Nicht wirklich schlechte aber eher mäßige Resofelle unbekannter Herkunft bieten meines Wissens immer noch! auch die Artisan-Hochpreissets hier in Deutschland und auch in Taiwan und den USA.
Das spricht per se nicht gegen diese Sets "aus Österreich"... sondern belegt eher das Dixon immer noch nicht weiß wohin sie mit der/den Artisan Serie(n) wollen... und auch noch Zweifel haben wie hochwertig diese Sets "sein sollen" bzw. angeboten werden.
Einige/viele Features der regulären Artisan-Hochpreissets von Dixon scheinen auch bei diesen Angeboten aus Österreich gegeben... die guten Evans-Felle! (und die unbekannten Resos eben auch), Gußreifen, gummiunterlegte Hardwareteile am Kessel, etc.
Was eher auffällt, dass bei den Angeboten in Österreich ein anderer Snare-Strainer verbaut wird und eine als 22" angebene Bass "nur" (reicht bekanntlich völlig aus) 8 Stimmschraubenn hat. Regulär haben die 22" bei der Artisan aber 10. Vielleicht habe ich auch eine Linsentrübung... und das Bild des blauen anderen Sets zeigt eine 20"... wird aber mit 22" gelistet?
Ob das reicht Dixon nun innerhalb der Artisan Serie nochmal eine neue Subgruppe mit Produktdifferenzierung nach unten zu unterstellen weiß ich (noch) nicht. Das wäre natürlich das letzte was der Markt noch braucht... noch mehr Verwirrung, um Artisan... Aber die abgedruckten UVP´s die auch schon deutlich niedriger sind als hier in Deutschland weisen wohl daraufhin.
Ich habe ein Dixon Artisan-Set mit Birke/Walnuß-Mix. Zum Sound finden sich Hinweise unter "Drumbestseller kritisch beleuchtet". OK, ein reiner Birkenkessel wird natürlich anders klingen - aber wenn die Birkenqualität (Anbau- und Ernteregion...hahaha) mit meinem identisch sein sollten, dürften auch diese reinen Birken-Sets nicht sooo übel klingen (eben da bei mir die Birkenlagen numerisch überwiegen, wenn ich richtig gezählt habe).
In dieser Preisklasse bewegen sich aber eben auch viele Tama Starclassic Birke-Sets auf dem Gebrauchtmarkt, die bekanntlich sehr gut klingen und einen sehr stabilen Wiederverkaufswert bieten. Da sollte man schon sehr gneau abwägen!
Kleiner Exkurs, sorry:
Der Crux divergierender Inlands-Vertriebspolitik bzw. distributionstechnischer, nationaler "Eigenwilligkeiten" auf die Broadcaster diesmal völlig zurecht hinweist sind natürlich auch einige andere Produkte bzw. Firmen ausgesetzt - das ist kein Dixon-typisches Phänomen... wenngleich es bei Dixon wirklich in den letzten Jahren massiv auffällt.
Streng genommen und schmerzhaft zugleich sind die Gründe recht einfach: solange Firmen nicht namhaft genug sind, eine selbstbewußte aber eben auch eindeutige und verbindliche Produktpolitik zu fahren (und diese dann auch in verschiedenen Märkten zu etablieren bzw. durchzudrücken), können kleinere Inlandsvertriebe ihre Ansichten, Ziele selbst definieren. Manche Mutterfirma ist froh in Land XY überhaupt einen Partner zu haben und nimmt das dann hin... mitunter weil ihr die Marktposition fehlt Eigenwilligkeiten nationaler Distributoren zu unterbinden.
Der Nachteil ist natürlich, dass die Mutterfirma erstrecht an Prestige verliert bzw. dieses garnicht erst entwickeln kann, wenn jeder sein eigenes (Inlands-)Süppchen kocht, keine klare Produkt- und Werbestrategie erkennbar ist, weil jeder noch so kleine Inlandsvertrieb meint er kenne den Inlandsmarkt besser als alle anderen (was in manchen ausgewählten Fällen aber mitunter stimmt).
Bitte das nicht mit großen, weltweit operierenden Konzernen (anderer Branchen) verwechseln. Das jene teuerste und aufwendigste qualitative Marktforschung betreiben, bevor sie landesspezifische Werbungen raushauen, ist zwar bekannt, aber mit unserer Branche, genauergesagt dem Marktwert und Marketingbudget vieler Firmen unserer Branche nicht vergleichbar.