Beiträge von Drumstudio1

    Trotzdem eine vorsichtige Warnung...


    ... ich habe große Zweifel ob Du ohne Ballclamp mit diesem kuriosen Kompromiß die von von vielen gewünschte Aufbauflexibilität hast.


    Auch ist die Höhe der Toms zu bedenken. Bei einem Floortom bzw. tief gehängten 14", 15" oder 16" rechts von Dir platziert, mag das noch gehen.


    Bei 10" und 12" oder 12" und 13" vor Dir hängend habe ich großere Zweifel, ob die die Toms über diesen Kompromiß mit einem normalen L-Stück hoch genug bekommst. OK, Du könntest die 4-Kantstange so hoch wie möglich machen...


    ... aber selbst wenn es reichen würde? von der Höhe... ich vermute es wäre mit vielen doofen weiteren Aufbau- und Set-Anpassungs-Kompromissen "erkauft".

    Ich bin mir nicht ganz sicher... ich wollte mal einen dünnen Mikroarm (der etwa L-Stück Durchmesser entspricht) damit fixieren... ging nicht. Er war zu dünn.


    Es gibt aber einen Trick, den ich vor Jahren mal bei anderen Mulitclamps ersonnen habe... ;) der bei mir auch mit den noch recht modernen PCX-200 am Pearl Rack funktioniert! Wenn man die eine Konter-Backe anders herum montiert, dann greift das Ding auch schmalere, kleinere Durchmesser!


    Schwer zu erklären:
    Die Aufnahmestelle des PCX-200 für Galgenarme, Tomhalter oder whatever ist eigentlich rund. Diese Rundung entsteht durch 2 halbrunde "Konterbacken" . Wenn man nun die eine "Konterbacke"
    (also jene, die lose mit 2 Schrauben montiert ist) anders herum montiert (in dem man simplerweise die Schrauben löst, das Teil abnimmt und andersherum wieder draufmontiert) wird der Aufnahmedurchmesser logischerweise wesentlich kleiner! Es bleibt eine Halbrunde Aufnahmestelle plus der falsch herum montierten, geraden Fläche.


    Es ist dann somit insgesamt betrachtet keine runde Aufnahmestelle mehr, sondern nur noch eine halbrunde, die nun auch problemlos kleinere Acessories, L-Stücke, dünne Mikroausleger etc. fest fixieren kann.


    Ich hoffe verständlich erklärt - aber so geht es. :D

    Zitat

    Russell Allen/Jorn Lande - The Revenge
    Lade ich gerade bei iTunes - bin schon ganz aufgeregt


    Gute Entscheidung, freut mich sehr ;)


    Meine Favoriten der neuen Revenge-Scheibe:
    1.) Wake Up Call (was für ein Song... meine Fresse!)
    2.) Gone to far ("I beg you to stay... P A U S E..... away"
    Geiler Texteinstieg, dramaturgisch rattenscharf, weil der Zeilenanfang ja zunächst plumpes "Love-Song-Geseier" vermuten läßt - und dann diese radikale Wendung!
    3.) Victory
    4.) When time doesn´t heal
    5.) Master of sorrow


    Von 100 Bands wären 99,5 froh auch nur einen einzigen Track dieser Songwriting-Güte auf ihrer aktuellen Scheibe zu haben.


    Beängstigend, was der Songwriter, der junge Bursche so locker aus dem Ärmel schüttelt. Meiner Meinung nach der beste "Rock-Songwriter" der Gegenwart. MAGNUS KARLSSON ! Erschreckend! Wenn da kein Genie heranwächst, dann weiß ich es auch nicht wer dann!

    Zitat

    Das war angeblich auch in den 80ern gang und gäbe.


    Das war nicht wirklich gang und gäbe.


    Ich beziehe mich hier nur und ausschließlich auf das GETRENNTE EINSPIELEN der DRUMINSTRUMENTE. (also Drumkit zunächst ohne Cymbals, Cymbals alleine später eingespielt).


    Es gab diese Auswüchse natürlich mit etwas höherer Häufigkeit in den Achtzigern. Aber man bedenke: das war auch die Zeit (und nicht selten jene Produktionen) wo massiv mit damals angesagten Drumcomputern, Simmonssounds (der ersten Generation) etc. gearbeitet wurde, und viele dies eindimensional oder marketing-technisch verblendet als die angebliche "Zukunft des Drummings" herbeifabulierten.


    Es war übrigens auch jene Zeit, als mancher Tontechniker einem erzählen wollte, ein total abgeklebtes Tom würde für den Tonträger den besten Sound erzeugen und resonanzfreudige Gretsch, Ludwig und Slingerland-Sets seien nicht gut geeignet und viele ähnliche bemitleidenswerte "Hip-Dogmen".


    Zurück zum getrennten Einspielen der Druminstrumente zur angeblichen Aufwertung des Sounds. Ich kenne keinen Drummer der sowas schätzt.
    a.) Wie soll da ein natürlicher Groove mit Feeling und Spirit entstehen?
    b.) Wieso ordnet man Musikalität dem Sound (oder dem mangelnden Engineering-Fähigkeiten bzw. der Faulheit) einzelner! anderer Personen unter?
    c.) Warum haben immer noch viele Personen nicht das Gehör, um wahrzunehmen, dass das separate Einspielen von Drums in vielen Fällen wirklich inhomogen und unnatürlich klingt.


    In einzelnen Fast-Food-Konserven-Musikstilen, z.B. bei manchen Formen von Schlager und Volksmusik mag obengenanntes keine Rolle spielen. Aber im weiten Feld, des Funk, Soul, Pop, Rock etc. finde ich das nochmals: PERVERS!


    Ich denke, wenn wir da als Drummer womöglich noch Verständnis zeigen (weil irgend ein Recording-Freak was vom Krieg erzählt) dann öffnen wir durch falsch verstandene Toleranz derartigen experimentiellen "Demenz-Blüten" Tür und Tor.


    Wer das gerne machen will bitte. Die Interessen und Motive der Menschen sind unterschiedlich. Ich finde es schrecklich - nein, fürchterlich!


    Aber ich schieße gerne scharf zurück, deswegen mein Vorschlag für künftige Studiobesuche, wo derartige Anliegen an Drummer herangetragen werden:


    1.) Wir nehmen von jedem Gitarren-Riff jede Saite einzeln auf. Natürlich im Overdub-Verfahren damit es blos´ nicht homogen und groovy klingt. Selbiges gilt für Klavierläufe. Bitte jeden Ton einzeln anschlagen (alle anderen Saiten abkleben bzw. entfernen) und im Overdub-Einspielen und dann den Lauf zum ganzen zusammenfügen, denn ich hasse das Mitresonieren nicht gespielter Klaviersaiten.


    2.) Der Tontechniker bekommt alternierend jeweils ein Ohr versiegelt. Er darf mit dem linken Ohr nur den linken Kanal mischen. Danach wird die Versiegelung getauscht und der rechte Kanal der Produktion ist ausschließlich mit dem rechten Ohr zu mischen. Natürlich für jedes Instrument einzeln. Ich kann und muß von einem erfahrenen Engineer ja wohl erwarten, das er mental die Gesamtwirkung (also den kompletten Stereomix inklusive aller Pan-Verhältnisse imaginativ herstellen
    kann! ;)


    3.) Der Tontechniker soll mit geschlossenen Augen und überkreuzten Armen rücklings zum Mischpult sitzend mischen. Nur so ist die Gehirn-Hemisphären-Trennung aufzulösen ;) und die Trennung zwischen Logik und Emotion beim Mischen wird endlich aufgehoben und Mixe werden HOMOGER und ganzheitlicher ;)

    Zitat

    Erstmal vorweg, es ist eine Patina und nicht Grünspan. Letzteres bildet sich erst über Jahre und soll bei Kontakt weniger gesundheitsfördernd wirken.


    Das ist chemikalisch/physikalisch korrekt.


    Umgangssprachlich sprechen aber von 100 Personen 99 in diesem Fall von "Grünspan". Deswegen auch die Anführungsstriche in meinem obigen Post ;)

    Ja, das erinnert verdächtig an "Grünspan".


    Prinzipiell verstehe ich das Problem nicht ganz. Feuchte Proberäume hin- oder her... Becken sind bei gutem Willen nach jeder Probe so schnell eingepackt und mit nach Hause genommen - dann würde auch nix passieren.


    1.) minimiert den Wertverlust durch Siff, Rost und Grünspan
    2.) minimiert das Diebstahl-Risiko


    Natürlich gibt es auch 1-2 Cymbal-Gourmets, die ihre Becken verbuddeln und bewußt ansiffen lassen... ich mags nicht!

    Das ginge nur, wenn diese 6" Zoll Durchmesser haben - bzw. es diese auch in 6" gäbe.


    Vor 20 + X Jahren konnte ich derartige Durchmesser nicht auftreiben und liess deswegen (und weil es cooler aussah als dieses schreckliche mausgrau) transparente Acryl-Octobans bauen.


    Vielleicht gibt es aber heute diese "Baurohre" in 6" bzw. leicht unterdimensioniert (für die schwimmende Fellauflage). Check das beim Baumarkt, nehme im Idealfall ein 6" Fell mit. Dann siehst Du klarer!

    Das Zoom-Detailbild ist übrigens falsch. Das sieht man in 10 Sekunden!


    Das obere Bild zeigt die komplette 1002 Doppelfußmaschine. Eben das Einzelketten-Modell das seit "jeher" auf Band umrüstbar ist.


    Das Zoom-Detailbild zeigt sie NICHT. Das sollte man auch beim betrachten beider Bilder sehen können! 8) 8) 8)

    Wenn es für Dich so aussieht dann geh´besser zum Augenarzt. :D


    Es ist eine EINFACHKETTE.


    SINGLE CHAIN !!!!
    Ich glaube das schreibe ich in diesem Forum nun das 84. mal. Schreibt doch an Pearl wenn Euch die eigenen Augen schon belügen. 8o


    Warum muß hier immer wieder aus dem hohlen Bauch gepostet werden? Ich verstehe das einfach nicht. Es kostet unendlich Mühe irgendwelchen Nonsens wieder zu korrigieren.


    Wie wäre es: wenn man entweder eine Frage stellt, aber bitte nicht eine die schon zigfach verifizierbar beantwortet wurde...


    ... oder mal selbst für 30 Sekunden genauer recherchiert!

    OK... ich weiß nicht ob das noch eine Vorgeschichte hatte.


    Prinzipiell ist es oft so, dass wenn jemand aus Eigenantrieb etwas macht... (womöglich sogar ungefragt) und dann für seine Mühen keine Anerkennung erhält obwohl er damit insgeheim fest gerechnet hatte
    (das hast Du klasse designed, wow - danke dafür), dann kann das schon höllisch weh tun. Ich befürchte "Deinem" Bassisten hat das höllisch gekränkt... wenn er sooo heftig reagiert läßt das keine andere Interpretation zu.


    Auch die Tatsache, dass er auf einen konkreten Gegenvorschlag besteht (steckt ihr doch erst auch mal sooo viel Zeit rein), belegt das.


    Immer diese verfluchten Empfindlichkeiten und "Beziehungsebenen".

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    - egal was ich ausprobiere - nur ein "klack" heraus. Man hört praktisch nur, wie der Bassdrumschlegel (Iron Cobra) auf das Fell trifft. Es hört sich einfach nur nach Plastik an. Von Ton oder Low End keine Spur. Ich habe jetzt schon Ewigkeiten an der Stimmung rumprobiert, doch es wollte nichts nützen.


    Meine Vermutung: der neue Raum ist wesentlich "trockener". Reflektiert und summiert/addiert kaum noch tieffrequente Klanganteile. Dafür könnte gerade der Holz- und der Korkanteil etc. im Raum sprechen.


    Ich gehe sogar noch weiter: möglicherweise hat Deine alte Raumumgebung den Bassdrumsound massiv "geschönt". Diese "verfälschung" vermißt Du jetzt.


    Was man aber immer machen kann: Das Drumset im Raum woanders aufbauen. Das kann je nach Position massiven Einfluß auf den Bassdrumsound haben. Oftmals wesentlich massiver als durch Stimmen oder das Aufziehen eines anderen Felltyps! Das doofe ist nur: es ist zeitaufwendig.


    Insofern mein heißester Tip: mal probieren (wenn Du den sportlichen Ehrgeiz hast) das Drumset in einer Ecke aufzubauen. Also Dein Drum-Hocker steht dann genau vor der Ecke und die Kick "zeigt" diagonal in den Raum. Oftmals werden so tieffrequente Bassanteile der Kick deutlich fokussiert und addiert. Warum das so ist, weiß ich nicht ;)

    Zitat

    Ich schließe mich einfach mal an. Finde dass die USA trotz allem Negativen ein schönes Land sind, insbesondere die Leute, die da leben. Mir geht das klischeebehaftete deutsche Genöle über die USA sowieso dermaßen auf den Senkel, vor allem von denen, die weder Land noch Leute kennengelernt haben. Wenn man alles über einen Kamm schert, hat man irgendwann keine Haare mehr.


    100 % Zustimmung.

    Gegen den Ausdruck "Tier" verwahre ich mich!


    hahahaha ;)


    Ich nenne mal ein ganz konkretes downgrade Beispiel der Tama Geschichte.


    Ich gelobe letztmalig leicht Off-topic in diesem Thread!


    Die berühmteste Multiklammer der Drumhistorie (genannt Tama Multiclamp) die es seit etwa 1978/ 79 gab sah so aus:


    Die wurde zigfach verkauft... alleine die Stückzahlen die ich persönlich besaß... das waren viele... 8o


    Das Ding war höllisch günstig und irre praktisch. Es war unglaublich universell einsetzbar, da es nicht nur eine Aufnahmestelle für vertikale dickere Rohre hatte - sonderen (und das war besonders) eine 2. für horizontale dünne Galgenausleger.... wie sie bei Tama, Yamaha und vielen anderen Firmen üblich waren und auch auch heute noch sind!


    Mit dieser tollen Multiklammer haben Kollegen und ich im Laufe von Jahrzehnten die kuriosesten Aufbauten realisiert. Das Teil war real in den Shops oft für 20 - 25 DM zu haben. Ich habe niemals einen einzigen Produktausfall erlebt. Nichts. Kein Gewindebruch - garnichts. Makellos.


    Dann irgendwann mitte der Neunziger (natürlich wurde der Preis auch angehoben) gab es das Ding nur noch zusammen mit einer Memoryclamp. Da dachte jeder zunächst: "aha, eine Verbesserung, jetzt zwar etwas teurer aber jetzt liegt eine Memoryclamp bei, zur Fixierung des damit befestigten Teils - Galgenarm etc.).


    Was man leider zunächst (bis man es gekauft hatte) übersah: Tama hatte die horizontal-Option ersatzlos beseitigt. Da gab es kein Führungsloch mehr. 8o Das Ding war nun poliert, schön silbrig glänzend statt mattem "Industriegrau", sah aber ansonsten genauso! aus und hatte einfach mal 50 % seiner Anwendungsoptionen gestrichen bekommen! Man konnte nun nur noch vertikal, die dickeren Rohre einführen.


    Jeder der wie früher die horizontale Ebene für Galgenausleger etc. nutzen wollte, mußte teurere spezielle Multiklammern erwerben bzw. Galgenarme, die selbst nochmal ein Gelenk hatten. War also deutlich teurer unterwegs! Schrecklich!!!


    Dazu kam, dass Tama um die Rohre, die man in die Vertikaleebene einführte zu schonen, ein gerundetes Konterblech integriert hatte. Zunächst wieder der wohlwollende Gedanke eines ahnungslosen Endkunden: "aha - ein Upgrade, so werden Galgenarme vor dem Verkratzen geschützt bzw. die Schraube drückt nicht mehr so fest auf das Rohr"


    In der Praxis brach genau dieses gerundete Konterteil immer wieder. Seine Materialqualität war miserabel. Und noch schlimmer, wenn es gebrochen war, reichte der "Schraubweg" nicht mehr aus, um mittels der Flügelschraube einen Galgenarm zu fixieren.


    Ich besaß auch 4 dieser moderneren Version. Deswegen kann ich das sehr dezidiert belegen.

    Zitat

    Ein Geheimtipp ist immer noch das China, das klingt weit teurer als es war


    Sehe ich genauso... wobei Du wahrscheinlich vom 18" sprichst.


    Ich hatte früher das 16", das war toll. Ein Kollege das 20" welches in Bezug zur Preisklasse fast schon überragend klang.


    Slightly Off-Topic:
    Eine kleine Anmerkung noch - die übrigens völlig unabhängig von Paiste - ja sogar völlig unabhängig von der Cymbalbranche ist.


    In unserem Denken besteht oftmals die Annahme das eine neue Produktgeneration stets einer Produktverbesserung gleichkommt. Gefördert/"geimpft" durch viele, viele Werbestrategien seit Kindertagen die genau das behaupten. Diese Annahme ist "evolutionär" entstehungsgeschichtlich manchesmal sicher berechtigt. Das neueste Ford-Modell hat sicher eine höhere Maximalgeschwindigkeit als das alte Modell T. Es bietet auch sicher mehr Komfort und Features als das alte Model T.


    In manchen Fällen ist die Vermutung, dass neue Produkte oder Nachfolgemodelle mindestens gleichwertig, oder wie die Werbung stets suggerieren will "besser" sind, aber leider eine einseitige Sichtweise. Die manchmal nüchtern betrachtet sogar falsch ist.


    Gerade bei gesättigten Märkten geht es für die Industrie oftmals darum, weitere Absätze zu sichern... und wenn schon kein Zuwachs bei den Käufergruppen mehr erschlossen werden kann, dann zumindest die Absatzzahlen sichern oder versuchen die Umsatz-Gewinn-Ratio zu verbessern. Z.B. durch günstigere Produktionsmethoden, Werkstoffe etc.


    Unzählige Branchen und Produktgruppen wurden und werden nachweislich auch schon mal "ge-downgraded". Viele werden sich in der Hifibranche an ehemals schillernde Namen wie Sansui, Akai etc. erinnern - die irgendwann Anfang der Achtziger (Akai etwas später) aus Kostengründen immer günstigere Bauteile und "Gerätearchitekturen" verwendeten - bis sie sich irgendwann kein bisschen mehr von O815-Mainstream-Massenmarkt-Produkten von So-Nie und Konsorten unterschieden. Weder klanglich noch in Sachen Lebenserwartung.


    Ich bin oftmals baff erstaunt wenn man im Web tausendfach liest, moderne Hifi-Verstärkertechnologie sei weitestgehend ausgereitzt. Die Unterschiede klanglicher Natur seien marginal und moderne Mainstream-Verstärker den alten Produkten der "Vor-Jahrzehnte" klanglich überlegen. Gerade die ausgereifte Technik würde seit Jahren die Verkleinerung der Gehäuse ohne! Klangeinbußen möglich machen. Umso erstaunter bin ich dann stets, wenn ich einen unteren Mittelklasse-Verstärker der Neuzeit gegen sein Pendant der Siebziger von Rotel, Sansui, Akai oder anderen Marken antreten lasse. Die Oldies haben unbestritten oftmals weniger Komfort aber klingen "trotz" ihrer riesen Platinen mit unzähligen Kondensatoren, großen Elkos und gigantischen Netzteilen etc. in vielen Fällen deutlich besser als die "IC- gestauchten" neuen "Produktnachfolger" ähnlicher Preisklassen.


    Man kann unendliche weitere Beispiele finden.


    Auch im Cymbalbereich, bei Drums und (für manchen erstaunlich) sogar bei der Hardware gibt es vereinzelt sogar bei Markenfirmen "downgrades".


    Insofern machen viele unserer Kollegen hier auch oftmals völlig zurecht auf den Gebrauchtmarkt aufmerksam. Manchmal ist es wirklich besser, ein älteres Hochpreismodell als Drumset zu erwerben, als ein nagelneues, topaktuelles "untere-Mittelklasse-Set".


    Fazit: nicht selten ist neues besser - manchmal gleichwertig - manchmal leider schlechter.

    Nein, jedem seine Meinung. Das hat auch mit professionell nichts zu tun. In dieser Welt steht keiner über dem anderen! Hoffe ich doch!


    Ich denke die Topmannschaft der damaligen Produktion wollte mal was skurriles wagen oder eben für sich neues Terrain ausloten. Die würden sich über meinen Geschmack totlachen... und sie haben ja mit St. Anger eine wahnsinnig erfolgreiche Produktion gemacht.


    Da war ja nicht nur das große Geld beteiligt sondern auch namhafteste Personen mit immensem Know how, die selbst bei 4 Promille wahrscheinlich die meisten anderen Recordingteams blaß werden lassen (könnten) 8o


    Als besonders audiophil würde ich diese Scheibe allerdings nicht bezeichnen - und würde niemals eine Snare so klingen lassen wollen. Selbst wenn sie nur 50 Euro gekostet hätte, wäre der Sound für mich inakzeptabel. Aber der Kontostand der beteiligten Akteure - so würden sie es kleinlichen Besserwissern wie mir vielleicht selbst entgegenschmettern - gibt ihnen (möglicherweise) Recht ;)

    Zitat

    Bei YouTube gibt es aber n Video wo Lars den Snaresound erklärt... Bei einem mett´n´greet hat ein Fan eine Snare mitgebracht und er den Sound erklärt...teppich entspannt und höhrte sich fast genauso an....also 80% des Sounds sind mit sicherheit wegen Material und nicht wegen Sound..weil ein HandyVideo wird sicher nicht viel am Ton gespielt haben


    Das Video zeigt einen lustig aufgelegten Spaßvogel. So sympathisch kam er für mich noch nie rüber. Toll!


    Es erklärt gleichwohl GARNICHTS.


    Der Snaresound der St. Anger ist der schlimmste Snare Sound, den ich je gehört habe. Von diesem Sound auf das Signature Modell zu schließen halte ich für verwegen - und völlig falsch.


    Abgesehen von der immensen Lautstärke die super-dicke Metall-Kessel (ab 3 mm aufwärts) insbesondere Glockengußbronzesnares erzeugen...


    ... kann man viele Snares so beschissen (´tschuldigung) stimmen, dass ein vergleichbar nerviges Obertonspektrum auftritt, als würde man beim Zahnarzt nach der Wurzelbehandlung Blut, Schweiß und Tränen in den Abflußnapf rotzen. Man verzeihe den derben Sprachgebrauch: aber genauso klang der St. Anger Snare-Sound für mich. Als hätte man die Snare beim Zahnarzt aufgenommen!


    Ich bin immer wieder baff erstaunt, dass es drummer gibt, die den Sound mögen. Ich behaupte trotzdem, dass da die Aufnahmemethode, die Spielweise des Drummern, die Stimmung und vielleicht noch 1-2 andere Snareparameter (wie der Off-Teppich oder "reduzierte Teppich") mehr Einfluß haben - als der Snaretyp an sich.


    Teppich on- oder off (oder minimal "verwaschen" on)... ist weder etwas wirklich neues im Metal-Bereich - noch muß es deshalb so grausig klingen wie bei St. Anger. Auch da führt das lustige You Tube Video in die Irre. Was aber sicher keine Absicht war, sondern sich einfach daraus ergibt, dass es mancher Musiker als kurios empfindet, wenn Hardcore-Fans sich über Aufnahme-Details bzw. die Reproduktion dieser Details mehr akribische Gedanken machen, als das ganze Produktionsteam 8o.


    Davon abgesehen hat Fwdrums das allerwichtigste schon auf den Punkt gebracht!