Beiträge von Drumstudio1

    Wie erwähnt, manche nette Erfindungen brauchen etwas länger... manche zünden nie.


    Auch vor der industriellen Fertigung des Walkman sind schon Leute mit den kleinen Diktiergeräten mit aufgenommener Musik ´drauf (und nicht dem Gequatsche vom Chef) unterwegs gewesen - und sind belacht worden!


    Dann hat sich Jahre Später Sony dem Zeug angenommen und jeder mußte es haben!


    Mir ist nur nicht so ganz klar was Du suchst: suchst Du hier Tips für die Vermarktung (dann PN mich an und ich kann Dir potentielle Firmen, die Du noch nicht bemustert hast, nennen). Das würde aber sicherheitshalber voraussetzen, dass Dein System des offenen Spannreifens patentiert bzw. patentwürdig ist. Da habe ich Zweifel - weiß es aber nicht. Sonst wäre nämlich immer die Gefahr gegeben, dass Du es einer Firma vorstellst, die Dich auslacht: "Kein Interesse" und während Du abreist das Ding schon bauen läßt. Das Hauptproblem wird aber eher fehlendes Interesse sein.


    Das mit dem Drummer Magazin: komische Story. Solltest Du weiterhin Productplacement suchen... wiederum PN.


    Solltest Du "nur" Lob oder Kritik suchen: Ja, dannm bist Du hier richtig :]

    Schnelle Fellwechsel gestattete auch schon das weltberühmte Pearl GLX (mit "Super-Gripper-System")... und die waren drumhistorisch around Mitte der achtziger Jahre ganz sicher nicht die ersten. Böckchen wegklappen oder wie bei Deiner Snare die Spannschrauben... Ziel ist stets das gleiche: komfortablerer Fekllwechsel.


    Und die erwähnten Yamahas waren sehr spät ´dran - aber begeistern tut es wieder nicht die Massen.

    Manchmal ist es seltsam: Ideen, die prinzipiell nicht schlecht sind, setzen sich trotzdem nicht durch. Weder kurz- noch mittel- noch langfristig. Das GLX ist Geschichte (war streng genommen, trotz toller Produkt und Soundqualität ein Flop und höchstens Hardcore-Pearl-Fans beackern EBAY auf der Suche nach den Sets).


    Ich glaube/befürchte "wir" Musiker sind in vielerlei Hinsicht wesentlich konservativer als wir nach außen hin immer Glauben machen wollen.


    BTW: Die gezeigte Snare sieht wirklich schön aus. Wenn Du einen "alternativen" Weg außerhalb Troyans der Vermarktung dieses Konzepts suchst... (und tatsächlich keine Kunden hier :D) dann solltest Du mit allen erdenklichen Drumfirmen des Erdballs Kontakt suchen... hast Du vielleicht schon.


    Ich befürchte deren Resonanz wird in den meisten Fällen sehr zurückhaltend sein:
    1.) da es wie erwähnt schon mehrere Systeme gab, die den Fellwechsel erleichterten/beschleunigten bzw. letzteres "sollten
    2.) Viele Musiker das "neue" sei es noch so gut oft argwöhnisch beäugen und dann links liegen lassen.


    Trotzdem viel Erfolg. Manchmal braucht es viele Anläufe - und zündet irgendwann dann doch noch.

    Das klingt jetzt vielleicht in Deinen Ohren völlig destruktiv - ich weiß.


    Es ist aber nicht so gemeint, aber ich bin mir recht sicher: ´drum muß es raus:


    Mit Deinem Übeprogramm stimmt was nicht!. Bei dem was Du hier listest (fällt mir nur ein: "ALL GUNS BLAZING, Yamato alle Rohre Dauerfeuer"), frage ich mich schon, ob es bei Dir auch Phasen des
    a.) Aufwärmens


    b.) Muskelrelaxationsübungen


    c.) Easy-Stuff-Phasen zwischen deinen geballten Technikeinheiten


    d) absolute Ruhephasen! zwischen deinen geballten Technikeinheiten


    gibt???


    Deine Auflistung klingt nicht so, und der Sprachgebrauch zwischen den Zeilen, läßt in mir eher noch schlimmeres erahnen: nämlich, dass Du mit Deinem Körper nicht gut umgehst bzw. auch die Körperwahrnehmung! gefördert werden sollte/muß. Das Du Dir also stärker bewußt machst, wie Dein Körper auf was reagiert.


    Aber wie gesagt: zunächst mal ganz selbstkritisch das Übeprogramm hinterfragen!


    Das seltsame ist, dass viele Drummer glauben Technik-Übungen per se, würden auch das Körpergefühl fördern. Dem ist nicht so. Da wird das Word Finger-Control nicht selten radikal falsch interpretiert. Natürlich können drumtechnische Übungen auch helfen nicht nur mechanische Vorgänge "besser"/schneller/dynamischer zu absolvieren, sondern auch komplexe motorische Bewegunsgabläufe zu Beherrschen und zu verstehen! - aber das passiert eben NICHT AUTOMATISCH. Erst recht nicht durch unendliches Steigern der Übedauer.

    Ganz wichtig: Bitte alle nach Möglichkeit mitteilen welche Tomhalter von Pearl gemeint sind. Wenn ihr es nicht wißt, dann bitte ein Photo posten. Es gibt sehr viele verschiedene Tomhalter auch innerhalb der NICHT-GERASTERTEN.


    Ich vermute der Threadstarter hat die TH-98


    Die waren einige Jahre erhältlich und recht weit verbreitet (gibt es aber seit wenigen Jahren nicht mehr im Pearl Programm).


    Die TH-98 hatten die weiße Pearl-Schrift auf rundem schwarzem Logo links und rechts. TH98 S war konstruktionstechnisch dieselbe Version nur kürzer (S = short).


    Es wäre für unseren vorsichtigen Versuch systematische Materialschwächen oder gar "Fehlengineering" nachzweisen oder zumindest darüber zu mutmaßen :) wichtig, sicherzustellen ob diese Schäden für einen Typ (bzw. eine Tomhaltergeneration gelten) oder tatsächlich bei verschiedenen Modelltypen auftreten bzw. auftraten.


    edit: "S" vergessen

    http://www.myspace.com/allenlande2


    Ganz großes Kino und von mir seit Monaten mit Ungeduld herbeigesehnter CD-MUST-BUY.


    Testosteron-Power-Pur (ohne Stimulanzien) mit amtlich röhrenden Hirschen an den Vocals die ihre Power aber stets dem Songkontext unterordnen.


    Weltklasse Instrumentalisten (orgiastische Gitarrensoli, dass einem Hören und Sehen vergeht) und wunderschöne Hooklines! Insbesondere No.1 und No.4 der Mayspace Site dringenst zur Gehörspülung angeraten.


    Toller Spagat zwischen Metal, Instrumentalvirtuosität & Pop (im Sinne eingängiger Hooklines).


    Die Industrie liegt am Boden und so wird auch bei diesem Werk außer vielen Weltklasse-Reviews der Printmedien, 10 Tonnen Respekt von der Musikerpolizei und der ein oder anderen bezahlten Monatsmiete für die Akteure nicht viel rumkommen. Harte Welt!

    Ich bin geschockt!


    Habe nur 2-3 vorsichtige Anmerkungen:


    1.) Diese Verluste habe ich so noch nie gesehen. Muß aber gestehen, dass ich viele Jahre lang immer nur die billigsten gerasterten Pearl-Arme verwendet habe. Eben da mit diesen jegliches Verrutschen konstruktionsbedingt ausgeschlossen ist. Andererseits ist das "Vari-Set Prinzip" der edleren, teureren Pearl-Halter wenn ich es richtig erinnere schon about 1978 vorgestellt worden. Klar, die gezeigten Tomarme sind wesentlich moderner... Aber nochmals: das Vari-Set Prinzip ist Jahrzehnte alt. Wenn es unter "normaler" Nutzung diese Verluste schon früher gegeben hätte... müßte man das wissen. Insofern könnten vielleicht Punkt 2 und 3 einen vorsichtigen Hinweis geben.


    2.) In den letzten Jahren neigen Drummer zu immer flipperigen Anwendungen (ich ja auch). Bassdrumfrontfell bewußt mit verdrehtem Schriftzug aufziehen, Chinas "richtig ´rum aufhängen". Zumindest im Falle des Bassdrumfells natürlich völlig unbedenklich ;).


    Aber es gibt leider Tomhalterungen (nochmals zunächst ganz unabhängig von Pearl) die materialtechnisch von den Herstellern niemals auf ungewöhnlichere Aufhängungspositionen geprüft wurden. Eben weil man offensichtlich im Zuge der Produktentwicklung nicht alle Eventualitäten durchgespielt hat! Teilweise eine Frage mangelnder Kreativität - nüchtern betrachtet aber auch eine Kostenfrage! Selbst dann nicht mitbedacht, wenn gelegentlich sogar Firmen-Prospekte diese ungewöhnlicheren Positionen zeigen.


    Es gibt durchaus einzelne Hinweise das manche Tomhalter die nicht als umgedrehtes "L" angewendet werden, sondern als normales "L" kurioserweise eine viel höhere Materialermüdungswahrscheinlichkeit haben. Im worst case bis zum Exitus.


    ___
    I
    I Reguläre Aufhängung (umgedrehtes L)
    I
    I
    I



    Versus:


    I
    I
    I
    I
    I____ Ungewöhnlichere "Aufhängung", wie der Buchstabe "L"


    Eher bei Racks anzutreffen. Eine Aufhängung, die von manchen Firmen nicht bedacht ausreichend geprüft wird/wurde.


    Es wäre möglicherweise ein erstes Indiz ob die gezeigten Tomhalter in ihrer Anwendung (wie von mir vermutet) als reguläres "L" angebracht waren.


    Ich persönlich kann es mir aber rational nicht wirklich erklären, warum eine umgekehrte Aufhängung in Sachen Belastung einen nennenswerten Effekt haben kann/könnte? Da bin ich in Physik zu schlecht und bis vor wenigen Jahren hielt ich das auch für totalen Nonsens. Andererseits... es gibt einzelne Hinweise. Ob die Zufall sind, oder systematische Häufung. Ich weiß es nicht.


    3.) Es gibt leider in den letzten Jahren (übrigens völlig abseits von Pearl), ein paar Hardware-Produkte, die mehr oder weniger inoffiziell erneuert, oder... hust... minimal verändert wurden. Mitunter in schlechterer Materialqualität hergestellt werden als früher. Also quasi ein Downgrade in Bezug auf die Qualität. Ob sowas bei diesen Tomarmen vorliegt weiß ich aber ehrlich nicht.


    Ich hoffe da noch dieses Jahr 1-2 Bespiele von Downgrades aufzeigen zu können. Ist viel Arbeit... das mit einem Fotobericht zu belegen. Ein Beispiel einer renommierten Marke habe ich aber schon lange zuhause. 5 identische Teile sind alle! an der selben Stelle kaputt. Der Vorgänger war auch dutzendfach bei mir und Kollegen im "Betrieb" - ohne einen einzigen Defekt.


    edits: ich hoffe die "simplizistischen" Schaubilder machen jetzt Sinn ???i

    Wunderschöne Snare... es gibt gerade im Endorser-Umfeld seit Jahren sehr viele limitierte, feine Snare-Modelle in Japan... auch optische Granaten wo man vom Hocker fällt.


    Da können wir noch sehr viel mehr platzieren. Meine Intention ging ursprünglich in eine etwas andere Richtung... denn es wäre schön, da wir seit Jahren ohnehin schon recht umfangreich Pearl-, Tama-, Yamaha-Produkte in Europa einkaufen können, wenn sich die Vertriebe durchringen könnten, das reguläre komplette Programm prinzipiell auch hier anzubieten.


    Das die das nicht für alle limitierten, kleineren Auflagen von Endorsersnares tun (die ja auch in Japan in den Hauptkatalogen in aller Regel nicht auftauchen) - ist klar. Eben da viele japanische Bands bzw. japanische Inlandsendorser hier keinen nennenswerten Bekanntheitsgrad haben...
    Vielleicht abgesehen von "Loudness" in den späten achtziger/frühen Neunzigern. Obwohl, selbst Loudness kannten hier kaum welche... lange ist es her.


    Aber vielleicht sollten wir hier alles zeigen... denn es gibt seit Jahren so viele tolle Teile 8o. Es ist ohnehin Wunschdenken zu glauben, das Vertriebe auf Anregungen von hier, irgendeinen Gedanken verschwenden ;(.


    Dann müßte es aber heißen: Endorsermodell-Kritiker ´draußen bleiben :D


    Das Drumsets manchmal auf Tourneen wie "geleckt" aussehen - ist natürlich mitunter einem tollen Support und logistischen backing zuzuschreiben. Da sind tatsächlich einige japanische Unternehmen Perfektionisten. Auch in Sachen Konzertübertragung, Technikeinbindung... erschreckend hohes Niveau seit Jahren. Es gibt aber auch einige europäische Firmen, die sehr engagiert am Productplacement (auch oder gerade live) arbeiten. Interkulturell würde ich "beiden" aber unterstellen, dass sie es nicht ausschließlich aus Liebe zum Drummer - sondern auch aus "Liebe" zu den Absatzzahlen des Produktes tun. Wenn das nämlich siffig aussieht, dann wird womöglich dieser optische Konzerteindruck mit dem Produkt beim Kunden assoziiert. Das wäre fatal - dem versuchen engagierte Firmen zu entgehen. Ob das dann die ehrliche Art ist - oder wir da ein Stück weit auch verarscht werden ist ein anderes Thema.


    Ich kenne einen europäischen Drummer, einer hier nicht näher zu nennenden Band, der im Laufe seiner Tourneen Crashes sehr oft austauschen läßt. Eben damit sie im Konzert nicht reißen. Soll man das gut finden... ? Ganz schwer zu beantworten.


    Wir dürfen da auch nicht der Legendenbildung anheim fallen. Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad gibt es immer Begehrlichkeiten und Angebote der Industrie. Auch in Japan. Es ist mitnichten so, dass diese Phänomene (die man weltweit ja auch aus dem Sport kennt) innerhalb einer einzigen
    Nation des Erdballs nicht existent wären :] Ich denke auch in Japan werden hochkarätige Drummer von mehreren Firmen umgarnt - und werden auch mal schwach...


    Aber das ist prinzipiell ohnehin völlig bedeutungslos für die Sachlage. Firmen, die von fachkundigen Drummern beraten werden oder im DIALOG mit Ihnen neue Produkte oder limitierte Modelle entwickeln - ENTWICKELN!!! Und das finde ich gut. Ich freue mich jeden Tag, dass seit den Tagen im Neandertal unser Instrument deutlich verbessert wurde.


    Und dazu können und tun limitierte Modelle und/oder Prototypenentwicklung auch ihren (manchmal kleinen) Teil bei.


    Was aber sicher richtig ist: In Japan gibt es offensichtlich kulturell-historisch-philosophisch ein gänzlich "anderes Umgehen" mit Produktverbesserung als solcher, oder permanenter Verbesserung, Vervollkommnung". Das was hier vor einigen Jahren in teuren Seminaren inhaltlich sehr reduziert (aber teuer verkauft) u.a. als KAIZEN vorgestellt wurde.


    Dies kann man durchaus noch Ansatzweise im immensen Innovationsschub von Tama, Pearl und Yamaha ableiten/erkennen... bilde ich mir zumindest ein. Wenn ich im Kontrast betrachte wieviele Firmen des Erdballs nahezu Null Mitsprache oder Einflußnahme oder Hinweise zur Produktverbesserung aufnehmen/zulassen/einfordern, wundert mich es weniger, weshalb einige Firmen heute dastehen - wo sie stehen!


    Toll, dass dieser Thread so spannend bleibt.


    edits: trauriger Fehlerrekord: offensichtlich heute zuviel parallel gemacht... aber sicher immer noch genug Schreibfehler ´dringelassen

    Multifunktional!


    Ich liebe Anwendungsvariabilität... Dinge, die mehrere (im Idealfall sinnvolle) Anwendungen/Funktionen zulassen.


    Eine Bassdrumdämpfung bzw. genauergesagt ein "Beschwerer"!, die/der gleichzeitig als Stocktasche verwendbar wäre... das hätte vielleicht Sinn gemacht...


    Aber ein Snaredrumstand-"Fußwärmer" ;) ... selbst in Sibirien braucht das keiner wirklich. Oder?


    Die Masse machts... und es gibt wirklich schaukelnde Snarestands... bei denen eine Gewichtserhöhung am Basisteil helfen kann.

    Ich finde bei Taye vieles Spitze.


    Just die Hardware aber, die in vielen Reviews oder Broschüren so selbstbewußt herausgestellt wird, kann aber design- und funktionalitätstechnisch! noch nicht wirklich mit Tama, Pearl und Yamaha Gleichziehen. Da wirkt vieles noch recht klobig. Insbesondere das gepriesene ACS-System wirkt völlig "out of time" und "eastern-firm-oldfashioned" vergleicht man es mal mit den Cymbal-Stacking/Platzierungs Multiklammer-Design-Lösungen von Pearl und Tama. Letztere kommen seit Jahren mit einem Bruchteil des Materialaufwands aus, wesentlich FORMSCHÖNER und lassen noch dazu flexiblere Aufbau-Varianten zu. (die neue Taye Fußmaschine mal ausgeklammert - aber da hat man sich offensichtlich auch richtig "reingekniet" um zumindest mal ein absolutes Hardware-Prestigeobjekt aufzeigen zu können - und da sollte man dann auch mal auf den Preis blicken - hoppla).


    Das wirklich Schöne (und das meine ich Ernst) am Musikaliensektor in good old Germany ist, dass nach wie vor viele Firmen/Vertriebe/Distributoren noch nicht so gerissen-professionell und clever-manipulativ vorgehen, wie in anderen Branchen (Kosmetik, Lebensmittel, Convenience etc. etc.).


    In unserer Branche ist deshalb überstrapazierender Hype (manchmal sogar heiße Luft) sehr viel schneller ausgemacht und man merkt sehr schnell, dass die Argumente mit denen gestern noch RMV die tollste Drumfirma der Menschheitsgeschichte (mit den tollsten Hölzern, dem besten Preisleistungs-Verhältnis, "interessanten" alternativen Hardwarelösungen etc. etc.) heute einer anderen Marke gewichen ist - die Übermorgen der nächsten Platz machen könnte.


    Wer war noch mal RMV?


    Für diese unfreiwillige "Unprofessionalität"- oder positiver formuliert: entlarvende Ehrlichkeit müßten wir den meisten Firmen/Vertriebe/Distributoren eigentlich danken.


    Nur um eines klarzustellen:
    Taye Drums gibt es seit Jahren! Die massive Markterschließung bei uns erst etwa seit 2006 (in Europa hatte Holland einen kleinen Vorsprung, auch die USA waren etwas früher "dran").


    Sie gehören zweifelsohne zu den Fernost-Firmen mit großem Potential (das nachweislich nicht alle mitbringen).


    Es gibt wirklich tolle Taye-Drum-Produkte. Ich persönlich war z.B. vor Jahren (bis heute) von den Go-Kits recht begeistert.


    Nur eben dieser Hype, mit den selben Sprüchen, die gestern noch für Drummarke "X" galten - und Morgen für Marke "Y"... das ist einfach drollig und deswegen kann man wieder nur appellieren:


    Wir sollten generell nur unseren eigenen Ohren und Augen beim Produkttest stets in Relation zum Geldbeutel vertrauen. Dann kann die Entscheidung zugunsten mancher Taye-Produkte fallen. Muß aber nicht...


    edits... die Rechtschreibung ist eine lebensverkürzende Maßnahme

    Tama 1,2 mm Stainless Steel-Stahlsnares haben wir in unseren Breiten auch schon lange. Kurioserweise sehr ähnliche Modelle. Bei uns heißen die regulären Stahlmodelle PSS255 und PSS240.


    In Japan hingegen divergierende Produktnummern und neben 1-2 Detailunterschieden fällt auch die Gußreifen-Bestückung sofort auf. Interessant! Für den Inlandsmarkt (Japan) Gußreifen. Wäre interessant zu erfahren, ob dieser Produktvariante Marktstudien vorausgingen (z.B: Europäer lieben eher Mighty Hoops und weniger Gußreifen auf ihren Stahlsnares)... oder eine völlig andere (vielleicht banalere) Entscheidungsfindung vorausging.



    "Drüben" gibt es teilweise auch nettes Zubehör (mitunter auch sehr detailverliebte Speziallösungen, die uns seit vielen Jahren "nicht erreichen" - dazu mal später mehr).


    Uff... ich habe diesen Thread schon zu lange mit Mißachtung gestraft. Sehr schönes Tapedeck. Das hätte ich auch gerne! Nur der Begriff "Oberklasse" ist nicht ganz zutreffend ;)


    Ich kenne Dein Deck noch aus Jugendjahren... und erinnere es anders.


    ... ähnlich wie bei Drums sind aber leider kaum Kataloge in meinem Besitz.


    Aber einer doch: wie es der Zufall so will: Sony 1981


    Dein Deck (auch optisch, vom Design sehr gelungen übrigens) war das 3. kleinste ;). Das soll den Spaß nicht schmälern.


    Es gab nur noch 2 kleinere Decks, jene mit mechanischen Tasten. Deines war somit in der Hierarchie "das erste Deck in der Preis-Reihenfolge" mit Microprozessor-Logic-Control und den "Kurzhubtasten".


    Es waren aber noch 5 Decks über Deinem... dies aber nicht um zu ärgern, sondern weil Du ein sehr interessantes Deck der Sony Historie hast - und dies völlig unabhängig von seiner damaligen "Klassenzugehörigkeit".


    Siehe Bild (mit den 2 kleineren, also das untere Ende der Sony Decks)


    Off-Topic: Das größte von 1981 (faktisch auf dem Gebrauchtmarkt Nichtexistent) mit einer Professionellen-LCD-Aussteuerungsanzeige die im Einkauf alleine schon teurer gewesen sein dürfte, als der Rest der anderen verbauten Teile ;)




    Das waren heiße Zeiten! Viel Spaß mit Deinem Deck!

    Tja, da haben wir einen "Unkostenfaktor", den seit Jahrzehnten kaum noch Drummer nutzen. :D


    Womöglich wie seinerzeit in den Konstruktions- und Entwicklungsbüros der Fahrradhersteller zum Thema Mountain-Bike: "wir lassen einfach die Lampen weg, die Schutzbleche, den Gepäckträger... sparen eine Menge Unkosten, weil wir zig teure Bauteile und Zuliefermaterial einsparen - erhöhen aber den Preis, der Konsument wird es schon schlucken, dass das Rad JETZT besser ist".


    Mal sehen, wann uns die Drumindustrie dieses Teil einspart!


    Joke-Modus off!!!


    Diese Schraube ist u.a. dazu da, den Hihat-Sound beim Öffnen und Schließen zu beeinflussen. Genauergesagt: den Klang ZWISCHEN diesen Phasen. Insbesondere bei Funk(y)-Beats (auch bei vielen klassischen "Discobeats") oder Rhythmen die eine mehr oder weniger lebhafte Hihat mit mehreren, "modulierten" (sich entwickelnden) Klangphasen brauchen. Rhythmen, bei denen sehr viel Gebrauch von einem "Hihat-Auf" und "Hihat-Zu" Zustand gemacht wird und man INSBESONDERE auch einen schönen Sound (nochmals) ZWISCHEN diesen 2 Phasen hören will.


    Ein simples Beispiel: Standard 4/4-Beat bei dem die rechte Hand die Achtel auf der Hihat spielt. Bumm - Tschakk - Bumm - Tschakk -. Dazu eine Hihat-Öffnung auf der "Eins und" sowie dem Schließen auf der "Zwei". Wer will wiederholt das Spiel auf der "drei und" (schließen dann auf der Vier).


    Wenn man von dieser Schraube KEINEN Gebrauch macht, also das Bottom Becken völlig plan aufliegt, hat man bei einer Hihatöffnung bei der "eins und" einen geöffneten Sound, bei dem viele Drummer (hängt natürlich
    auch von deren Spielweise ab) eigentlich nur einen hellen, klar definierten Ton des oberen Beckens erzeugen, der dann (je nach Trittintensität) recht schnell auf der zwei beendet ist. Nochmals: Vom Zustand des Öffnens bis zum Schließen hört man einen relativ sauberen, hellen, Ton. Vornehmlich bzw. dominiert! vom Klang des Top-Beckens. Dann kommt wieder der geschlossene Sound. Mehr nicht. Nothing wrong with that - einigen gefällt das so.


    Mit dem Andrehen der unteren Schraube passiert nun aber folgendes, recht bedeutsames: das untere Becken wird logischerweise damit angewinkelt. Wenn man nun derartige (gerne auch komplexere) Beats spielt, liegt selbst beim Öffnen der Hihat beim "Eins und"-Stroke ein kleiner Bereich des Top Beckens beim Anschlagen mit dem Stick
    auf einer Stelle des Bottoms auf. Die Folge der Sound ist deutlich "sizzle-iger", etwas "funk-schmutziger". Dieser Sizzle und "Schmutz" bleibt bis zum Schließen erhalten. Mehr noch: er nimmt noch etwas zu, da mit weiterem Zutreten, der "Sizzle"-Anteil, also die Beckenflächen die sich berühren noch etwas größer wird - bis er dann auf der 2 "abstirbt". Der Hihat-Sound profitiert somit insbesondere in den Millisekunden zwischen! dem Status "Auf" un "Zu", klingt wesentlich interessanter, modulierter, entwickelt sich klanglich spannender.


    Sicher, eine von mir sehr individuell bewertete Sache, einige Drummer sehen es auch so... aber nicht alle! Warum?


    Man kann sich natürlich auch durch Spieltechnik oder Hihat-Justage diesem Sound annähern (ohne die Schraube zu nutzen):


    1.) Durch das reduzieren des Abstands des Topbeckens leicht "angesizzlete" Sounds erzeugen (also wenn das Topbecken sehr dicht über dem Bottom montiert wird).


    2.) Oder den linken Fuß für Hihat-Öfnungen nur minimal heben, so dass sich das Topbecken und das Bottombecken noch minimal berühren.


    3.) Auch durch Strokes mit der Stick-Shoulder oder einfach durch massiveren punch, kann man natürlich auch das Top-Becken auf das Bottom "zwingen" und etwas mehr Sizzle im Zwischenzustand erzeugen.


    Meiner Meinung nach, klingen trotzdem diese 3 Varianten nicht so schön wie die Konstruktionsbedingte Variante mit der Schraube

    Die Kehrseite der Schraube ist,
    dass das Hihatspiel zunächst in Sachen Timing eine gewisse Eingewöhnungsphase braucht. Denn durch den Winkel ändert sich natürlich auch faktisch der Zeitpunkt ab dem sich die Becken berühren. Das sorgt zunächst für "Sturm im Gehirn", da dieser Zeitpunkt für sensible Ohren bei ersten Versuchen eindeutig als "zu früh" bzw. überhastet wahrgenommen wird. Man muß sich aber langfristig nur klarmachen, dass der "Close-Zeitpunkt" nach wie vor erst die "ZWEI" ist, also wenn der linke Fuß richtig unten ist und die Hihat total zugetreten ist - und nicht der Zeitpunkt wenn sich Top und Bottom erstmals leicht berühren.


    Sorry, die Erklärung war didaktisch nicht so prall. Aber es ist leider ein recht kompliziertes Thema und ich befürchte erst bei der praktischen Anwendung! kann man die hier Theorie-geschwängerten Beschreibungen
    wirklich nachvollziehen.


    Es ist übrigens völlig verzeihlich, wenn man sowas als Drummer vorher nicht wußte. Erschreckend ist allerdings dass eine Vielzahl von Drumherstellern selbst den Grund (einer der Hauptgründe für diese Schraube) nicht (mehr) kennt.


    edits: manche Schreibfehler entfernt... viele noch ´dringelassen :)