Nuancen oder auch Extremen immer wieder gehörtechnisch cross-checken: "spinne ich jetzt - oder ist da wirklich etwas hörbar" oder "hörst Du es auch so?". Deswegen bin ich mir mit den bisher oben gemachten Aussagen sehr sicher!


    Jetzt wird es subjektiver: ich schwankte zwischen 2 Extremen in der Beurteilung:
    Viele (ausladende) Öffnungen empfand ich als zu spitz/crisp bzw. dünn-höhenreich im Sound. Ich wage den leicht übertriebenen Vergleich: als sei man Zuhörer eines Marching-Corps und höre die an sich vorbeilaufen.


    Etwas kleinere Öffnungen empfand ich bei den von mir getesteten Snares durchaus sehr interessant und teilweise (durch den kleinen Crispness-Boost) deutlich besser als die Snares ohne jegliche Holeöffnung. Da ich den leichten Höhenboost bzw. ein klein wenig Zunahme der Crispness und der Teppichansprache selbst sehr mag. Aber ich mochte auch Snares mit voller Öffnung, wenn ich nicht direkt vor der Öffnung stand, sondern die Öffnung von meinen Ohren "wegzeigte".


    Insofern empfinde ich den Hype mancher Hersteller, oder sklavische Fan-Allüren "mein Stardrummer hat Löcher, die will ich auch" zwar lächerlich bis kindisch :) - das Konzept hingegen aber durchaus INTERERESSANT und ernstzunehmend.


    Nochmal Offtopic:
    Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen Concert Toms und sogar Roto-Toms von ambitionierten Hobby-Musikanten als "lauter bezeichet" wurden als normale Toms mit Schlag- und Resofell. Solche Aussagen empfand ich inhaltlich als falsch. Aber statt gleich zu vermuten, "die haben ungewaschene Ohren" oder "die haben überhaupt keine Ahnung", konnte man ja mal Überlegungen anstellen, was andere Menschen zu einem subjektiv anderen Urteil kommen lies. Mitunter ist es "nur" eine Verwechslung von Begrifflickeiten. Ein gemeinsamer Nenner war damals: bei Single-Headed-Toms (sogar ohne Resonanzkessel/Körper: also Remo Rotos) hört man den Attack, also den wirklichen Anschlag des Schlegels auf dem Fell sehr dominierend und direkt. Nicht wirklich lauter... hahaha aber man hört ihn, bzw. "ortet" ihn akustisch leichter. So kann man noch unendlich weitere Beispiele finden, bei denen klangliche Besonderheiten die vielleicht sogar mehreren Personen gleichzeitig auffallen nur "falsch" bzw. unterschiedlich beschrieben werden.

    Zitat

    ich nenne sowas "rabatt", nicht "endorsement".

    Ich sehe es da weitestgehend wie Matz.


    Aber generell ist es nicht einfach heutzutage: ich persönlich verstehe unter echten Endorsements: Material umsonst - Werbewirkung, oder sonstiger Input des Drummers für den Hersteller und/oder Inlandsvertrieb als Gegenleistung etc.


    Es gibt aber je nach Firma die unterschiedlichsten Endorsement-Modelle (und nicht jeder definiert Endorsements so wie ich und einige andere). Nochmals: vieles erfolgt individuell. Und auch diverse A-B-C-Modelle haben unendlich viele Ausnahmen.... je nach Status oder Verhandlungsgeschick des Drummers - aber auch der Herstellerfima! Je nach dem was der Chef (s)einer Firma "denkt" bzw. der für Endorsements Verantwortliche im Zuge der Endorsementpolitik für richtig hält bzw. befolgen soll/muß. Dies kann von vergünstigtem Einkauf, über 3 Produkte Gratis, bis eine Vielzahl von Gratis-Produkten + vieles mehr :) gehen.


    Es gibt Firmen die Endorsements selten vergeben, andere geradezu inflationär. Das alles kann man werten, muß man aber nicht.


    NORMALERWEISE gehen Endorsements mit Verträgen einher (mindestens sogenannte Artist Agreements).


    Wenn sowas garnicht erwähnt wird
    a.) ist man entweder sehr berühmt und für die Firma unentbehrlich...
    b.) oder die Partner extrem gut miteinander bekannt so dass man sich schon irre vertraut...
    c.) oder es stimmt was nicht!


    In den letzten Jahren gehen aber auch verstärkt immer mehr Musikalienhändler dazu über, leichtfertig das Wort "Endorsement" zu verwenden, wenn sie einem Kunden Instrumente zu Lasten ihrer Gewinnspanne günstiger überlassen. Das macht es dann wirklich verwirrend, da...
    1.) ... es KEINE Endorsements im Sinne der eigentlichen Hersteller oder Inlandsvertriebe sind und somit das was da abläuft, so nett und hilfreich es für den einzelnen sein mag, nichts mit den für 99% aller Drummer assoziierten Inhalten von Endorsements zu tun hat. Es ist dann ein "Endorsement" vom "Musikalienhandel und Posaunenreparatur Kalle Jupp in Bad Salzdetfurth".
    Oder...
    2.) ...dadurch (IM AUSNAHMEFALL) der ein oder andere Musiker und Endkunde schlichtweg verarscht wird.


    Also: vergünstigter Einkauf über Händler ist KEIN Endorsememt im Sinne der Herstellerfirma und/oder der Inlandsvertriebe und somit nicht das was 99% aller Musiker dieses Erdballs darunter verstehen. Es ist vielmehr eine womöglich nette Geste eines einzelnen Musikalienhändlers. Nicht mehr und nicht weniger. Vielen hilft das sicher, darum möchte ich so ein Entgegenkommen keinesfalls kritisieren. Nur der Begriff ist da mehr als irrerführend!


    Nicht verschwiegen werden soll (und da sind wir leider nochmals beim Begriff "Verarsche") dass es eine Handvoll kleiner Vertriebe oder auch mal Kleinst-Direkt-importeure gibt, die auch auf Messen oder beim Besuch ihrer Verkaufsstellen oder Outlets, Kunden wirklich verarschen. Will heißen, sie sagen "Du wirst Endorser" und bieten die Produkte "verbilligt" an. In Wahrheit machen sie genau den Gewinn, den sie mit einem Abverkauf an einen regulären Musikalienhändler auch machen würden. Da sollte man höllisch aufpassen. Der Drummer wirbt dann auf seiner Website als "Endorser" - die Herstellerfirma weiß davon aber garnichts. Bzw. bittet ihn sollte sie davon erfahren, den Begriff zu entfernen.


    Manche Vertriebe bzw. Hersteller - das halte ich übrigens für den besten Weg, schützen das Wort Endorser stark. Bieten es nach Prüfung jenen wenigen, von denen sie sich eine große Werbewirkung etc. versprechen. Bieten aber anderen die dieser engen Rasterung nicht entsprechen, die aber noch eine große zukünftige! Entwicklung als Szenemultiplikatoren oder tolle Drummer erahnen lassen, einen SUPPORT an. Das bedeutet dann: Material günstiger. Dann darf der Künstler sich supported Artist nennen oder supported by XXXX. Aber eben NICHT Endorser.


    Sorry, wenn dies für manche Rookies verwirrend klingt oder gar nach Haarspalterei durch die verschiedenen Begrifflichkeiten. Spätestens bei 2-3 mal Lesen sollte der Groschen aber fallen. Die Materie ist leider verwirred und nochmals: wird von den verschiedenen Herstellern nicht einheitlich gehandhabt.


    edits: inhaltlich nix verändert. Rechtschreibung und Farben ins Spiel gebracht, Text hoffentlich besser strukturiert, und mich über das super-langssame neue Forum beim Aufbau des Textbox geärgert, dass auch mehr Edits für mich mit sich bringt.

    Das war auf der Messe zu sehen. Ich fand es optisch grandios! Das wirkt real viel edler als auf Bildern. Natürlich ist da die Gefahr des Kitsches gegeben... aber nochmals: real fand ich das recht beeindruckend.


    Natürlich nichts für eine Blastbeat-Kapelle :) Obwohl - vielleicht kann man auch schwarz auf schwarz beleuchten :)

    Wo empfängt man diese Hornochsen-Paranoia?
    So was bizarres wie aus seinem Mund habe ich abseits von Substanz-Induzierten-Psychotikern im ganzen Leben noch nicht gehört.
    Wie finanziert der diesen Bockmist?


    Bitte klärt mich auf - das ist das schrecklichste, selbstherrliche Dummgelaber, dass ich je im deutschsprachigen Fernsehen gesehen habe. Mir fehlt auch fast etwas der Humor darüber zu lachen...

    1.) Live and Dangerous / Thin Lizzy
    Bis auf die Drums ist bei dieser Scheibe zwar nahezu alles gefakt und leider nicht live... aber was Downey da tatsächlich und belegt live trommelte ist zeitloses groovendes! Rock-Drumming vor dem ich seinerzeit mit 14 und heute mit 42 Jahren auch noch auf die Knie falle. Einer der besten und eigenständigsten "Rock"-Drummer aller Zeiten, der es nicht verdient hat nur mit "Whiskey in the jar" (das glücklicherweise nicht auf der Scheibe ist) assoziiert zu werden und den viele, viele Drummer leider völlig unterschätzen.

    2.) Rainbow "On Stage"

    Die magischste Live-Platte des letzten Jahrtausends. Man mag von Cozy halten was man will. Diese Platte ist grandios. Auch wenn Cozy öfters mal ähnliche bzw. die selben "Break-Trademarks" 5-10 mal pro Song wiederholt (so wie in späteren Jahren auch) - es ändert nichts daran dass diese Scheibe zeitlos und gleichsam fantastisch ist. Am Cozy-Style inklusive seiner unbändigen Power und seiner speziellen Microtime versuchten sich viele... die meisten scheitern. Diese Platte hörte ich unglaublich oft - stellte mir vor Cozy und Dio gleichzeitig zu sein. Schöne Jugendphantastereien waren das damals. Solche ekstatische, verzaubernde Live-Musik existiert seit über 30 Jahren nicht mehr... leider!


    3.) Billy Squier "Don´t say no"
    Der aufgrund ungesunder Lebensführung viel zu früh verstorbene Bobby Chouinard ist in Deutschland größtenteils unbekannt obwohl er viele millionenfach verkaufte LP´s eintrommelte und auf diversen Tourneen zu sehen war. Er ist meiner Ansicht nach einer der ganzwenigen Drummer, der so viel Schwere und "mächtige-Erhabenheit" in simple Rockbeats packen konnte - außer Bonham. Ihn mit letzterem in einem Atemzug zu nennen, mag manchem verwegen vorkommen. Ist aber nicht ganz unberechtigt, je genauer man sich mit Bobby befaßt.

    4.) Dio "Holy Diver"

    Vinnie Appice at his best. Fantastisches Drumming - unglaublich guter Drumsound. Erst Jahre später fanden sich in diversen Interviews Hinweise, warum dieser Drumsound tatsächlich so gut war... und welcher Aufwand dafür betrieben wurde. Aber Sound ist sekundär - das unglaublich vital-testosteron-haltige Drumming nagelt einen an die Wand. Viele Drummer spiel(t)en die Platte mit - und scheitern doch.


    5.) Rush "Moving Pictures"
    Extraterrestrische Hörerfahrung... für jeden Drummer/Musiker der sie das erste Mal hört. Selten eine CD/LP gehört die von der ersten bis zur letzten Note einen euphorisiert und gleichsam verstört zurückläßt. Toller Sound, ultra-einfallsreiches und doch songdienliches offensiv-Drumming. Diese Scheibe werden Rush nie wieder toppen... auch wenn sie immer behaupten sie wollten dies auch garnicht.

    6.)Yngwie Malmsteens Rising Force "Marching Out"

    Neo Classical Metal als neue Musikrichtung war zwar schon mit seiner ersten LP ein Jahr vorher geboren... mit dieser seiner 2. Solo-Veröffentlichung war aber klar, er setzt sein Spiel unbeiirt fort! :) Tolles Drumming eines noch sehr jungen Anders Johansson. No Filler Tracks. Diese beständige Songgüte gab es fortan von Yngwie nicht mehr... leider.


    7.) "Rush Exit Stage Left"
    Verflucht, diese Live-Scheibe machte deutlich: ihre spieltechnische Güte setzt das Power-Trio aus Kanada offensichtlich auch live erschreckend gut um. Neben der Moving Pictures (siehe oben) bei mir jahrelang in Dauerrotation. Zeitlose Scheibe für Drummer und Musiker... und jene die tolle Harmonieführungen (eingängig und doch jenseits normaler Popkultur bzw. Hörsozialisation) lieben.


    8.) Kiss Alive II
    Diese Scheibe hörte ich von 12-14 so unglaublich oft, dass kaum noch Rillen auf den 2 Scheiben übrig blieben. Peter Criss ist ein sehr eigenwilliger Drummer. Seine Drumaufbauten hatten mich maßlos beeindruckt. Erst in den letzten Jahren wurde mir klar, dass auch unter Hardcore-Drummaterial-Kennern völlig verkannt wird, dass er die Modewelle tiefer Snares 14 x 8 + X zig Jahre vorwegnahm und manches andere auch. Wenn ich auch bis heute denke, dass er 8-Tel Triolen immer zu schnell bzw. hastig spielte (sowohl auf Studioplatten als auch Live). Apropos: unvergessen meine Versuche nach 4-5 Stunden Drumunterricht "Detroit Rock City" der Live- DLP mit einem straighten 4/4 Achtel Beat zu begleiten und mich stets zu wundern warum es nicht so ganz paßt :) Ternäre Auflösungen und nebenbei bemerkt das Verständnis wie sexistisch bzw. eindeutig alle Kiss-Texte sind - kamen sooo viel später. Anyway, es bleibt doch mein Respekt vor meinem ersten Drumidol - bevor es als ich 15 wurde von Brian Downey und Ian Paice entthront wurde.

    9.) Apropos sexistisch:

    "Komm´ und hols´Dir" Whitesnake
    Auf das erste hören ultra-simple Beats. Der Mainbeat den Ian Paice auf dieser Scheibe spielt ist gar bei 3/4 aller Songs der Platte identisch. Und doch: diese simplen Beats so groovend zu spielen! Nicht einfach! Ich unternahm unzählige Versuche in jungen Jahren mitzutrommeln. Und kapierte lange, lange Zeit nicht, warum er so anders klang.... wo doch seine Snare auch auf der "2" und der "4" liegt. Gottgleiches Drumming auf einer starken Rock-Scheibe die man als Drummer haben muß. Eine zeitlose Killerproduktion von Martin Birch, die mir heute noch Runzeln auf die Stirn treibt. Wie kann so eine alte Platte so gut gemischt sein und selbst heute in unseren Ohren noch so homogen und GUT klingen? Unbegreiflich... Das Zusammenspiel zwischen Drummer Ian Paice und Neil Murray am Bass ist unglaublich tight und läßt eineiige Zwillinge vermuten. Wer glaubt es habe je eine bessere und symbiotischere Rhythm-Section im Rockumfeld gegeben als Paice/Murray sollte diese Scheibe hören und dann Abbitte leisten :)


    10.) Black Sabbath "Mob Rules"
    Wiederum Martin Birch als Produzent und Engineer. Völlig anderer Drumsound (obwohl im selben Jahr aufgenommen) als das Whitesnake Werk... nicht nur wegen der gänzlich anderen Drumstile und Drummer sondern auch alle Hall- bzw. Raumparameter völlig anders. Und doch zeitlos, mächtig und erhaben. Vinnie Appice in Bestform. Der Song "Sign of the Southern Cross" ist dramaturgisch, "drummerturgisch", Hookline- und arrangementtechnisch der beste epische Hardrocksong aller Zeiten und wesentlich besser als alles mystische was Zeppelin, Rainbow oder sonstwer je aufgenommen hat. Die selbst von vielen Musikern am meisten übersehene Perle der Rock-Musikgeschichte. Das überraschend spät einsetzende Riffing des Songs "Sign of the Southern Cross" von Iommi schneidet Brot wie Beton und das Drumming ist ein didaktisches Lehrstück für den feinen aber wichtigen Unterschied zwischen schleppend gegenüber laid-back-MÄCHTIG!!! Wundervoll und zeitlos!

    Ich tue mich immer schwer mit derartigen Meldungen im Web.


    Wenn das stimmt, bin ich geschockt.


    Ich hatte mit Johan nie direkt gemailt. Aber wir haben uns mehrfach hier in Threads öffentlich geantwortet bzw. aufeinander Bezug genommen und es war ersichtlich, dass wir uns ohne uns je begegnet zu sein, sehr respektierten. Ich habe das irgendwo hier schon geschrieben: der Bursche war ein Zauberer und hatte ein riesen Potential.


    See you on the other side, Johan!

    Unter Zubehör und Kleinkram paßt der Herr Rondinelli aber wirklich nicht rein.


    1.) Aufgrund seines Körperumfangs
    2.) Aufgrund seiner tollen spielerischen Klasse


    Der Bursche war übrigens für sehr viel mehr Bands/Platten und CD´s verantwortlich: u.a. Doro, Blue Öyster Cult, seine eigenes Solo Projekt "Rondinelli", Riot etc. etc.
    Sehr umtriebig!

    Ich weise grundsätzlich nicht auf eigenes Zeug hin! Das stellt sonst (für jene die mich nicht kennen) meine Aussagen womöglich in ein falsches Licht. Dafür ist mir das Forum und der Gehalt meiner Aussagen zu wichtig.

    @Panik


    Vorsicht: in Deinem gutgemeintem! Beitrag geht viel durcheinander.

    Zitat

    Es hat praktisch das alte Export abgelöst, soll heißen der Kessel ist identisch dem alten Export!!!!!. (Hat mir der Pearl Vertreter persönlich erzählt)


    Obwohl es Pappelkessel hat (das meinte wohl der "Vertreter") hat es mit dem EX selbst in der ganz neuen Forum-Version FZ725 einiges nicht!!! gemeinsam. Ja es hat jetzt ISS, ja es hat schönere Bassdrumklauen als das alte Forum...


    ... aber es hat immer noch die schwachbrüstige Forum-Style-Hardware die der des EX Meilenweit! unterlegen ist. Die überragende EX-Hardware machte seit Jahren der ganzen Branche zu schaffen. Die des FX wird eher belächelt.


    Und noch schlimmer: das Forum-Set das Su listet ist doch das alte Forum. Jenes ist nicht nur dem EX meilenweit unterlegen sondern in Sachen Produktfeatures auch dem neuen Forum.


    Für Pearl-Fans verbietet sich der Kauf des Forum auch zum dritten weill es immer immer wieder ELX Sets nagelneu zum Ausverkaufspreis von 648.- Euro gibt. Dieses hat lackierte Pappelkessel, überragende Hardware und schlägt dadurch jedes Forum egal ob alt oder neu um Meilen.


    P.S: seit wann stellen wir hier Aussagen von Vertretern oder meinetwegen Produktmanagern über jene kompetenter Forum-User? hahaha
    Die fachliche Qualität ersterer ist in vielen Fällen nachweislich Firmenübergreifend derer mancher Forumuser meilenweit unterlegen :D.


    Ich entschuldige mich vorab für den inflationären Umgang des Wortes "meilenweit" - und doch wurde es oben inhaltlich korrekt verwendet und ist KEINESFALLS eine Übertreibung.


    Edit: ein Kluger Kollege war schneller mit dem Hinweis auf die Hardware... aber wegen den paar Sekunden lasse ich meinen Beitrag trotzdem so wie geschrieben. Nur Rechtscheibung editiert

    Unabhängig vom Hersteller gibt es eigentlich nur 3 Möglichkeiten.


    a.) Deine Aussage dass Du immer! beim Transport sowie bei Auf- und Abbau auf die Becken achtest stimmt nicht.
    Mal ein Beispiel: beim Abbau mal kurz mit der Dorfschönheit gesprochen während 3 Meter neben einem im Halbdunkel das Bottom-Becken (nicht das der Schönheit) auf dem Boden abgelegt wurde. Stagehand eilt vorbei und tritt ´drauf. Das ist in einer Viertelsekunde geschehen und niemand hat es gesehen bzw. wird je von diesem Vorfall erfahren!


    b.) Die Becken waren von Anfang an nicht ganz plan. Das sollte nicht passieren - kann aber bei jedem Hersteller mal vorkommen. Manchmal passieren "mit einem selbst" die kuriosesten Dinge: Man trommelt ein paar Jahre, die Gehör-analytischen Fähigkeiten und die Körpersensibilität nehmen zu und irgendwann fallen einem "Dinge auf", von denen man glaubt, dass sie vorher nicht da waren.


    c.) Die prügelst so heftig auf Deine Hihat, dass Du faktisch nicht nur Drummer sondern auch UNFREIWILLIGER CYMBALSSCHMIED bist. Das ist zwar gerade wenn die Becken eher Dick sind sehr unwahrscheinlich aber doch möglich. Wahrscheinlicher ist es aber bei dünnen (insbesondere dünnen No-Name) Hihats die man durchaus mal durch heftigen Fußdruck auf der montierten Hihat zu Chinas "transfomieren" kann und die durchaus durch ultra-heftiges Drumming insbesondere mit dicken, "unflexiblen" Sticks oder massive sonstige Einwirkungen daran Schaden nehmen können. Also nicht mehr plan sind oder ihre ursprüngliche Form auch nach zurückbiegen nicht mehr korrekt einnehmen. Bitte nicht zu Hause probieren. Es ist so!