ZitatWie kann ich denn Aufnahmen auf dem Teil speichern und sie dann auf den PC schmeißen??
Nochma Danke für die jetztige große Hilfe
Wunderbare Frage!
Streng genommen garnicht komfortabel. Da Rolands VS880 und VS1680 ein völlig eigenes Datenformat verwendeten war ein Transfer der Daten auf Mac oder PC Plattform (womöglich die weitverbreiteten Wavefiles) z.B. durch Auslesen der Roland-Festplatte (die Roland hat eine interne, aber läßt auch den Anschluß externer SCSI-Platten zu) nicht möglich. Es mag sein, dass es zwischenzeitlich Konvertierungsmöglichkeiten oder Programme gibt? Ich habe das nicht weiter verfolgt.
Was aber verlustfrei geht: die Daten digital per optischen oder coaxialem Ausgang über einen optischen Eingang oder coaxialen Eingang einer Soundkarte am PC verlustfrei rüberziehen. Der VS1680 hat glücklicherweise alle 4 Anschlußoptionen, was eher selten ist. Also Digital-in-optisch, Digital-out-optisch, Digital-Coaxial-in und Digital-Coaxial-out. Somit kann man ihn mit allem (auch schlechter bestückter Consumer-Peripherie, die möglicherweise nur eine der "erogenen" Eingänge hat) "paaren".
Das einzelne Rüberziehen der Spuren ist aber höllisch umständlich und zeitintensiv!!! Darüberhinaus erfordert es die Midifizierung inklusive Slave/Master-Einstellungen, was viele schnellentschlossene Anwender zum Wahnsinn treibt - bzw. die Rolandkisten zu Ebay! Die Sync-treue Ausgabe der Daten ist bei Rolands VS1680 technisch natürlich fehlerfrei möglich, aber erfordert ein tiefes Einarbeiten in die Systemtiefen. Da hatten wir früher "viel Spaß" bis ein externes Gerät in Time mit dem Roland läuft. Auch können auf diesem Weg in einem Arbeitsschritt nur maximal! 2 Spuren rübergeschaufelt werden. Das auch nur dann, wenn man die Audiosignale radikal panned, also Kick ganz links, snare ganz rechts usw. usw.). Wenn man also auf dem Roland beispielsweise 8 Druminstrumente aufgenommen hat, muß man mindestens 4 mal die Daten realtime! zum PC rüberschaufeln. Und das auch nur, wenn man logistisch alles gut vorbereitet hat, alles in sync ist und auch sonst keinen Bedienungs-, Panning oder Verkabelungsfehler gemacht hat... hat man nur eine Sache übersehen, darf man gleich nochmal. "Danke" Roland!
Hardcore-Add-on für Freaks:
Dieses Roland-Datenformat und die PC-feindliche Architektur dieser Roland Geräte war schon zu Zeiten ihrer Markteinführung eine Frechheit und nüchtern betrachtet schon beim Marktstart veraltet. Heutzutage kann man sich das schon garnicht mehr vorstellen. Das Ding sollte damals ein leistungsfähiger Standalone sein. Was er nüchtern betrachtet aufgrund der eher schwachen Audio-Qualität der Mikrofonvorverstärker und der zwar üppigen aber mies klingenden internen Klangregelung nie wirklich war bzw. ist.