Beiträge von Drumstudio1

    Slightly Off-Topic!
    Es gibt immer wieder mal Sticks, die sich trotz gleichem oder nahezu gleichem Gewicht in der TONHÖHE (Pitch) unterscheiden.


    Insofern wenn gewünscht wird (was ich legitim finde) das Sticks die als zugehöriges Paar verkauft werden, auch sehr ähnliche Produkteigenschaften haben, dann muß dies streng genommen Gewicht und Tonhöhe einschließen.


    Das es bei Holz Toleranzen gibt, ist natürlich korrekt und der Hinweis war richtig und wichtig. Einerseits werden wir uns in den letzten Jahren in vielen Ländern mehr der Bedeutung biologisch, natürlicher Grundlagen bewußt - andererseits fordern wir immer noch synthetisch-maschinelle Präzision und negieren die "Toleranzen der Natur". Irgendwie strange...


    Nun konkreter:
    Solange Firmen, die Natur :D oder Musikshops nicht immer ordnungsgemäße Paare bereitstellen können, empfehle ich folgendes (sofern der Shopbesitzer nichts dagegen hat):


    1.) Sticks vom Gewicht vergleichen:
    Dabei wichtig, nicht nur einen Stick in die linke Hand und den anderen in die Rechte... sondern diesen Vorgang spiegeln. Den Stock der eben noch in der rechten war in die linke Hand (und umgekehrt). Dies hilft immens zweifelsfrei auch geringere Stockunterschiede (die manche Drummer nerven, während sie anderen völlig am Hintern vorbeigehen) zu entdecken und diese Paare nicht zu erwerben.


    Passend erscheinende Sticks dann in die engere Auswahl nehmen.


    2.) Auf einem Gummipad (Practice Pad) aber nicht einer Snare oder realen Trommel die Sticks kurz anspielen. Dies hilft auch nochmals herauszufinden, ob das Gewicht auch im Spiel gleich oder zumindest ähnluich erscheint. Aber noch interessanter: nirgendwo mehr werden Tonhöhenunterschiede schneller deutlich als auf einem Practice Pad. Am Drumset zuhause natürlich ist sowas für jeden auch SOFORT am Ride hörbar (für gute Ohren auch auf der Snare!), aber der Shopbesitzer möchte ja keine Gebrauchtsticks verkaufen! Also insofern ein Pad nutzen.


    Hört man nun TIP TIP TIP TIP oder hören wir wirklich TIP TUP TIP TUP? Auch hier Stöcke wechseln und schauen, ob sich der deutliche Tonhöhenunterschied nun tatsächlich auch spiegelt. Natürlich gibt es keine 2 Stöcke die bei der Tonhöhe 100 % identisch klingen, aber über diesen Vergleich kann man größere Unterschiede, die doch immer wieder mal bei Herstellern vorkommen, rausfinden und eben diesen dann aus dem Weg gehen.

    Dieser Tip richtet sich natürlich nur an die unerfahreneren (denn die erfahrenen wissen das sowieso) und/oder jene, die sich über Stockunterschiede beklagen! Vielen ist sowas völlig wurscht.

    Ich "kannte" mal einen Musikalienhändler (nicht nur einen) der hat alle von den Firmen mühevoll vorselektierten Drumsticks aus den Papp-Schubern geholt und alle in runde Regalfächer geworfen. Zwar nach Typ und Firma geordnet...


    Da war die Gewichtsbestimmung der Firmen natürlich hinfällig. Für erfahrene Drummer mag das ein Vorteil gewesen sein, sie können selbst aufgrund ihrer Erfahrung nach Tonhöhe und Gewicht ein paar Sticks nach ihren Wünschen selektieren (oftmals besser als die Firmen selbst)
    respektive beim Händler zusammenstellen.


    Rookies oder weniger erfahrene hingegen liefen aber Gefahr, Sticks zu erwischen, die sich beträchtlich unterschieden und garnicht zueinander passten X(. Was auch immer wieder vorkam!

    Zumindest die "Kleine" haben wir meines Wissens nicht in unseren Breiten.


    Bei beiden gehämmerten Snares sind die (wirklich schönen) Badges für uns wieder fremd! Obwohl die Produktnummer der "Großen" mit unserer auf dem dt. Markt übereinstimmt.


    Drollig ist auch, das die "Kleine" nie im Leben eine 13" snare ist. Nettes Kuriosum, sie als solche zu bewerben!


    Es ist eine 10" aber mailt das nicht nach Japan oder gar China :D

    Mapex...


    ... nichts besonderes eigentlich, aber kurioserweise andere Badges als bei uns.


    Da werden wir auf dem Gebrauchtmarkt in einigen Jahren wieder zum Wahnsinn getrieben, bei der Bestimmung eines Produktes, wenn eigentlich identische Produkte je nach Markt-Release (Country Region) völlig andere Badges erhalten.


    Natürlich wäre auch möglich, dass bei den aktuellen (noch recht neuen) dt. Mapex Katalogen von 2007 diese Steel Snares mit falschen oder ursprünglich geplanten Badges abgelichtet wurden... ich befürchte aber das es nicht so ist.

    Sowas gab es früher auch ganz offiziell bei uns... auch von anderen Firmen... nein, nicht bei Beate Uhse.


    Es ist nicht abwaschbar und auch nicht der berühmte Henrystutzen :D


    Es ist eine ganz profane Bassdrumstabilisierung für den Kessel bei hoher Last (wenn mehrere Toms oder gar Cymbals am Mittelrohr der Bassdrum befestigt sind).


    Heute kaum ein Thema mehr... früher gab es aber vereinzelte Auswüchse mit 3 oder gar 5 Toms montiert auf einer Bassdrum 8o.


    Den 2. Zweck fand ich immer viel sinniger: Unverrutschbare FIXIERUNG des Bassdrumkissens mittels dieses... hust... "Rohrs"

    Zitat

    Nun meine Frage: Wie fest kann man die Feststellscharauben anziehen und ist es sinnvoll, die Snare bei gleichzeitigem Mithineindrehen der Feststellscharauben aufzuspannen und zu stimmen?


    Wirklich eine gute Frage. Das beschäftigt nicht nur Dich bei der IP.


    Ich habe zunächst die "Konterscheiben" ganz lose gelassen. Dann erst nach erzielter Stimmung mit den Fingern festgezogen. Das so fest es mit den Fingern möglich war. Spielt man keine Rimshots ist das kein Problem, die Spannung hält dann wirklich recht gut.


    Bei sehr heftigen Rimshots ist dann allerdings auch mein Eindruck, dass es noch eine Tendenz zum Verstimmen gibt. Also habe ich das Fell über die bereits durch die Finger fest angedrehten Konterscheiben hinaus! mit dem Stimmschlüssel die Spannschrauben noch weiter angezogen. Somit die Snare natürlich (was ich mag, somit noch höhergestimmt). Dann sind diese Konterscheiben irre fest und man kann sie mit den Fingern wirklich nicht mehr lockern. Das wirkt in Sachen Verstimm-Resistenz" also deutlich effektiver.


    Ich vermag allerdings nicht zu sagen, was materialtechnisch passiert , wenn man das übertreibt. Ich würde vermuten das kann bei einer ganzen Umdrehung oder gar mehr, nicht wirklich gesund sein. Weder für die Spannschrauben, noch für die Gewindegänge bzw. Stimmschraubenböckchen, weil dann dort ERHEBLICHE "Kräfte wirken".


    Vielleicht rede ich auch Quatsch, da mir da das "physikalische"-Fachwissen fehlt. Aber ich hatte kein so gutes Gefühl dabei! Das kann ein Maschinenbauer sicher besser erklären. Haben wir einen hier?

    Den Stabil-Eindruck von Mr. Schneider kann ich nur bestätigen.
    Ich habe am Messetisch mit Rütteln und Schütteln (in meiner bekannt kritischen Art) alles denkbare versucht.


    Da war kein Spiel oder die geringste Materialtoleranz feststellbar. Das heißt natürlich nicht, wie das Teil langzeittechnisch alles überlebt. Aber der erste Eindruck unter akribischen Blick und Fingern war wirklich gut.


    Ich denke das Teil ist/war ein Prestige-Objekt. Da haben die Taye-Burschen oder wer auch immer viel Kohle, Zeit und Manpower investiert um mal zu beweisen was sie können, wenn sie sich wirklich anstrengen.

    No Prob.


    Übrigens das Anbaugebiet des "geernteten Weines" war Kanada!!!!


    Nicht das Luddie und ich gesoffen hätten... gemeint ist die Herkunft des Birdseye Maple Deiner Snare.

    Also ganz amtlich:


    Luddie´s Bild zeigt einen Snare Kessel der wie Deiner aus Birdseye Maple besteht. Und zwar komplettes Birdseye Maple. Keine Funier-Lagen wie sonst oft üblich.


    Seine entstammt aber einem anderen Baujahr (siehe andere Böckchen), hat das ganz normale Stimmsystem, eine andere Kesseltiefe und ist wirklich eine andere Snare.


    Das Rohmaterial, ja... hahaha, das ist identisch.


    Schmunzelnder Gruß

    Sorry Luddie...


    Dein Bild zeigt eine ganz andere Snare! Deswegen auch die andere Nummer.


    Da war meine Mühe ja umsonst. Heul.... kreisch
    Bitte nicht böse sein!

    So agieren Profis!!!


    Super, da ja auch volle Kulanz zugesichert wird, wenn es nicht klappen sollte mit dem Farbton.


    Aber es ist wiedermal belegt: dieses Verfahren ist eigenwillig und sorgt für Sand im Getriebe. Warum werden die Kessel nicht im Werk UV ausgesetzt um sie einheitlich zu verschicken? und die Verwirrung bei Kunden auszuschließen?

    Bitte nicht gleich als Off-topic verdammen...


    Es ist wirklich etwas mehr als das... nämlich eine grober Hinweis, wie man eine Snare bestimmen kann. Genauer: wie kreist man eine fremde Snare ein, die man noch nie in den Händen hatte ein.


    1.) Grobraster: Firma
    Sofort am Badge zu sehen: TAMA


    2.) Kesseloberfläche (Finish):
    Seltsames Finish, verdammt, dass sieht doch aus wie Birdseye Maple


    3.) Grobe Zeitphasenbestimmung:
    Also diese Badges und diese sehr speziellen Stimm-Böckchen gab es doch Ende der Achziger. Wenn man es zeitlich garnicht zuordnen kann, hilft ein Blick in die Tama History (oder andere Quellen bei anderen Firmen), um zu entdecken in welchem Zeitrahmen diese speziellen Böckchen vorkamen.


    4.) Spezielle Auffälligkeiten/Charakteristika bei der Hardwarebestückung...
    - Gußreifen
    - hier ganz auffällig: ein spezielles Tuningsystem (erkennt man ja sofort an den seltsamen Schrauben, da braucht man kein Experte sein)
    - Snare-Strainer, Snare-Butt (sofern auf Fotos erkennbar, dummerweise hast Du was ganz wichtiges weggelassen: den Snare Strainer: es kann aber eigentlich nur der Cam Level Strainer sein, aber für Rookies oder Menschen die dazu lernen wollen ist dessen Abbildung firmenübergreifend lebenswichtig!)


    Mit all diesen Informationen ist eine Snare sofort bestimmt. Hat man nicht alle Parameter bestimmen können aber zumindest ein paar davon, dann ist man oftmals zumindest schon mal sehr dicht ´dran und kann daraufhin zumindest die Serie bestimmen. In diesem Falle Tama Artwood (Birdseye Maple mit kuriosem PAT 30 Stimmsystem)


    Dann kann man aufgrund der Serienbezeichnung googlen und Bilder schauen und versuchen den Links zu folgen. Doch vorsicht: manchmal sind Angaben wie so oft im Web falsch. Insofern immer mehrfach cross-checken.


    So "muß" man früher oder später auf die AW 546 bzw. AW548 stoßen.


    edits... besser strukturiert - hoffentlich?

    Zitat

    Sound ist das eine, und es ist hier bekannt, dass er mir besonders am erzen liegt, aber Langlebigkeit und Wiederverkaufswert spielen für mich bei der Anschaffung auch eine Rolle.


    Natürlich - und deswegen Hände weglassen im Falle Keiper!

    Der Sachlichkeit willen:
    Ich hatte unlängst eine Mini-Snare hier. Ich denke Keiper hatte eine Weile auch mal Cocktail- bzw. Minidrumsets im Angebot. Von einem solchen stammte diese Snare. Keine Ahnung, ob es diese jetzt noch gibt.

    Ein talentierter Schüler mit einem sehr! guten Gehör für das Stimmen hatte diesem Teil einen akzeptablen Sound entlockt.

    Aber: auf der herstellungstechnischen Seite war folgendes festzustellen:

    a.) sehr schlechte Montage. Mehrere Schrauben schienen in der Anordnung (Horizontal/Vertikal) falsch bzw. ungenau in der Höhe gebohrt zu sein. Snare Butt, Snarestrainer etc. Das sah aus als hätte jemand bei der Fertigung einfach "Pi mal Daumen" per Augenmaß mit der Bohrmaschine unter massivem Zeitdruck "draufgehalten".

    b.) Snare-Bed (ich glaube das war als solches gedacht - oder es war ein Kesselfehler und sollte kein Snarebed sein?) war etwas versetzt neben dem Teppich-Verlauf. Wie gesagt ich war mir nicht sicher, ob Keiper bei der Mini-Snare wirklich beabsichtigte ein Snare-Bed anzufertigen und dabei "verrutscht" sind, oder der Kessel ein Manko auf Resofell-Seite hatte 8o.

    c.) Alle Innen-Schrauben (z.B. zur Böckchen Fixierung) wirkten super-primitiv und so habe ich das in dieser Form vorher selten irgendwo gesehen (oder sollte ich sagen "nie").


    d.) das Holz... bzw. die Holzverarbeitung machte insgesamt einen eher beunruhigenden bzw. sehr "rustikalen" 8o Eindruck.


    Ich würde diese Produkte persönlich auch für kleines Geld niemals!!! kaufen. Trotzdem muß ich fairerweise sagen, dass dieses sehr eigenwillig verarbeitete Instrument trotz der vielen offensichtlichen Mängel nicht nach totalem Müll klang.


    Aber nochmals: ich würde das niemals (selbst bei kleinstem Budget) kaufen, eben da es immer deutlich bessere Alternativen gibt. Und sei es "nur" auf dem Gebrauchtmarkt. Ich würde auch anderen von diesen Produkten abraten.


    Aber ich habe auch schon früher bei meinem Ur-alt-Luxor-Hoshino-Set festgestellt, dass der eher "gerade so passabel bis schwache Klang" im Hinblick auf die irre miese Verarbeitung eigentlich noch viel schlimmer hätte ausfallen müssen. Solche Phänomene existieren...

    Und noch etwas:


    Meine Erfahrung in Bezug auf Yamaha Drums ist eine völlig andere.
    Wenn man sich die Mühe macht dezidiert zu schreiben (kein E-mail Formular sondern ein konventioneller Brief) mit vielen Photos und belegt was los ist, dann verhält sich Yamaha Europe (nochmals meiner Erfahrung nach) HÖCHST PROFESSIONELL.


    Ein weiterer Grund, warum man jetzt nicht in marktschreierische Preisgebote verfallen sollte 8o.