Tolle, fantastische Arbeit!!!!!
Das Teil sieht in diesem Farbton fast schon nach einem Edel-Set aus.
Tolle, fantastische Arbeit!!!!!
Das Teil sieht in diesem Farbton fast schon nach einem Edel-Set aus.
edit sorry
Schwierig...
Ich hatte vor der Pappel-Umstellung parallel 2 x Pearl Exports mit Phillipine Mahagony des Produkt-Jahres 2001. Diese konnte ich vor dem Verkauf direkt mit EX- und ELX-Pappelsets vergleichen.
Fazit: die 2001 Phillipine Mahgony Sets klangen in meinen Ohren keinesfalls! besser. Das EX- und ELX-Pappel insbesondere beim 10" Tom irgendwie resonanter, definierter bzw. etwas "schöner".
Auffallend war bei allen Pappelsets (den ersten von mir als auch diversen späteren sowie denen von Kollegen und Schülern), dass die Kesselverarbeitung deutlich besser war, als bei meinen 2 EX Sets von 2001 aus Philippine Mahagony. Ein Zustand der offensichtlich anhält: Seit der Pappelumstellung habe ich 8 - 10 EX und ELX Sets aufgebaut und genaustens inspiziert
Die Verarbeitung war bei allen gut-passabel bis sehr gut. Kein einziger negativ-Ausreißer.
Jetzt wird es komplizierter: vor meinem 2001 EX-Jahrgang habe ich mehrere Jahre ältere EX-Sets gesehen, wo die Kessel innen wesentlich besser verarbeitet waren... als z.B. jene der Jahre 2000/2001. Es wirkte als wären da ganz andere Hölzer und/oder "Bearbeitungs-" oder Feinschliff-Schritte" angewendet worden... und doch war die Bezeichnung "Phillipine Mahagony". Und auch ich erinnere mich wie Hammu an tieffrequente Bass-Gewalt bei einzelnen Kumpels die EX-Sets aus manchem neunziger Jahrgang hatten. Aber nochmals: so klangen die 2000/2001 Jahrgänge nicht... und sie waren auch völlig anders in Sachen Verarbeitung.
Fazit: Es hilft uns alles nicht wirklich weiter, da es im Rahmen der EX-Geschichte so viele Varianten gab (auch gravierende Unterschiede in der Kessel VER- und BEARBEITUNG), selbst wenn in den Produktblättern oftmals auch "Philippine Mahagony" angegeben war.
Es gab wirklich nicht immer nur Export-Upgrades sondern mehrere Serien-Phasen, wo einzelne Setbestandteile downgraded wurden.
Ganz zu Schweigen von speziellen EX- oder Pro-Versionen wo auch mal einzelne Birken-Lagen verbaut wurden um das Niveau anzuheben. Die lassen wir außen vor sonst drehen wir alle ab.
Neben der gegenwärtig sehr hohen Kesselverarbeitungsqualität ist auch der gegenwärtige Stand der Export-Hardware (Pedale + Stands) ohne jeden Zweifel der höchste den Pearl je in dieser Preisklasse mitgeliefert hat... und wird bislang auch von keinem Mitbewerber in dieser Preisklasse erreicht. Tama und Yamaha sind allerdings dicht ´dran
Das kann natürlich in einem Jahr schon wieder obsolet sein.
Streng genommen hoffte ich schon letzte Jahr, dass sich Pearl beim Export zu einem Birke oder schlimmstenfalls Birke-Pappel oder Birke-Linde-Mischkessel durchringt, um Tama im Superstar-Segment klanglich Paroli zu bieten. Letztes Jahr war nix... mal sehen was die diesjährige Namm bringt... vielleicht immer noch keine Änderung.
Ich finde Pappel klanglich bei dem Preis völlig ok, bzw. gut. Aber Fakt ist natürlich, das Birke deutlich definierter klingt und vor allen Dingen mehr tiefharmonischen Druck macht und einfach wertiger klingt. Und da was ich denke völlig unbedeutend ist... die Konkurrenzfirmen bieten ja schon Birke in dieser Preisklasse... da sollte Pearl mitziehen.
edit... Buchstabendreher raus!
Edit.... offensichtlich stimmt mit diesem Thread was nicht... oder wie auch immer
Edit!
ZitatDas was mich (zumindest beim M300) stutzen lässt ist das verwendete "Chinese Maple" Holz. Dass hinter solchen länderspeziellen Maplevarianten selten tatsächlich Ahorn steckt, weiß man spätestens nach dem "Brazilian Maple" von RMV wobei das tatsächlich verdammt geil klingt. Der offensichtliche Konkurrent Basix Custom bietet immerhin Birke für praktisch denselben Preis. Ohne direkten Vergleich zwischen den beiden Sets wäre im mit der Kaufentscheidung vorsichtig.
Das bringt es auf den Punkt.
Ich hoffe "Chinese Maple" ist kein Wischiwaschi-Überbegriff wie früher (oder ab und zu noch heute) Philippine Mahagony.
Andererseits hatte ich mal die Info erhalten, dass es tatsächlich in China Bäume gibt ;), die als "Chinese Maple" bezeichnet werden und auch als solche in der Industrie angeboten bzw. verarbeitet werden.
Wie ähnlich äußerlich die "chinesische Blütenpracht" der nordamerikanischen oder kanadischen Ahorn-Referenz ist, weiß ich nicht (bin kein Botaniker).
Was aber kolportiert wird, dass Chinese Maple-Holz nicht nur WESENTLICH!!! billiger im Einkauf ist, sondern gerade im Bereich der Fertigung/Verarbeitung andere Materialeigenschaften als die US- und Kanada-Hölzer hat. Das würde eigentlich nur den Schluß zulassen, dass auch der Sound allerhöchstwahrscheinlich
ein ganz anderer ist. Sonst wären viele andere Firmen ja längst auf die Idee gekommen statt teurer Fremdimporte darauf zurückzugreifen.
Trotzdem erscheinen diese Sets in dieser Preisklasse interessant... und mich würde ein Vergleich mit Basix Custom und 2-3 anderen Mitbewerben derselben Preisklasse höllisch interessieren.
Super-tolle Erklärung, gerade weil sie fundiert und verständlich aufzeigt, dass es auch bei Gratungen individuelle Vorlieben geben kann und darf! ![]()
Ich glaube sagen zu können, dass sich hier im Forum viele sehr freuen, Dich dabei zu haben Lunarsnare.
Ich freue mich jedenfalls riesig!
Gut, habe ich verstanden ![]()
Aber es ändert ja nix - der Begriff suggeriert wirklich einen Drummer härterer Gangart und keinen sensiblen Warmduscher ![]()
In jedem Falle viel Glück für den Umtausch. Es tut logischerweise jedem heftig weh, wenn ein teures Cymbal reißt. Unschön, aber das kann mal passieren.
Das ausgerechnet 17" bei diesem Cymbal-Typen häufiger reißen als z.B. 16" kann ich mir nicht so recht vorstellen. Ich denke da fehlen uns alle relevante Vergleichszahlen. Es wäre auch nur dann zu erklären, wenn in Sachen Oberflächenspannung oder sonstiger Material-Parameter ausgerechnet bei diesem Durchmesser ein relevanter Unterschied zu den anderen Größen der gleichen Serie bestehen würde - halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.
Ist es nicht vielleicht möglich, dass Du das 17" häufiger einsetzt oder stärker/öfter beanspruchst?
In jedem Falle auch Dein 16" kritisch im Auge behalten - und für jene die es noch nicht wissen (Du weißt es sicher): generell Crash-Cymbals ganz frei und ungehemmt Ausschwingen lassen und keinesfalls die Flügelschraube oder sonstige Fixierungsteile über dem Cymbal zu fest andrehen.
ZitatAlso von härtere Musik kann bei mir absolut nicht die rede sein - Akustik Quartet
Dann führt sicher der Bandname "Rockprolet" nur in die Irre.
Kleiner Tip: wenn künftig noch weitere Becken reißen und der Kulanzfall bemüht werden soll, würde ich wirklich eher das Akustik-Quartett im Briefkopf bemühen... und nicht als Adressat "Rockprolet". Denn da drängt sich so rein zufällig oder "wirr-assoziativ"
schon eher eine heftigere schlagtechnische Gangart auf.
Sorry... das ist sehr schwer zu beantworten. Viele Drummer haben hier im Laufe ihres Lebens schon dutzende verschiedene Pearl Export-Drums gehört. Aber es gab so viele! Produktvarianten des Exports im Laufe der Jahre, andere Holzsorten etc. etc. das die Ferndiagnose schwer ist.
Offengestanden befürchte ich auch das Dir die "Fachbegriffe" gegenwärtig nicht wirklich weiterhelfen.
Ganz banaler Tip: im sozialen Umfeld unter Freunden oder Schulkollegen mal fragen, ob es einen erfahreneren Drummer (mit reichlich Stimmerfahrung) gibt, der sich die Bassdrum mal anhört und versucht klanglich das Maximum rauszuholen. Vielleicht sogar im besten Fall in Deiner Anwesenheit ein paar Tips zum Stimmen und/oder der Dämpfung der Bassdrum gibt.
Oder: selbst mal alle Spannschrauben des Schlagfells völlig lockern. Und dann nur soweit anziehen, bis die Falten des Fells gerade so verschwinden. Nun sollte sie (vorausgesetzt das Fell ist noch annähernd in Ordnung) sehr tief klingen.
Will heißen: selbst wenn das Holz minderwertig aussieht, wäre es durchaus denkbar, dass mit einem sehr laschen tuning (also die Schrauben sind nur wenige Gewindegänge "angezogen") des Fells ein deutlich! tieferer Sound als gegenwärtig machbar ist. Ob Dir das dann gefällt ist eine andere Frage. Manche Drummer (auch ich) lieben die Bassdrum sehr! low im tuning.
Aber nochmals das Schlagfell (also dort wo der Fußmaschinenschlegel auftrifft) sollte noch annähernd in Ordnung sein. Sonst kann man auch mit solidem Stimmen keinen wirklich besseren Sound rausholen.
Viel Erfolg!
Sorry für den "Dieter"... ich fand das paßt ![]()
Back to topic
Dieter (bitte die anderen User folgenden Abschnitt Überspringen, ist sicher eher off-Topic)
Bitte darüber nochmal nachdenken, dass es sich in Deiner Argumentation nicht unbedingt um einen Widerspruch handelt, sondern ein recht radikales AUSBLENDEN! einer ganz anderen Erklärungsmöglichkeit bzw. eines anderen, realen Motivs handelt:
Was in vielen Fällen Realität ist: Firmen haben Termin-Druck, oder Messe-Neuheiten sind nach Abschluß der Prototypenphase, soeben in Serie gegangen. Die Zeit brennt. Die ersten Chargen kommen vom Werk an den VERTRIEB. Es werden Produkte aus den laufenden Chargen an die Testmagazine ohne Inspizierung oder gar Vermessen weitergereicht. Das gibt es durchaus. Eben weil das Qualitätsmanagement und die Endkontrolle im Werk so gut ist.
In Deinem als absolut-gültig formulierten Denkansatz finden sich nur und ausschließlich diese Erklärungsmodelle:
a.) Dilletanten
oder
b.) es findet keine Vorselektion statt, bei den Firmen, die wissen, sie
können nicht besser produzieren, als jenen Murks den sie produzieren.
Deine Modelle verstehe ich inhaltlich wohl, das mag es auch geben. Aber nochmals das ist so pauschal und in vielen Fällen (sorry) FALSCH und nicht in Kongruenz mit der Realität in den Firmen und Vertrieben.
Nebenbei bemerkt: das Vermessen jeden einzelnen Kessels macht sowieso kaum einer. Jetzt könnte man sagen "aber das merken die doch beim Felle-Aufziehen". Das würde wieder Voraussetzen, das ein drumkundiger Vertriebsmitarbeiter selbst für ein Testset die Felle per Hand aufgezogen bzw. jedes einzelne Fell und den Kessel überprüft. Freunde, das ist in vielen Fällen absolut realitätsfern. Natürlich haben viele große Vertriebe Productmanager (und diese auch wieder mal Freaks die das auch für sie gerne machen) aber längst nicht alle Firmen sind personell so üppig ausgestattet.
Nochmals, diese Vorselektion und/oder das Aussieben irgendwelcher toleranzbehafteter Produkte findet statt - ABER LÄNGST NICHT VON ALLEN FIRMEN ODER BEI ALLEN PRODUKTEN. Das ist Science-Fiction wenn das hier generalisiert unterstellt - oder gar GEFORDERT wird (damit die Welt weniger Dilletanten hat oder mehr Faker).
Wenn jetzt noch jemand kommt der sagt: "ich sehe aber auch bei Musikmessen, da poliert der Maurice immer die Drumsets seines Vaters nach, wenn ein Wurschtfinger der Messebesucher einen Schweiß-Fett-Streifen gezogen hat. Das ist doch Beleg dafür, dass die alles tun, damit ihr Produkt toll und wie geleckt aussieht."
Auch hier wird wieder ein großer Fehler gemacht: wir sind nicht alle Söhne von Drumfirmenbesitzern. Unsere Motivlage Dieter (unsere sowieso... hahaha) unterscheidet sich immens voneinander. Nur weil ein Firmensohn die Güte des Familiengeistes hochhält bedeutet dies nicht, dass jeder Mitarbeiter oder gar ein 3000 Meilen entfernter Vertriebsmitarbeiter genauso agiert. Vielleicht schickt er Testmuster nur in Personalunion zum Magazin? Vielleicht liest er nicht mal die reviews? Vielleicht überschätzen wir hier alle die Wirkung von reviews? Das waren eher negativistische Erklärungsansätze.
Oder nochmals positiver: Vielleicht ist das Qualitätsmanagement der Firma sehr gut (bzw. Ausschuß nach der Endkontrolle annähernd null) so das man das geringe Restrisiko eingehen kann, aus laufender Charge an das Magazin zu schicken.
Zur Macht der Anzeigenkunden will und darf ich mich hier leider nicht differenzierter äußern. Nur soviel, natürlich gibt es da auch Begehrlichkeiten und gewisse "ich kratze einem Anzeigenkunden ungern ein Auge aus-Haltungen" aber auch hier hast Du leider nur pauschalisiert - branchenübegreifend allgemeingültige Spielregeln - skizziert bzw. setzt sie voraus. Schade.
Super Joerg!
Danke, da sieht man genau diese runde Verdickung (die ich als Sticker interpretierte... hahaha).
Ja, natürlich kann die Schrauben im innern der Bassdrum sehen. Jemand hat ja das Teil Werk montiert bzw. montieren müssen.
Nur ein oberflächlicher Hinweis bzw. ein "Gedächtnisprotokoll" ;):
1.) Die B/B Bassdrums haben kein durchgebohrtes Mittelloch mehr, da das Mittelrohr des Tomhalters in sich ausziehbar ist. Also es garnicht mehr in der Bassdrum versenkt werden muß/kann.
2.) Die neue B/B-Rosette (die faktisch die uralte Performer und Rockstar-Rosette ist) ist mit 4 Schrauben am Kessel befestigt.
Wenn man von oben in die BD-Rosette schaut (sorry für die Formulierung) sieht man nicht die Lackierung sondern ein schwarzes, rundes Ding... Ich komme jetzt nicht mehr ´dran. Aber so habe ich es in Erinnerung.
Ich denke es ist ein Gummi oder Plastik-Sticker, der verhindern soll, dass ein Drummer im Eifer des Gefechts das Tomhaltermittelrohr zu heftig auf die Bassdrum montiert. Also quasi ein simpler Puffer vor Beschädigung. Von der Logik der Fertigung her, müßte (wenn es denn ein Sticker ist) nach der Lackierung angebracht worden sein. Er müßte dann nach dem Entfernen die Lackierung wieder "freigeben".
Alles ohne Gewähr. Wie gesagt es ist alles millimetergenau am Rack montiert, ich kann und will nicht mehr Nachschauen.
ZitatDie Aussage, dass man so einen "gravierenden Fehler" gar nicht verschweigen kann, ist meiner Meinung nach hinfällig. Von den Lesern hätte es kein Schwein gemerkt,
Ja, auch die meisten Endkunden (späteren Besitzer) würden das nicht bemerken.
ZitatAber wer nur einigermaßen seine Sinne beieinander hat, wird als Hersteller bei einer Teststellung peinlich darauf achten, dass es möglichst wenig zu kritisieren gibt. (Ich weiss, wovon ich rede, ich bin in der PR-Branche)
Wer das nicht tut, ist IMHO entweder ein Marketing-Dilletant oder er kann das Produkt ganz einfach nicht besser herstellen.
Ihr könnt euch also aussuchen, welche dieser beiden Schlussfolgerungen ihr ziehen möchtet...
Das machen viele aber wie gesagt, nicht Alle! Das hat auch mit Dilletantismus nix zu tun sondern eher mit der Qualität der Endkontrolle im Fertigungswerk!
Leider geht in diesem Thread sehr viel durcheinander. Was immer wieder durcheinandergerät, dass in aller Regel eben NICHT die Hersteller die Muster stellen sondern die Vertriebe (Customizing Firmen aus Übersee sind da die Ausnahme der Regel, insbesondere wenn sie noch keinen Vertrieb haben).
Was wie Haarspalterei wirken mag - ist faktisch ein riesen Unterschied. Natürlich kann Ware die vom Hersteller an den Vertrieb geht, auch noch mal vom Vertrieb gecheckt, oder gar vorselektiert bzw. nachbearbeitet werden, und dann erst an die Magazine übergeben werden.
Aber mir sind persönlich viele Fälle bekannt, wo der Hersteller garnicht weiß, wann ein Test ansteht (eben weil das länderspezifisch autark von den jeweiligen Inlandsvertrieben organsiert wird) und die Vertriebe das Produkt aus der laufenden Charge an die Redaktionen schicken. Teilweise aus logistischen Gründen (Ablauf der Redaktions-deadline) auch ultra-fast (bis gestern) schicken müssen!
Also exakt das Material was in den Verkauf kommt. Und da es bekanntermaßen oftmals auch in der Musikinstrumenteindustrie in Sachen Lieferlogistik "sehr tight"
um nicht zu sagen "stressig" zugeht, ist erklärbar, warum manchmal einfach Karton 1 aus der Palette genommen wird und SOFORT per UPS nach Köln zu Sticks oder sonstwohin geschickt wird.
Nochmals das gibt es - und garnicht so selten. Und das ist für Firmen die in Sachen Qualitätsmanagement in den laufenden Produktionsschritten genauso wie in de ENDKONTROLLE (damit ist wiederum NICHT der Vertrieb gemeint, sondern das Fertigungswerk) viel investieren, auch KEIN Dilletantismus sondern eher logische Konsquenz.
ZitatWer das nicht tut, ist IMHO entweder ein Marketing-Dilletant oder er kann das Produkt ganz einfach nicht besser herstellen.
Nochmals, in manchen Fällen ist genau das Gegenteil der Fall. Man weiß um die hohe Qualität in Fertigung und Endkontrolle (im Werk) für die regulären Chargen und "erlaubt sich eben" aus regulären Chargen unselektierte Testmuster weiterzureichen.
Ich befürchte hier im Thread laufen u.a. fatale, "logische Denkfehler" ab.
Viele beklagen sich seit Jahren, diverse Testmagazine würden zuviel Schönreden, bzw. ihr realer Informationsgehalt wäre den Verkaufspreis nicht wert. Ganz nüchtern betrachtet haben wir (sollte das Review so stimmen, wie kolportiert, wie gesagt ich kenne es nicht) im Falle des Acryl-Sets mal einen EINDEUTIGEN GEGENBEWEIß. Statt das zur Kenntnis zu nehmen oder meinetwegen zu diskutieren, dass offensichtlich doch einzelne Redakteure sich um ein gewisses Maß an Testfairnis bemühen, wird dieses Statement in Frage gestellt (von einzelnen auch die Firma die das Produkt lieferte) oder WAS NOCH SCHLIMMER IST: der Stop des Dilletantismus gefordert: was nichts anderes in Richtung der Vertriebe bedeutet: "belügt mich in Zukunft mehr, ich will von den möglicherweise realen Zuständen oder auch mal vorkommenden Montagsproduktionen garnichts wissen. Ich will das ihr Testobjekte vom Vertrieb handselektiert, und alle etwaigen Mängel kaschiert, auch wenn das in der Folge bedeutet, dass ein Testmuster nichts mehr mit dem Produkt was der Endkunde kauft zu tun hat".
Nochmals: nicht alle Firmen selektieren vor oder faken gar und Personen (egal aus welcher Branche) die behaupten es wäre doch so oder jeder der sich nicht so verhalte sei dann logischerweise ein Dilletant... ja, für solche Statements fehlen sogar mir die Worte. Das kann und möchte ich nicht kommentieren!
Ich möchte generell nicht beschissen werden... weder in Tests noch sonstwie. Wenn ein Testprodukt getestet wird, wäre mir am liebsten, es entstamme keiner Vorselektion. Mir wäre auch am liebsten es würden parallel 2 oder gar drei Produkte der Serie getestet um fairer zwischen Montagsproduktion und symptomatischem, realem Produktmangel zu unterscheiden. Aber das ist Wunschdenken.
Ich weiß natürlich, das bei den Testmustern alles möglich ist. Insofern ist das wirkliche Dilemma die VERGLEICHBARKEIT. Wenn vorselektierte Modelle gegen reale Chargen antreten müssen, dann wird natürlich wenn die berühmte Montagsproduktion mal auftritt, die reale Charge einen gravierenden Nachteil erleiden. Und nochmals: das befürchte ich, ist im Falle Kirchhoff passiert.
Fazit: Ich bin nicht naiv und weiß (wie manche Kollegen auch) das hinter den Kulissen nicht immer alles sauber zugeht. Aber generell allen Playern Unfairnis oder Vorselektion zu unterstellen ist nicht fair - und noch wichtiger, im Zusammenhang mit den realen Abläufen in einigen Fällen NACHWEISLICH FALSCH.
Ich spreche hier nicht über andere oder gar alle Branchen, sondern "nur" über mehrere drum- und cymbalrelevante Musikinstrumentehersteller.
Over and out!
Off-Topic:
ZitatSchau mal HIER, da kauft sich Drumstudio1 ein neues Starclassic Performer B/B und dann ist da ein echt ätzender Riss im Bass-Drum-Hoop und die Gratungen sehen auch ziemlich gruselig aus. Ich behaupte, dass das Performer noch mal mindestens zwei Klassen höher anzusiedeln ist, als das Kirchhoff-Set. Und jetzt? Von TAMA, einem top Hersteller, ein top Schlagzeug gekauft und dann kommt sowas vor - darf das sein? Natürlich nicht. Aber niemand kann immer und überall 100% bringen, das ist unmöglich und völlig normal. Ich sag da nur: Shit happens!
Nur zur Klarstellung (zumindest wie ich es sehe und persönlich bewerte): Der Riß (oder der sehr tieeeeeefe Kratzer) ist wirklich happig und völlig indiskutabel. Sowas darf nicht passieren. Gerade nicht in so einer Preislage. Die Gratung genauergesagt die Birkenlagen, wo das Fell aufliegt sind tadellos! Gruselig sieht das meiner Meinung nach nicht aus. Nur etwas rustikaler wenn man zum Vergleich Tama´s extrem hohen!!! Birke-Verarbeitungsstandard zugrunde legt (was aber möglicherweise dadurch erklärbar ist, da sich offensichtlich Bubinga schwerer oder zumindest "anders" bearbeiten läßt als Birke, Buche oder Ahorn). Ich bin da selbst unschlüssig warum die schwierige Verarbeitung von Bubinga, Tama von Anfang an so herumposaunt hat?
Ob sich Kirchhoff hält oder nicht müssen wir abwarten. Preislich wurde tatsächlich gerüchteweise! mal ein wesentlich attraktiverer Preis herumgereicht. Trotzdem muß man fairerweise festhalten, dass auch der jetzige Preis der Kirchhoff Drums deutlich!!! unter den großen dreien ist.
Ich persönlich sehe die Zukunft des Unternehmens weniger vom Sticks-Review abhängig oder was wir hier als Mutmaßung anstellen... sondern von der Größe der potentiellen Käufergruppe (auf die wir so großen Einfluß nicht haben). Und da wird man sehen... das ist sehr schwer einzuschätzen (auch für Kirchhoff selbst)... gerade da sich im Acrylmarkt wie erwähnt schon mehrere tummeln und genau betrachtet auch Ddrum längst nicht so teuer ist wie Tama, Sonor oder Wahan.
Andererseits hat Kirchhoff doch schon einige absatzstarke Shops in seinem Vertriebsnetz. Die lokale Verfügbarkeit in wichtigen Shops ist ohnehin einer der Hauptschlüssel für nennenswerte Verkaufszahlen. Das weiß auch Kirchhoff und hat da offensichtlich schon einiges lanciert.
Genug gemutmaßt: wir werden selbst in der Galerie zunkünftig sehen, wieviele Drummer sich in Acryl präsentieren. Ich bin jedenfalls mächtig gespannt.
ZitatNormalerweise bekommen die die Sachen vom Hersteller hergestellt
?
Zitatwelche ideen habt ihr um das publikum zu animieren?
Zu was animieren?
a.) Zum Beischlaf? Dann leichtbekleidete Gogo-Girls mit laszivem Tanzstil engagieren.
b.) Zum verstärkten Getränkekonsum (damit der Veranstalter Euch wieder bucht)? Da hilft der altbekannte Trick vieler Lokalitäten, einfach die Heizung aufzudrehen, das sorgt per se für durstige Kehlen.
c.) Mehr mit der Band mitzugehen? Also jubeln, grölen, Tanzen?
Das ist schwieriger. Da muß die Musik erstmal ihr Publikum finden oder umgekehrt!
In normalem Umfeld (also ohne Megahype der Medien) ist die Musik selbst immer noch das wichtigste bzw. die Authentizität der Musiker und dem was sie darbieten.
Also das die Musiker das was sie machen, gerne machen... und dieser Spirit auch unzweifelhaft "rüberkommt".
Natürlich kann ein dynamisches Auftreten auf der Bühne (also kein Festwachsen am Standort von Sänger und Gitarristen) auch schon etwas mehr Beweglichkeit des Publikums herausfordern... aber das kann wirklich nur unterstützen, wenn die Musik schon ihr Publikum gefunden hat, also prinzipiell gefällt.
Ich habe als Zuschauer viele Gigs in Erinnerung, wo das Stage-Acting so übertrieben und geposed war, das mir erhebliche Zweifel an jener Authentizität kamen und ich mich fühlte wie bei einer Verkaufspräsentation von Home-Fucking-Europe oder QVC wo auch immer alles "suuuupertoll" und völlig überdreht bzw. übersteigert angepriesen wird. Da war es dann kein Wunder, dass sich auch auf das Publikum nicht viel übertrug.
Vieles ist auch relativ bzw. wechselhaft oder im Zusammenhang mit speziellen Teilgruppen im Publikum. Ich kann mich an viele frühere Gigs erinnern, wo bestimmte Verhaltensweisen und/oder Posen unseres damaligen Testosteron-strotzenden Sängers sehr viele Frauen reihenweise um den Verstand brachten, während die Mehrzahl der Männer im Publikum stinksauer oder einfach genervt reagierten und daraufhin die ganze Band ablehnten bzw. abstraften. Wenn man in so einer Stimmung noch viel Sticktwirling einsetzt und oft im Stehen trommelt, ist der Ruf "grenz-debiler Narzissten" oder "Egomanen" nicht mehr allzuweit.
Heikles Thema...
Nochmals: das muß schon alles passen. Und das passend zu machen ist mit Tips über das Internet meiner Meinung nach eher zweifelhaft.
"Wenn man in so einer Stimmung noch viel Sticktwirling einsetzt und oft im Stehen trommelt"... ich habe es seinerzeit natürlich trotzdem getan... hahaha
Zitathätte eigentlich gedacht, dass firmen solche exemplare an testmagazine schicken, die definitiv i.O. sind...
Gute Frage. Das handhabt jede Firma wie sie mag.
Ich kenne Firmen
die kein großes Aufhebens machen und reguläre Chargen so wie sie in den Verkauf kommen, einfach an die Magazine weiterleiten.
Aber es gibt auch viele Firmen, die Testmuster quasi "handselektieren". Das schließt dann zwar weitestgehend aus, das im Test mal ein "Haar in der Suppe" gefunden wird (wobei das Kesselbeispiel schon eher ein amtlicher Skalp ist)... aber andererseits hat das dann eben nicht soviel Aussagekraft in Bezug auf das reale Material so wie wir es in den Drumshops finden bzw. erwerben.
Vielleicht (wie gesagt, ich kenne das Review nicht) hat es Kirchhoff gerade! aufgrund ihrer Ehrlichkeit erwischt. Nämlich weil sie nicht selektiert haben sondern ein 0/815-Modell aus der laufenden Produktion an die Redaktion liefern ließen.
Ein ganz heißes Thema... für die Firmen, aber auch die Redakteure (die meistens weitestgehend "Vergleichbarkeit" bzw. "Fairnis" anstreben)... aber auch für die Endkonsumenten, die von diesen Procedere-Optionen (laufende Charge vs. handselektiert) in den meisten Fällen nie etwas erfahren werden.