Wenn es keine hardwaretechnische Ursache hat, z.B. irgendeine andere leicht veränderte Einstellung z.B. der linken Fußmaschine (der er sich nicht bewußt ist), die sein Spiel aber "ins wanken bringt"...
vermute ich folgende Ursache(n):
Beim Wort "STUDIO" klingelt es bei mir, da ich folgende Phänomene bei nicht wenigen Drummern kenne:
Bislang: Man spielt(e) Double Bass sauber/tight (oder vermeintlich sauber) im Proberaum und bei Gigs.
Dann kommt Studio-Termin: Man trommelt passabel, aber beim Abhören der bassdrumspuren stellt man das berühmte "eiern" fest. "Null problem, die Passage trommel ich noch mal ein". Man hört es sich wieder an, auch mal den Track vom Vortag und entdeckt noch mehr untighte Stellen... plötzlich auch im Track vom Vortag, der eigentlich schon als "finished track" abgehakt war.
Unser Hörraster wird nun immer feiner kalibriert! Dessen sind wir uns aber nicht bewußt! Wir entdecken immer mehr untighte, leicht wackelige etc. Stellen. Der Drummer (den wollen wir ja nicht vergessen) gerät faktisch immer mehr in den Blickpunkt, was für ihn einen immensen Streß aufbaut. Selbst ganz harte Burschen (von denen ich auch den ein oder anderen kenne) gehen da ganz schnell psychisch in die Knie. Gibt man natürlich nicht so gern zu. Und bei den meisten wird als Folge das Drumming nicht tighter, sondern das Selbstwertgefühl nähert sich der Minus-Marke - und das Drumming wird immer untighter.
Folgende Tips, die vielleicht vereinzelt an der Sache vorbeigehen, trotzdem nicht aus Blödheit gepostet, sondern oftmals erlebt:
1.) Kritisch hinterfragen, ob ihr wirklich schon mal VOR DEM STUDIOTERMIN mit so kritisch-analytischen Blick bzw. Gehör die Bassdrumspur abgehört habt. Erstaunlicherweise neigt unser audiophiles Gedächtnis zum Schönfärben. "Boah, war der Gig damals geil". Das kann soweit gehen, dass "Live-Mitschitte direkt vom Mischpult" schon heimlich vernichtet wurden, nur um die schön-gefärbte Erinnerung nicht zu gefährden.
2.) Die Mikrofonierung und Abhörbedingungen haben immensen Einfluß auf die Tightness des Doublebass-Spiels. Während das coole EV RE20 oder wenn es wirklich sein muß das AKG 112 vieles verzeiht, kann ein Hochpreis-Kondensatormike (die ja heutzutage auch schon immer öfter zur Aufzeichnung eingesetzt werden) kleinere Tonhöhenunterschiede der Felle quasi "überproportional" wiedergeben. Statt "BUMM BUMM BUMMM BUMM" hört dann der Drummer im Kopfhörermix "PITSCH BUMM PITSCH BUMM" und schon versucht er sein Spiel zu regulieren - und wird noch untighter. Eben da das "PITSCH BUMM PITSCH BUMM"nicht aus einem untighten Spiel resultierte, sondern aus dem übertrieben-genau aufgezeichneten Attacksound der 2 Bassdrumschlegel-Aufschlagstellen.
3.) Noch fataler sind nicht identisch gepegelte Bassdrums beim Einspielen. Ist also eine im Kopfhörermix des Drummers faktisch lauter wird ganz schnell ein "eiernder" Höreindruck beim Drummer ankommen, den er durch mehr Druck auf das vermeintliche leisere Pedal (oftmals ganz unbewußt) kompensiert. Schon ist die Tightness dahin. Nochmals: absolut identische Lautstärkepegel können wesentlich helfen die Tightness im Studio zu erhöhen.
4.) Oftmals macht einen ein zu kritisches Gehör beim Double-Bass-Spiel total kirre und unsicher. So unsicher, dass plötzlich vorab toll getrommelte Beats oder Licks leiden, "eiern" oder gar auseinanderfallen. Eben weil im Kopf ankommt "das war immer noch nicht gut genug". Sehr gutes Gehör, bzw. Diskriminanzleistung für feinste rhythmische und/oder Tonhöhenunterschiede können in Zusammenhang mit sehr selbstkritischer Persönlichkeit zum absoluten Musiker-Killer werden. Es gibt international schon einige Therapeuten die sich mit diesem heiklen "Musiker"-Thema befassen. Nicht falsch verstehen: dahin will ich euren Drummer nicht per se hinschicken. Ich möchte nur ganz grob umreißen, dass viele Faktoren möglich sind... und möglicherweise sogar mehrere in KOMBINATION wirken.
5.) Ich kenne einige Drummer die mit radikal miesem Gehör (erschreckend schlechter Diskriminanzleistung in Bezug auf Tonhöhenunterschiede und sogar elementar-rudimentäre rhythmische Muster) mit einer Selbstsicherheit Killer-Breaks runterrattern, dass mir Hören und Sehen vergeht. Daraus leite ich KEINESFALLS ab, dass Menschen mit grober-auflösender Gehörverarbeitung bessere Trommler wären - oder werden 
Aber sie sind in Bezug auf einige der obigen Punkte deutlich Streßresistenter.
Ich persönlich tippe also darauf (wenn Hardware-Veränderungen wirklich auszuschließen sind) das während der Studio-Situation "etwas passiert ist"
Ob Ihr euch erstmalig durch das Studioequipment ganz nüchtern über die faktische??? untightness klarwurdet, oder durch das Anlegen höherer Maßstäbe das Drumming immer genauer mit der Lupe seziert habt, bis sich tatsächlich untighte Stellen finden lassen - vermag ich nicht zu beurteilen. Ob der Drummer dadurch immer mehr in Selbstzweifel geriet, bis es nun auch im Proberaum hakt? ... wäre denkbar.
Ich hoffe, die oben erwähnten Punkte können helfen Erklärungsansätze zu finden.