Beiträge von Drumstudio1

    Off-topic:


    Vintage was treibst Du so?
    Warum ist bei dieser Kapelle kein Foto eines Drummers? Bist Du kein Drummer mehr - oder hast Du außer der Website mit denen nix zu tun?


    Sorry für Off-Topic... aber ich denke auch andere haben das Verschwinden/Abtauchen des oft sehr geschätzten aber manchmal etwas kantigen ;) Kollegen bemerkt... oder genauergesagt Vintage vermißt!!!

    Super-Statements ndm! Das bringt es auf den Punkt.


    Dem Platinkäufer will ich keinesfalls seine Zufriedenheit nehmen ;). Im Gegenteil, ich bin positiv überrauscht bzw. erstaunt, dass jemand soo zufrieden ist - warte aber lieber noch mal 1-2 Jahre Nutzung ab ;)


    Zitat

    Ich würde es auch nicht zu dem Ebayschrott zählen,zumal auch seriöse Händler wie Music-Town oder MSA Platindrums im Angebot haben.


    Nur dieses Argument ist nicht so prall (auch völlig unabhängig von den Produkten der Firma Platin oder den genannten seriösen Händlern):


    1.) Findet sich sehr viel "Ebayschrott" bei genauem Hinsehen durchaus oftmals auch bei diversen Händlern (da ist auch mancher nicht per se unseriös) in deren lokalen Shops. Außerdem ist verwirrenderweise manchmal das Label des Produktes anders. Ein anderer Name an den Drums bedeutet aber schon lange nicht mehr automatisch, das Vorliegen eines anderes Produktes. So vermuten manchmal Drummer bei Ebay unseriöses und winken ab, während sie ein identisches! (mieses) Produkt mit anderem Brandlabel im Shop vor Ort in die engere Auswahl nehmen - oder gar kaufen.


    2.) Entscheidet leider auch bei einigen seriösen Shops nicht nur die Qualität oder die Produkt-Langlebigkeit über das Aufnehmen eines Produktes ins Sortiment.... sondern immer stärker die Gewinnmarge und noch 2-3 andere "Parameter".


    Da sind auch nicht nur die Händler "schuld (von Schuld kann man da ohnehin nicht reden) sondern die auf Konsumentenseite weit verbreitete Haltung im Sinne von "Geiz ist geil" oder "aber es geht sicher noch etwas günstiger.... oder?" Auf dieses Käuferverhalten (ob man es schätzt oder nicht) müssen viele Shops reagieren. Gerade auch aufgrund der massiven Konkurrenzsituation vieler Musikshops untereinander. Da will kaum einer die vielen "real existierenden" Kunden der Low-Entry-Klasse an einen Konkurrenten verlieren.


    3.) Viele Händler (gerade bei Fernostware) kaufen immense Stückzahlen ein (eben weil dann die Einkaufskonditionen noch günstiger sind). Diese Sets müssen natürlich auch "rausgehauen" werden, da sie sehr schnell an Wert verlieren. Im wettbewerbstechnisch extrem-hart umkämpften No-Name-Low-Budget-Sektor werden eigentlich im Jahrestakt mehr Produktfeatures zum selben, oder gar günstigeren Preis angeboten.


    Wenn ein Lager noch voll mit den Produkten ist, wird es einem Verkäufer vor Ort nicht leicht gemacht zu sagen: "hmmm, eigentlich wirst Du mit diesem Produkt selbst zu dem niedrigen Preis nicht wirklich lange Freude haben, ich würde eher zu etwas anderem raten".


    edit: Rechtschreib-Fehlerteufel

    Es gibt noch eine narrensichere Methode, die ich in in ganz jungen Jahren mal ausheckte und die ich heute noch schätze :P.


    Damit ist sehr viel machbar:
    a.) wenn man Resofell gut stimmen kann und dieses garnicht dämpfen will sondern schöne "Tieffrequenz mitresonieren lassen will", also nur das Schlagfell dämmen will


    b.) Umgekehrt: Schlagfell nicht dämpfen, Kissen nur minimal am Resofell anliegend


    c.) Wie in der schematischen (miesen) Zeichnung zu sehen: wenn man beide Felle dämmen will, also ein Kissenende am Schlagfell anliegt, das andere am Resofell.


    Voraussetzung ist natürlich ein für die angestrebte Methode passendes Kissen. Ansonsten braucht man nur einen passenden Schraubenzieher und etwas Paketschnur.


    1.) Man löst eine Schraube für ein unten/seitlich befindliches Stimmböckchen und bringt einen Knoten der Paketschnur daran an.
    2.) Nun Schraube wieder festziehen.
    3.) Man zieht nun die Schnur über das Kissen bis zu einer weiteren Schraube des gegenüberliegenden Stimmböckchens. Man zieht die Schnur so stramm, dass das Kissen fixiert ist und macht einen Knoten um die Schraube. Dafür braucht es etwas Geschick. Man zieht die Schraube wieder richtig fest.


    Somit ist nun eine Schnur von einer Stimmböckchenschraube zur einer weiteren gespannt, die das Kissen quasi "festkeilt". Da uns eine Schnur in Sachen Stabilität der Kissenpostition nicht reicht, machen wir dasselbe mit 2 weiteren Stimmböckchenschrauben. Man kann nun noch etwas "rumziehen" und bestimmen wieviel vom Kissen am Fell anliegen soll (also damit festlegen, ob man eine starke Dämmung will oder nur wenig).


    2 Schnüre insgesamt reichen (also insgesamt 4 Schrauben die jeweils ein Paketschnur-Ende fixieren), um ein Kissen jahrelang! ohne Trouble oder Wartung in Position zu halten. Je nach Kissengröße kann man auch nur die "Ohren" des Kissens rausquellen lassen, so dass sie gerade so am Reso- oder Schlagfell anliegen - also nicht zuviel gedämmt wird. Aber auch massivere Dämpfungsflächen sind mit diesem System komfortabel justierbar.


    Im Prinzip sieht es dann so aus:

    Scarlet, Buddie ick´glaube Dir!
    Ehrlich ;)


    Zitat


    1) An meiner (ca. 10 Jahre alten) SIB Halterung (die übrigens super funktioniert) nix aber auch wirklich gar nix aus Gummi ist (und das Teil neben der Tasse vom Matz auch nicht beigelegt war)


    Genau das habe ich auch beschrieben. Es gibt mehrere Produktphasen der Sib Halter. An meinen ersten aus dem "Mittelalter" war nix von Gummi zu sehen und bei mir wirkten sie trotzdem. Aber wahrscheinlich haben wir genau aufgrund der verschiedenen Produktphasen manches Mißverständnis hier. Denn sicher hat früher mancher die These vertreten "May ist besser, weil gummigelagert". Ein "Argument", welches in den letzten Jahren (wie Scarlet zu recht mehrfach beteuert, längst nicht mehr gültig ist.


    Es mag auch sein, das mit der ersten Generation manche Probleme hatten -ich nicht - und offensichtlich Tommler auch nicht. Aber es wird einen Grund gegeben haben, dass man das Produkt verändert hat. Denn: die modernere Variante (z.B. Scarlets Photo) hat ganz offensichtlich! Gummi.


    Aber es spricht eben auch garnix gegen Eigenkonstruktionen so wie Rustys "Objekt". Klasse Idee übrigens! Ich sehe keinen Grund warum das nicht funktionieren sollte. Zur Not legt man eine weitere Lage Spüllappen oder ein Stück Moosgummi unter.


    Noch etwas Öl ins Feuer: gerade mit der Bass habe ich schon die absurdesten Dinge getan: diverse Mikrofone mit gebogenem Blech direkt an 2 Stimmschrauben montiert, es wackelt etwas, aber null Nebengeräusche. Mikrofon ohne Gummi oder sonstige Isolierung mit Mikrohalter über Tama Multiklammer am Mittelrohr der Tomhalterung montiert. Null Problem. Vieles geht problemlos... nicht aus "Voodoo-Gründen", sondern weil wie erwähnt, viele dynamische Mikros (freilich, nicht alle) eher gutmütig mit am Gehäuse auftretenden Schwingungen umgehen.


    Off-Topic: Andererseits hatte ich mehrfach Probleme wenn ich Mikros direkt an Racks montierte. Insbesondere das Sennheiser 609 mit "seiner Gummiklemme" :) ist da ein perfider "Klapperstorch" bei hohen Frequenzen, wie sie gerade am Rack durch schwingende Cymbals entstehen und über die Stahlrohre meterweit weitergereicht werden und
    sich manchesmal bis auf die Mikrokapsel übertragen - insbesondere beim 609.


    Insofern sollte kein Zweifel entstehen: Je nach Mikrofontyp, Halterung, Tuning und Trommeldurchmesser! (führt hier zu weit, aber die Frequenzrange des Tunings ist auch bedeutsam) und Schlagintensität können Schwingungsübertragungen am Drumset zum Problem werden. Aber es gibt wirklich soviele Möglichkeiten das in den Griff zu bekommen - auch ohne Nobelpreis in Atomphysik - auch ohne May!

    Zitat

    Warum spielt man schwarze statt durchsichtigen BD - Resos? Warum spielt man Coated statt durchsichtig (ok, hier gibt's Soundunterschied)? Die schwarzen werden nur nen Farbstoff bei dem Kunststoffmix beigesetzt bekommen haben. Ergo ergibt sich für mich, dass da kein anderer Sound oder Rebound wie bei einem clear herrschen sollte.
    Außerdem sehe ich immer gerne die Titten der Weiber in der Ersten Reihe - ich brauche Sichtfenster


    Das Oberweiten-Thema lasse ich mal ausgeklammert.


    Mein Eindruck der Ebonys war immer das sie minimal obertonärmer klingen als die Clear-Variante. Ich hatte 10 years ago mal alle Schlagfelle die vorher mit Ambassador clear ausgestattet waren mit den Remo-Ebony "befellt".


    Witzigerweise lese ich gerade im alten Thread: da schreibt Chester irgendwas von "dunkler oder matter". Meinte er es ironisch?


    Ich könnte aber wetten damals wirklich einen Unterschied gehört zu haben. Allerdings war es ein marginaler Unterschied den man dann auch noch völlig überteuert bezahlt. Und ob man etwas weniger Obertöne besser oder schlechter findet...

    Die 600 ist verarbeitungstechnisch über jeden Zweifel erhaben. Aber leider für rockorientierte Drummer NICHT uneingeschränkt geeignet :)


    Beim Galgenbeckenstand wandert der Stand bei mir bei jedem Schlag zur Seite bzw. nach hinten.


    Keine Pauschal Kritik- sondern nur ein Abraten für körperorientierte Drummer.

    Die einzige Einstrebige Hardware die mich bis heute wirklich sehr begeistert ist die Yamaha 700. Wie schon vom Kollegen genannt.


    In der Historie gab es auch von Sonor, Tama (Mercury Serie) und diversen anderen Firmen recht gute, stabile einstrebige Hardware.


    Alles nicht sooo wichtig: gegenwärtig wenn es etwas leichter sein darf: YAMAHA 700


    Ich favorisiere trotzdem doppelstrebig, weil es in einigen Spezialanwendungen mehr Stabilität verspricht. Ein 14" Tom an einem Yamaha 700 ´er (Becken)Stand montiert, ist prinzipiell kein so großes Problem. Aber man muß schon deutlich genauer auf die Beinstellung achten und das Tom muß sehr nahe am Basisrohr sein, damit nichts kippen kann. Bei den meisten doppelstrebigen Serien der namhaften Hersteller hingegen wie z.B. Tama (Swingstar oder neue Imperialstar Hardware ausgeklammert), Pearl und Yamaha muß man sich da weniger Kopf zerbrechen machen.


    Wer 14" Tom-Montage oder andere speziellere Montageanwendungen nicht braucht, den kümmert sowas natürlich nicht und der kann bedenkenlos mit einstrebiger 700´er Hardware glücklich werden ;)

    Back to topic:

    Zitat

    May höre ich jetzt zum 1. mal. Ist das ein spezielles DW System, weil es auch auf der DW Website auffindbar ist. Hab ich jetzt noch in keinem Musicstore irgendwo gehört/gesehen. Oder so astronomische Preise dass das vom Normalsterblichen nicht gekauft werden kann ?


    May gibt es schon recht lange. Ich erinnere etwa die Mitte der achtziger Jahre. Meine May-Mikros und Einbauhalterungen in Deutschland erwarb ich 1989 oder 1990.


    Sie waren schon damals recht teuer und ich denke der Preis war ein wesentliches Argument für die zögerliche Akzeptanz vieler Drummer. Es gibt noch ein paar andere Argumente :) aber das würde hier zu weit führen. Auch die Vertriebswege waren in der Frühphase in Deutschland für Endkunden nicht immer einfach zu durchschauen. Eine Weile lang lief der Vertrieb bzw. Vertriebsaufgaben über PPC München (wenn ich es recht erinnere) die aber auch Prosound bzw. die heutigen Drumsonly belieferten.


    Dann wurde es wieder ruhiger um May. Warum May nun bei DW auftaucht... vielleicht weil sich May über eine Kooperation mit einer namhaften, erfolgreichen! Firma wie DW mehr verspricht als die jahrelange (jahrzehntlang) versuchte Eigenpromotion mit der offensichtlichen Außenseiter-Rolle.


    An potenten Endorsern oder Usern hatte es ihnen nachweislich nie gemangelt.

    Hallo Tremor,


    zunächst vielen Dank für die deutliche Distanzierung auf Eurer Website von Nazi-Strömungen. Das hat mich sehr beruhigt und auch beeindruckt das ihr das direkt auf dem Startscreen tut, da ich selbst von einem Drumschüler erfahren habe, wie massiv braune Ideologen versuchen die Fans der Musik zu mißbrauchen oder auf ihre Seite zu ziehen.


    Eine Frage blieb unbeantwortet:
    Ja, es gibt Latenzen (Zeitverzögerungen) bei allen Triggersystemen (innerhalb der Sound-Module zwischen dem Erkennen des Schlagimpulses und dem Auslösen des desampelten Sounds) und auch jede midibezogene-Informationsübermitlung benötigt Zeit.


    In Bezug auf die E-drum Soundmodule wird seit vielen Jahren kolportiert das die Latenz im Bereich sehr weniger Millisekunden liegen würde. Angeblich irgendwo zwischen 1 - 10 Millisekunden.


    Ich denke (habe aber in Sachen Alesis nur D4-Erfahrung) dass bei dem DM5 diese Ansteuer-Latenz kein nennenswertes Problem darstellt.


    Tatsächlich ist es aber so, dass wenn Du einen Mischsound zwischen Akustikset (Overhead, snare oder noch mehr) und getriggertem Sound wählst, jedes Spur-Editieren (völlig Egal ob Trigger oder Akustiksound) zu einem "Widerspruch der Spuren führen" wird. Das kann mal wie ein phasing klingen, oder eben einfach "unnatürlich" bzw. "untight".


    Ist ja klar, Du verschiebst einen Tomschlag des Triggersignals um 25 Millisekunden, damit es präziser gespielt klingt, aber man hört dann noch den Akustiksound des real gespielten Toms über die Overheadspur oder vielleicht sogar das Snaremikro "durchschimmern".


    Natürlich könntest Du Dir auch die Mühe machen das akustische Signal des Toms genauso zu verschieben. Aber wenn ich richtig verstanden habe nutzt, Du die Toms nur über Trigger. Hast also garkeine regulären Tommikros. Aller Natursound würde also über die Overheads und das Snaremikro kommen. Tja, und da kannst Du natürlich nicht diesen Tomschlag editieren oder verschieben... eben weil die anderen Signale ja auch darauf liegen.


    Streng genommen würde wirklich vieles für ein konzentriertes Einspielen sprechen - dann braucht man auch nicht allzuviel zu editieren. Hängt natürlich auch immer von der Kompliziertheit der Musik, der Vorbereitungszeit bzw. der Erwartungshaltung an die Fehlertoleranz von den eigenen Bandaufnahmen ab.


    Ansonsten würde mir nur noch der "mäßige Trick" einfallen, die Overheads etwas näher an die Cymbals zu platzieren als üblich. Und sie dann eben leiser im Gesamtmix zu den zeitlich editierten Triggersounds dazuzufahren. Dann würden die realen Tomsignale ja relativ gesehen leiser ;)


    Vielleicht hört man dann im Gesamtkontext der Band nix mehr störendes... käme auf einen Versuch an.

    Endlich wieder konkret und praxisbezogen:


    http://www.dwdrums.com/may/index.htm


    Wenn mich eines verwundert, dann wenn jemand konkrete Praxisbeispiele nennt und als Gegenreaktion immer wieder schnell theoretisiert wird... es aber vom theoretischen Skeptiker nie wirklich ausprobiert wurde... und trotzdem versucht wird die Praxis-Berichte anderer in Frage zustellen. Oder auch das engagierte Experimentieren von vornherein als Mißerfolg abzustempeln. Sehr schade... wir spielen und basteln an Drums - nicht an den Brennstäben von AKW´s.

    Dass Du mit dem May-System noch keine störenden Geräusche festgestellt hast liegt daran dass sie Gummi-gelagert sind. Zitat: Schöne Einbauhalter mit Gummilagerung gibts von der Firma May. Zitat Ende. (Wer lesen kann ist im Vorteil)

    Das finde ich etwas frech. Ich habe von May und dem später erworbenen Sib-System gesprochen, welches in der ersten Frühversion (damals konnte man es mit No-Name Mikrokapseln odern) offensichtlich keine, oder keine sichtbare Gummi-Pufferung hatte... und sehr direkt auf dem Kesselholz auflag. Wie das heute bei Sib aussieht weiß ich nicht. Aber auch das altbackene System machte mir keinen Trouble. Beide Systeme besaß ich für alle Drums. Bass, 3 toms und snare. Zunächst das May-System und danach das von "Sibi".


    Kein Mensch sagt, dass ein Gummipuffer schlecht ist. Das ist immer die sicherste Methode. Aber man kann doch erstmal die jetzige Konstruktion testen, und nicht gleich einen Mißerfolg oder Klopfgeräusche vorwegnehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass es funktioniert. Eben weil ich mit den frühen, sehr einfach strukturierten Sib-teilen eigentlich keinen Trouble hatte.


    Und nie vergessen: viele dynamische Mikros haben "in sich" schon konstruktionsbedingt einen Aufbau, der Schwingungen bzw. Nebengeräusche die am Mikro-Gehäuse auftreten etwas zu reduzieren hilft und nicht ungehemmt an die Kapsel überträgt.


    In der Hoffnung das es nun verstanden wird!


    Wie war das mit dem lesen...


    schmunzelnder Gruß


    edit: Tonfall nochmal richtig erwachsen und kollegial-freundlich gestaltet ;)

    Und wenn ich auch noch ´draufhauen darf :D: Mikrospinnen sind bei dynamischen Mikrofonen ohnehin die absolute Ausnahme.


    Ich muß offen gestehen noch nie bei einem Kollegen ein dynamisches Bassdrummikro mit Mikrospinne gesehen zu haben.


    Ich mag May persönlich zwar nicht (hatte zig Mikros von denen) aber nervige Geräusche konnte ich nie feststellen. Warum auch?


    Ich hatte nach meiner May-Phase auch mehrere Sib-Halter inklusive Sib-Mikrokapseln. Auch für Toms und snare. Das war glaube ich die erste Generation (da waren die sehr frisch auf dem Markt) und wirkten äußerlich extrem archaisch-primitiv. Als hätte sie der Schlosser um die Ecke in seiner Mittagspause gefertigt. Obwohl mir der Sound der Kapseln garnicht zusagte, und die Optik mich zunächst erschreckte, gab es bei mir keinen trouble mit Störgeräuschen, oder "Klopfgeräuschen". War in meinem damaligen Setup problemlos... wenn nur der Sound besser gewesen wäre :)

    Hallo Psycho,


    damit habe ich gerechnet ;).
    Auch Dein Standpunkt macht in sich logisch Sinn und Dein Hinweis wird manchem helfen bzw. einleuchten.

    Das muß jeder selbst Entscheiden. Den Sharp-Hinweis finde ich sowieso gut. Nur bieten die seit 8 oder 10 Jahren in Deutschland leider keine Hifi-Decks mehr an. Es war eine spannende Zeit, als sie mehrere Jahre in den neunzigern Atrac-technisch Sony noch den Stinkefinger zeigten bzw. jahrelang audiotechnisch in Sachen Klangqualität immer eine Atrac-Generation vor Sony lagen.


    Das muß jeder selbst abwägen. Meine persönliche Empfehlung lautet eben nur: wenn man jetzt noch (das Medium neigt sich ja dem Ende seiner Marktphase) ins Minidisc-Format einsteigt, würde ich! ein Neugerät kaufen mit deutlich verlängerter Garantie.


    Natürlich kannst Du auch für 149.- (oder meinetwegen 199.- bei 3 oder 4 Jahren Garantieverlängerung, wie ich es heute machen würde) alternativ mehrere Decks gebraucht kaufen. Aber 10 bekommst Du dafür nicht. Die Decks die als 100% funktionstüchtig angeboten werden gehen eher selten unter 60.- pro Stück weg. Und wie gesagt ich beziehe mich auf REKORDER und zwar nicht im Lilliput-Format. Ein Player im Proberaum macht ja ohnehin für Aufzeichnung keinen Sinn ;).


    Natürlich sind die portablen Geräte oft günstiger zu finden. Da hast Du recht... aber die kommen wegen meinen tatterigen Wurschtfingern für mich leider nicht in Frage und auf die bezog ich mich nicht. (M)ein persönliches Problem.

    Zitat

    Das ist natürlich ein Killerargument.


    Ich weiß, das ist für viele überhaupt kein Argument :].
    Aber ich brauche was handfestes gerade bei Bandproben. Die Lilliputknöpfe von den Mini-MP3 Playern/Recordern kann ich nicht aus der Distanz schnell mit dem Drumstick steuern. Mit den Minidisc Hifi-Bausteinen sind die leicht im Techniksetup integriert und super Komfortabel bedient. Ich habe bewußt nur von meiner Erfahrung gesprochen. Das andere mit geschickteren! Fingern auch Kleinstgeräte bedienen können weiß ich... hahaha.


    Zitat

    Wobei, kennst du den schon?
    http://www.thomann.de/de/marantz_pmd_560.htm


    Bei mir geht der Link nicht, aber das Teil gab es vor einiger Zeit auch beim Store und anderen. Feines Teil - rattenscharfe Optik, stimme ich Dir 100 % zu. Aber der kostet leider wie erwähnt einiges. Lange Zeit für 700.- Euro :(
    Aber der Hinweis von Dir ist wichtig und richtig, denn ich denke die Preise für die Kiste werden fallen. Ich schaue noch mal. Für viele war lange Zeit neben dem tollen Handling auch der niedrige Preis von Minidisc-Decks ein riesen Argument. Gerade seit der "Schlußphase" als "So NIE" alles versucht hat Minidisc doch noch zum digitalen Rekorder-Format No.1 zu machen, bewegen sich die Preise für Einstiegs-Minidisk-Decks zwischen und 199.- und 149.- Euro. Aber natürlich: spricht die Langelebigkeit gegen Minidisc. Das habe ich versucht auszuführen - im Handling superfein - aber mit sehr begrenzter Lebenserwartung und unsäglichen Reparaturmodi die faktisch die meisten Kunden zum Neukauf eines weiteren Minidiskrekorders zwingen.


    Zitat

    Soll der im Studio schlecht aussehen?


    Sorry, da wurde ich mißverstanden oder habe das nicht gut ausgedrückt...
    Auch der 570 ist toll. Dieselbe beeindruckende Optik und schwer zu verfehlende Tasten. Ich bezog mich auf schnelle, praktikable Anwendbarkeit, Proberaum oder Hifianlagen kompatible Optik inklusive großer Tasten für Tatterkreise wie mich und günstigen Preis. ich denke das ist nicht zuviel gefordert: denn viele Minidisc-Bausteine boten all diese Optionen.


    Zitat

    Als Hifi-Baustein wird sowas nicht so schnell kommen denke ich, welche "Consumer" braucht das denn schon? Der kauft sich eher so ne Media Box, die per WLAN/LAN am PC angebunden ist, oder gleich noch ne Festplatte drin hat.


    Ich bin da nicht so pessimistisch. Die Cardreader-Funktion wird im Consumerbereich schon nachweislich von dutzenden Bausteinen unterstützt (darunter nicht nur No-Names sondern auch viele namhafte Firmen), DVD-Player, Receiver, Kompaktanlagen etc. Schon seit ca. 2 Jahren tut sich da sehr viel. Ich hoffe somit wirklich noch auf einen Budget-Rekorder.
    I´ll keep you informed ;)

    Ja, völlig korrekte Ansätze. Sowohl von Corryn als auch HR!


    Das doofe ist nur, dass bislang kaum MP-3 oder SD- bzw. Flashcarten-aufnahmetaugliche Geräte jenseits der Lilliput-Größe existieren. Die wenigen besseren Geräte sind bislang gleich immens teurer.... und sind eher für Korrespondenten, Outdoor-Broadcast oder "Bootleg-Ersteller" konzipiert. Und integrieren sich auch optisch keinesfalls in Hifianlage oder meinetwegen Studio- oder Proberaum-Setups. Das Edirol R-09 und erstrecht die Superedlen Marantz und Fostex-"Card-Recorder" die ja noch früher erhältlich waren, sind sicher alle "rattenscharfe Rochen".


    Ich persönlich hoffe aber endlich auf einen "Card-Rekorder" im Hifi-Baustein-Format zum Consumerpreis im Sinne eines "Tapedecks" mit schönem großem beleuchtetem Display und guter Bedienbarkeit, analoger (Mikroeingang) wie digitaler Aufnahmemöglichkeit auf den Markt kommen. Solche Bausteine sind überfällig!


    Aber ihr habt recht, schon jetzt braucht streng genommen kein Schwein mehr Minidisk! Man muß nur leider gegenwärtig noch deutlich tiefer in die Geldbörse langen. Time will tell

    Ja, das ist so. Wie von uns hier immer wieder mal gepostet.


    Es ist seit vielen Jahren im Drumbau ein Wischi-Waschi-Begriff der oft nichts anderes bedeutet als "wir haben Resthölzer billig zusammengeklaubt und nun verbaut". Da haben wir hier schon viele Export-Threads zu der Wertigkeit dieser Angabe :)

    Minidisc ist super-praktisch im Handling und hat seit vielen Jahren eine gute bis sehr gute Soundqualität erreicht. Insbesondere für Bandproben-Aufnahmen das praktischste und unkompliziertes Medium was ich kenne. Unter anderem weil man mit einem Tastendruck (ok, 2) schlechte Takes löschen kann und wieder allen Restplatz der Disc ohne jegliche Einschränkung oder Wartezeit sofort zur Verfügung hat.


    Mancher wird sich womöglich mit Schrecken an die Markteinführung mit klangtechnisch schwacher erster Atrac-Generation Anfang der Neunziger erinnern, als die überhastet auf den Markt gebrachten Minidisc-Geräte, Verrisse bzw. Total-Verrisse in mehreren Hifi-Zeitschriften erlebten. Aber das ist Geschichte. Selbst viele günstige Consumer-Geräte unserer Tage klingen!


    Das große Manko ist die Langzeit- bzw. Betriebsstundenhaltbarkeit oder genauer: die Lebenserwartung der Lasereinheit!


    Über meine eigene vernichtende Erfahrung mit der Langlebigkeit von Minidiscrekordern (oder den horrenden Reparaturkosten des Auswechselns der Laser-Schreib-Leseinheit bzw. ihres Trägers die nicht selten über 100 Euro, meist weit! darüber liegt) will ich garnicht berichten.


    Ich liebe die Minidisc-Technologie in Sachen Handling und Kompaktheit über alles. Würde nur jedem, der auf Minidisc setzen will bzw. jetzt noch einsteigt, unbedingt zum Neukauf eines Gerätes und dem individuell zu vereinbarenden verlängern der Garantie (inklusive Fachkraft-Arbeitsstunden) raten. Dieser etwaige Mehrpreis macht Sinn!


    Ganz wichtig: die seit Jahren Ebay flutenden "So Nie"-Geräte, mit dem lapidaren Hinweis "Top-Zustand, kleiner Mangel, Gerät nimmt Minidisc nicht mehr an, bzw. wirft die Disc gleich wieder aus oder liest das TOC-Verzeichnis nicht mehr, sicher schnell zu reparieren" sind in überwiegender Mehrzahl absolute Schrottgeräte mit ebenjener irreparablen Lasereinheit, die nicht mehr auf ihre benötigte Leistung kommt. Diesen "Ebay-Geräten" ist mitnichten durch eine Säuberung des Einzugsschlittens oder der Lasereinheit beizukommen. Das wollen manche Verkäufer suggerieren. Nein, wie gesagt, das Problem ist der Exitus des Lasers!


    Und das Fatale... ein heute noch 100% funktionierendes Gerät (insbesondere die berühmten "nur 25 Betriebsstunden"... und im Hintergrund auf dem Ebay-Bild erahnt man schon einen Stapel mit 50 + X beschrifteten Minidiscs), kann morgen, bzw. wird womöglich spätestens übermorgen schon völlig hinüber sein.


    Warum auch immer weiß ich nicht... aber die CD-Player-typische Dejustierung oder das schrittweise Nachlassen der Laserleistung, was sich dort meist in höherer Fehlerrate oder springender CD wiederfindet... ist bei Minidisc kurioserweise sehr selten der Fall. Hier gibt es oft nur funktionieren oder Totalausfall! Und dieser Totalausfall tritt bei den Minidisc-Lasern bedauerlicherweise eher unerwartet früh, nach vergleichsweise wenigen Betriebsstunden auf.


    Die Lebenserwartung eines durchnittlichen Tapedecks (historisch immerhin das weitverbreitete Vorgängermedium ;)) ist wesentlich höher.


    Ein Schelm wer bei Ebay über Monate mal verfolgt wieviele Modelle mit 3-stelliger Produktgerätenummer sich von stets demselben Hersteller finden, die alle kurioserweise die Minidiscs nicht mehr lesen.


    Fazit:
    a.) Besser kein Gebrauchterwerb!
    b.) Bei Neukauf nicht um den Preis sondern um eine Garantieverlängerung feilschen und diese im Kaufvertrag schriftlich genaustens festhalten!


    Es ist ein offenes Geheimnis, dass es nur sehr wenige Hersteller der Minidisc-Technik gibt. Meines Wissens sogar nur Sony und Sharp, insofern beziehen alle (oder fast alle) anderen Anbieter ihre Minidisc-Laser von ....


    Warum man eine in Sachen Theorie und Handling so geniale Produktidee so "Kurzzeitbehaftet herstellen läßt" ist für mich ein ungelöstes Rätsel...


    edits: Schreibfehler ein Stück weit eliminiert