Beiträge von Drumstudio1

    Gut, habe ich verstanden :D
    Aber es ändert ja nix - der Begriff suggeriert wirklich einen Drummer härterer Gangart und keinen sensiblen Warmduscher ;)


    In jedem Falle viel Glück für den Umtausch. Es tut logischerweise jedem heftig weh, wenn ein teures Cymbal reißt. Unschön, aber das kann mal passieren.


    Das ausgerechnet 17" bei diesem Cymbal-Typen häufiger reißen als z.B. 16" kann ich mir nicht so recht vorstellen. Ich denke da fehlen uns alle relevante Vergleichszahlen. Es wäre auch nur dann zu erklären, wenn in Sachen Oberflächenspannung oder sonstiger Material-Parameter ausgerechnet bei diesem Durchmesser ein relevanter Unterschied zu den anderen Größen der gleichen Serie bestehen würde - halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.


    Ist es nicht vielleicht möglich, dass Du das 17" häufiger einsetzt oder stärker/öfter beanspruchst?


    In jedem Falle auch Dein 16" kritisch im Auge behalten - und für jene die es noch nicht wissen (Du weißt es sicher): generell Crash-Cymbals ganz frei und ungehemmt Ausschwingen lassen und keinesfalls die Flügelschraube oder sonstige Fixierungsteile über dem Cymbal zu fest andrehen.

    Zitat

    Also von härtere Musik kann bei mir absolut nicht die rede sein - Akustik Quartet


    Dann führt sicher der Bandname "Rockprolet" nur in die Irre.


    Kleiner Tip: wenn künftig noch weitere Becken reißen und der Kulanzfall bemüht werden soll, würde ich wirklich eher das Akustik-Quartett im Briefkopf bemühen... und nicht als Adressat "Rockprolet". Denn da drängt sich so rein zufällig oder "wirr-assoziativ" :D schon eher eine heftigere schlagtechnische Gangart auf.

    Sorry... das ist sehr schwer zu beantworten. Viele Drummer haben hier im Laufe ihres Lebens schon dutzende verschiedene Pearl Export-Drums gehört. Aber es gab so viele! Produktvarianten des Exports im Laufe der Jahre, andere Holzsorten etc. etc. das die Ferndiagnose schwer ist.


    Offengestanden befürchte ich auch das Dir die "Fachbegriffe" gegenwärtig nicht wirklich weiterhelfen.


    Ganz banaler Tip: im sozialen Umfeld unter Freunden oder Schulkollegen mal fragen, ob es einen erfahreneren Drummer (mit reichlich Stimmerfahrung) gibt, der sich die Bassdrum mal anhört und versucht klanglich das Maximum rauszuholen. Vielleicht sogar im besten Fall in Deiner Anwesenheit ein paar Tips zum Stimmen und/oder der Dämpfung der Bassdrum gibt.


    Oder: selbst mal alle Spannschrauben des Schlagfells völlig lockern. Und dann nur soweit anziehen, bis die Falten des Fells gerade so verschwinden. Nun sollte sie (vorausgesetzt das Fell ist noch annähernd in Ordnung) sehr tief klingen.


    Will heißen: selbst wenn das Holz minderwertig aussieht, wäre es durchaus denkbar, dass mit einem sehr laschen tuning (also die Schrauben sind nur wenige Gewindegänge "angezogen") des Fells ein deutlich! tieferer Sound als gegenwärtig machbar ist. Ob Dir das dann gefällt ist eine andere Frage. Manche Drummer (auch ich) lieben die Bassdrum sehr! low im tuning.


    Aber nochmals das Schlagfell (also dort wo der Fußmaschinenschlegel auftrifft) sollte noch annähernd in Ordnung sein. Sonst kann man auch mit solidem Stimmen keinen wirklich besseren Sound rausholen.


    Viel Erfolg!

    Dieter (bitte die anderen User folgenden Abschnitt Überspringen, ist sicher eher off-Topic)


    Bitte darüber nochmal nachdenken, dass es sich in Deiner Argumentation nicht unbedingt um einen Widerspruch handelt, sondern ein recht radikales AUSBLENDEN! einer ganz anderen Erklärungsmöglichkeit bzw. eines anderen, realen Motivs handelt:


    Was in vielen Fällen Realität ist: Firmen haben Termin-Druck, oder Messe-Neuheiten sind nach Abschluß der Prototypenphase, soeben in Serie gegangen. Die Zeit brennt. Die ersten Chargen kommen vom Werk an den VERTRIEB. Es werden Produkte aus den laufenden Chargen an die Testmagazine ohne Inspizierung oder gar Vermessen weitergereicht. Das gibt es durchaus. Eben weil das Qualitätsmanagement und die Endkontrolle im Werk so gut ist.


    In Deinem als absolut-gültig formulierten Denkansatz finden sich nur und ausschließlich diese Erklärungsmodelle:
    a.) Dilletanten
    oder
    b.) es findet keine Vorselektion statt, bei den Firmen, die wissen, sie
    können nicht besser produzieren, als jenen Murks den sie produzieren.


    Deine Modelle verstehe ich inhaltlich wohl, das mag es auch geben. Aber nochmals das ist so pauschal und in vielen Fällen (sorry) FALSCH und nicht in Kongruenz mit der Realität in den Firmen und Vertrieben.


    Nebenbei bemerkt: das Vermessen jeden einzelnen Kessels macht sowieso kaum einer. Jetzt könnte man sagen "aber das merken die doch beim Felle-Aufziehen". Das würde wieder Voraussetzen, das ein drumkundiger Vertriebsmitarbeiter selbst für ein Testset die Felle per Hand aufgezogen bzw. jedes einzelne Fell und den Kessel überprüft. Freunde, das ist in vielen Fällen absolut realitätsfern. Natürlich haben viele große Vertriebe Productmanager (und diese auch wieder mal Freaks die das auch für sie gerne machen) aber längst nicht alle Firmen sind personell so üppig ausgestattet.


    Nochmals, diese Vorselektion und/oder das Aussieben irgendwelcher toleranzbehafteter Produkte findet statt - ABER LÄNGST NICHT VON ALLEN FIRMEN ODER BEI ALLEN PRODUKTEN. Das ist Science-Fiction wenn das hier generalisiert unterstellt - oder gar GEFORDERT wird (damit die Welt weniger Dilletanten hat oder mehr Faker).


    Wenn jetzt noch jemand kommt der sagt: "ich sehe aber auch bei Musikmessen, da poliert der Maurice immer die Drumsets seines Vaters nach, wenn ein Wurschtfinger der Messebesucher einen Schweiß-Fett-Streifen gezogen hat. Das ist doch Beleg dafür, dass die alles tun, damit ihr Produkt toll und wie geleckt aussieht."


    Auch hier wird wieder ein großer Fehler gemacht: wir sind nicht alle Söhne von Drumfirmenbesitzern. Unsere Motivlage Dieter (unsere sowieso... hahaha) unterscheidet sich immens voneinander. Nur weil ein Firmensohn die Güte des Familiengeistes hochhält bedeutet dies nicht, dass jeder Mitarbeiter oder gar ein 3000 Meilen entfernter Vertriebsmitarbeiter genauso agiert. Vielleicht schickt er Testmuster nur in Personalunion zum Magazin? Vielleicht liest er nicht mal die reviews? Vielleicht überschätzen wir hier alle die Wirkung von reviews? Das waren eher negativistische Erklärungsansätze.


    Oder nochmals positiver: Vielleicht ist das Qualitätsmanagement der Firma sehr gut (bzw. Ausschuß nach der Endkontrolle annähernd null) so das man das geringe Restrisiko eingehen kann, aus laufender Charge an das Magazin zu schicken.


    Zur Macht der Anzeigenkunden will und darf ich mich hier leider nicht differenzierter äußern. Nur soviel, natürlich gibt es da auch Begehrlichkeiten und gewisse "ich kratze einem Anzeigenkunden ungern ein Auge aus-Haltungen" aber auch hier hast Du leider nur pauschalisiert - branchenübegreifend allgemeingültige Spielregeln - skizziert bzw. setzt sie voraus. Schade.

    Nur ein oberflächlicher Hinweis bzw. ein "Gedächtnisprotokoll" ;):


    1.) Die B/B Bassdrums haben kein durchgebohrtes Mittelloch mehr, da das Mittelrohr des Tomhalters in sich ausziehbar ist. Also es garnicht mehr in der Bassdrum versenkt werden muß/kann.


    2.) Die neue B/B-Rosette (die faktisch die uralte Performer und Rockstar-Rosette ist) ist mit 4 Schrauben am Kessel befestigt.


    Wenn man von oben in die BD-Rosette schaut (sorry für die Formulierung) sieht man nicht die Lackierung sondern ein schwarzes, rundes Ding... Ich komme jetzt nicht mehr ´dran. Aber so habe ich es in Erinnerung.


    Ich denke es ist ein Gummi oder Plastik-Sticker, der verhindern soll, dass ein Drummer im Eifer des Gefechts das Tomhaltermittelrohr zu heftig auf die Bassdrum montiert. Also quasi ein simpler Puffer vor Beschädigung. Von der Logik der Fertigung her, müßte (wenn es denn ein Sticker ist) nach der Lackierung angebracht worden sein. Er müßte dann nach dem Entfernen die Lackierung wieder "freigeben".


    Alles ohne Gewähr. Wie gesagt es ist alles millimetergenau am Rack montiert, ich kann und will nicht mehr Nachschauen.

    Zitat

    Aber wer nur einigermaßen seine Sinne beieinander hat, wird als Hersteller bei einer Teststellung peinlich darauf achten, dass es möglichst wenig zu kritisieren gibt. (Ich weiss, wovon ich rede, ich bin in der PR-Branche)


    Wer das nicht tut, ist IMHO entweder ein Marketing-Dilletant oder er kann das Produkt ganz einfach nicht besser herstellen.
    Ihr könnt euch also aussuchen, welche dieser beiden Schlussfolgerungen ihr ziehen möchtet...


    Das machen viele aber wie gesagt, nicht Alle! Das hat auch mit Dilletantismus nix zu tun sondern eher mit der Qualität der Endkontrolle im Fertigungswerk!


    Leider geht in diesem Thread sehr viel durcheinander. Was immer wieder durcheinandergerät, dass in aller Regel eben NICHT die Hersteller die Muster stellen sondern die Vertriebe (Customizing Firmen aus Übersee sind da die Ausnahme der Regel, insbesondere wenn sie noch keinen Vertrieb haben).


    Was wie Haarspalterei wirken mag - ist faktisch ein riesen Unterschied. Natürlich kann Ware die vom Hersteller an den Vertrieb geht, auch noch mal vom Vertrieb gecheckt, oder gar vorselektiert bzw. nachbearbeitet werden, und dann erst an die Magazine übergeben werden.


    Aber mir sind persönlich viele Fälle bekannt, wo der Hersteller garnicht weiß, wann ein Test ansteht (eben weil das länderspezifisch autark von den jeweiligen Inlandsvertrieben organsiert wird) und die Vertriebe das Produkt aus der laufenden Charge an die Redaktionen schicken. Teilweise aus logistischen Gründen (Ablauf der Redaktions-deadline) auch ultra-fast (bis gestern) schicken müssen!


    Also exakt das Material was in den Verkauf kommt. Und da es bekanntermaßen oftmals auch in der Musikinstrumenteindustrie in Sachen Lieferlogistik "sehr tight" ;) um nicht zu sagen "stressig" zugeht, ist erklärbar, warum manchmal einfach Karton 1 aus der Palette genommen wird und SOFORT per UPS nach Köln zu Sticks oder sonstwohin geschickt wird.


    Nochmals das gibt es - und garnicht so selten. Und das ist für Firmen die in Sachen Qualitätsmanagement in den laufenden Produktionsschritten genauso wie in de ENDKONTROLLE (damit ist wiederum NICHT der Vertrieb gemeint, sondern das Fertigungswerk) viel investieren, auch KEIN Dilletantismus sondern eher logische Konsquenz.


    Zitat

    Wer das nicht tut, ist IMHO entweder ein Marketing-Dilletant oder er kann das Produkt ganz einfach nicht besser herstellen.


    Nochmals, in manchen Fällen ist genau das Gegenteil der Fall. Man weiß um die hohe Qualität in Fertigung und Endkontrolle (im Werk) für die regulären Chargen und "erlaubt sich eben" aus regulären Chargen unselektierte Testmuster weiterzureichen.


    Ich befürchte hier im Thread laufen u.a. fatale, "logische Denkfehler" ab.
    Viele beklagen sich seit Jahren, diverse Testmagazine würden zuviel Schönreden, bzw. ihr realer Informationsgehalt wäre den Verkaufspreis nicht wert. Ganz nüchtern betrachtet haben wir (sollte das Review so stimmen, wie kolportiert, wie gesagt ich kenne es nicht) im Falle des Acryl-Sets mal einen EINDEUTIGEN GEGENBEWEIß. Statt das zur Kenntnis zu nehmen oder meinetwegen zu diskutieren, dass offensichtlich doch einzelne Redakteure sich um ein gewisses Maß an Testfairnis bemühen, wird dieses Statement in Frage gestellt (von einzelnen auch die Firma die das Produkt lieferte) oder WAS NOCH SCHLIMMER IST: der Stop des Dilletantismus gefordert: was nichts anderes in Richtung der Vertriebe bedeutet: "belügt mich in Zukunft mehr, ich will von den möglicherweise realen Zuständen oder auch mal vorkommenden Montagsproduktionen garnichts wissen. Ich will das ihr Testobjekte vom Vertrieb handselektiert, und alle etwaigen Mängel kaschiert, auch wenn das in der Folge bedeutet, dass ein Testmuster nichts mehr mit dem Produkt was der Endkunde kauft zu tun hat".


    Nochmals: nicht alle Firmen selektieren vor oder faken gar und Personen (egal aus welcher Branche) die behaupten es wäre doch so oder jeder der sich nicht so verhalte sei dann logischerweise ein Dilletant... ja, für solche Statements fehlen sogar mir die Worte. Das kann und möchte ich nicht kommentieren!


    Ich möchte generell nicht beschissen werden... weder in Tests noch sonstwie. Wenn ein Testprodukt getestet wird, wäre mir am liebsten, es entstamme keiner Vorselektion. Mir wäre auch am liebsten es würden parallel 2 oder gar drei Produkte der Serie getestet um fairer zwischen Montagsproduktion und symptomatischem, realem Produktmangel zu unterscheiden. Aber das ist Wunschdenken.


    Ich weiß natürlich, das bei den Testmustern alles möglich ist. Insofern ist das wirkliche Dilemma die VERGLEICHBARKEIT. Wenn vorselektierte Modelle gegen reale Chargen antreten müssen, dann wird natürlich wenn die berühmte Montagsproduktion mal auftritt, die reale Charge einen gravierenden Nachteil erleiden. Und nochmals: das befürchte ich, ist im Falle Kirchhoff passiert.


    Fazit: Ich bin nicht naiv und weiß (wie manche Kollegen auch) das hinter den Kulissen nicht immer alles sauber zugeht. Aber generell allen Playern Unfairnis oder Vorselektion zu unterstellen ist nicht fair - und noch wichtiger, im Zusammenhang mit den realen Abläufen in einigen Fällen NACHWEISLICH FALSCH.


    Ich spreche hier nicht über andere oder gar alle Branchen, sondern "nur" über mehrere drum- und cymbalrelevante Musikinstrumentehersteller.


    Over and out!

    Off-Topic:


    Zitat

    Schau mal HIER, da kauft sich Drumstudio1 ein neues Starclassic Performer B/B und dann ist da ein echt ätzender Riss im Bass-Drum-Hoop und die Gratungen sehen auch ziemlich gruselig aus. Ich behaupte, dass das Performer noch mal mindestens zwei Klassen höher anzusiedeln ist, als das Kirchhoff-Set. Und jetzt? Von TAMA, einem top Hersteller, ein top Schlagzeug gekauft und dann kommt sowas vor - darf das sein? Natürlich nicht. Aber niemand kann immer und überall 100% bringen, das ist unmöglich und völlig normal. Ich sag da nur: Shit happens!


    Nur zur Klarstellung (zumindest wie ich es sehe und persönlich bewerte): Der Riß (oder der sehr tieeeeeefe Kratzer) ist wirklich happig und völlig indiskutabel. Sowas darf nicht passieren. Gerade nicht in so einer Preislage. Die Gratung genauergesagt die Birkenlagen, wo das Fell aufliegt sind tadellos! Gruselig sieht das meiner Meinung nach nicht aus. Nur etwas rustikaler wenn man zum Vergleich Tama´s extrem hohen!!! Birke-Verarbeitungsstandard zugrunde legt (was aber möglicherweise dadurch erklärbar ist, da sich offensichtlich Bubinga schwerer oder zumindest "anders" bearbeiten läßt als Birke, Buche oder Ahorn). Ich bin da selbst unschlüssig warum die schwierige Verarbeitung von Bubinga, Tama von Anfang an so herumposaunt hat?


    Ob sich Kirchhoff hält oder nicht müssen wir abwarten. Preislich wurde tatsächlich gerüchteweise! mal ein wesentlich attraktiverer Preis herumgereicht. Trotzdem muß man fairerweise festhalten, dass auch der jetzige Preis der Kirchhoff Drums deutlich!!! unter den großen dreien ist.


    Ich persönlich sehe die Zukunft des Unternehmens weniger vom Sticks-Review abhängig oder was wir hier als Mutmaßung anstellen... sondern von der Größe der potentiellen Käufergruppe (auf die wir so großen Einfluß nicht haben). Und da wird man sehen... das ist sehr schwer einzuschätzen (auch für Kirchhoff selbst)... gerade da sich im Acrylmarkt wie erwähnt schon mehrere tummeln und genau betrachtet auch Ddrum längst nicht so teuer ist wie Tama, Sonor oder Wahan.


    Andererseits hat Kirchhoff doch schon einige absatzstarke Shops in seinem Vertriebsnetz. Die lokale Verfügbarkeit in wichtigen Shops ist ohnehin einer der Hauptschlüssel für nennenswerte Verkaufszahlen. Das weiß auch Kirchhoff und hat da offensichtlich schon einiges lanciert.


    Genug gemutmaßt: wir werden selbst in der Galerie zunkünftig sehen, wieviele Drummer sich in Acryl präsentieren. Ich bin jedenfalls mächtig gespannt.

    Zitat

    welche ideen habt ihr um das publikum zu animieren?


    Zu was animieren?


    a.) Zum Beischlaf? Dann leichtbekleidete Gogo-Girls mit laszivem Tanzstil engagieren.


    b.) Zum verstärkten Getränkekonsum (damit der Veranstalter Euch wieder bucht)? Da hilft der altbekannte Trick vieler Lokalitäten, einfach die Heizung aufzudrehen, das sorgt per se für durstige Kehlen.


    c.) Mehr mit der Band mitzugehen? Also jubeln, grölen, Tanzen?
    Das ist schwieriger. Da muß die Musik erstmal ihr Publikum finden oder umgekehrt!


    In normalem Umfeld (also ohne Megahype der Medien) ist die Musik selbst immer noch das wichtigste bzw. die Authentizität der Musiker und dem was sie darbieten.


    Also das die Musiker das was sie machen, gerne machen... und dieser Spirit auch unzweifelhaft "rüberkommt".


    Natürlich kann ein dynamisches Auftreten auf der Bühne (also kein Festwachsen am Standort von Sänger und Gitarristen) auch schon etwas mehr Beweglichkeit des Publikums herausfordern... aber das kann wirklich nur unterstützen, wenn die Musik schon ihr Publikum gefunden hat, also prinzipiell gefällt.


    Ich habe als Zuschauer viele Gigs in Erinnerung, wo das Stage-Acting so übertrieben und geposed war, das mir erhebliche Zweifel an jener Authentizität kamen und ich mich fühlte wie bei einer Verkaufspräsentation von Home-Fucking-Europe oder QVC wo auch immer alles "suuuupertoll" und völlig überdreht bzw. übersteigert angepriesen wird. Da war es dann kein Wunder, dass sich auch auf das Publikum nicht viel übertrug.


    Vieles ist auch relativ bzw. wechselhaft oder im Zusammenhang mit speziellen Teilgruppen im Publikum. Ich kann mich an viele frühere Gigs erinnern, wo bestimmte Verhaltensweisen und/oder Posen unseres damaligen Testosteron-strotzenden Sängers sehr viele Frauen reihenweise um den Verstand brachten, während die Mehrzahl der Männer im Publikum stinksauer oder einfach genervt reagierten und daraufhin die ganze Band ablehnten bzw. abstraften. Wenn man in so einer Stimmung noch viel Sticktwirling einsetzt und oft im Stehen trommelt, ist der Ruf "grenz-debiler Narzissten" oder "Egomanen" nicht mehr allzuweit.


    Heikles Thema...


    Nochmals: das muß schon alles passen. Und das passend zu machen ist mit Tips über das Internet meiner Meinung nach eher zweifelhaft.


    "Wenn man in so einer Stimmung noch viel Sticktwirling einsetzt und oft im Stehen trommelt"... ich habe es seinerzeit natürlich trotzdem getan... hahaha

    Zitat

    hätte eigentlich gedacht, dass firmen solche exemplare an testmagazine schicken, die definitiv i.O. sind...


    Gute Frage. Das handhabt jede Firma wie sie mag.


    Ich kenne Firmen ;) die kein großes Aufhebens machen und reguläre Chargen so wie sie in den Verkauf kommen, einfach an die Magazine weiterleiten.


    Aber es gibt auch viele Firmen, die Testmuster quasi "handselektieren". Das schließt dann zwar weitestgehend aus, das im Test mal ein "Haar in der Suppe" gefunden wird (wobei das Kesselbeispiel schon eher ein amtlicher Skalp ist)... aber andererseits hat das dann eben nicht soviel Aussagekraft in Bezug auf das reale Material so wie wir es in den Drumshops finden bzw. erwerben.


    Vielleicht (wie gesagt, ich kenne das Review nicht) hat es Kirchhoff gerade! aufgrund ihrer Ehrlichkeit erwischt. Nämlich weil sie nicht selektiert haben sondern ein 0/815-Modell aus der laufenden Produktion an die Redaktion liefern ließen.


    Ein ganz heißes Thema... für die Firmen, aber auch die Redakteure (die meistens weitestgehend "Vergleichbarkeit" bzw. "Fairnis" anstreben)... aber auch für die Endkonsumenten, die von diesen Procedere-Optionen (laufende Charge vs. handselektiert) in den meisten Fällen nie etwas erfahren werden.

    Hatte nicht mal jemand gepostet, es gäbe Probleme mit "Fellen", die nicht richtig passen.... hoppla, hoffentlich alles nur ein Mißverständnis.


    Prinzipiell wäre so eine Aussage (wenn es so wirklich in Sticks stehen sollte) natürlich nicht so prickelnd. Eben weil mit der exakten "Rundheit" eines Kessels der Ruf einer Firma bzw. der Produkte "steht"... bzw. bei Nichtvorhandensein der Rundheit "fällt". Andererseits gibt es bei jeder Firma mal eine Montagsproduktion... nur sollte das Qualitätsmanagement diese Montage deutlich reduzieren helfen. ;)


    Anyway, die Marktlage für Acryl wird sowieso immer chaotischer. Abgesehen von den Hochpreisranges von Sonor, Tama und Wahan sowie 3-4 Firmen aus den USA die wieder Acrylsets anbieten, gibt es in etwas günstigeren Sphären Kirchhof und DDRUM... und mich würde es nicht wundern wenn auf der Namm oder spätestens zur Musikmesse noch 1-2 No-Name bzw. Fernost-Anbieter auch wieder Acryl für sich entdecken.


    Ich bezweifel (obwohl ich IMMER ein großes Faible für Acryl hatte) dass es soviele Endkunden für Acryl-Sets gibt. Das wird wieder mal ein spannender Kampf um Marktanteile.

    Es sind die Maxtone Pedale... nur das jetzt Drum-Tec darauf steht. Aber gefertigt werden sie von Maxtone.


    Das von dir bemerkte Pedal heißt bei Maxtone DP-921FB. Ich kenne leider keinen Drummer, der das persönlich erworben hat. Die regulären Maxtone Doppelpedale tauchen allerdings recht oft bei Evilbay auf aber auch bei diversen Drumanbietern deren Onlineshops (also auch völlig unabhängig von Evilbay).


    Generell gilt aber auch hier: ich den ersten Eindruck nicht überbewerten. Bei Fußmachinen sollte man erst mal 2-3 Jahre wartungsfreies bzw. ausfallfreies Spiel abwarten, bevor man über die Qualität mutmaßt.

    Das muß man handwerklich erstmal nachmachen. Respekt.


    Betreff: Buchstabensalat
    Die Böckchen sehen verdächtig nach ASBA aus (nicht Aspa) ;).


    Es war eine recht bekannte französische! Drummarke, die jahrzehntelang bis Anfang der Achziger aktiv war und teilweise auch recht innovativ. Inklusive völlig eigenständiger Hardware-Programm (recht eigenständig sowohl in Design wie Funktionalität), variablem Kesselmaterial (Holz, Acryl, Metallkessel-Drumkits).


    Ich hatte früher noch manche selbst in Deutschland zu Gesicht bekommen... in den letzten 15 Jahren kam mir (abgesehen von ein paar Fußpedalen bei Vintage-Shops) garnix mehr vor die Linse(n). In Frankreich ist auf dem Gebrauchtmarktsektor logischerweise noch recht häufig was von Asba zu finden.

    Thanks, das war sehr nett :D

    Zitat

    Das wäre aber aufgrund der Physik-Grundlagen-Nähe ein Thema wo Kollege Schneider wirklich mehr bzw. korrekteres Erklärungs-Knowhow hat als ich. Mit Über- bzw. Unterdruck könnte man es sicher auch erklären. Bitte hilf, Kollege!


    Aber wie gesagt mit "Annäherung" war vom Erklärenden im letzten Jahrtausend (einem Drumlehrer) damals wohl nicht gemeint, dass es ein Vakuum ist oder sehr dicht ´dran, oder gar 16 Pferde benötigt werden, sondern, dass das im Prinzip das Auseinanderziehen schwerer wird. Also eher eine Tendenz.


    Aber wie gesagt, diesen Effekt, dass es träger wird - konnte ich persönlich nie feststellen. Auch nicht ansatzweise. Vielleicht weil die Erklärung falsch ist - oder ich zu unsensibel bin, um es wahrzunehmen.

    Schwieriges Thema:


    Also prinzipiell divergiert die Anzahl je nach Hersteller bzw. Modell.
    Die Hersteller, die wirklich konkret "Löcher" in die Bottom Becken bohren (und keine Sound Waves, Sound Edges oder was auch immer) sind u.a.
    Ufip = 2
    Zildjian "Quickbeat" = 4
    Sabian "Flat Hats" = 3, "Fusion" = 2
    Orion "Rubinho Barrsotti"-Modell = 4


    Ursprünglich hatte man mir die Sache vor einem Vierteljahrhundert :D so erklärt: Wenn man die Hihats fest zusammentritt... und sie vielleicht (weil es der Zufall will) sehr plan aufliegen - entsteht ein annäherndes! (sicher kein absolutes) Vakuum. Dieses annähernde Vakuum bewirkt, dass das erneute Öffnen bzw. Auseinanderführen der Cymbals "Schwerer" bzw. "Träger" vonstatten geht. Hat eine Hihat aber Konstuktionsbedingt Löcher (siehe oben) oder Wellen (ala Sound Edge Paiste, seit Ablauf des Patents auch Meinl oder Zildjian, oder Aussparungen ala Harpy etc.) ist ein schnelleres/leichteres Auseinanderführen der Becken möglich.


    Ich fand das seinerzeit zwar irgendwie sinnig und fühlte mich etwas an die Saugnäpfe erinnert mit denen wir verstopfte Abflüsse Zuhause wieder freimachten... hatte aber selbst bei Hihatmodellen ohne Öffnungen nie spüren können, dass sie mal ansatzweise Träger Auseinandergehen.


    Im Prinzip halte ich den Erklärungsansatz bis heute aber NICHT für totalen Nonsens... nur wie gesagt, in der Praxis habe ich es nie erlebt, dass ungebohrte Hihats oder jene ohne Sound-Waves einen die Becken "Träger" oder "Schwerer" öffnen lassen.


    Das wäre aber aufgrund der Physik-Grundlagen-Nähe ein Thema wo Kollege Schneider wirklich mehr bzw. korrekteres Erklärungs-Knowhow hat als ich. Mit Über- bzw. Unterdruck könnte man es sicher auch erklären. Bitte hilf, Kollege!


    edit: Schreibfehler suck! Alleine das Wort "Physik" war 2 mal falsch... hahaha