Beiträge von Drumstudio1

    Die Pearl Advanced Hardware insbesondere die Möglichkeiten mit den 2-Fachauslenk- und abwinkelbaren Galgen (CH-2000) und Gyroloc (von seiner Option des "Rundumdrehs" konnte man vorher nur träumen) ist meiner bescheidenen Meinung nach die beste Hardware die ich je gesehen/besessen habe. Spötter werden sagen "Over-Engineered" aber mit denen ist wirklich alles! möglich, was sich der skurrilste Set-Freak ausmalt.


    An dieser Stelle mein kleiner Tip:
    Music Store hat im aktuellen Katalog den edelsten Beckenarm der Drumhistorie den CH 2000 für 64.- Euro inseriert. Der Listenpreis beträgt das doppelte, die günstigsten anderen Anbieter bieten ihn für 79.- manchmal auch 89.- Euro an. Günstiger als jene 64 Euro geht es sicher kaum. Ich hielt (halte) das auch für einen kleinen (Druck)-Fehler... aber ich habe 6 Stück geordert und erhalten. Ich habe ehrlichkeitshalber nachgefragt ob es wirklich der CH-2000 (und nicht der abgespeckte CH2000 S) ist, da mir der niedrige Preis so komisch vorkam.


    Scheinbar war es tatsächlich bei dem Entwurf des Store Prospektes eine Verwechslung des Store Teams. Uns kanns egal sein, wie es zu dem günstigen Preis kam.


    Natürlich bei aller Euphorie (die mir sonst nicht zu eigen ist) kann man über die Langzeithaltbarkeit noch nix sagen. Aber nochmals die Optionen sind gigantisch.


    P.S. vielleicht ist einer der Mods so nett eines meiner Setbilder hier zu poste?


    Edit 1: Mensch der Alex war schneller als ich... ich versuche trotzdem noch 1-2 größere Bilder zu posten, da sieht man es deutlicher.


    Edit 2: danke an Rapid für das Posten des größeren Bildes weiter unten!

    Hammu


    Zitat

    Pearl Wood/ Fiberglass genau das Richtige wäre ( durch die Fiberbeschichtung konnte es sich ja nicht verziehen. Test im Laden gingen damals noch nicht, also blind bestellt. Der Sound war schonmal nicht so schön wie beim alten Wooding, eher kalt und knallhart


    Interessantes Statement. Die Firmen, die seinerzeit Fiberglasschichten verwendeten, warben ja oftmals mit dem Ziel mehr Projektion (Lautstärke und Druck) und mehr Betonung des Attacks zu ermöglichen. Insofern ist es durchaus denkbar, dass dies in den Ohren mancher Drummer eher als zu "Kalt" oder zu "hart" empfunden wird. Das paßt fast schon wieder... denn Geschmack ist stets subjektiv.

    Es gibt durchaus Geräte, wo über Tastenverrenkungen a la Mortal Kombat ein Reset möglich ist.


    Kritisch wird es allerdings bei Updates. Nämlich wenn Daten quasi über ein Eprom/Flashrom whatever überschrieben werden. Wenn nun was abstürzt... ist ja höchstwahrscheinlich das "Betriebssystem" selbst bei einem Reset nicht mehr wie ursprünglich vorhanden... da es ja teilweise schon durch den Update Vorgang überschrieben wurde... aber ich bin mir nicht ganz sicher, wie Roland das logistisch gehandelt hat. Roland geht immer eigene Wege. Manchmal zum Vor- manchmal zum Nachteil der Kunden.


    IN JEDEM FALLE DORT ANRUFEN. Das habe ich früher auch mehrmals gemacht, da ich nicht glauben konnte, dass weder mein VS880 noch mein VS1680 Harddiscrekorder zu nahtlosen Punch-ins fähig sind. Als ich immer wieder feststellte, dass zwischen Schnitten viele Millisekunden Klanglücke waren, hatte dann nach langem Nachfragen von mir ein Roland- Mitarbeiter zugegeben, dass ihre damaligen Harddiskrekorder aufgrund des Rolanddatenformats insbesondere des Datenmanagements der Audiofiles prinzipiell nicht zu nahtlosen (also unhörbaren punch-ins in der Lage sind). Auf meine Nachfrage, dass dann der Begriff "Punch in", der ja zigfach in den Roland-Betriebsanleitungen und Handbüchern abgedruckt war, faktisch irreführend bzw. FALSCH ist, sagte er "ja, so kann man das natürlich sehen". Unvergessen! Sorry war off-topic.

    Ja, solche Experimente waren in den siebzigern weit verbreitet im Land der aufgehenden Sonne.


    Hart gesprochen... völlig abseits davon wie der gut der Sound ist, besteht für diese Sets kein nennenswerter Sammler-Markt.


    Es sind somit faktisch keine relevanten, schon garkeine Vintage-Goldtaler-Summen zu erzielen.


    Am Sound erfreuen und nicht verkaufen... du würdest andernfalls entsetzt sein, wie wenig ich und viele andere dafür bieten würden.

    Alles was die Reflektionen der Wände und Decken/Böden! (wird oft vergessen) mindert, hilft.


    Also z.B. Teppich(e) auslegen, altes Sofa reinstellen, grobfaserig-diffuse Oberflächen (Wandteppiche) etc. etc.


    Auch sinnig kann es sein in die 4 Ecken!! des Raumes Stühle oder sonstige Hindernisse zu platzieren.


    Es ist auch die Frage wieviel Mikros du im Close-Mike-Betrieb einsetzt? Wenn Du wirklich viele Trommeln ganz direkt abnimmst, mit wenigen Zentimetern Abstand, dann ist der Raumanteil schon mal in Bezug auf diese Trommeln eher gering bzw. weitestgehend unproblematisch. Er würde dann quasi nur bei den Overheads große Wirkung zeigen.


    Klar kann es trotzdem Sinn machen den Hall weiterhin zu minimieren, schon alleine deshalb, weil zuviel Raumhall Timing-Ungenauigkeiten für uns als Drummer beim Einspielen schwer erkennen läßt. Die Hörkontrolle wird durch zuviel Raumhall manchmal erschwert.


    Wenn man sehr gute Ohren hat wird man feststellen, dass selbst ein 1-2 größere Pappkartons, die man in einen verhallten Proberaum strategisch platziert, die Akustik wahrnehmbar verändert und den Hallanteil reduziert. Also... es gibt sehr viele, sogar kostengünstige Möglichkeiten...

    Für die nächste Renovierungsphase... bzw. etwaigen CD-Shop-Besuch... meine Empfehlungen:


    Es sind schon einige Highlights genannt: "Moving Pictures" und "Exit Stage left" zählen auch zu meinen... dazu parallel diese hier:


    1.) "Permanent Waves" SUPER!!!! Stilistisch und songwriting-technisch schon sehr dicht an der Göttergabe "Moving Pictures" dran. KEIN einziger "B-Track"!
    2.) "Hemispheres" SUPER!!!!"
    3.) "Caress of steel" SUPER!!! Für mich eine der spannendsten und emotionalsten Rush Outputs. Ohne diese Platte kann ich nicht leben.
    4.) "A Farewell to Kings"


    Die moderneren CD gefallen mir leider viel weniger. "Hold Your Fire" war ein letztes positives Aufbäumen und dann gefielen sie mir songwriting-technisch und stilistisch von CD zu CD immer ein klein bisschen weniger.

    Auch von mir Entwarnung. Da wackelt nichts!


    Ein genialer Schachzug von Tama war es viele lange Jahre "evaluierte" und weitverbeitete und für (sehr) gut befundene Komponenten der Tama Oberklasse-Sets im New-Superstar 1 zu 1 zu übernehmen. Unter anderem die "alte" Starclassic Performer Bassdrum-Rosette, die Tomhalterung und Star-Cast. Da ich die Tomhalterung und Tomrosette jahrelang nutzte (nicht zweideutig gemeint.... hahaha) und viele andere Performer Sets kenne kann ich definitiv sagen: "wenn alle Schrauben angezogen sind, wackelt da garnichts. Es ist keinerlei Spiel vorhanden!"


    BTW: Das meiste "Wackeln" ergibt sich heutzutage ohnehin an anderer Stelle. Bedingtr durch die Alternativen-Tomaufhängungssystemen wie RIMS; Starcast, YESS und Konsorten. Da kommt man um ein Wackeln nicht ´drum rum. Aber dieses "Wackeln" meinst Du ja nicht!

    Zunächst einmal... ich meine es nur gut! :)


    Prinzipiell finde ich es immer klasse, wenn sich jemand die Mühe macht Richtung Graphik kreativ zu sein.


    Der neue Entwurf wirkt tatsächlich etwas besser als der alte... aber immer noch zu verworren.


    Was soll in diesem Filigran-Graphikstil, der noch dazu dramatisch uneinheitlich ist, Sex-Bomber-Girl welches an Motivations- und Hormonschübe der US-Bomberpiloten im WWII erinnert, mit Stummfilm-Ära-Ecken-Dekors links und rechts, in Kombination mit Erpresserbriefschriftbild aus der Distanz betrachtet übrig bleiben???


    Ich fände es besser, wenn Du einen Ausdruck machst, mal an die Bass klebst und mal auf Distanz im doppeltest-denkbaren Sinne zu Deinem Entwurf gehst. Ich spüre förmlich, dass Du es in Sachen Kreativität und Graphik-Design noch deutlich besser als in der jetzigen Form hinbekommst.


    Also, der ist kein Murks... aber da geht noch viel mehr, und dann ´brauchste ihn auch nicht in wenigen Wochen wieder Wegwerfen oder ändern. Lieber in der Anfangsphase noch etwas länger feilen.


    Noch ein letzter Tip: wenn Du Dich vom Filigran-Kram nicht trennen willst, und auch das Erpresserbrief-Schriftbild bleiben muß, dann zumindest das filigrane Zeug etwas aushellen, damit die Buchstaben wirklich lesbar werden. Insbesondere das "g", die "ee" und das "s".


    Aber wie gesagt, ich würde neben einem aufgeräumteren Logo auch die Sinnhaftikeit der gegenwärtig total divergierenden Stilmittel mal kritisch bedenken...

    Sehr gute Hinweise von DF. Das sind Erklärungsansätze die ich 100% teile... bzw. die sehr wahrscheinlich als Ursache in Frage kommen.


    Trotzdem noch eine Anmerkung. Im Verlaufe der letzten 4 Jahre habe ich mehrere Pearl Exports erworben.


    Obwohl die Qualität der Sets deutlich angezogen hat, waren 2 Sets dabei, wo einzelne Stimmschrauben ganz leichten Flugrost aufwiesen. Auch bei 2 Spannreifen war direkt beim Auspacken aus dem werksneuen, versiegelten Kartons Flugrost zu sehen. Der ließ sich weitestgehend wegpolieren...


    Klar die von euch beschriebenen Mängel sind hundertprozentig später entstanden. Aber es schadet nie, auch bei ganz farbikneuer Ware sehr genau! hinzuschauen und wenn man sie nicht beanstandenswert findet - zumindest das Problem handeln und nicht unkontrolliert weiter rosten lassen! Denn die ersten kleinen Weichenstellungen in Richtung
    Rost können durchaus bereits während der Werkslagerung oder dem sehr langen Transportweg "vom Fertigungswerk - zum Container- über die 7 Meere - zum Vertrieb - zum Händler - zu Euch" entstanden sein...

    Zitat

    Verkaufspreis: 899.-€


    Neu, mit Rechnung und voller Garantie.


    Vergleichbare Snares liegen bei 1.200.-€ - 1.600.-€.


    Unglaublich... ich unterstelle aber nur Gutes. Nämlich dass der dt. Vertrieb/bzw. Importeur von diesen Ebay-Angaben jenseits jeglicher Vernunft und auch fernab der Realität bzw. Wahrheit nichts weiß! Welche Alu Snares kosten 1600.- Euro???


    Es kann sich also nur um einen Druckfehler handeln. Ganz sicher!


    Ansonsten... würde gelten:
    Ebay Quo Vadis? - Armes Deutschland!
    Wahrhaftigkeit war mal eine Tugend...

    ... und nur um sicherzugehen.


    Die Hälfte des Preis bezog sich nicht auf die völlig utopischen 1300.- (da hat der Vertrieb seit Monaten einen falschen Preis/ bzw. eine surreale Preisgrundlage gepostet) sondern die Hälfte des Sonor!!! Preises.


    Die Glockenguß von Sonor gibt es je nach Händler um die 1100.- Euro. 550.-oder 600.- kann man dafür gebraucht zahlen. Natürlich gibt es auch ab und zu sehr glückliche Freaks die so was noch günstiger erwerben.


    Anyway - nochmals: die Hälfte bezog sich nicht auf den Aprilscherz-Preis.


    Und wenn Alu dann Tico :)


    An dieser Stelle nochmals (wie in anderen Threads von mir in Bezug auf Cadeson mehrfach gepostet) mein gutgemeinter Hinweis an die dt. Importeure für Cadeson. Unbedingt die Preise realistischer gestalten. Bei der aktuellen Preisgestaltung hat Cadeson auf dem dt. Markt KEINE Chance.

    Das ist die Frage...


    ich unterstell(t)e er sucht eine Aluminium Snare. Also die Cadeson Sa 1453. Weil er Alu geschrieben hat.


    Wenn er eine Glockengußbronze meint (dann würde jeder halbwegs vernünfte Drummer ohnehin gebraucht die Sonor kaufen) dann wäre es tatsächlich die SBG 146Z.


    Aber die ist so teuer, dass es sich quasi verbietet zu diesem Preis zuzuschlagen. Man bekommt für die Hälfte dieses Preises eine Sonor gebraucht... und fast für denselben Neupreis eine Sonor (je nach Händler) neu.


    Also bitte aufklären: hast Du nur die blöden Abkürzungen verwechselt?
    Oder weißt Du nicht welches Material Du suchst? :)


    Sehtr seltsam, gerade in dieser Preisklasse gebietet es sich etwas mehr nachzudenken, bevor man die Hölle an Geld verballert...

    Leider nur vom Prospekt... warum muß es denn unbedingt die Cadeson sein?


    Bitte auch mal posten zu welchem Preis Du sie erwerben willst.


    In den letzten Monaten kann man nämlich die Pearl Tico Torres Ultracast Aluminium auch für einen sehr fairen Kurs erhalten. Und viel besser als die geht es in Richtung Alu nicht. Noch dazu hätte diese einen wesentlichj höheren Wiederverkaufswert, als eine nach wie vor als No-Name Marke geltende Cadeson.

    vintage


    Zitat

    90% aller in custom Schmieden verwendete Hardware ist Standart Japan oder Gauger usw. und in Massen erwerblich.
    Wo ist der Unterschied zwischen einem Pearl Bock und einem OCDP "Null acht Fuffzehn" Baltimore Bock?



    Genau das ist der Punkt. Die meisten Edelschmieden verwenden Standart-Zeug von Zulieferen da sie meist nicht die Entwicklungspower für eigene Kesselhardware haben. Oder sie designen die Kesselhardware und Tomsysteme selbst... was man dann leider auch sieht, weil es so "bemüht" aussieht. Ich vermeide das Wort "gelungen" aus gutem Grund.


    Beide Varianten sind in meinen Augen dem Design der Hardwarekomponenten des High-End-Sets Reference inklusive ihrer High-End-Hardware unterlegen. Da will Pearl eben das beste verwenden was es gibt. Eine Prestige-Frage... wie früher z.B. auch beim Sonor Signature.

    Wenn ich alleine schon die Bassdrumspurs von Pork Pie sehe... sehe ich Standard-Ersatzteillisten von Drumcustomizern vor meinem geistigen Auge. Und zwar jene Listen die jeder auf dem ganzen Erdball nutzt wenn er Teile braucht.


    Fairerweise muß man natürlich auch anmerken dass bei den Tomböckchen oder dem Rims-clone Pork Pie versucht "irgendwie" eigenständig zu erscheinen. Nur gefällt mir deren Optik eben auch nicht. Und die Rims-Platten konnte ich schon 1992 nicht mehr sehen. Üble, antiquierte Optik.


    Ich denke immer noch: Es ist irre schwer als "One-Man-Betrieb" (oder geringfügig größer) so zu tun, als könnte man alles besser machen, als eine große Firma mit kooperierenden Design-, Engineerung- und Ergonomieexperten etc. Bei 95% aller Customizer-Firmen sieht man leider dass sie da nicht gleichziehen können. BTW. es wäre auch eine maßlose Selbstüberschätzung, das zu glauben.


    Trotzdem, dass kein falscher Eindruck entsteht... schlägt mein Herz auch für Custom-Drums, oder ganz kleine Hersteller - eben weil es sehr toll sein kann, etwas zu spielen, was nicht jeder hat! Außerdem haben die "One-Man-Shows" auch einen großen Vorteil. Sie können Entscheidungen, Veränderungen ihrer Sets viel schneller ohne große Firmenhierarchie-Diskussion durchsetzen.

    Da können wir wenig helfen. Allein deine Soundvorliebe entscheidet!


    Ein ganz kleiner Nebenfaktor: der Wiederverkaufswert des Pearl Reference
    (solltest Du es mal verkaufen wollen) wird tendenziell höher sein, als der des Pork Pies.


    Das mag zunächst kurios erscheinen... aber meiner Erfahrung nach sind Edel-Sets von Exotenherstellern (so toll sie mitunter klingen) eher schwer zu einem angemessenen Gebraucht-Preis zu veräußern. Und wenn dann muß man recht lange suchen, bis man einen echten Liebhaber dafür findet.


    Ich persönlich würde (wenn beide Sets dir wirklich soundtechnisch gleich gut gefallen!) trotzdem das Reference vorziehen. Besonders da "One-man-shows" a la Pork Pie schwerlich das Hardwarepotential und die Engineering-Power (z.B. bei Stimmböckchen, Tomhalterungen) eines Giganten wie Pearl aufweisen können - weder finanziell noch zeitlich kann eine Mini-Manufaktur wie Pork Pie da gleichziehen. Völlig utopisch!


    Ich weiß allerdings, dass andere Drummer Pearl, Sonor, Yamaha oder Tama für Mainstream halten. Da schielen viele schon aus idiologischen Gründen :) auf kleinere Alternativ-Firmen. Alles völlig legitim.


    Nein... ich merke ich kann Dir nicht helfen :) Sorry!

    Ja, so ähnlich hatte ich es auch lernen müssen :)
    Das diese Studie so wie beschrieben nicht korrekt oder gefaked war, aber tatsächlich sehr viele reale Folgestudien auslöste.


    Prinzipiell ist das "Ankommen" (ohne dass es uns bewußt wird) subliminaler Bildbotschaften angeblich allerdings in Studien nachgewiesen. Auch der Nachweis, dass gewisse emotionale und mentale Verarbeitungsprozesse ausgelöst werden können.


    Die Kernfrage ist aber: ob diese auch eine Verhaltensänderung z.B. im Sinne eines veränderten Kaufverhaltens etc. bewirken. Da ist die Beweißlage aufgrund verschiedener Studien und einer Vielzahl zu berücksichtigender Faktoren :) widersprüchlich.

    Ja, diese Untersuchung gilt als Klassiker der ganz frühen Werbepsychologie... unabhängig davon ob das kolportierte Ergebnis stimmt (früher arbeitete man nicht immer sehr genau in Sachen Versuchsaufbau... obwohl bis heute sollen in der Forschung ab und zu mal Unsauberkeiten vorkommen - siehe "Korea-Stammzellenfreak")... löste diese Untersuchung viele Folgestudien aus.


    Was fest steht ist, dass extrem kurzzeitige Bildeinblendungen die unter unserer Wahrnehmungsschwelle liegen (werden wir gefragt können wir nicht angeben etwas gesehen zu haben), tatsächlich Einfluß haben KÖNNEN. SUBLIMINAL ist das Stichwort.


    Auch bei Emotionen... wenn nur wenige Millisekunden traurige Bilder eingeblendet werden (z.B. Sterbebild, Beerdigung, oder Fotos von weinendem Gesicht etc.), kann angeblich die Grundstimmung von uns kippen. Ohne! das wir wahrnehmen, warum unsere Stimmung von "normal" oder "gut ´drauf" gekippt ist. Erstaunlicherweise kann auch auf unsere "Verarbeitungsgeschwindigkeit" für "normal" dargestellte Bilder Einfluß genommen werden... wenn subliminimal (also so schnell, dass wir die Inhalte nicht bewußt wahrnehmen) verstörende Bilder eingestreut werden!


    Auf ganz banaler Ebene wirkt das auch mit Musik. Jetzt mal abseits dieser "subliminal-Sache": Die grausige Alt-Opa-Musik, die in konservativen Supermärkten uhrzeittechnisch immer dann läuft wenn der prozenuale Anteil einkaufender Rentner hoch ist, ist so beschaulich und easy-listening-langweilig, dass die Menschen TENDENZIELL LANGSAMER durch den Supermakt gehen. Die Supermarkt-Betreiber hoffen, dass sie dadurch auch mehr kaufen - insbesondere Dinge, die sie vorher garnicht auf ihrem Einkaufszettel stehen hatten!

    Das ist genau die Frage Pillo...


    Einige religiöse Fanatiker sagen "Ja".


    Fakt ist dass prinzipiell unter gewissen Umständen tatsächlich Botschaften eine Wirkung entfalten können, selbst wenn wir uns dessen nicht bewußt sind. Ob es bei dem Backtracking wirkt?? Da habe ich sehr große Zweifel.


    Prinzipiell nutzt aber z.B. die Werbebranche häufig die Möglichkeiten, an unserem rationalen Verstand vorbei, ihre Botschaft zu platzieren oder unsere Aufmerksamkeit auf ihre Botschaft zu richten - sogar gegen unseren erklärten Willen.


    Um bei Werbespots die Aufmerksamkeit von uns Männern auf den TV zu richten ist eine weitverbreitete Methode zum Beginn oder zumindest kurz vor der wichtigen Werbebotschaft ein Frauen-Stöhnen unterzubringen. Wenn man darauf mal achtet wird man viele! Spots mit ganz anderen Augen (ähhm Ohren) sehen/hören. Zum Beispiel Yes-Torty Zelt-Szene mit Geburtstagsüberraschung... das Törtchen wird überreicht.


    Wenn man rational überlegt macht dieses Stöhnen an dieser Stelle inhaltlich überhaupt keinen Sinn. Bei vielen Werbespots nicht. Wenn man sich aber überlegt, dass sexuelle Konnotationen positive Gefühle bei uns auslösen oder zumindest unsere Aufmerksamkeit auf den Werbespot richten (ob wir wollen oder nicht), macht es natürlich aus Sicht der Werbestrategen schon Sinn bei möglichst vielen Werbespots diese Methode zu nutzen. Positive Gefühle könnten auf das Produkt übertragen werden, bzw. künftig damit assoziert werden (was dem Verkauf natürlich förderlich sein kann!), oder aber zumindest wird die Werbung angeschaut oder zugehört. Während viele andere Werbespots die derartige Mittel nicht nutzen womöglich an uns vorbei-rieseln oder wir sogar während ihrer Sendung ausschalten.


    Dergleichen gibt es dutzende weitere Beispiele, dass es verhaltenswirksame Möglichkeiten gibt, die uns lenken, ohne dass wir uns dessen bewußt sind. Das bedeutet nicht, dass alle Werbe-Jobs manipulativ sind.


    Im Bereich der qualitativen Marktforschung wird aber tatsächlich von einigen "Instituten" sehr manipulativ und subversiv mit allen menschlichen Ebenen bzw. Motiven/Trieben gearbeitet. Da wird nix dem Zufall überlassen!