@ Homer
Beatboy26
Zitat
Ich habe mich gefragt, was du mit deinen Mails bezwecken wolltest.
Einsicht, Entschuldigung und Wiedergutmachung?
In diesem Fall lass dir gesagt sein, dass dafür das Anliegen von der ersten is zur letzten Zeile freundlich und sachlich dargestellt werden musst, egal wie groß dein Ärger ist. Mit Beschimpfungen kannst du es knicken....
Gut, über Formulierungen und den Grad der (nötigen) Diplomatie kann man streiten. Die Tatsache, dass es offensichtlich zum Dialog kam, zeigt aber das Homer schon was erreicht hat. Ich finde derartige Kontaktaufnahmen prinzipiell gut und wünschte so was würde noch öfters erfolgen bzw. gepostet.
Meine Erfahrungen: sowohl sehr positive, als auch in einem Fall sehr negative mit dem Musik Store in der großen Budengasse:
Die negative: schon etwas länger her… about 1999
Ich wollte sehr dünne, schwarze Reso-Felle, noch dazu Evans erwerben. Deren Serie war damals im Musicstore Katalog als „Black Gold“ bezeichnet und in vielen inch-Größen gelistet.
Ich rufe an und bestelle meines Wissens 2 oder 3 in verschiedenen Größen sowie einen anderen Artikel der Drumabteilung. Gedächtnisprotokoll:
Gerald: Hallo, ich würde gerne Evans Resonanzfelle bestellen. Black Gold in 12” und 15“ inch sowie Artikel XY” (war also eine kleine Kombi-Bestellung 2 Felle + ein anderer Drumartikel… eines der Felle hatte ein etwas ungewöhnliches Maß… ich meine es war 15“)
Mitarbeiter der Drumabteilung: „Ahhhhhhhhhhhhhhh Black Goooooooooooooooooooooold, super!“ „Warum sollen es denn die Black Gold Felle sein?“ (Verkäufer kichert ! Das Wort „Gold“ wird von ihm 2 Sekunden langgezogen und tieffrequent in den Telefonhörer geröchelt… nein es war nicht die Karnevalszeit!)
Gerald: “Ich möchte möglichst dünne Resonanzfelle, außerdem passt die Farbe schwarz optisch ideal zu meinem Drumset.“ (Anmerkung: damals ein customized Kit von Stegner)
Mitarbeiter der Drumabteilung: „Warum muß es denn schwarz sein? Nimm doch Remo Felle“
Gerald: „Um ehrlich zu sein, ich möchte aber die Evans. Wie gesagt, die Farbe würde gut zu meinem Kit passen. Ihr habt sie ja auch im aktuellen Musikstore-Prospekt beworben bzw. gelistet. Es ist für mich auch mal eine gute Möglichkeit die Sound-Unterschiede zu den Remo Diplomat rauszufinden.“
Mitarbeiter der Drumabteilung: “hmmmmm, die haben wir aber nicht da. Das kann lange dauern mit der Bestellung, ich weiß nicht ob der Vertrieb sie vorrätig hat.“
Gerald“ Gut, dann bestelle ich sie hiermit.“
Nach einiger Zeit, kam der Artikel XY aber leider nur ein Fell. Das kleinere. Das größere kam nie. Weder eine zweite Sendung noch irgendeine sonstige Info erreichte mich, dass man sich darum bemüht. Bezahlt habe ich damals leider alles. Ein Teil der bezahlten Lieferung hat mich also bis heute nicht erreicht. Da ich seinerzeit total im Streß war, Berufsstart, 2 Wohnorte parallel inklusive Equpiment von A nach B schaffen und bei C zwischenlagern, diverse Bands etc. konnte ich mich nicht darum kümmern. Verübelt habe ich dem Store sowohl die unvollständige (und somit überbezahlte) Evans-Fell-Lieferung, als auch den kindischen Ablauf am Telefon („zugekifft“ war meine erste Assoziation). Ich war auch kurz am Überlegen dies dem dt. Evans Vetrieb mitzuteilen… fand das aber dann doch zu „rentnermässig“ bzw. pedantisch und habe es gelassen. Obwohl ich weiß dass statistisch in jeder Firma auch mal ein zugekiffter Bruder mit senil-debilem Humor vorkommen kann. Auch behaupte ich nicht, dass er es faktisch war… er verhielt sich „lediglich“ so. Ich fand jenen Drumverkäufer seinerzeit allerdings nicht nur arrogant, unfreundlich, faul, irreführend und unkooperativ in seinen Äußerungen sondern nachweislich wurde die Bestellung intern auch nicht korrekt bearbeitet. Das hat möglicherweise ein ganz anderer Mitarbeiter verschuldet? Jeder macht mal einen Fehler und wäre die Bestellannahme nicht so dreist gewesen, hätte ich das auch längst verziehen.
Positiv:
Nun eine Music Store-Story (einer ganz anderen Abteilung… ich traue mich nicht so recht sie zu nennen… ich finde aber der Mitarbeiter hat sich fantastisch verhalten) die wesentlich aktueller ist about 2004... und die obere deutlich aufwiegt. Preise sind gerundet… um das Produkt nicht zu verraten 
Ich wollte ein Produkt erwerben, dessen Listenpreis deutlich jenseits der 10.000 Euro Grenze lag. Glücklicherweise hatte der Store jenes Produkt schon seit Monaten für ca. 6000.- Euro gelistet. Das war für mich aber immer noch ein riesen Batzen. Aber ich wollte unbedingt einmal im Leben so ein wertiges Gerät haben. Ich hatte also innerlich schon damit abgeschlossen soviel Geld zu verbraten. Trotzdem noch gewisse Skrupel: Also in ganz Deutschland rumtelefoniert, u.a. beim offiziellen Europa-Vertrieb des Produktes (der gab (s)einen ersten vagen Tip nach 40 minütigem Gespräch, betonte aber verwirrenderweise die 6000 Euro seinen doch schon ein toller Preis, eigentlich sollte ich ihr Produkt nun kaufen) sowie mehreren anderen Händlern. Dann aufgrund des vagen Tips der finale Anruf beim Store. Ich wusste, wenn der Mitarbeiter keinen Euro runtergeht, werde ich in den sauren Apfel beissen und 6000.- Euro löhnen.
Gerald: “Hallo ich habe ein riesen Interesse an Produkt XY, ich habe total lange geträumt einmal im Leben so ein Teil zu besitzen. Es ist bei Euch für 6000.- Euro gelistet. Nun habe ich lange mit dem Vertrieb telefoniert. Die sagen ich solle bei Dir nachmal nachfragen. Was ist denn der aktuelle Preis?“
Supernetter Kölsche Jung bzw. Verkäufer:
„Also, wenn du mir versprichst, dass nirgendwo im Web oder sonstwo zu schreiben... in unserem System ist der Preis 6000.- noch wochenlang eingetragen. Wir haben aber vor wenigen Tagen das gesamte Europa-Kontingent des Produktes aufgekauft. Wir werden in 6-8 Wochen liefern können. Zu einem Preis von 3000.- Euro. Diese Wochen müßtest Du dich aber noch gedulden!“
Gerald: „Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas????“ Das gibt es doch nicht. Ich könnte sie heiraten!“
Supernetter Kölsche Jung bzw. Verkäufer:
„Soweit sollten wir vielleicht nicht gehen“ (Anmerkung von mir: auch ich stehe nur! auf Frauen)
Es folgte eine genaue Abstimmung (inklusive Aufnahme meiner Adresse, des definitiven Preises). Ich habe trotzdem noch 2 mal nach diesem Telefonat bei ihm angerufen. Weil ich es nicht glauben konnte und in meinem eigenen Interesse ganz sicher gehen wollte. Stets erinnerte sich der Verkäufer an mich, und versicherte mein Mißtrauen sei unbegründet, ich sei unter den ersten an den dieses Hochpreis-Produkt vom Store zum Preis von 3000.- Euro geliefert wird. Und genau so kam es auch. Sowas positives in Sachen Kundenfreundlichkeit hatte ich bis dato noch in keinem Shop erlebt. Ein riesen Lob an diesen Mitarbeiter. Natürlich habe ich daraufhin öfters und gerne bei diesem Mitarbeiter Produkte bestellt.
Trotzdem muß auch eines erwähnt sein: Das Musicstore-Konzept, quasi mit akribischer Recherche Restbestände oder überfüllte Lager der Vertriebe zu ermitteln, denen dann einen Preis vorzuschlagen der die gesamte Lagerleerung beinhaltet, ermöglicht natürlich letztendlich für den Endkunden oftmals tolle, niedrige Preise. Ist aber für den etablierten Musikalienhandel vor Ort ein ganz, ganz schweres Brot. Es tut mir um viele lokale Musikgeschäfte (die ich, zumindest dann, wenn das Team nett und kompetent ist
bis heute auch durch Käufe „unterstütze“, manchmal sehr leid. Einige werden die Preiskämpfe der großen (z.B: Musicstore, Thomann) nicht überleben. Eine ganz fatale Entwicklung die mich selbst ohne Paranoia an internationale Fusionen und Verdrängungswettbewerbe erinnert. Ich weiß, ich bin Dinosaurier und vielleicht auch altmodischer Moralist 