Beiträge von Drumstudio1

    Da hatte ich schneller Widerspruch erwartet . ;)


    Ich beziehe mich auch ausdrücklich NICHT auf die Qualität ihrer Produkte. Da gab es schon lange einige sehr passable Sachen.


    Aber nochmals: sie sind in den Köpfen aller! Drummer die ich kenne noch meilenweit von der Akzeptanz von Pearl, Tama, Sonor und Yamaha entfernt. Ob zurecht oder zu unrecht, da erlaube ich mir garkein Urteil - habe das auch nicht getan.


    Die Features dieser Sets alleine sind klasse - helfen aber nicht. Kaum ein Drummer kauft aufgrund nackter Zahlen oder Feature-Lists. Wir haben auch
    immer noch keinen einzigen Drummer hier gefunden, der aus Überzeugung eines jener Sets gekauft hätte. Das ist nicht repräsentativ - und doch spricht es Bände - wenn man den Prospekthype seit sehr langer Zeit beachtet. Da dürfte es kaum einen Drummer geben der nicht mit diesen Sets konfrontiert wurde.


    Wenn jemand wie PPC oder however diese Sets in Auftrag gibt oder quasi als einziger (oder als einiger von wenigen) mit festem Preis z.B. für 1299.- Euro als Shell-Set anbietet... gibt es eben zig tausend Drummer, die dann lieber etwas länger auf der Pirsch liegen und ein Auslaufmodell von Tama Starclassic Performer oder Pearl BLX (ich weiß die haben Birke), zur Not SMX oder sonst ein recht hochwertiges Marken-Drumset für nur wenig mehr erwirbt. Eben weil er da 100 % weiß was er bekommt und auch, dass er einen sehr soliden Wiederverkaufswert erhalten wird (ist nicht jedem wichtig - aber einigen).


    Wenn Dixon hier zu einem unumstößlichen Festpreis antritt mit Sets toller Produktfeatures, die offensichtlich zum besten/wertigsten gehören was Dixon je präsentiert hat, hätte ich 2-3 Dinge erwartet...


    1.) Coole Drummer, Endorser oder meinetwegen sonstige "Multiplikatoren" die aus Überzeugung diese Sets spielen um eben aufzuzeigen, dass es Dixon ernst meint und sich vom "Nimbus des No-Namers"unterer Preisklassen endgültig verabschiedet.


    2.) Einen Killer-Preis (der gegenwärtige Preis ist gut aber kein! Killer, eben da siehe oben viele von uns mit akribischer Suche von den großen Markenherstellen tolle oder je nach Suchausdauer sogar fantastische Sets finden können, die kaum mehr kosten).


    3.) Eine passable Vertriebslogistik... meine Antwort von Gewa sprach ja eher dafür, dass sie jetzt mit Dixon(-Sets) nichts mehr zu tun haben... umso wichtiger wäre jetzt, dass andere das professionell übernehmen.


    Das wundert mich immer wieder.... egal ob Cadeson, Peace, Dixon etc.
    Firmen mit tollem Potential und Hang zur deutlichen Produktverbesserung gehen einen Schritt weiter, gehen mit recht bemerkenswerten Produkten in die nächste Produktgeneration, aber regionale Shops oder nationale Vertriebspartner schätzen den REALEN GEGENWÄRTIGEN MARKTWERT falsch, respektive zu hoch ein. So tut sich keiner einen Gefallen - und die Produkte bleiben Nischenprodukte.


    Gerade für die Etablierung als echter Markenname für Top-Qualität (diesen Namen hat Dixon eindeutig noch nicht) wäre zunächst eine deutlichere Verbreitung jener Sets lebenswichtig. Wie gesagt, dass kann über Punkt 2 laufen - aber günstiger Preis, wie beschrieben macht es auch nicht alleine. Zumal man ja auch keinen Umkehreffekt will, dass Kunden womöglich denken, dass Ding taugt nix wenn es zu billig angeboten wird.


    Warten wir noch etwas ab.... entweder dümpeln die Sets weiter etwas im Schatten ihrer Möglichkeiten oder jemand nimmt bald die Sache beherzter in die Hand. Ich würde letzteres Dixon wünschen - eben da diese Sets sehr lecker und beeindruckend wirken... we will see. Aber nochmals: dieses Schicksal teilen seit Jahren mehrere recht respektable Drumhersteller aus Taiwan.


    Off-Topic:
    Und ganz konkret: hätte ich so ein Shell-Set für 999.- gesehen - ich hätte es blind gekauft. Die Entscheidungsfindung dagegen ist genau 4 Monate her. Das weiße Set mit der schwarzen Kesselhardware sieht nämlich rattenscharf aus.


    edits: üble Satzstellungsfehler beseitigt

    Ein junger Drummer brachte seine JJ neulich vorbei. Seine hatte eine super-Verarbeitung. Wirklich makellos! Wahrlich nicht die schlechteste Pearl-Snare unter der Sonne, da kann man von dem Maskentheater halten was man will.


    Er hatte sie entgegen meiner Empfehlung viel tiefer als seine reguläre 14" Holzsnare gestimmt. Der tiefe Sound gefiel mar zwar nicht sonderlich (da die Teppichansprache sehr "breiiig" und diffus wurde) aber da waren keinerlei dissonante Obertöne oder gar "Ping"-Geräusche obwohl er nichts gedämmt hatte.


    Die sind sicher bei mittler oder hoher Stimmung mehr oder weniger deutlich da... das wäre kesselkonstuktionsbedingt nicht anders zu erwarten... aber bei tiefer Stimmung offensichtlich nicht.


    Ich war offengestanden überrascht wie tief und düster in Sachen "Timbre" sie als 13" klingen kann. Aber nochmals: wenn ich ultra-tief stimmen will oder gar tief-fetten-Sound suche, würde ich keine 13" Snare kaufen.


    Insofern: wenn Du "entsprechend der Logik eines 13-Kessels" eher hoch stimmen willst und Dich Obertöne nerven, dann wie schon von Kollegen beschrieben, ein etwas obertonärmeres Fell kaufen oder das jetzige minimal abdämpfen (würde ich favorisieren, da null Zusatzkosten und das gegenwärtige Fell ja nicht schlecht ist) und dadurch nervende Obertöne begrenzen.

    Möglicherweise ist das auch Beleg dafür, dass trotz dem ganzen Werbeaufwand der letzten Monate, den immer wieder verschickten Prospekten und den mehrfach in Fachzeitschriften beiliegenden "Beigaben" die jene Dixon-Sets zigfach zeig(t)en...


    ... die potentiellen Käufer doch sehr zurückhaltend reagieren. Das Zeug also nicht in nennenswerter Stückzahl verkauft wird.


    Ich finde die optisch und auch in Anbetracht der gebotenen Produktfeatures aus der Ferne betrachtet eigentlich nicht übel. Ich kenne aber nicht einen Drummer, der eines erworben hätte. Und ganz ehrlich: so günstig diese Sets auf den 1. Blick scheinen - es ist nun mal ein No-Name Anbieter, und solange der dieses Image nicht abschütteln kann, oder namhafte Endorser auffährt und noch wichtiger: sich endlich preislich bei der magischen 1000 Euro-Grenze einpendelt (und nicht deutlich darüber, wie gegenwärtig), wird das mit den Verkaufszahlen sicher so bleiben.

    Schnellere Interaktion zwischen Schlag- und Resonanzfell. Diese Wirkung ist bei vielen verkürzten Toms für das geschulte Ohr hörbar... aber ganz schwer in Worten zu beschreiben.


    Ob man diesen Sound per se besser findet... ist eine andere Frage.


    In aller Regel gehen verkürzte Kessel auch mit einem (geringfügigen) Verlust des Bassanteils einher.

    Ein Drumschüler hat sie, da sie für ein begrenztes Budget eine Menge bietet und uns deutlich besser erschien als die meisten vergleichbaren Modelle der "unter 100 Euro-Klasse".


    Ich hatte sie mal in Augenschein genommen und getestet und der erste Eindruck war wirklich nicht übel (sowohl in Bezug auf die Laufeigenschaften, als auch die Einstelloptionen, kein "spiel" der Scharniere und Trittflächen)). Insbesondere nicht übel in Bezug auf den geringen Preis und die vielen Doppel-Pedale die ich in dieser Preisklasse kenne... wo der erste Eindruck meist sofort vernichtend ausfiel.


    Aber wir wissen alle: insbesondere bei den No-Name-Produkten muß man sehr skeptisch in Bezug auf die Langzeitlebenserwartung sein. Er hat das Doppelpedal erst ca. 5 Monate... da verbietet sich (noch) jede seriöse Aussage in Bezug auf die Langzeiterwartung. Andererseits bietet der Store ja eine üppige Garantiezeit. Auch das war ein Kriterium warum sich der Schüler gegen die vielen Fernost-No-Name-Hersteller-Angebote bei Ebay entschieden hat


    Seltsam war allerdings (und da schließt sich der Kreis zum No-Name-Fimen-Background), dass der Maschine damals nicht mal ein Faltblatt beilag. Der Schüler war also zunächst etwas überfordert mit den Einstelloptionen bzw. dem Aufbau.

    Zitat

    Ich habe das gerne mit mir machen lassen! Sei es die billige Bassdrum die ich eh nur zum üben benutze oder das schrottige teil vom Jugendclub in dem man gerade spielt.


    Ich habe das sicher ganz falsch verstanden... nutze es aber als Steilpaß
    für "gewisse Vorgänge" die ich von vielen Kultur-, Jugend- und Schulbereichen kenne.


    Um es klar zu stellen: wer unbedingt sein eigenes Zeug schrotten will, um Spaß zu haben - meinetwegen. Wie war das mit der Dekadenz der Bourgeoisie?


    Wer diese Kapriolen mit fremdem Eigentum oder Drum-Stuff, welcher zur allgemeinen Nutzung bereitgestellt wird anstellt - dessen agieren finde ich nicht so prickelnd. Denn was Person X als Schrott bezeichnet kann für Y durchaus noch einen Wert haben und musikalisch Spaß bringen.


    Das ist übrigens in einigen Jugendclubs, Kulturzentren und erst recht Schulen immer wieder Thema. Schüler wollen ein Drumset. Es wird eines angeschafft. Nicht toll (aufgrund knapper Budgets) aber wirklich brauchbar. Im Laufe der Zeit stellt sich Abnutzung ein. Sieht nicht mehr so toll aus. So what, denn es erfüllt nach wie vor seinen Zweck und bereitet Freude. Dann
    wird durch Abnutzung ein Tomhalter etwas wacklig. Nicht mehr so komfortabel zu spielen, aber man arrangiert sich. Eines Tages fühlt sich jemand bemüßigt 2 Stimmschrauben mitzunehmen, da er welche für sein Set zuhause braucht. Irgendwann ist dann das Schlagfell auch weg. Ein Reso mit Trommelstock durchbohrt. Dann mehren sich die Klagen: "wir sind hier Schüler zweiter Klasse! Der G...-zweig" hat ein viel besseres Drumset. Das Ding hier ist totaler Schrott". (Sorry: dies war ein REALES Beispiel einer regionalen Schule).


    Was ich immer traurig finde: Warum muß man Instrumente in mäßigem Zustand an denen andere noch Freude haben, zum Abschuß freigeben? Und wer nimmt sich selbst das Recht dazu heraus für andere zu entscheiden, was geschrottet werden darf?

    Das sind jene Show-Gimmicks die man sich wirklich für den Tag des nationalen oder gar internationalen Durchbruchs (inklusive Gratis-Unterstützung der Musikinstrumente-Industrie) aufheben kann.


    Natürlich tut das der Bassdrum nicht gut. Insbesondere wenn ihr Kessel dünnlagig(er) ist... also die Wandstärke!


    Ich erinnere diese "Faxen" (wenn auch unterhaltsam) z.B: von einer achtziger Jahre-Combo namens Headpins. Ich meine da sprang der Gitarrist im Sinne von "Einfallswinkel = Ausfallswinkel" vorne an die obere Stelle des Bassdrum-Spannreifs und ließ sich sofort wieder in Gegenrichtung "wegprallen"... die ganze Bude wackelte dementsprechend. Immer wieder im Verlaufe des Gigs. Mir tat der Drummer leid.


    Natürlich muß nichts passieren, aber das Risiko ist hoch und ich würde es meinen Bandkollegen strengstens untersagen. Wenn dann mal Jahre später Haarrisse oder sonstige Verluste auftauchen (oder entdeckt werden), ist Klettermaxe längst über alle Berge oder sagt "das stammt niemals von der kleinen Showeinlage damals im Jugendclub in Bad Salzdetfurth!"


    Wenn früher in der Drumindustrie mal "Versuche" ;) mit 3, 4 oder gar 5 Toms auf einer Bassdrum montiert, gemacht wurden, dann ist es von da noch ein weiter Weg bis zum Gewicht eines heranwachsenden oder gar erwachsenen Sängers.

    Gegenvorschlag: mal überlegen, wie man sich zur Abwechslung auch mal auf Kosten des Gitarristen beim nächsten Gig amüsieren kann! Da fiele mir ´ne Menge ein :D


    edit: Misspellings

    Thanks Dr.Doublekick.


    Das erste Finish (sollte es kein "Farb-Invertierungsfehler" sein :) erhebt den Anspruch, die grausamste Drumkessel-Optik die ich je gesehen habe zu bieten.


    Fürchterbar!

    Völlig korrekt Kollege Schneider!


    BLX drums hatten früher single-lugs.


    Auf das sehr alte Datum dieser Drums weisen noch 2-3 andere Besonderheiten hin:


    a.) die beiliegenden Tomhalter... die Pearl noch eine Weile für Concerttoms und manche, ausgewählte Sets mit regulären Toms verwendete, obwohl sie gegen Ende der Siebziger längst funktional schönere und bessere Halter für reguläre Toms hatten...


    Natürlich könnte der Verkäufer die auch völlig unabhängig von seinem Set gekauft haben (aber unwahrscheinlich, siehe unten). Für Hardcorefans wichtig: die sieht man heutzutage nur noch sehr selten!


    b.) die ungewöhnliche Pearl-Bassdrumrosette mit nur einem "Loch". Herrlich... dieses Pearl-Kuriosum sieht man auf dem Gebrauchtmarkt heutzutage super-selten! Gab es so einige Jahre bei Pearl - bei manchen Sets. Das Auftreten (wie gesagt bei einzelnen Setkonfigurationen - KEINESFALLS über ganze Serien hinweg) erinnere ich zwischen 1978 - 1983 (letztmalig).


    Und just diese Pearl untypische "Ein-Loch-Bassdrumrosette" wurde mit den altbackenen Tomhaltern angeboten - inklusive einer speziellen Multiklammmer.... und EINEM Mittelrohr... da ja diese Tomhalter streng genommen 2-Loch-Bassdrumrosetten voraussetzen, also spezielle Hardware benötigten um sie an einem Loch zu montieren. Herrlich kompliziert die Pearl-Historie!


    Also hat er die Tomhalter nicht einzeln erworben sondern die waren beim Set dabei!


    Historisch kurioses Set... der Verkäufer (sofern er Erstbesitzer ist) könnte bestimmt viel interessantes berichten...


    Vielen Dank für´s posten... da kommen ganz uralte Erinnerungen.

    Zitat

    Ich spiele Force 3000 und das Artstar 1 und ich merke zu gleichkategorischen Ahornsets nicht DEN wesentlichen Unterschied. Sind beides Birke und für Rocksachen auch mit tiefen Wumston mehr als geeignet.


    Holla, danke für die Steilvorlage. ;)


    Sollte Dein Force 3000 wirklich die Birkenversion sein, wird es interessant.


    Zwischen dem Force 3000 (Birke) und dem Tama Artstar 1 (Mischkessel: Birke + Cordia) bestehen klangtechnisch Welten! Die hatte ich jahrelang parallel im Proberaum. Zig Drummer und Bandmitglieder konnten stets sofort den "überragenderen" Sound identifizieren: Artstar 1. Was mich immens ärgerte, da mein Sonor 3000 das neuere, hinzugekaufte war.


    Womit keinesfalls gesagt wird, dass das Force 3000 schlecht klingt. Keineswegs!!!


    Es ist ganz selten, dass sich Sets soo gravierend soundtechnisch unterscheiden. Der Unterschied war sogar durch geschlossene Türen noch meterweit auszumachen. Die Unterschiede sind schon konstruktionstechnisch mannigfaltig: anderes Holz, Tama Birke/Cordia vs. Birke Force 3000, völlig andere Gratung, Tama runder - Sonor Spitzer, andere Kesseldicke, von Kesselhardware und Tommounts ganz zu schweigen etc.


    Ich persönlich vermutete sehr stark, dass es garnicht unbedingt an den 2 Cordialagen liegt, sondern vielmehr an der Kombination der völlig anderen Kesselkonstruktionsmerkmale - und vielleicht mehr: einer ganz anderen Birkenholzart... bei Sonor war es skandinavische Birke...


    Fazit: Beide Serien sind so unterschiedlich im Sound, dass man garnicht erst ein Ahornset im Vergleich heranziehen muß, um auf einen sehr großen Soundunterschied zu treffen :).


    Edit: Rechtschreibfehler suck

    Off-topic:


    Vintage was treibst Du so?
    Warum ist bei dieser Kapelle kein Foto eines Drummers? Bist Du kein Drummer mehr - oder hast Du außer der Website mit denen nix zu tun?


    Sorry für Off-Topic... aber ich denke auch andere haben das Verschwinden/Abtauchen des oft sehr geschätzten aber manchmal etwas kantigen ;) Kollegen bemerkt... oder genauergesagt Vintage vermißt!!!

    Super-Statements ndm! Das bringt es auf den Punkt.


    Dem Platinkäufer will ich keinesfalls seine Zufriedenheit nehmen ;). Im Gegenteil, ich bin positiv überrauscht bzw. erstaunt, dass jemand soo zufrieden ist - warte aber lieber noch mal 1-2 Jahre Nutzung ab ;)


    Zitat

    Ich würde es auch nicht zu dem Ebayschrott zählen,zumal auch seriöse Händler wie Music-Town oder MSA Platindrums im Angebot haben.


    Nur dieses Argument ist nicht so prall (auch völlig unabhängig von den Produkten der Firma Platin oder den genannten seriösen Händlern):


    1.) Findet sich sehr viel "Ebayschrott" bei genauem Hinsehen durchaus oftmals auch bei diversen Händlern (da ist auch mancher nicht per se unseriös) in deren lokalen Shops. Außerdem ist verwirrenderweise manchmal das Label des Produktes anders. Ein anderer Name an den Drums bedeutet aber schon lange nicht mehr automatisch, das Vorliegen eines anderes Produktes. So vermuten manchmal Drummer bei Ebay unseriöses und winken ab, während sie ein identisches! (mieses) Produkt mit anderem Brandlabel im Shop vor Ort in die engere Auswahl nehmen - oder gar kaufen.


    2.) Entscheidet leider auch bei einigen seriösen Shops nicht nur die Qualität oder die Produkt-Langlebigkeit über das Aufnehmen eines Produktes ins Sortiment.... sondern immer stärker die Gewinnmarge und noch 2-3 andere "Parameter".


    Da sind auch nicht nur die Händler "schuld (von Schuld kann man da ohnehin nicht reden) sondern die auf Konsumentenseite weit verbreitete Haltung im Sinne von "Geiz ist geil" oder "aber es geht sicher noch etwas günstiger.... oder?" Auf dieses Käuferverhalten (ob man es schätzt oder nicht) müssen viele Shops reagieren. Gerade auch aufgrund der massiven Konkurrenzsituation vieler Musikshops untereinander. Da will kaum einer die vielen "real existierenden" Kunden der Low-Entry-Klasse an einen Konkurrenten verlieren.


    3.) Viele Händler (gerade bei Fernostware) kaufen immense Stückzahlen ein (eben weil dann die Einkaufskonditionen noch günstiger sind). Diese Sets müssen natürlich auch "rausgehauen" werden, da sie sehr schnell an Wert verlieren. Im wettbewerbstechnisch extrem-hart umkämpften No-Name-Low-Budget-Sektor werden eigentlich im Jahrestakt mehr Produktfeatures zum selben, oder gar günstigeren Preis angeboten.


    Wenn ein Lager noch voll mit den Produkten ist, wird es einem Verkäufer vor Ort nicht leicht gemacht zu sagen: "hmmm, eigentlich wirst Du mit diesem Produkt selbst zu dem niedrigen Preis nicht wirklich lange Freude haben, ich würde eher zu etwas anderem raten".


    edit: Rechtschreib-Fehlerteufel

    Es gibt noch eine narrensichere Methode, die ich in in ganz jungen Jahren mal ausheckte und die ich heute noch schätze :P.


    Damit ist sehr viel machbar:
    a.) wenn man Resofell gut stimmen kann und dieses garnicht dämpfen will sondern schöne "Tieffrequenz mitresonieren lassen will", also nur das Schlagfell dämmen will


    b.) Umgekehrt: Schlagfell nicht dämpfen, Kissen nur minimal am Resofell anliegend


    c.) Wie in der schematischen (miesen) Zeichnung zu sehen: wenn man beide Felle dämmen will, also ein Kissenende am Schlagfell anliegt, das andere am Resofell.


    Voraussetzung ist natürlich ein für die angestrebte Methode passendes Kissen. Ansonsten braucht man nur einen passenden Schraubenzieher und etwas Paketschnur.


    1.) Man löst eine Schraube für ein unten/seitlich befindliches Stimmböckchen und bringt einen Knoten der Paketschnur daran an.
    2.) Nun Schraube wieder festziehen.
    3.) Man zieht nun die Schnur über das Kissen bis zu einer weiteren Schraube des gegenüberliegenden Stimmböckchens. Man zieht die Schnur so stramm, dass das Kissen fixiert ist und macht einen Knoten um die Schraube. Dafür braucht es etwas Geschick. Man zieht die Schraube wieder richtig fest.


    Somit ist nun eine Schnur von einer Stimmböckchenschraube zur einer weiteren gespannt, die das Kissen quasi "festkeilt". Da uns eine Schnur in Sachen Stabilität der Kissenpostition nicht reicht, machen wir dasselbe mit 2 weiteren Stimmböckchenschrauben. Man kann nun noch etwas "rumziehen" und bestimmen wieviel vom Kissen am Fell anliegen soll (also damit festlegen, ob man eine starke Dämmung will oder nur wenig).


    2 Schnüre insgesamt reichen (also insgesamt 4 Schrauben die jeweils ein Paketschnur-Ende fixieren), um ein Kissen jahrelang! ohne Trouble oder Wartung in Position zu halten. Je nach Kissengröße kann man auch nur die "Ohren" des Kissens rausquellen lassen, so dass sie gerade so am Reso- oder Schlagfell anliegen - also nicht zuviel gedämmt wird. Aber auch massivere Dämpfungsflächen sind mit diesem System komfortabel justierbar.


    Im Prinzip sieht es dann so aus:

    Scarlet, Buddie ick´glaube Dir!
    Ehrlich ;)


    Zitat


    1) An meiner (ca. 10 Jahre alten) SIB Halterung (die übrigens super funktioniert) nix aber auch wirklich gar nix aus Gummi ist (und das Teil neben der Tasse vom Matz auch nicht beigelegt war)


    Genau das habe ich auch beschrieben. Es gibt mehrere Produktphasen der Sib Halter. An meinen ersten aus dem "Mittelalter" war nix von Gummi zu sehen und bei mir wirkten sie trotzdem. Aber wahrscheinlich haben wir genau aufgrund der verschiedenen Produktphasen manches Mißverständnis hier. Denn sicher hat früher mancher die These vertreten "May ist besser, weil gummigelagert". Ein "Argument", welches in den letzten Jahren (wie Scarlet zu recht mehrfach beteuert, längst nicht mehr gültig ist.


    Es mag auch sein, das mit der ersten Generation manche Probleme hatten -ich nicht - und offensichtlich Tommler auch nicht. Aber es wird einen Grund gegeben haben, dass man das Produkt verändert hat. Denn: die modernere Variante (z.B. Scarlets Photo) hat ganz offensichtlich! Gummi.


    Aber es spricht eben auch garnix gegen Eigenkonstruktionen so wie Rustys "Objekt". Klasse Idee übrigens! Ich sehe keinen Grund warum das nicht funktionieren sollte. Zur Not legt man eine weitere Lage Spüllappen oder ein Stück Moosgummi unter.


    Noch etwas Öl ins Feuer: gerade mit der Bass habe ich schon die absurdesten Dinge getan: diverse Mikrofone mit gebogenem Blech direkt an 2 Stimmschrauben montiert, es wackelt etwas, aber null Nebengeräusche. Mikrofon ohne Gummi oder sonstige Isolierung mit Mikrohalter über Tama Multiklammer am Mittelrohr der Tomhalterung montiert. Null Problem. Vieles geht problemlos... nicht aus "Voodoo-Gründen", sondern weil wie erwähnt, viele dynamische Mikros (freilich, nicht alle) eher gutmütig mit am Gehäuse auftretenden Schwingungen umgehen.


    Off-Topic: Andererseits hatte ich mehrfach Probleme wenn ich Mikros direkt an Racks montierte. Insbesondere das Sennheiser 609 mit "seiner Gummiklemme" :) ist da ein perfider "Klapperstorch" bei hohen Frequenzen, wie sie gerade am Rack durch schwingende Cymbals entstehen und über die Stahlrohre meterweit weitergereicht werden und
    sich manchesmal bis auf die Mikrokapsel übertragen - insbesondere beim 609.


    Insofern sollte kein Zweifel entstehen: Je nach Mikrofontyp, Halterung, Tuning und Trommeldurchmesser! (führt hier zu weit, aber die Frequenzrange des Tunings ist auch bedeutsam) und Schlagintensität können Schwingungsübertragungen am Drumset zum Problem werden. Aber es gibt wirklich soviele Möglichkeiten das in den Griff zu bekommen - auch ohne Nobelpreis in Atomphysik - auch ohne May!

    Zitat

    Warum spielt man schwarze statt durchsichtigen BD - Resos? Warum spielt man Coated statt durchsichtig (ok, hier gibt's Soundunterschied)? Die schwarzen werden nur nen Farbstoff bei dem Kunststoffmix beigesetzt bekommen haben. Ergo ergibt sich für mich, dass da kein anderer Sound oder Rebound wie bei einem clear herrschen sollte.
    Außerdem sehe ich immer gerne die Titten der Weiber in der Ersten Reihe - ich brauche Sichtfenster


    Das Oberweiten-Thema lasse ich mal ausgeklammert.


    Mein Eindruck der Ebonys war immer das sie minimal obertonärmer klingen als die Clear-Variante. Ich hatte 10 years ago mal alle Schlagfelle die vorher mit Ambassador clear ausgestattet waren mit den Remo-Ebony "befellt".


    Witzigerweise lese ich gerade im alten Thread: da schreibt Chester irgendwas von "dunkler oder matter". Meinte er es ironisch?


    Ich könnte aber wetten damals wirklich einen Unterschied gehört zu haben. Allerdings war es ein marginaler Unterschied den man dann auch noch völlig überteuert bezahlt. Und ob man etwas weniger Obertöne besser oder schlechter findet...

    Die 600 ist verarbeitungstechnisch über jeden Zweifel erhaben. Aber leider für rockorientierte Drummer NICHT uneingeschränkt geeignet :)


    Beim Galgenbeckenstand wandert der Stand bei mir bei jedem Schlag zur Seite bzw. nach hinten.


    Keine Pauschal Kritik- sondern nur ein Abraten für körperorientierte Drummer.