Ich verstehe Deinen Einwand völlig - auch ich finde das schwierig - aber nochmals: ich möchte ganz sicher gehen und habe auch nicht die Zeit mich damit wie ein Jurist zu befassen. Ich habe garkeine Ahnung von dem Thema, ganz ehrlich: Null, Null. Aber mehrere Stellen haben mich ausdrücklich! auf dieses Risiko hingewiesen.
Natürlich würde mancher hochanständige Bürger nie gegen mich klagen wegen einer Lappalie... da ich (arroganterweise) behaupte sehr beliebt zu sein... nicht nur bei den Schülern.
ABER... was ist wenn einer (oder Angehöriger) einen sehr ernsten Unfall hat? Überwiegt dann noch die Sympathie zu mir oder doch die Sicherung der Gesundheitsversorgung des Kindes (des Angehörigen)? Die Frage kann ich mir in einer Sekunde beantworten!
Ich habe aus erster Hand von einem sehr konkreten Fall erfahren. Es paßt nicht wirklich zu meinem Thema, da in dem Beispiel etwas vernachläßigt wurde! Aber es zeigt(e mir) das manchmal unglaublich folgenschwere Dinge passieren... aus Situationen heraus die eigentlich völlig harmlos sind.
Eine erwachsene Drumschülerin rutschte aus auf dem Weg zu einer "Institution", "Behörde" whatever (Datenschutz). Streng genommen null Risiko auf dieser Strecke. Aber es war Winter und stellenweise glatt. Sie ist soo unglücklich ausgerutscht, dass der Fuß zig-fach gebrochen ist, unzählige Knochenabsplitterungen, mehrfach-Frakturen. So ein Röntgenbild habe ich im ganzen Leben niemals zuvor gesehen (ich fragte nach und bekam es zu sehen). Da wurden bei ihren Folge-Operationen mehr Schrauben und Schlingen verbaut wie in jeder KFZ-Werkstatt. SCHRECKLICH. Beim Überqueren einer Straße ausgerutscht und so ein schwerer Schaden. Dies zog unzählige! Folgeoperationen nach sich und lebenslange Einschränkungen. Ich darf hier nicht konkreter werden. Erste! Zeugenaussagen belegten, dass genau die Stelle wo sie lief noch nicht gestreut war (Winter). Alles andere schon. Wahrschenilich wäre 1 Minute später diese Stelle auch vom zuständigen Menschen gestreut worden. Egal... dann wurden Aussagen zurückgezogen!!! (eben da es um Haftung ging). Plötzlich behaupteten mehrere diese Stelle sei gestreut gewesen. Lange Rede kurzer Sinn es folgte ein mutiger Rechtstreit durch zig Instanzen meiner Schülerin den sie fast völlig alleine durchfocht (ohne Family- oder Freundeskreis-Unterstützung, da keiner an einen Erfolg glaubte und jeder sagte "hör auf jetzt, es ist nicht zu ändern") und obwohl keine Beweise mehr erbracht werden konnten, hatte der Richter der letzten Instanz Jahre später den Mut, 1-2 Zeugen (die alles leugneten) ins Gesicht zu sagen "ich weiß dass sie lügen" und der Drumschülerin dass jahrelang vorenthaltene Schmerzensgeld und die zukünftige medizinische Versorgung zu sichern. Das war eine mutige Lebensleistung der Schülerin! und offensichtlich ein kompetenter Richter, der seinen Job ernst nahm und sich nicht jeden Mist auftischen ließ.
Nochmals das Beispiel paßt nicht zu meiner Fragestellung... ich streue immer. Aber ich hätte niemals gedacht, dass auf einem geraden Weg (ob gestreut oder nicht) so eine hochkomplizierte Mehrfachfraktur möglich ist. Das sah aus wie durch den Fleischwolf-gedreht.
Und nochmals Chuck... mehrere Stellen haben mich eindringlich auf mein Risiko hingewiesen... auch Versicherer die sagten "wir versichern sie nicht für sowas".