Darüber könnte ich Seiten schreiben... und doch ist die Quintessenz... in den wenigen Worten siehe Fazit unten beschrieben.
Als Behringer die erste oder 2. Ultrafex Generation einläutete Anfang der Neunziger war ich Feuer und Flamme. Man konnte so schön Höhen-reinkitzeln, sogar noch ultra-tiefe, subharmonische Bässe "hinzugenerieren lassen", wenn man wollte auch die Stereoweite synthetisch auseinanderziehen (wie es früher die alten Phillips Kassettenrecorder schon vermochten und später auch diverse "Japaner"). Herrlich!
Also das Ding 2 mal gekauft. Einmal für Bandaufnahmen... hinter die Summe des Mischpultes und somit alle Instrumente dadurch geschleust. Zweites Behringer Ultrafex für das Liverack gekauft. Kurioserweise auch die Ganze Summe rübergeschickt. Das Teil hing also zwischen Mischer Stereo-Out und Endstufe. Natürlich konnte man es auch einschleifen etc. Alles mal probiert.
Zwar war der Live-Sound damals unbestritten wirklich gut... nur die Rolle des Ultrafex habe ich damals dramatisch überschätzt.
Klar wurde mir das erst 10 - 15 Jahre später. Ich hatte deutlich besseres Recording-Equipment, deutlich bessere Mikrofone und nun die neueste Generation des Ultrafex erworben... da ich zwischenzeitlich die 2 alten Produktgenerationen verkauft hatte. Ich dachte, was damals ging muß auch heute dem Drumset gut tun.
Falsch gedacht: ich konnte zig Einstellungen vornehmen von skurril-extrem bis nüchtern-minimale Höhenanhebung. Nur hatte ich stets das Gefühl, dass die Kiste den Drumsound nicht wirklich BESSER macht. Bei massiveren Einstellungen nahm das Rauschen hörbar zu (war mir mit dem alten Equipment soo deutlich nie aufgefallen).
Ich hatte auch den Eindruck, wenn es "nur" etwas hifi-esquer "sizzeln" soll, kann/darf man durchaus die Höhen am Mischpult etwas mehr anheben. Und dann kommt schnell der Punkt, wo im Gesamtmix nicht mehr zweifelsfrei zu bestimmen ist, ob die minimal angehobenen Höhen des ohnehin schon im Besitz befindlichen Mischers besser klingen, oder die Ultrafex-Schaltung eines geliehenen oder extra erworbenen Behringer.
Fazit: Mein Eindruck ist: stimmt der Drumsound, ist die Klangregelung des Mischers gut und taugen die Mikros und ihre Einstellungen etwas, benötigt man dieses Teil nicht so wirklich. Zumal ja heute viele Plug-ins für einen Appel und ´nen Ei ähnliche Klangmanipulationen (und weit darüberhinaus) gestatten.
P.S: ob Exciter-Schaltungen anderer Firmen so viel besser sind, da erlaube ich mir kein Urteil. Obiges bezieht sich somit ausschließlich auf 3 verschiedene! Ultrafex-Gerätegenerationen (mit Enhancer- und Exciter-Funktionen und vielem mehr), die ich alle mal besaß und über viele Monate testete/einsetzte. Gleichwohl ist das Ultrafex ein feines "Spielzeug" (vielleicht mehr) gewesen. Ich rate also keinesfalls per se vom kauf ab. Ich hatte mit der Kiste früher viel Spaß. Nur das Ausmaß in dem die Kiste den Sound nachweislich und faktisch VERBESSERT, da habe ich heute doch das ein oder andere Fragezeichen. Kann man haben, muß man nicht!
Edits: die übliche Buchstabensuppe, inhaltlich nix editiert.