Beiträge von Drumstudio1

    Banaler Tip: Wenn möglich, die Position im Raum verändern. Dies kann massiven Einfluß auf das Soundverhalten der Bassdrums bringen.


    Ich habe das nach Jahren "frustrierter Rummstimmerei" erlebt. Ich war völlig entnervt. Bassdrumfelle identisch, Dämpfkissen identisch angebracht, Stimmung identisch, natürlich auch beide Bassdrums aus der selben Serie mit identischer Kesselkonstruktion und völlig identischer Hardware etc.
    Aber immer ein deutlich unterschiedlicher Sound.


    Dann habe ich das Set 3 Meter weiter im Proberaum platziert - vor einer Zimmerecke ausgerichtet. Die Bassdrums klangen nun absolut identisch im Sound, gleich voluminös, selbes Attack, selbe Ausklangzeit, selbes Timbre, Frequenzspektrum etc. Bei beiden wurde der Teifbassanteil hörbar betont (was ich liebe). Also der Sound wurde nicht nur angeglichen, sondern auch hörbar besser. Nun konnte ich sogar die Resonanzelle wechseln (also Bassdrum 1 ein Ambassador, Bassdrum B eine minimal stärker gedämpftes) und selbst dann, war kaum ein Unterschied hörbar.


    Will sagen: es gibt Platziererungen im Raum, wo kleine Klangunterschiede "raumpositionstechnisch" expotentiell :) ansteigen bzw. massiv überbetont werden!


    Andererseits lassen sich im Raum oftmals andere Stellen finden, wo genau das Gegenteil der Fall ist, wo kleinste Unterschiede, klein bleiben oder sogar garnicht mehr auffallen.


    Mir hat diese Erfahrung immens geholfen nicht mehr wie ein Bekloppter Wochenlang rumzudoktern sondern mehr mit den Raumpositionen zu "spielen" und Spaß zu haben.


    edits... die liebe Rechtschreibung

    Jedes dicke Mouse-Pad (also nicht die ultra-dünnen, die man oft als Werbegeschenk mit Aufdruck "Firma Röchelmann und Söhne macht dir den Abfluß frei" erhält) ist als Übungspad perfekt geeignet, sofern Du es auf eine feste Unterlage legst (Tisch etc.).


    Der Rebound kommt einer echten Snare näher, als 90 % aller auf dem Markt befindlichen 10-mal so teuren Brettchen, Gladstone-sonstwas etc. Pads.


    Übungspads egal ob Mousepads oder die im Musikalienhandel erhältlichen Teile haben den großen Vorteil, dass man die Flöhe husten hört. Also nichts geschönt wird und der trockene, kurze Klang der Stockspitzen beim Auftreffen auf das Pad den kleinsten Spielfehler deutlich hörbar macht. Insofern ist ein Üben mit diesen Teilen immer hilfreich, wenn man sich verbessern will.


    Ein weiteres nicht unwichtiges Argument sind Gehörschulungs-Trainings, z.B. um wahrzunehmen, dass jeder einzelne Trommelstock eines Paares (s)eine eigene Tonhöhe und ein unterschiedliches Timbre hat etc. etc. Auch hier sind Pads der beste (wenngleich auch der "disziplinarischste", für manche fast schon phobische) Weg.


    edit... die liebe Rechtschreibung

    Slightly Off-Topic:


    Unvergeßlich und leider in meinem Videoarchiv verschollen oder versehentlich überspielt (ich Hirni) sein erfolgreicher Versuch ins Guinness-Book zu kommen. Für die meist-gespielten Trommeln in kurzer Zeit (also bitte nicht mit Single-Strokes auf der Snare verwechseln).


    Dummerweise ist dieses Video auch immer noch nicht bei Youtube zu finden.


    Ich hatte die Sequenz auf Video. Eine Jahresproduktion an Drums war "Parcour-artig" aufgestellt und Cozy "rannte durch" und schlug ´drauf. Schön, lustig und unbeschwert. So unbeschwert und mit reichlich fun-factor wird heute Drumming selten serviert


    Cozy ist leider nicht mit einem Lehr-Video vertreten. Es gibt aber kaum Drummer, von denen so viel professionelles Bildmaterial existiert:


    Kleiner Auszüg professioneller durch Fernsehstationen produzierter/gesendeter Konzerte (es gibt wesentlich mehr:( Die sind teilweise als Video oder DVD-käuflich zu erwerben, oder werden alle paar Jahre von exotischen Fernsehsendern wiederholt.


    Superrock Japan 1984 mit Whitesnake
    Whitesnake Live in Las Vegas 1984
    Whitesnake live at Castle Donington 1983
    Whitesnake SWF 3 Festival 1983 (kommt ab und zu im Fernsehen)
    Rainbow Donington 1980 (kurz bevor Cozy die Band verließ)
    Michael Schenker Group Rockpalast 1982


    Die schon erwähnte Rainbow-Rockpalast DVD mit Ronnie Dio (muß man als Musiker haben!) Alleine um zu sehen das Blackmore wirklich früher recht gut war und Rainbow in Hochphase besser, genauergesagt atmosphärischer! als Purple sein konnte :)


    Später dann diverses Live-Konzert-Material mit Brian May. Mit Black Sabbath findet sich kurioserweise so gut wie nichts.


    Was es geben muß - irgendwo.... Drumclinics. Cozy war ab und an im Auftrage von Yamaha und/oder Paiste unterwegs. Gerade in Japan hat es ganz am Anfang der 80´er Drumclinics gegeben. Da müssen aufgrund der technischen Vormachtsstellung damals, schon Anwesende mit Video ´darufgehalten haben. Zu sehen bekam ich nie was - aber es muß irgendwo was existieren.


    Hier finden sich gratis und unverbindlich viele Häppchen für jene, die Cozy nicht so gut kennen (für Kenner sind das natürlich alte Kamellen):
    http://www.cozypowell.com/sounds.html


    Eine verrückte aber bezeichnende Episode ist das hier:
    Cozy Powell-Spider Man"


    Graham said "I've probably told this road story a million times about Cozy. He wanted to give one of our roadies a scare by climbing the outside of the hotel we were staying in and swinging in on a rope through the open window and spraying him with a fire extinguisher. Cozy told the roadie that the hotel had requested quests to leave their hotel windows open and not to use the air-conditioning to disperse some chemicals that had been used that day in the hotel. The roadie fell for the story. Cozy climbed ten stories up the outside of the hotel armed with the fire extinguisher. Then he swung through the open window he though was the roadies room and sprayed the man in the bed with the fire extinguisher foam. It was of course the wrong room and the man in the bed had to be taken to the hospital after having a mild heart attack!"


    Es gibt wenige Drummer, die dauerhaft so unterschätzt wurden wie er. Ein Teufelskerl! :]


    P.S: Das er Halftime-Shuffle tatsächlich gut spielte - wissen (glauben) die wenigsten.


    edits: Cozy-Anekdote einer Website entliehen und hier eingefügt sowie die üblichen Rechtschreib-Patzer entschärft

    Klar geht das!


    Ich habe das auch jahrelang mit dem TD 10 oder früher mit Alesis D4 und Simmons SDS2000 gemacht.


    Insbesondere bei den moderneren Kisten wie Roland und Yamaha sind viele Kick-Samples (und manche tiefe Toms) aber so übertrieben basslastig bzw. übersättigt aufgenommen (Stratovarius läßt grüßen), dass man am Hifi-Verstärker unbedingt die Bässe am Klangregler um - 4 oder - 6 db absenken sollte. Auch Loudness sollte "off" sein. Keinesfalls mit Loudness wieder die abgesenkten Bässe anheben.


    Kick und tiefe Toms werden dadurch wesentlich entschärft, so dass sie den Tieftönern wenig(er) anhaben können. Natürlich auch den Verstärker nicht über Gebühr aufreißen.


    Man darf auch nicht vergessen dass ja viele Techno/Trance/Dance - oder sonstige eigenwillige Musikstile auf CD, heutzutage nicht selten so gemischt werden, als sei der Mann beim Abmischen resistent gegen Bässe. Das stellt bekanntlich auch schon viele Speaker auf eine harte Probe.


    1.) Bässe absenken
    2.) Lautstärke verhalten einstellen


    Off-Topic: übrigens sind überforderte Verstärker auch ganz unabhängig von Edrums wenn sie über ihre Leistungsgrenze hinaus aufgerissen werden, der Lautsprecher-Killer No.1. Auch Hochtöner sind schnell verbraten, wenn der Verstärker permanentes Clipping weiterreicht)

    Zitat

    Das mit der magischen 1000,-Euro-Grenze stammt doch nur aus diesem Thread. Wenn man sich genau ansieht, was dieses Drum bietet, dann muss man es eher mit weitaus teureren Sets vergleichen.


    Stammt doch "nur" ist gut. Die 1000 Euro Grenze war berechtigt in Bezug auf die Marktlage. Die scheint PPC nicht zu interessieren. Ist ihr gutes Recht. Ich habe mit PPC früher viele gute Erfahrungen gemacht und kritisiere das Team dort KEINESFALLS. Die werden wissen was sie tun.
    Vielleicht wollen sie die Dixon Sets garnicht verkaufen und schalten die Werbung nur aus Steuer-, Abschreibungs-, Alibi-Gründen gegenüber Dixon oder sonstigen Gründen... hahaha. Keine Ahnung - vieles ist denkbar. Die Werbung ist so aufwendig und sicher nicht billig - die erfolgt ja bald seit Jahren. Da muß doch mal in irgendeinem Gig-Schuppen oder Probekeller so ein Ding auftauchen...


    Natürlich will man sich mit diesen Preisen eine sehr hohe Gewinnmarge sichern - auch das ist nicht verwerflich. Nur viel logischer wäre die Preise zu senken und Gewinn über höhere Absatzzahlen reinzuholen. Damit sich über Mulitplikatoren endlich mal rumspricht wie gut die Sets sind. Ich warte immer noch auf die "vielen" Artisan-Besitzer. So schöne Sets (die mich höllisch reizen) - aber keiner im ganzen Forum (wir sind ja nur 8000 + X Leute - Besucher nicht mitgezählt) hat eines. DAS SPRICHT BÄNDE!


    Ganz nüchtern: Die Preise sind - nochmals: in Bezug zur Marktlage - eine Farce - die Gründe dafür kenne ich nicht.


    Die zweite Alternative zur Preissenkung wäre (wie mehrere Kollegen schon richtig andeuteten) ein anderer, neuer High-Quality-Brandname. Aber das will man offensichtlich nicht. Also bleibt es bei Dixon und die Dinger stehen wie Blei in den Prospekten und verbleiben womöglich auch in den Regalen etc. Natürlich kennt hier keiner die Absatzzahlen von PPC für diese Sets. Aber auch auf Bühnen bzw. Live-Drummern habe ich diese noch nicht ausgemacht. Auch kein mir bekannter Kollege hat sie irgendwo bei Drummern entdeckt. Das ist schon mehr als seltsam - gerade in Bezug darauf dass diese Sets wahrlich nicht mehr wirklich neu auf dem Markt sind.


    Wie schwer es ist (und wieviele Jahre es braucht) eine No Name Marke zu einem Markenprodukt zu machen hat man bei vielen anderen Firmen gesehen (ich verkneife mir die Firmen zu nennen). Das kann Dixon natürlich auch gelingen - und das wünsche ich denen. Auch die neuen Prospekten bilden ja wieder optisch rattenscharfe Dixon Sets ab. Aber der Weg dahin geht stets nur mit einem "verführenden Überangebot" an Qualität und Features zu einem deutlich günstigen Preis als die etablierte Markennamen-Konkurrenz. Ist dann das Marktsegment erkämpft und ein guter Ruf etabliert - dann kann man die Preise wieder anheben. NICHT ANDERSRUM.

    Naja, fairerweise muß ich gestehen, dass gerade ich beim BB-Probleme mit dem Spannreifen und quellenden Holzlagen oder Rissen (das ist immer noch unklar - es ist auch noch kein Ersatz eingetroffen) hatte... wohlgemerkt beim werksneuen! Set.


    Ich hatte vorher das Performer in reiner Birke und kenne auch Performer Sets von Kollegen. Alles makellos.


    Nur die Fülle Deiner Probleme inklusive Gußreifen außer Form, Kessellagen die sich lösen und BD-Spannreifenproblematik - das ist schon geballt und sprengt alles was ich je bei Tama Starclassic gehört habe. Deswegen war ich auf Photos scharf... da mein Glaube wankte - in Bezug auf Deine Geschichte.


    edits: Rechtschreibungs-Nachhilfelehrer gesucht!

    Der wenige Sekunden dauernde Appetizer auf der Rush Website!


    Sie kündigten schon vor Monaten an, musikalisch wieder etwas mehr an ihre Hochphasen bzw. Frühphase(n) anknüpfen zu wollen... das wollte ich zunächst nicht glauben, da man mit derartigen Sprüchen meist nur wieder die alten, seit Jahren etwas zweifelnden Fans ins Boot holen will.


    Das kurze File klingt allerdings wirklich sehr prickelnd.


    Hoffentlich geht der Song dann nicht ganz anders weiter - womöglich wie die unsägliche CD Vapor Trails... denn das jetzige geniale File-schnipselchen ist auffallend kurz.


    Let´s pray and keep Fingers Crossed
    http://www.rush.com

    Zitat

    Survivor- Intro von Eye of The Tiger, der Rest ist Peanuts


    Das finde ich kurios. Gerade die auf den ersten Blick ultra-simpel erscheinenden Survivor-Beats haben ein hoch interessantes Microtiming. Scheinbar ist deren Drummer wesentlich besser als sein Ruf. Obschon sich zig Cover-Kapellen dazu "versteigen" Survivor-Hits zu covern - habe ich bis heute keinen einzigen Drummer gehört, der den Song entsprechend trommelte. Das ist auch garnicht schlimm, Interpretationen sind oftmals spannender als pure Reproduktionen! Nur wage ich zu bezweifeln, dass die Reproduktion des Original-Drummings wirklich so einfach ist.


    Um sicherzugehen ;): ich meine nicht seinen Sound, ich meine nicht irgendwelche Klangeffekte. Sondern "nur" das Zusammenspiel bzw. die zeitliche Platzierung von Bass, Snare und Hihat.

    Zitat

    probleme wie, dass die spannreifen der BD immer wieder gebrochen sind, spannreifen eines toms nicht ganz rund waren und sich dann zum schluss sogar die lagen des BD kessels innenseitig gelöst haben.


    Hoppla, in dieser Geballtheit bin ich doch etwas überrascht.


    Das Spannreifen eines Toms nicht ganz rund waren.... Du meinst alle beide? Halte ich für höchst unwahrscheinlich. Natürlich ist es auch mal möglich, dass ein Gußreifen aufgrund von Herstellungsmängeln oder grob unsachgemäßer Behandlung unrund wird. Bei geflanschten ist das viel häufiger, aber eben bei einem Gußreifen auch mal möglich. Ich persönlich habe das allerdings bei Gußreifen noch nie erlebt. Sollten die also oben und unten unrund "erscheinen" - hätte ich eher auf einen Mangel beim Tom selbst getippt - und nicht bei den Gußreifen.


    Das sich Lagen lösen... hmmm ist mir bei der seit Jahren sehr guten Starclassic Verarbeitung auch noch nicht zu Ohren gekommen - umso wichtiger Dein Hinweis. So lernen wir alle dazu. Ich vermute, wenn es so war wiederum eher die absolute Ausnahme der Regel, siehe oben.


    Zum Bassdrumspannreifen - ich wiederhole mich siehe oben :)


    Aber ganz wichtig (gerade für die Rookies hier): Die Hauptursache für Beschädigungen am Spannreifen (ich meine nicht etwa leichte Kratzer - sondern Deformationen und auseinanderquellende Holzlagen) sind viel zu fest arretierte Bassdrumpedale. Teilweise auch im Zusammenhang mit "material- und formtechnischer Inkompatibilität". Will heißen: es gibt immer noch Fußmaschinen, die sich mit manchen Spannreifen nicht so toll vertragen - und es gibt viele Drummer die ihre Fußmaschine zu fest schrauben - bis das Holz knirscht. Da darf man sich nicht wunden. Viele Drummer wären schockiert, wenn sie mal den Schlagfellspannreifen abmontieren würden und diesen unter guten Lichtverhältnissen genau im Bereich der Fußmaschinenanbringung untersuchen. Da werden einige eine Verbiegung bzw. eine Senke in einzelnen Holzlagen oder sogar in allen feststellen. Das hat in aller Regel aber nicht per se mit mangelnder Qualität des Spannreifens zu tun.


    Könntest Du ein paar Bilder nachreichen oder mal aufzeigen welche Lebensgeschichte (gedacht habe ich Leidensgeschichte) Dein Drumset hinter sich hat ;)


    edit: Buchstaben-Fehlerteufel

    Soeben Nachricht vom LKA erhalten.


    Sie werden den Link prüfen inwiefern tatsächlich strafrechtlich relevante Inhalte vorliegen (das tun sie meines Wissens), und wenn das der Fall ist, der Sache nachgehen.


    Da die Weitergabe von E-mail-Inhalten rechtlich immer etwas heikel ist, poste ich hier nur ausschnitthaft, eben da untenstehender Hinweis vielleicht auch dem ein oder anderen dient, der im Netz über schlimme Hetze, Aufruf zur Gewalt gegen andere und Glorifizierung der NS-Zeit stolpert:
    ------------------------------------------------------------------------------------
    Selbstverständlich haben wir Interesse an weiteren Links mit
    rechtsextremistischen Inhalten. Unser Sachgebiet ist für die Auswertung
    politisch motivierter Kriminalität -rechts- zuständig. Bürgerhinweise sind
    uns sehr wichtig und werden gerne von uns entgegengenommen
    -------------------------------------------------------------------------------------
    Nochmal mein Dank! an die Kollegen hier im Forum für die konstruktiven Hinweise. Jetzt fühle ich mich in dieser Angelegenheit etwas besser.


    Edits: Und noch etwas: das Video ist nicht mehr platziert! Ob das Youtube entfernt hat weiß ich nicht. Ich hatte Youtube und das LKA informiert.

    Prinzipiell mag ich ungerne Kritik zu solchen "persönlichen" Dingen abgeben. Anderseits wenn jemand wirklich darum bittet... und man glaubt etwas beitragen zu können... In jedem Falle gilt: sollte sich jemand verletzt fühlen, lösche ich sofort gerne meinen Beitrag - denn nichts liegt mir ferner.


    Ich habe schon viel schlechtere Bandphotos gesehen und an ebensolchen mitgewirkt. Es ist also nüchtern betrachtet nicht soo schlecht. Soviel vorweg. Fwdrums hat auch das meiste schon super in Worte gefaßt.


    Was mir an dem Bild auffällt (das kenne ich aber auch von eigenen Fotosessions in jüngeren Jahren), dass man als junger Bursche oft bestrebt ist "gefährlich" zu wirken. Das hat etwas mit unserer Sozialisation - dem Wunsch schnellstmöglich Mannhaft erscheinen zu wollen, zu tun. Ist man dann mal mannhaft und älter (so wie Fwdrums und ich...hahaha) wünscht man sich wieder die jugendliche Lebenszeit zurück... man ist also nie so richtig zufrieden im Leben - aber ich schweife ab.


    Was ich sagen will: Der Sänger vorne ist sicher ein total charismatischer Bursche. Er erscheint allerdings auf dem Bild als wolle er kleinen Mädels Angst machen. Er ist aber nüchtern betrachtet schon zu alt, um sich für kleine Mädchen zu interessieren. Er macht faktisch mit diesem (aufgesetzt ernsten, gespielt-gefährlichen) Blick real keinem gleichaltrigen oder gar älteren Angst - eben weil es so aufgesetzt wirkt. Schon alleine deswegen würde ich die Photosession nochmal neu ansetzen.


    Die Unschärfe der anderen Akteure kann ein cooles Stilmittel sein. Ob das so gewollt war, weiß ich nicht. Es stört nicht.


    Aber trotz der gewissen Unschärfe ist offensichtlich, dass doch sehr unterschiedliche "Stimmungen" bei den Musikern transportiert werden.
    Auch das kann generell Spannung und Interesse erzeugen - je nach Motiv bzw. Hintergrund.


    Bei Eurem Bild, aufgrund des Hintergrunds "Dracula´s Spukschloß im alten Rathauskeller" (nicht falsch verstehen: der Hintergrund ist gut!), ist eigentlich KEINE VARIABILTÄT der Akteure erlaubt. Die aber leider real abgelichtete Variabilität eurer Mimik und Posen wirkt da (ungewollt) unauthentisch bzw. fast schon unfreiwillig komisch.


    Im Einzelnen: Der Herr in der Mitte mit der Brille wirkt total nett - vielleicht sogar etwas brav. Der rechts davon (sicher auch sehr nett) etwas wie ein Beau im Jugendzeitgeist-Modejournal. Der im Hintergund links bemüht sich wiederum um eine gewisse Ernsthaftigkeit bzw. "Schwere".


    Ich mache mich nicht lustig - ganz im Gegenteil. Ich bin sicher, dass dies eine tolle Band mit coolen, kollegialen Burschen ist. Das Bild ist schon recht gut, aber wenn ihr nochmal die Gelegenheit habt Bilder zu machen, würde ich versuchen eine einheitlichere Wirkung in Bezug auf die Personen zu erreichen. Dies kann gelingen, wenn man vor und während der Photosession darüber redet was man erreichen will. Also für alle imaginativ (in der Vorstellung) sich in eine möglichst identische Grund-STIMMUNG versetzen! Die Vibes sind bei Fotos oftmals wahnsinnig wichtig. Man glaubt das zunächst nicht - aber manchmal verraten Bilder doch mehr als einem lieb ist.


    Dies kann natürlich trotzdem scheitern, wenn die Grundcharaktere im realen Leben so unterschiedlich sind, wie es jetzt auf dem Photo wirkt - oder es an der Möglichkeit mangelt sich gemeinsam auf eine Grundstimmung einzustellen. Trotzdem: das nochmal zu probieren kann sich wahnsinnig lohnen. Und hinterher sind alle stolz oder happy mit dem noch-besseren Ergebnis.


    Profaner Tip: Nie mit 2 Filmen zufrieden geben. Ich war früher immer "Mr. Meckerich", der darauf drängte "selbst wenn Du als Fotograf denkst es sind genug - leg einen neuen Film ein und halte ´drauf". Oftmals fand sich dann unter den letzten Filmen viel Ausschuß aber ein Bild, das alle anderen übertraf. Gerade weil Fotosessions für alle so viel Zeit und Aufwand bedeuten (und man ungern 3 - oder 4 mal in späteren Wochen alles wiederholen will) empfehle ich immer: "Schieß Dir die Finger wund - und beende die Reihe noch nicht mit dem 2. Film".


    edits... Rechtschreibungpunk

    Noch wichtiger: hänge nie wieder so ein China falschherum auf. Es sei denn Du tippst oder streichelst es nur auf der Oberfläche.


    Sorry, aber das sollte spätestens jetzt klar sein.


    So wie Du es genutzt hast mußte es reißen (behaupte ich ganz frech ohne Deine Spielweise zu kennen) :)


    Du haust quasi direkt und ohne Ausnahme auf den wunden Punkt (die Kante, noch dazu im konstruktionsbedingt "empfindlichsten Winkel"). Wenn sowas ein Hersteller wüßte, würde er den Teufel tun... und nicht umtauschen.


    Also, über den Austausch freuen (wenn er erfolgt) aber kein Instrument mehr absichtlich vernichten.

    Drumbestseller kritisch beleuchtet! Tamburo Studio Set (20” 10“, 12,“ 14”+ snare und Hardware)


    Der Firma Tamburo stand ich jahrelang sehr interessiert und aufgeschlossen gegenüber. Mehrere Drumkollegen hatten mir von ihren Studio-Sets berichtet und auf den ersten Blick wirkte das Preisleistungsverhältnis nicht übel.



    In Anbetracht der Fülle der Hardwaremängel erlaube ich mir zum Start auf etwas Positives aufmerksam zu machen: Die Drumkessel des Tamburo Studio sind gut verarbeitet. Dies bezieht sich insbesondere auf die Gratungen, und die Verarbeitung der Holzlagen. Allerdings ist bei der Selektion der Kessel in Bezug auf ihren (Natur-)Farbton dem Werk ein Fehler unterlaufen. Ein Tom ist deutlich dunkler und passt nüchtern betrachtet optisch nicht zum Set. In dieser Deutlichkeit würde man das als Endkunde sicher nicht akzeptieren.


    Zur Hardware, die dem Tamburo Studio beiliegt: Diese kennt mancher Drummer von Stagg. Faktisch ist der Hersteller Pao Chia. Das fiel mir vor Jahren bei einem Messebesuch auf… umgangssprachlich bin ich da oftmals etwas ungenau und sage „Stagg“. In diesem Bericht habe ich das vermieden und beziehe mich ausdrücklich nur auf die Tamburo Hardware (u.a. 500’er Kick-Pedal, 1000’er Stands) - auch wenn sie faktisch von Pao Chia gefertigt wurde.


    Mängel am werksneuen Set:
    1.) Die Hihat ist schlichtweg katastrophal und trotz nettem Fußplatten-Design mit das Schlimmste, was ich jemals als Hihat treten durfte:


    a.) Die Hihat-Feder ist viel zu schwach, völlig egal welche Feder-Spannung man einstellt. Folge: Man stellt zunächst für sich die richtige Distanz des Topbeckens zum Bottom Becken ein… zieht die Schraube fest, und plötzlich rutscht das Topbecken samt Mittelstange zentimeterweise! nach unten. Offensichtliche Potenzprobleme! Ganz übel! Die Folge: Man muß diesen „Versatz“ beim Fixieren des Topbeckens immer mental mitberechnen! Dieser Effekt wurde mir interessanterweise auch von einigen Kollegen bei deren Tamburo-Sets bestätigt. Dies ist die Hauptursache (neben den anderen Mängeln…) für ein sehr nerviges, streng betrachtet untaugliches Alltags-Handling dieser Maschine.


    b.) Die Nieten sind von unzureichender Qualität – die Doppel-Streben haben viel „Spiel“ und „schlackern“.


    c.) Kleines skurriles Detail am Rande: Die Hihat-Unterlegscheibe war total verbogen, das Bottom konnte nicht wirklich gerade bzw. plan (auf)liegen. Da die Verbiegung wirklich extrem war, habe ich sie durch eine andere ersetzt. Die Maschine wäre aber auch aufgrund der sehr kurzen Mittelstange (deutlich kürzer als bei vielen Mitbewerbern) für manche Drummer ungeeignet.


    Zur Hihat und einem weiteren Defekt der nach wenigen Wochen Nutzung auftrat, später mehr…


    2.) Das Snareschlagfell hatte direkt ab Werk eine stark deformierte Folie – faktisch nicht wirklich korrekt zu stimmen, da man versuchen muß, das Snarefell durch eine „asymmetrische“ Spannung in Form zu bringen bzw. diese Deformationen auszugleichen.


    3.) Bassdrum-Resofell war „aus dem Karton“ total deformiert in Bezug auf die Folienoberfläche. Um die „Wellen“ „rauszubekommen“ muß man das Fell so hoch stimmen, dass die Bassdrum nicht mehr tief resonieren und mit montiertem Resofell nicht korrekt gestimmt werden kann. Der Fairness halber: Diese deformierten Resofelle treten auch bei Basix und manchem anderen Anbieter ab und zu auf. Schade!


    4.) Der Cymbalstand ist aufgrund seiner geringen Materialstärke bzw. des niedrigen Eigengewichts in Kombination mit dem unzureichend engineerten „Schwerpunkt“ nur unter großer Mühe und mehreren zeitraubenden! Ausrichtungsversuchen durch den Drummer in der Lage, das 14“ Tom zu halten. Ein extra Heavy-Ride hilft etwas. Ein Light Ride wird zum Risiko. Deutliche Umkipp-Gefahr! Da sollte man höllisch aufpassen. Auch er wies direkt wie bei der Hihat die unzureichende Nieten-Qualität und somit nicht wirklich stabile Doppelstreben auf.


    5.) Der Snaredrumständer war zunächst kaum in der Höhe zu verstellen. Entweder die Flügelschraube wird vom Drummer zu leicht angezogen, dann rutscht die Snare durch ihr Eigengewicht samt dem Mittelrohr nach unten -bleibt also nicht in Position…
    oder man dreht sie fester an… mit der Folge, dass das Mittelrohr kaum noch aus dem Basisteil zu bekommen ist. Also, wenn eine andere Höhe eingestellt werden soll, feststeckt. Dies hat in logischer Konsequenz dazu geführt, dass das 10“-Tom mehrere Dellen abbekommen hat, da mir oder Drumschülern immer wieder beim Justieren der Snarehöhe nur unter enormer Zugkrafteinwirkung gelungen ist, dass Mittelrohr raus zu bekommen – und so tat der Schwung sein übriges. Krafttraining der besonderen Art…


    6.) Die Fußmaschine ist in Bezug auf die Fußauflage eine Fehlkonstruktion. Ich glaube Drummerin MR hatte schon mal ein Tamburo-Pedal aufwendig getestet und festgehalten, dass beim Fersenteil „etwas“ unergonomisch übersteht, wenn man das Pedal runtertritt. Schwer in Worten zu beschreiben – und in Anbetracht der offensichtlichen Mängel an dieser Stelle auch Zeitverschwendung. So viele Zeilen ist das Pedal nicht wert. Fakt ist: so wie sie konstruiert ist, fühlt sich der Fuß sehr unwohl. Kenne ich in dieser Form auch nicht. Auch Schülern fiel das im Unterschied zu anderen Pedalen oftmals sehr schnell auf. O-Ton: „Fühlt sich komisch an“ oder „Ist das Pedal verbogen?“. Ihre Laufeigenschaften wären prinzipiell gar nicht so schlecht gewesen – wenn man die dafür passend geformten Füße gleich „mitoperiert bekommt“. Bei der Hihatmaschine ist es konstruktionsbedingt zwar ähnlich, aber beim Spiel kurioserweise nicht weiter störend.


    7.) Der Tomhalter beim 14“ Tom ist von Beginn an höchst problematisch gewesen. Das 14“ Tom bleibt nicht korrekt in Position. Der Tomhalter, der bei oberflächlichem Blick wie ein Yamaha-Clone wirkt, ist nur unter härtestem Festdrehen der Flügelschraube in der Lage, diese Position zu halten. Nach ein paar Tagen Drumming ist das Tom nachweislich wieder 2-3 Millimeter im Winkel „abgesackt“. Seltsam!



    Einzelne der oben genannten Ausfälle und einige der weiter unten aufgeführten wurden mir auch von mehreren Kollegen bestätigt. Auch die Gefahr des Abbrechens des Tomhalters beim 14" Tom. Ganz wichtig: Die seit Jahrzehnten toll funktionierenden Yamaha-Tomhalter sind von Tamburo (Pao Chia) scheinbar leider nur in unzureichender Materialqualität und mangelhafter Funktionalität nachgeahmt. Man sollte sich von der oberflächlichen optischen Ähnlichkeit zu Yamaha-Produkten und deren Hardware nicht täuschen lassen!


    Weitere teilweise gravierende Mängel sind bereits nach wenigen Wochen Nutzung aufgetreten:
    8.) Tomhalter rausgebrochen (siehe Bild)

    Es gab Nachts einen sehr lauten Schlag und statt der Konfrontation mit Einbrechern, fand ich das 14" Tom auf dem Boden... und das abgebrochene Metallstück noch im Tomböckchen.


    9.) Hihatmaschinen-Basis-Teil nicht mehr fixierbar. Schraube greift nicht, offenbar Gewinde ausgefranst… somit rutscht Fußplatte nach links und rechts beim Drumming. Und das, obwohl die Pedal-Position nachweislich aufgrund anderen Aufbaus im Keller nur 3-mal verändert wurde.


    10.) Nach 2 Wochen Nutzung liegt ein kleiner Metallstift neben der Fußmaschine. Der gehört eigentlich unter die Kette, dort wo sie zum Fußpedal übergeht. Wie dieser Stift sich bei
    normaler Nutzung lösen kann… geschweige denn, unter der Kette rausrutschen kann, ist mir in Sachen praktischer Physik unerklärlich. Aber genau so war es. Das Pedal ist trotzdem noch einsetzbar – aber einen Sinn wird der Stift gehabt haben. Kurios!


    11.) Bassdrum-Spurs sind faktisch nicht von Gummi auf Metallspitze einstellbar. Einer der größten Hardware-Fauxpas’, dem ich je „teilhaftig“ werden durfte 8o


    Theoretisch sind die Tamburo Studio-Set Spurs (auch die mehrerer Ash-Sets, die ich sah) von Gummi auf Metalldorn umstellbar. Die Pointe ist aber, daß jenes entscheidende Gummi-Endstück offensichtlich falsch designed bzw. falsch „bemessen“ wurde. Sowohl in Bezug auf seine Dicke, seine Materialqualität als auch die Anzahl der Gewindegänge. Dreht man nämlich das Gummiteil so in das Gewinde, daß es richtig sitzt (und kontert mit der Kontermutter), dann dringt nach ein paar Tagen der Dorn durch das Gummiteil. Man merkt das nicht gleich… mir wurden dadurch mehrere Fliesen im Proberaum beschädigt. Eine ganz üble Sache, die mich bis heute verärgert. Wenn man stattdessen versucht, das Gummi-Stück weiter rauszudrehen (Richtung Boden), eben damit der Dorn den Boden nicht erreicht oder verkratzen kann, dann ist das Gummi nicht mehr mit ausreichend vielen Gewindegängen in den Bassdrum-Spurs verankert. Es schaukelt herum oder fällt ab! Kein Witz. Dies muß nicht alle Studio-Sets betreffen (entzieht sich meiner Kenntnis), aber mehrere Kollegen bestätigten mir diesen unfreiwilligen Effekt.


    Nochmals um es klar zu machen: Dies ist einer der kühnsten, unintelligentesten und FOLGENSCHWERSTEN („Sachbeschädigung der Wohnumgebung“) Schildbürgerstreiche, den unzureichend qualifizierte Engineering-Büros uns Drummern je gespielt haben. Bei einem Schüler hat es beim kurzen Abstellen den Holzboden aufgeschlitzt und bei mir (im guten Glauben, daß die Gummieinstellung wirklich Gummi bedeutet) eben mehrere Fliesen verkratzt….


    Fazit: Ich muß gestehen, dass ich bislang noch nie eine so hohe Fehlerquote bei einem einzigen Set erlebt habe. Vielleicht erinnert sich jemand an meinen offenen Brief an Basix vor wenigen Jahren. Damals war es so, dass bei manchen neuen Sets 1-2 Mängel vorlagen. Aber oben genannte Mängel des Tamburo-Kits beziehen sich alle auf das EINE SET, das bei mir im Keller stand. In 27 Jahren Trommelei ist mir eine derartige mangelhafte Hardware noch nicht untergekommen. Und um ganz sicherzugehen: Ich habe einige weitere Detailmängel (ja, es gibt tatsächlich noch 4-5 mehr) aus Zeitgründen nicht mehr gelistet.


    Zum Klang:
    Das Tamburo Set (laut Herstellerangaben ein Mix aus Birke und Maple) klingt recht knackig und druckvoll und hat auch eine gewisse angenehme Wärme/Klanggüte, insbesondere in Bezug auf den Sound der Toms. Die Bassdrum klingt irgendwie etwas „komprimiert“ – aber durchaus gleichwertig mit den Mitbewerbern ähnlicher Preisklasse. Im Rahmen dessen, was bei 20“ möglich ist, produziert sie ordentliche Bässe (das Problem mit dem defekten Resofell mal ausgeklammert - bzw. selbiges abmontiert). Ein gewaltiges Tiefbass-Fundament ist bei 20“ prinzip-bedingt unrealistisch – wer das sucht, hätte das falsche Set bzw. die falsche Kesselkonfiguration gekauft. Die Snare-Drum gefiel mir soundtechnisch nicht sonderlich und fiel deutlich hörbar hinter die Klangqualität von Bass und Toms zurück. Sie klang etwas matt & muffig und auch die Teppichansprache sowie der Teppichsound klangen recht verwaschen. Dies mag u.a. an dem defekten Schlagfell und/oder der Teppichqualität gelegen haben. Das habe ich nicht ausgetauscht und kann dies somit nicht zweifelsfrei belegen. In Sachen Sound steht das Tamburo Studio aber hörbar über Pappelsets wie EX oder ELX etc. die kurzzeitig parallel im Proberaum waren und oftmals in ähnlichen Preisregionen, was UVP betrifft, zu finden waren.


    Streng genommen muß man als Endkunde aber berücksichtigen, dass es bei EX (oder ELX) sehr häufig! überraschend niedrige Ausverkaufspreise zwischen 599.- und 666.- Euro EX und 777.- - 888.- Euro beim ELX gibt, während bei Tamburo hingegen die UVP´s deutschlandweit so gut wie nie unterboten werden. Da muß jeder für sich abwägen ob er die Referenzhardware in dieser Preisregion von Pearl schätzt oder etwas mehr zahlt und das bessere Klangpotential der Tamburo-Kessel nutzt, aber völlig untaugliche Hardware und nicht unerhebliche Folgekosten in Kauf nimmt.


    Nicht verschwiegen werden sollte auch, dass Tamburo leider (oder vielleicht aufgrund der Hardwarequalität auch besser so) nur einen Beckenstand mitliefert. Insofern fängt man sich mit dem beiliegenden, abgespeckten Hardwaresatz sowieso automatisch Folgekosten ein, die Pearl oder andere Mitbewerber im Hardware-Vergleich nochmals besser dastehen lassen.


    Noch ein ganz kurzer oberflächlicher, unfairer! Vergleich mit dem Tama Starclassic Performer (reine Birke-Version, die seinerzeit auch im Proberaum war): Das Tama spielt finanziell in einer ganz anderen Liga – und gerade Rookies fragen sich oft, ob man den Mehrpreis hört. Das Starclassic Performer ist deutlich druckvoller und reicht in Sachen Tiefbass bei den Toms noch ein Stückchen weiter runter… wenn man es mag, Toms sehr tief zu stimmen. Das Starclassic Performer klingt im direkten Vergleich deutlich voller und harmonischer – wertiger oder Hifi-artiger. Ein Bassdrum-Vergleich verbot sich, da die 20“ Tamburo Bass gegenüber der überragenden Performer 22“ ins Hintertreffen kommen muß. Schon bedingt durch den Durchmesser.


    Mein Tip: Aufgrund des recht guten Kesselklangpotentials (Snaredrum ausgeklammert, da bin ich noch unsicher, siehe oben) würde ich konstruktiverweise jedem Drummer empfehlen: wenn es unbedingt das Tamburo-Studio sein soll, sich vom Händler diese mangelhafte Hardware „rausrechnen“ zu lassen. Auch die mangelhaften Tomhalter nicht erwerben! Also nur das Shell-Kit kaufen. Die mangelhafte Hardware soll der Händler dem Vertrieb zurückgeben und jene Engineering-Streiche in China überdenken lassen. Da gibt es nachweislich auch überragende, hoch-talentierte Ingenieure, die fachlich sehr viel draufhaben. Prinzipiell sollte man jetzt aber in JEDEM FALLE die kommende Musikmesse abwarten... da sind gerade in dieser Preisklasse heiße Teile der Mitbewerber zu erwarten.


    P.S: ich habe unzählige Photos aller beschriebenen Verluste... aus Zeitgründen kann ich die hier nicht posten. Der Thread war ohnehin schon zu arbeitsintensiv. Auf Nachfrage kann ich aber alles detailliert belegen.


    edits: Farbe hilft zu strukturieren, Rechtschreibfehler offenbaren Bildungslücken

    Die Tama Kingbeat ist trotzdem nicht mit der Super Sensitive zu vergleichen. Die Tama Abhebung (trotz zig tausendfacher Nachahmung durch sämtliche No-Name "Fernost-Hinterhof-Firmen") war auch in meinen Augen Murks... ich hatte sie Jahre lang - und sie aufgrund ihrer eigenwilligen Abhebung gehaßt - da können wir uns die Hände reichen.


    Die Super Sensitive fand ich wesentlich besser, sensibler, crisper! und kontrollierbarer in Sachen Teppichansprache.


    Aber auch in 100 Jahren werden sich Freaks noch die Haare ´drüber raufen, ob die Supersensitive minimal besser oder minimal schlechter als die Supraphonic ist. Ich fand sie besser :D


    edits... Rechtschreibung sucks

    Öko-Obi,


    ich war erst erschrocken und dachte, da will einer die Chance nutzen sich toll darzustellen...


    ... muß aber gestehen das ich die Stories hier laut lachend gelesen habe. Witzig erzählt. :]


    Mein Eindruck war immer, dass man von Musikerseite immer deutlich zu erkennen geben kann, ob man aus Liebe zur Musik Musik macht, oder Musik hauptsächlich als Instrument zum Beischlaf einsetzt (was nachweislich viele tun) - so wie andere das tiefergelegte Auto oder die "Briefmarkensammlung"... und wenn letzteres signalisiert wird, dann bleibt das sicher nicht unbeobachtet bzw. nicht ohne Reaktion.


    Es mag auch Mischformen geben (er liebte die Musik und die Frauen :)


    Aber nochmals: ich denke wir alle kennen auch aus dem persönlichen Umfeld viele Musiker die sehr eindeutige (zweideutige) Signale senden...


    ... und andere hingegen die nur auf der Musikfrequenz senden, da sie aus purer Begeisterung für die Musik eben diese machen. Insofern ist es nur logisch und glaubhaft, wenn hier der ein oder andere postet "sowas kenne ich kaum".


    Eine weitere Ebene (auch immer wieder Forschungsgegenstand) ist die Wahrnehmung. Es gibt Personen die sehr schnell etwaige "Interessen" und begehrliche Signale (Blicke etc.) des Gegenübers registrieren - und andere denen auch der Hinweis "das Schlafzimmer ist im Parterre, 2. Tür rechts" noch nichts sagt. Auch dadurch wäre ein Stück weit erklärbar das mancher viele Episoden berichtet - andere keine...


    Genauso gelten Signale auch aus der Zuhörerschaft. Findet man die Band oder Musiker interessant, weil die Musik einem so gut gefällt.... oder findet man es cool einen Musiker/eine Musikerin als Partner/Partnerin zu haben und die Musik ist nüchtern betrachtet garnicht sooo wichtig?


    Ich fand es eher peinlich und auch eigenartig! wenn musizierende per se als "cool" oder hust... "interessant" gescannt werden... bzw. derartiges gäußert wurde - aber jeder wie er mag. ;)