Beiträge von Drumstudio1

    Auch ich teile (bislang) Bumklaatt´s Eindruck.


    Könnt Ihr mal konkret posten auf welchen Preisvergleich Ihr euch bezieht? Ich fand bislang auch den Unterschied nicht sooo immens. Auch bei 2 Händlern, die schon mal vor 2 Jahren für RMV-Felle warben mit den Worten "viel billiger bei toller Qualität" machte es dann nur eine Handvoll Euro aus... im Falle eines 14" Snare Felles damals sogar nur 1,5 Euro.


    Aber vielleicht existieren neue Preise oder eine RMV-Special-Price-campaign?


    Wäre klasse, wenn sich jemand traut die jeweils günstigsten Preise von Händler X bei Remo/Evans neben den günstigsten Händler Y für RMV-Heads zu listen. Würde mich aufrichtig interessieren, da mich bislang diese Überflutung mit RMV-Werbung eher abgeschreckt hatte...

    Hallo Kollegen,


    ich muß offen gestehen, dass ich in den letzten 15 Jahren öfters mal mit Mapex-Produkten geliebäugelt habe, am Erwerb aber mehrfach ganz knapp vorbeigeschrammt bin. Teilweise aus völlig nichtigen, fast schon zufälligen Gründen. In Sachen Hardware-Design und Produktfeatures bzw. Produktinnovation gefiel mir von Mapex schon lange einiges! Anyway - über Drumschüler und Kollegen kam ich auch desöfteren mit Mapex Sounds/Drumsets und der Hardware verschiedenster Serien in Kontakt - nur zum Kauf reichte es bislang nie.


    Auf der diesjährigen Messe sah ich mir die Ergo 7500 Doppelpedal-Fußmaschinen kurz an. Der erste, flüchtige Eindruck war wirklich gut. Nein - sehr gut!


    Gleichwohl haben mich aber die letzten Jahre auch einige e-mails von Freunden und Drummerkollegen erreicht, die von Hardware-Ausfällen ihrer Mapex-Produkte - kurioserweise auch in dem Mapex High-End-Bereich berichteten.


    Da einer meiner Schüler seine Ergo JNSP 7500 vor kurzem mal mitbrachte, schien sich aber ein zweites Mal mein guter Eindruck dieses Doppelpedals zu bestätigen. Gute Laufeigenschaften und beeindruckende Produktfeatures (die ihr bitte den Prospekten entnehmt... sonst nimmt der Post hier kein Ende).


    Interessant war allerdings, dass bei jenem Schüler nach wenigen Monaten Nutzung 2 recht gravierende Mängel auftraten.


    1.) Kardanwelle defekt, "totales Spiel", da die Nieten sich völlig gelöst zu haben schienen.
    2.) Achs-Stift eines der Pedale defekt.


    Beides wurde vom Händler bzw. Touchmusic im Rahmen der Garantie unproblematisch ausgetauscht.


    Da der Schüler wirklich ein "Mister Power-Feet" ist (mit immenser Krafteinwirkung auf die Pedale), wollte ich dies nicht! in die Schublade der E-mail-Mahner einordnen. Lieber selbst ein Urteil bilden, besonders da es seit Wochen einen Anbieter gab, der das Janus-Doppelpedal für 219 Euro inklusive vollem Zubehör, Tasche, verschiedenen Übersetzungen sowie Kette und Bandoption anbot. Ein günstiger Preis den kein!!! Mitbewerber für sein Hi-End-Pedal momentan bieten kann.


    Ich bestellte 2 dieser Doppelfußmaschinen zu verschiedenen Zeitpunkten (eine kam aus dem Lager des Händlers, die andere wurde nachweislich von Touchmusic nach meiner später erfolgten Bestellung schnell an jenen Händler zugestellt) und ist letztendlich heute bei mir eingetroffen. Da ich sowohl an meinem Practice-Set unterm´ Dach als auch an meinem Set für Drum-Aufnahmen das identische Pedal-Feeling haben möchte, ist ersichtlich, warum ich 2 Doppelpedale brauche. Hat also nix mit Mr. Onassis zu tun - nur das kein falscher Eindruck entsteht.


    Hier meine ersten Eindrücke (um mal etwas ausgewogener zu sein und nicht immer nur zu kritisieren, erwähne ich ganz bewußt auch einige auffallende Pluspunkte):


    @Bibbel... man soll es nicht glauben, mein letztes Yamaha-Mungo Doppelpedal ist nun verkauft und tut nun seinen Dienst in der UKRAINE :)


    Back to topic:


    1.) Beim ersten Auspacken aus dem Karton kommt einem ein unglaublich strenger Geruch entgegen. So streng, dass mich noch Tage nach Ankunft der Maschine(n) mehrere Personen die nur durch den Raum gingen, in dem die Koffer standen, nach dem "Lösungsmittelgeruch" fragten bzw. O-Ton "habt ihr Gift gesprüht, dass ist ja widerlich?".


    Ich persönlich vermute kein Lösungsmittel im eigentlichen Sinne sondern ein "schweres" Maschinenöl. Bin mir aber nicht sicher. Ich bin kein Warmduscher, und komme nachweislich auch nicht aus ´nem Mädchenpensionat (leider :) und habe alles andere als ´nen sensiblen Riechkolben - aber auch bei mir war die erste Assoziation "Gift!". Gerade weil der Geruch penetrant und wirklich streng ist und auch die Räumlichkeiten diesen Geruch schon nach wenigen Minuten oder einem kurzen Abstellen der Koffer "annehmen". Vielleicht kann sich jemand von Touchmusic mal äußern was da los ist. Ich kenne schon einige Öle die in metallverarbeitenden Betrieben zum Einsatz kommen. Dieser strenge, penetrante Geruch, mit grüner Welle zum Gehirn (schwer zu beschreiben, der bohrt sich radikal schnell durch die Nase auch in einem Meter Abstand!) ist mir allerdings neu! ich hoffe sehr dass ich und alle Besucher der letzten Tage irren und alles harmlos ist. Hoffentlich! In jedem Falle kommt da was zum Einsatz, was ich in 25 Jahren trommellei mit hunderten erworbenen Hardwareartikeln niemals zuvor hatte. Oder entstammt der womöglich dem Synthetik-Material der Koffer oder deren Reisverschlüssen? Keine Ahnung.


    2.) Die Maschinen sind absolut laufruhig. Dies sind mit Abstand die leisesten Pedale die mir jemals untergekommen sind. Flüsterleise - null hörbares Geräusch (gerade letzteres habe ich so noch nie! erlebt). Sehr gut!


    3.) Da ich Bandzug-Fan bin, war diese Option ein wesentlicher Kaufgrund - neben der bereits erwähnten großen und aufgestauten Neugier, Mapex-Produkten gegenüber. Beim ersten Doppelpedal fiel auf, dass zunächst nach dem Umrüsten, die Winkel der Übersetzungen bzw. die Abroll-Stellung letzterer in total verschiedenen Positionen waren. Diese Positionen waren zunächst auch nicht durch die allseits bekannten Schrauben annäherbar. No way! Seltsam! Somit war das Feel des Slave-Pedals zum Main-Pedal selbst wenn man die Schlegel millimetergenau auf den identischen Winkel einstellte, völlig unterschiedlich. Hoppla - das war kurios und das habe ich bislang weder bei Tama, Yamaha, Pearl etc. kennengerlernt. Nach einigen Stunden lies sich das Justieren. Ich bin hoffentlich? recht clever was Einstelloptionen von Pedalen angeht - in jedem Falle sehr erfahren- bin mir aber nicht sicher, was plötzlich dieses Manko etwas beseitigt hat. Es hat scheinbar mit der Andockstelle der rechten Schraube der Kardanwelle am Mainpedal zu tun. Diese läßt sich kurioserweise nur so fixieren, dass der Winkel der Übersetzung des Slave- Pedals von dem Mainpedal abweicht. Wenn ich mit Brachialgewalt diese Schraube in minimal veränderter Halteposition befestige (da gibt es nämlich ein klein wenig Spielraum, obwohl die Achse zur Schraubenbefestigung "gekennzeichnet" bzw. abgeflacht ist), sind die Winkel etwas besser annäherbar, aber diese Position wird nach wenigen Minuten Drumming wieder "verlassen", da die Schraube in einer minimal anderen Position faktisch nicht dauerhaft fixiert werden kann. Das Abrollfeel ist also immer noch nicht identisch. Ich mag die Laufeigenschaften trotzdem sehr!, aber unterschiedliches Feel zwischen Slave- und Mainpedal ist nicht jedermanns-Sache und einer emanzipierten, moderneren Fußtechnik (also selbige Fußtechnik bzw. Abroll-Feel und Widerstand für linken und rechten Fuß) eher abträglich. Insgesamt sehr rätselhaft. Beim zweiten Doppelpedal stimmte zum Glück dieser Winkel beider Pedale überein.


    4.) Beide Pedale sind ab Werk in Sachen Federspannung auffallend hart bzw. schwergängig eingestellt. Ich liebe das - Marketing-technisch sicher trotzdem ein Fehler, da Händler oder Drummer die sich nicht die Mühe machen groß nachzujustieren im Vergleich mit vielen anderen Pedalen die Janus als "träger" empfinden werden. Was sie faktisch nicht ist bzw. nicht sein muß! Die meisten Drummer die ich kenne lieben eher leichtgängige Pedale - die Janus Werkseinstellung suggeriert genau das Gegenteil. Aber nochmals - für mich persönlich sehr gut - das erste Pedal meines Lebens, bei welchem ich die Federspannung nicht nachjustieren muß und (nach den anderen Justagen) direkt ab Werk spielen kann. Aber man kann sie natürlich auch nahezu butterweich einstellen und zum laufen bringen... mit der Einschränkung des Punktes Nr.9


    5.) Beide Doppelpedale hatten von Beginn an "NULL-Spiel" was die Schaniere der Trittflächen betrifft. Großes Plus! Das hatte ich sofort überprüft und war froh, dass es dem heutigen Standard von High-End-Pedalen aller Hersteller gerecht wird. Trotzdem weiß ich von anderen Marken, dass hier in seltenen Fällen noch manchmal Montagsproduktionen ausgeliefert werden. Meine Doppel-Pedale gehörten nicht dazu. Schön! Umso erstaunter bin ich leider, dass das Slave-Pedal nach etwa 1-2 Wochen Nutzung doch ein deutlicheres "Spiel" im Schanier aufweist als in der ersten Woche, wo es weder nach links noch rechts zu bewegen war. Das finde ich im Verlaufe von 1-2 Wochen nicht so toll, aber es ist (noch) nicht sehr ausgeprägt und in dieser Form noch keine schwerwiegende Beanstandung wert - aber seltsam! Mehr wird womöglich ein Langzeittest offenbaren.


    6.) Eine der Kardanwellen hat etwas "Spiel". Nicht dramatisch, ist aber bei meinen 2 anderen gegenwärtig im Haus befindlichen Pearl-Doppelpedalen garnicht! der Fall und war auch bei meinen bis vor kurzen in Besitz befindlichen Yamaha Doppelfußmaschinen trotz jahrelanger Nutzung nicht aufgetreten. Vielleicht Zufall und nicht so tragisch - aber bei nüchterner Betrachtung nicht wirklich High-End sondern eher Low-Budget-Standard. Letzteres ohne Ironie - ein ganz nüchternes, einordnendes Statement. Auch sind viele andere Hersteller im High-End-Bereich vor ca. 3 Jahren dazu übergegangen etwas leichtere Alu-Wellen zu verwenden. Kein Muß, aber die Kardanwelle habe ich schwer im Verdacht nicht dem High-End-Anspruch des Mapex Janus Pedals gerecht werden zu können. Da wette ich meinen Kopf, das bei künftigen Janus Updates bzw. Produktgenerationen der Hersteller nachbessert - sollte er tun!


    7.) Das zweite Doppelpedal, das heute eintraf ist leider eine Spaßbremse. Es ist nicht möglich die Ketten abzumontieren. Die Schrauben unter dem Pedal (kurioserweise Kreuzschrauben an dieser Stelle - wohingegen fast alle anderen Justagemöglichkeiten über 2 Imbusschlüssel und den Drumschlüssel vorgenommen werden) sind im Werk so fest angezogen, dass sie sich mit dem passenden Kreuzschraubenzieher aus meiner Werkzeugkiste nicht lösen lassen. Eine Schraube ist nach mehrmaligen Versuchen "ausgefranst". Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebs den ich atok um Hilfe bat, meinte lapidar: "Butter-Schraube". Ich vermute er bezieht es darauf, dass sich die Schraube wenn sie härter oder wertiger! wäre, lösen lassen würde, ohne ihre Form zu verändern. Da ihre Materialqualität aber zu weich ist und scheinbar vom Mitarbeiter im Werk höllisch fest angezogen wurde, franst sie aus, sobald man sie lösen will. Der Bandzug war somit nicht anzubringen. Auch am Slave-Pedal war jene entsprechende Schraube mit 2 Versuchen nicht zu lösen. Mehr Versuche wollte ich NICHT unternehmen, da ich hier unbedingt das Ausfransen verhindern wollte. Nun habe ich eine E-mail an den Händler gerichtet und um Rücknahme dieses Doppel-Pedals gebeten. Mal sehen was dabei herauskommt und wie schnell ich Ersatz bekomme.


    Ich möchte nun auf jeden Fall eine Janus-Doppelfußmaschine, bei der der Händler selbst den Bandzug anbringt, um weitere hin- und Herschickerei zu vermeiden. Ich bin in bezug auf diese Unannehmlichkeit schon etwas sauer, da es wie gesagt beide Maschinen des neuen Doppelpedals betrifft.


    8.) Die Laufeigenschaften des anderen mit Bandzug umrüstbaren Doppelpedals (wo die Schrauben nicht so irre fest angezogen waren) sind bislang wirklich klasse und gefallen mir besser! als die meiner bisherigen Doppelpedale. Trotzdem verwundert mich der folgende Aspekt:


    9.) Neben den tollen Laufeigenschaften dieses Doppelpedals fällt aber trotzdem etwas auf, was nachweislich keines meiner bisherigen Drumpedale hatte. Das Mainpedal hat wenn man ganz leicht mit dem Fuß auf´s Pedal tippt, einen spürbaren "Schaltpunkt", bzw. ein ganz leichtes "schlackern" im Bereich der Achsaufhängung. Sogar sichtbar! Es hat nichts mit dem Fersenschanier zu tun, sondern ist direkt an der Achse bzw. ihrer Aufhängung rechts. Diesen "Schaltpunkt" hört man nicht - wie gesagt ein super-leises Pedal, aber man spürt einen ganz leichten "Ruck". Beim Slave Pedal spürt man nahezu nichts - aber auch dieses hat ein gaaaaaanz leichtes Spiel im Bereich der kurzen Achse, dort wo sie ins Main-Pedal mündet. Ich weiß das klingt verworren - als hätte ich mich verschrieben. Stimmt aber so. Zunächst dachte ich, vielleicht hat ein Kugellager eine Beschädigung, also alles ausgebaut untersucht.. aber nix festzustellen. Mancher mag einwenden "was willst du denn?, an diesen Stellen sind die Achsen ja faktisch nur an einer Säule befestigt, da gibt es nun mal gewisse Unruhen aufgrund der geringeren Haltewirkung"... dem muß ich aber widersprechen und Entgegnen das meine langjährigen Sonor Signature Fußmaschinen auch eine Einsäulenaufhängung hatten und auch in jahrelanger Nutzung kein "schlackern" oder "Spiel" feststellbar war. Ich habe sehr viele Top-Model-Doppelfußmaschinen anderer Hersteller besessen, keine hatte an der Achse Spiel, selbst nach Monaten intensivster Nutzung nicht. Das Spiel läßt sich leicht überprüfen, wenn man mit der Hand ganz leicht die Schlegel in montiertem Zustand nach links oder rechts bewegen will. Das geht nämlich! kurioserweise bei meinem Janus Doppelpedal. Es macht am Beater selbst sehr grob geschätzt etwa einen Millimeter aus (und betrifft wie erwähnt das Main-Pedal deutlicher... aber auch beim Slave-Pedal-Schlegel, dort wo er am Main-Pedal positiniert ist, sicht- und verifizierbar. Es ist aber nicht der Schlegel an sich, sondern entweder die Achse selbst oder der Übersetzungsblock. Aber auch das Abmontieren selbiger Bauteile inklusive massivem Festziehen der entsprechenden Imbusschraube die auf die Achse wirkt, bringt leider keine Verbesserung. Das "Spiel" mag nicht viel sein, ist aber trotzem suboptimal und in Sachen Engineerung seltsam, da eine "Schlackerbewegung" bzw. jeglicher Bewegungsspielraum in der "Horizontalen" bei Fußmaschinen eigentlich konstruktionstechnisch ausgeschlossen wird. Ob diese Effekte so auch bei dem zweiten Janus-Doppelpedal welches ich zurückschicken will, auftreten untersuche heute ich nicht mehr, da sie schon verpackt ist. Ich werde dieser Sache aber sofort nachgehen, wenn ich ein neues Janus-Doppelpedal bekomme, oder es dem Händler gelingt die Schrauben zu lösen.


    Ich weiß, dies ist nur eine eher oberflächliche Rückmeldung... ich werde posten, wie sich die Pedale im Verlaufe von Monaten der weiteren Nutzung bewähren werden. Ich hoffe Ihr verzeiht diese Oberflächlichkeit (kennt man sonst so nicht von mir, hoffe ich?), aber da die Janus momentan so im Gespräch ist, dachte ich schon, dass die ein oder andere wichtige Info dabei ist.


    Stay tuned :) wie der Erfahrungsbericht weitergeht.


    Edits... zu viele Schreibfehler, sowie eine hoffentlich erklärende Ergänzung nach Rückfrage von Kollegen. Die Fehlerrate korreliert eindeutig mit der Länge des Posts :)

    In diesem Abschnitt stimmt manches wirklich(das mit dem Raumanteil ist nicht falsch) und anderes eindeutig nicht!


    Ist mir aber ehrlich gesagt zu viel Mühe das zu zerpflügen.


    Probe auf´s Exempel machen... mein Tip an den, der das so gepostet hat. Ein Overhead Mikro verwenden und dann 2. Dann A/B Vergleich machen und ernsthaft überlegen ob man diesen Abschnitt nochmal so posten würde :)


    Nicht böse gemeint, aber viele Leute sehen das völlig anders (als es oben zitiert ist)... auch ich - gerade weil ich jahrelang mit dem völlig zu Unrecht von manchen Anwendern zum Standard erhobenen C1000 gearbeitet habe :) Leider viel zu lange in der Mono-Overhead Anwendung... und leider auch viel zu lange mit dem C-1000.


    Ich denke der Schreiber meint theoretisch manches richtig, hat aber doch in Sachen enginieerung vieles in der Praxis nicht ausprobiert bzw. nicht verstanden. Übrigens hört sich die erwähnte Tom Rolle (lustiger Begriff übrigens :) vor dem Drumset sehr wohl Stereo an - gesundes Gehör und bestimmter Hörabstand vorausgesetzt. Aber nicht so Stereo-extrem, dass das Standtom ganz links liegt und das 10" oder 12" ganz rechts. Aber so extrem im Pan mischt heute sowieso keiner mehr... und ich glaube in dieser Annahme liegt eine der Fehlinterpretationen des Ghost-Posters begründet oder aber einfach seinem pragmatischen Hauptaugenmerk "wie nehme ich ein Drumset auf, wenn ich nur wenige Kanalzüge zur Verfügung habe und den bestmöglichen Kompromiss anstrebe". Dann kann man ihm vielleicht eher zustimmen- und das ist wirklich ein Kernproblem des Drummer-Alltags, wenn kaum Kanalzüge oder Mikros da sind.


    Vieles des Zitats liest sich fast wie eine historische Doku als die Mono-Aktivisten noch wetterten vom Lauschen der Stereo-Platten bekäme man Haarausfall, Tripper oder Hämorriden (leicht überpitzt formuliert). Obwohl wenn der Abhörpegel stimmt, ist letzteres vielleicht wirklich möglich :)


    Aber natürlich muß man im Low-Budget Bereich Kompromisse machen. Darauf bezieht er sich womöglich hauptsächlich. Wenn ich mit 3 Mikrofonen aufnehmen würde (aus Sachzwängen) würde ich auch eher die Bass und Snare abnehmen und ein Overhead, als 2 Overheads zu verwenden und nur die Bass seperat aufzunehmen.


    Mehr dazu aber wirklich nicht.


    Die vielen edits... ich konnte mich doch wieder nicht wirklich kurz fassen... und so wurde der Post von Edit zu Edit längeeeeeeeeeeeeeeeeeer

    Nein, nein, nein.


    2 Overhead Mikros nehmen NICHT! daselbe auf. Wie kommst Du darauf? Auf fast allen Fotos von Drumsets kannst du erkennen das 2 Overheadmikrofone oftmals in recht weitem Abstand zueinander stehen oder zumindest in divergierende Richtungen zeigen!


    Die Overheadmikrofone haben selbst wenn sie eher leise den sonstigen Drumsignalen zugemischt werden einen immensen Einfluß auf die Stereoweite, -Tiefe respektive Räumlichkeit des Drumsets. Diese Funktion ist fast noch wichtiger (sehr überspitzt ausgedrückt), als die Becken mittels dieser Mirkofone überhaupt hörbar zu machen.

    Perfekt-verarbeitete Pedale weisen heutzutage im Neuzustand KEINERLEI Spiel auf... aber



    1.) es gibt auch bei Qualitätsprodukten ab und zu Fertigungstoleranzen - dass heißt manchmal (wie gesagt heutzutage selten) ist auch bei Hochpreisprodukten bei Slave oder Main-Pedal am Schanier direkt ab Werk etwas Spiel.


    2.) Und dieser Punkt ist wichtiger... einzelne Pedale "entwickeln" im Zuge längerer Nutzung bzw. Belastung leider etwas "Spiel". Ich denke, je nach Ausprägung sollte man das im Einzelfall schon Reklamieren. Mancher Hersteller wird mich dafür steinigen, aber manchmal entstehen genau dann auch deutlich hörbare quietschgeräusche. Außerdem läuft das Pedalfußteil dann je nach Ausprägung auch etwas schwammiger. Viele Drummer stört das nicht weiter. Wenn es nicht stört und wer nicht an gebrauchten Wiederverkauf denkt, bräuchte es dann auch nicht zu reklamieren.


    3.) Fest steht, dass bei den meisten High-End Pedalen heute nicht mehr die Achse simpel "nietenartig" arretiert wird, sondern man über Schrauben nachjustieren kann. Das war vor 10 Jahren bei nahezu keinem Doppelpedal möglich und belegt, dass die Hersteller dem Kernproblem (das sich im Laufe der Nutzung Spiel einstellt) begegnen (wollen).


    4.) Bei Low-Budget Fußmaschinen tritt meiner Meinung nach auch Heute noch dieses Spiel/"schlackern" (wie auch immer man es nennen mag), häufiger schon direkt ab Werk auf... also bereits oftmals im Neuzustand.

    Kuriose Frage - und richtig beantwortet.


    Etwas off-topic aber für Rookies vielleicht interessant:
    Was für das Schanier bzw. die dünne Achse tatsächlich lebensgefährlich ist, ist falsches "Hinsetzen" bzw. "Aufstehen". Kein Witz!


    Mir hat schon mal einer 2 Achsen (von einer Yamaha sowie einem Pearl Pedal) schwer verbogen, in dem er vom Drumsitz aufstand, den rechten Fuß auf dem Pedal ließ und sich quasi auf dem Pedal abstützte um Schwung für´s Aufstehen zu holen. Was klingt wie eine Anleitung aus dem Altersheim für muskulär-geschwächte Senioren, war geradezu tödlich für meine Pedale. Jeweils war sofort der Achs-Stift verbogen... in einem Falle noch durch ein laut hörbares langgezogenes Quietschen (nicht von seinem Hüftgelenk) jener Fußmaschine begleitet.

    Um ehrlich zu sein habe ich mich bislang nie um die Inhalte der Drum-Bible gekümmert... tatsächlich noch keinen einzigen Satz gelesen.


    Das von dir gepostete Statement ist aber absolut zutreffend und bringt die sehr komplizierte Sachlage in kurzen Wort sehr gut auf den Punkt.


    Folgende Ergänzungen: es gibt ganz verschiedene Aufnahme-Procedere - größtenteils - man mag es nicht glauben je nach Musikstil/Zuhörerschaft oder sogar Band unterschiedlich.


    Ganz grob umrissen kann man folgendes feststellen (bitte nicht bemüßigt fühlen dutzende Gegenbeispiele zu posten - ich weiß selbst, dass es einen Haufen Ausnahmen von der Regel gibt :)


    Das meiste an Musik was heute auf Tonträgern in den sehr umfassenden Genres der Pop und Rockmusik stattfindet wird massivst nachbearbeitet. Jedes Instrument, auch die Vocals und ganz besonders das Drumset - insbesondere die Main-Instruments des Drumsets: Bass + Snare.


    Die Einflußnahme auf den Sound bzw. der Anteil der "Soundmanipulation" (wenn ich es mal so nennen darf) ist allerdings sehr unterschiedlich. Es gibt aber eine Menge Drumaufnahmen der letzten 10 Jahre, die dermaßen fette Drumsounds bieten, die das beste Drumset, oder die beste Snare der Welt - um bei deinem Problem zu bleiben- so in Naturo NICHT BIETET. Auch wenn Endorser sich manchesmal genötigt fühlen in Interviews zu behaupten "klingt schon in Naturo so fett als wäre es abgemischt" oder "klingt so toll wir gehen linear ins Pult und verändern bis zum Mastering garnix -ehrlich!" sollte das nicht davon ablenken das Drumsounds der letzten Jahre audiotechnisch stark!!! bearbeitet werden. Und zwar so extrem wie niemals in der Studio-Geschichte zuvor. Teilweise (und das ist kein Witz) so stark, dass zwischen dem im Raum wahrgenommen Sound eines Zuhörers und dem letzlich auf CD geb(r)annten Lichtjahre liegen.


    Wie kann das sein? Oder warum? Zum einen unterliegt unsere gesamte Wahrnehmung (Auge, Ohr etc.) leider nicht wie im Volksmund vermutet eher nüchternen rationalen Gesetzesmäßigkeiten sondern ist sehr stark durch Erfahrung und Erwartungshaltung geprägt. Und letztere wird durch den Wandel des Musikgeschmacks, der Hörgewohnheiten und vor allen Dingen! den audiophilen Tricks der Tontechniker im Studio massivst beeinflußt.


    Will heißen, so geil alte Beatles Drumkits für Fans und Liebhaber auf den alten Platten klingen mögen oder gar der vielzitierte wirklich beeindruckende Bonham-Sound... irgendwann probierten Studiofreaks mal wie es klingt, auf die Bassdrum etwas mehr Kompressor zu geben, die Snare bei 8 khz ein paar db anzuheben und auf Floortoms mal einen subharmonischen Bassprocessor zu legen. Tja... und wie soll ich sagen - das gefiel einigen Leuten. Es klang neu und interessant und hörbar fetter und frischer. Für künftige Produktionen gingen andere Tontechniker wieder weiter "ich könnte doch den Compressor noch etwas stärker nutzen", "die Bassdrum verträgt doch noch 2 db bei 80 HZ mehr" oder "wie wäre es wenn wir die Snare und die Bass mit einem zusätzlichen Triggersound des J.R: Robinson Kits von 1994 auf-fetten" und einen Mix der Ratio 40/60 zwischen Original Snare und Triggersound fahren usw. usw.


    Diese Soundspirale dreht sich immer weiter. Neulich meinte mal ein Bekannter "wir seien alle pervers". Dieses tüfteln an Sounds in Studios sei der von ihm als ehrlichem Zuhörer gelebten Rockattitüde, völlig entgegengesetzt. Ich sagte "du hast recht, aber für jeden echten, authentischen Drumsound als Aufnahme erntest du bei vielen Zuhörern heutzutage nur noch: klingt zu mittig und flach, der sound ist insgesamt beschissen".


    Mal ein paar Beispiele der letzten Jahre:
    1.) Die Bon Jovi CD mit dem Hit "it´s my Life"... kenne den Longplayer Titel nicht: Drumset mit 16 Mikros und 16 eigenen Kanalzügen am Mischpult aufgenommen und gemischt. So groß waren vor garnicht allzulanger Zeit Mischpulte für den kompletten Bandmix für eine Schallplatte.


    2.) Eine Stratovarius CD (deren Name mir entfallen ist... ich meine es war die "EPISODE" CD) Angeblicher Produktionsetat 500.000 DM. Natürlich nicht nur für die Drumaufnahme sondern das komplette Album. Das war Mitte der neunziger für ein eher kleines-mittleres Label und eine Band deren Wachstumsprognose damals unklar sein mußte und die die meisten Rockfans garnicht kannten - unglaublich viel Kohle! Gemischt und engineered von Mikko Karmila. Ich weiß noch gut wie mich damals dieser ultra-brutal-mächtige Drumsound förmlich an die Wand gedrückt hat. Wenige Wochen nach dieser CD-Veröffentlichung waren die Guestbooks der Musiker und diverser Fansites schon voll von Anfragen oder Begeisterungsäußerungen aufgrund des fetten Drum-Sounds. Heute gilt jener Karmila als einer der besten Rock-Musik-Engineers der Welt und selbst jene, die seine "Gitarrenwände" und seinen "Drum-Fett-Overkill" ablehnen (da es mit den Natursounds der Instrumente nicht mehr viel zu tun hat) - haben Referenzscheiben von ihm in ihren Studioschubladen "versteckt" :) Ist auch er pervers, da er längst über Skandinavien hinaus auf unser aller Hörempfinden massiv Einfluß nimmt und im A/B-Vergleich zu seinen Produktionen lange Jahre von mir sehr geschätzte Rock-Produktionen der frühen Achtziger klingen als seien sie über ein analoges-Telefon eingespielt worden??? Ich weiß es nicht- finde es aber geradezu beängstigend wie "relativ" und manipulierbar unser Soundempfinden ist.


    3.) Lauter und fetter!!!!! Das sind Stichworte der letzten Jahre. In nicht wenigen Mastering-Studios ist ein eigenwilliger Sport entbrannt, wer in der Lage ist die lautesten CD´s rauszuhauen, ohne wahrnehmbare Verzerrung. "Compressed to fuck" und andere mehr oder weniger schlüpfrige Bezeichnnungen sind Spiegelbild dieser Tendenz der audiophilen Neuzeit. Wer sich mal die Mühe macht CD´s die er 1983 erworben hat (oder jene die in den achzigern gepresst wurden) mit neuen CD-Pressungen von 2005 zu vergleichen wird seinen Ohren nicht trauen. Und wird seinen Verstärker-Pegel nach den ersten Takten der 2005-CD erstmal deutlich nach unten korrigieren. Auch eine simple Analyse der Wellenformen bzw. deren Amplitude macht offenbar das bei sehr vielen aktuellen Rock- und Pop Produktionen quasi alles! am oberen Ende angelangt ist... Dynamik? Optisch/meßtechnisch eigentlich garnicht mehr vorhanden - es ist alles auf 11 :)


    4.) Ich habe diverse ältere Tapedecks mit automatischer Bandeinmessung (Bias- und Pegel-Kalibrierung etc). Kurioserweise sollten die immer den bestmöglichen Sound und Pegel je nach Kassetten-Beschichtung bzw. deren magnetischer Eigenschaften ermitteln und somit hochwertige Aufnahmen ermöglichen. Ich habe einige aktuellere Tonträger zu Hause wo plötzlich diese Autokalibrierung zu versagen scheint. Der Bass verzerrt obwohl das Musik-Signal teilweise deutlich unterpegelt (unter 0 db) aufgezeichnet wird. Ich kann es mir nur so erklären, dass mit dem übersteigerten fetten Bass-Anteil der heutigen Bassdrumsounds diese in den achtziger und frühen neunzigern konzipierten Tapedecks nicht mehr umgehen können, da ihre Regelgrenzen und Kalibrierungsparameter für derartige Extreme garnicht ausgelegt waren??? Völlig Crazy. Analoger Kopierschutz sozusagen :)


    Und man könnte vieles mehr berichten, was gegenwärtig alles passiert um Drumsets, snares etc. anders, besser oder sonstwie klingen zu lassen. Z.B. immer aufwendigere Mikrofonierung mit Raumanteil (letzterer kann sehr entscheidend sein, wie eine snare klingt, denn selbst wenn sie kurz im Eigensound ist, kann diese Klangcharakteristik über mehrere! Raummikrofone in unterschiedlichen Distanzen zur Snare aufgestellt, sehr stark manipuliert werden). Auch das "putzen" der Spuren hat "Dank" moderner PC Software Anwendungen längst subframe-Level erreicht. Will heißen: wenn ich z.B. jene Tom- Spuren des Drumsets "mute" sobald kein Schlag erfolgt (mag das für den zu früh verstorbenen Jeff Porcaro Blasphemie sein) aber das Drumset klingt aufgeräumter und läßt anderen Instrumenten nach Ansicht vieler Tontechniker "mehr Luft".


    Übrigens haben die fetten Drumsounds und unsere Hörwahrnehmung seit vielen Jahren natürlich folgerichtig auch den E-drum Sektor ergriffen. Ich kenne viele musikalische Laien, die wenn man E-drums und Akustikdrumset in einem Raum demonstriert die Sounds des E-drumsets favorisieren. Klar - ich bin total anderer Meinung, aber man muß attestieren, dass viele Sounds der E-drumsets sich eben auch an den professionellen zeitgemäßen, fetten Produktionssounds der Tonträger orientieren... und und auch umgekehrt - aber diese Wechselwirkung ist noch komplizierter zu beschreiben!


    Ich finde es super, wenn irgendwelche Jazz-Trios 2 Neumänner im Raum aufhängen und einen real-time-Mitschnitt machen und selbigen dann als offizielle CD veröffentlichen. Da kann man mitunter wirklich annähernd authentische Drumsounds hören. Nämlich fast so wie ein Drumset in einem Raum unter den Händen JENES Drummers für ein Ohrenpaar klingt. Da schließt sich auch der Kreis zu meinem "Bekannten" siehe oben. Der findet Authentizität nämlich viel wichtiger als sub-frame-genau geputzte Spuren.


    Trotzdem, ein großer Prozentsatz internationaler Pop und Rockproduktionen findet unter gänzlich anderen Aufnahme- und Abmischgesetzen statt.


    Und um eines klar herauszustellen: Deine Frage ist klasse und total sinnig. Meine Antwort mag pessimistischer klingen als die Thread-Posts der geschätzten Kollegen obendrüber. Ich halte es größtenteils für unmöglich bestimmte (snare)-Drumsounds vieler aktueller Pop- Rock und Metal Produktionen auch nur annähernd zu imitieren, ohne einen ähnlichen Aufriß, bzw. "perversen" Technikaufwand wie im Studio zu betreiben und behaupte weiterhin, daß genau jene Sounds dieser Tonträger oft nicht mehr sooo viel mit dem Natura-Sound der eingespielten Snare zu tun haben.

    Wichtig, ist natürlich eines...


    ab und an gibt es auch Unternehmen, die eine Marketing-Umfrage (also firmenintern wichtige Infos zur marktgerechten Produktplatzierung und -Entwicklung erhalten wollen) durchführen und Material versprechen, welches dann keiner erhält.


    Das ist bei Dir Maik sicher nicht der Fall. Es wäre aber schon wichtig in Anlehnung an Deinen sehr interessanten Thread-Start hier schon noch das genauere Procedere zu posten:


    1.) unter welchen Bedingungen
    2.) wieviele
    3.) wann
    4.) was


    zum testen bekommen. Es gab leider wie oben erwähnt schon mehrfach unseriöse Firmen, die um Geld für Aufträge an qualitative oder quantitative Marktforschungsinstitute einzusparen mit Prämien, Testmustern etc. lockten - selbige nach Erhalt aller Daten aber nicht im versprochenen Umfange rausrückten. Das darf natürlich nicht passieren und schadet einer Firma und ihrem Ruf mehr als es zunächst unter Kosteneinsparungs-gesichtspunkten zu nutzen scheint! Eine weitestegehende Transparenz des Procederes nach Außen ist sehr wichtig.


    Auch eine festgelegte Grenze (z.B. die ersten 30 aktiven) mit Sticks zu bemustern erscheint fairer als nachträglich ein Losverfahren zu etablieren, was jenen, die schon den Fragebogen ausgefüllt haben, vorher so garnicht bekanntgegeben wurde.


    Kollegialer Gruß

    Danke Bibbel...


    genau so mußte ich es seinerzeit für die psychologische-Physiologie-Prüfung auch lernen... schrecklich war das. Ich hasse mündliche Verhöre!


    Trotzdem wollte ich Wildchild nicht widersprechen, denn selbst einige medizinische Fachbereiche bzw. -Veröffentlichungen, ordnen oftmals "alles" unter einem Organ bzw. pragmatischen Überbegriff unter.


    Aber wie sagst du schon richtig:

    Zitat

    Hat was mit praktischem Handeln zu tun, und nicht mit Verständnis.

    @Chuck-Boom


    Recht hast Du... aber ich konnte es mir (diesmal) nicht verkneifen :)


    Ich möchte auch nicht zu weit im Kaffeesatz lesen, inwiefern der Freund was gemeint haben könnte bzw. womit er eventuell ein Stück weit recht hat. Denn er hat es nicht... wenn er es denn so gesagt hat.


    Folgendes zum Thema Felle. Natürlich können "gute Felle" eine Menge bewirken... trotzdem 2-3 Beispiele:


    Ein Magna-Set, Baujahr Ende der 90´er. Besitze ich selbst. Super-fette Kessel - grottenübler Sound der Toms. Die Kessel klingen tot - mausetot, egal ob ich Markenfelle ´draufziehe oder die Mondkrater-übersähten Originalfelle von Magna die der Vorbesitzer malträtiert hat.


    Resonanz oder Kesselton??? Nicht vorhanden!
    Nein, ich behaupte nicht, dass alle Magna-Sets so klingen. Aber jenes welches ich besitze und welches im Kreise seiner ehemaligen Besitzer und zuhörer schon zu "legendärem Ruf" gelangte... ala "schlechtester Drumsound" der Drumhistorie.


    Remo-Rototoms. Auch hier können unterschiedliche Felle andere Sounds rauskitzeln. Trotzdem ist immer! deutlich hörbar, dass kein Resonanzkessel vorliegt.


    Auch ich kenne Magnum Sets (z.B. die Classic-Dinger) die mit Markenfellen wirklich sehr passabel klingen... man könnte sogar ohne rot zu werden "gut" sagen. Andererseits kenne ich auch Magnum Sets der Frühphase... die auch mit Markenfellen total grausam klingen... bzw. siehe Magna "nicht klingen".


    Es tut mir manchmal in der Seele weh, wenn vorschnell Pauschal-Tips für Schrottschüssel-Sets gegeben werden und Leute daraufhin noch mal 100 oder noch mehr Euro für neue Felle ausgeben... nur um hinterher festzustellen, dass sie für 300 oder weniger Euro ein gebrauchtes Basix Custom oder Tamburo vbekommen hätten, welches selbst mit den mehr oder weniger gebrauchten Werksfellen welten besser klingt!


    Man kann leider NICHT generell sagen, dass gute Felle jedem Set hörbar gut tun. Manchmal lohnt diese weitere Investition (in eine Totgeburt) nicht mehr. Als Markenfelle noch 1 DM per inch kosteten konnte man vielleicht eher dahingehend rumexperimentieren. Heute wo der Gebrauchtmarkt Sets hergibt, die gerade mal so viel wie 2-3 Fellsätze kosten - würde ich aus rationalen Erwägungen manchesmal von einem Fellkauf abraten oder mal mit einem gebrauchten Marken-Fell eines Kumpels für einen Tom einen schnellen Check vornehmen, wieviel besser der Sound wirklich wird.


    Ich weiß ich zitiere mich selbst (und es nervt :) aber nochmal: den größten Einfluß auf ein Drumset hat der Raum in dem es steht. Dann gibt es natürlich andere Faktoren die siehe posts oben aber schon zutreffend genannt wurden.

    Ja, ZENO ROTH


    Die Band ZENO ist meiner Meinung nach die beste Melodic Rock Band Deutschlands. Nur leider stellen sie nur alle 6-7 Jahre mal eine CD fertig. Trotzdem das lange Warten bzw. der lange Atem der Fans hat seine Berechtigung. Tolle Musik & göttliche Gitarre!


    Dringende Empfehlung (in der Reihenfolge meines Geschmacks):


    1.) "Listen to the light" Zeno
    2.) "Zeno" Zeno-Debüt von 1986
    3.) "Zenology II" Zeno
    4.) "Zenology" Zeno

    Ich verfolge sein Spiel wie gesagt seit 1978.


    Die MSG Sachen mit dem leicht schwuchteligen McAuley-Gesang waren zwar musikalisch von den Hooklines her Kindergarten-Niveau, aber die beteiligten Musiker waren trotzdem klasse - und auch das tolle Gitarrenspiel über jeden Zweifel erhaben.


    Neueres kenne ich auch von ihm. Fakt ist aber international kennt man eigentlich aus Deutschland nur 2 Worldclass Guitarvirtuosos (wenn man überhaupt auf dt. Gitarristen anspricht :)
    1.) Uli Jon Roth (obwohl ich seinen Bruder Zeno viel besser an der Klmapfe finde)
    2.) Michael Schenker


    Bei beiden bezieht sich ihr Renomee interessanterweise hauptsächlich auf ihre Frühphasen (Roth z.B. Scorpions + Electric Sun). Beim Schenker spielt fast alles auf sein Gitarrenspiel in den UFO-Tagen an. UFO war niemals besser als mit ihm. Die "Strangers in the night" gilt völlig zurecht als beste Live-Doppel-LP aller Zeiten. Natürlich kennt man ihn auch von einigen MSG-Outputs (übrigens die meiner Meinung nach beste Scheibe war jene mit dem Gesangsgott Bonnet)... die Phase danach inklusive des Droppings durch die Plattenfirmen fanden nicht mehr soo viel Beachtung - das heißt natürlich nicht, dass er schlechter wurde. Lediglich, dass der Markt wegbrach und er keine besonders nennenswerten Stückzahlen mehr absetzt. Aber das ist wurscht, solange die Musik toll ist!

    Der Michael ist musikalisch betrachtet einer der besten (Hard)Rock Gitarristen seiner Generation (gewesen?)... und somit einer der ganz wenigen aus Deutschland mit internationalem Format und ebensolcher Anerkennung. Noch dazu unverwechselbar eigenem Stil. Kein Clone von niemand. Sehr selten - damals wie heute!


    Unerträglich (und bei ungetrübtem Bewußtsein nicht nachvollziehbar) sind Statements auf seiner Website... die schlimmste Befürchtungen in Hinblick auf sein privates wie geschäftliches Umfeld und auch sein Seelenleben zulassen.


    Als ich vor Wochen las, was da von ihm gepostet wurde, traute ich meinen Augen nicht. Ich hielt es zunächst für einen (schlechten) Scherz oder das Ergebnis nach durchzechter Nacht. Die Tatsache wie diese Posts weitergesponnen wurden und das sie eben nach einigen Tagen NICHT entfernt wurden, belegt, dass dieser geniale Gitarrist, der seit 1978 bis heute zu meinen absoluten Guitarheroes zählt, sich scheinbar mit den falschen Menschen umgibt (privat wie geschäftlich), letzteres wie er selbst schrieb nicht zu trennen vermag (juristische und private Schlammschlachten weit unter der Gürtellinie waren wie von ihm detailliert! gepostet offensichtlich die Folge) und darüberhinaus auch dringendst Unterstützung- respektive Hilfe braucht.


    Seit wenigen Wochen sind diese unerträglichen Posts editiert. Zum Glück - es zeigte einen Musiker im freien Fall...


    Hoffentlich geht es wieder aufwärts! Ich drücke die Daumen in jedem Fall.

    Schwindel könnte daran liegen, dass unser Gleichgewichtsorgan physiologisch in engem Zusammenhang mit dem Gehör steht!


    Unbedingt mit Gehörschutz trommeln. Ich hatte sowas mal trotz Gehörschutz in einem Keller, in dem über Jahrzehnte Heizungsöl ausgelaufen war. Das ging bis zu kurzzeitigen Taubheitsgefühlen in den Fingern. Beängstigend und wahrschenlich irgendeine "leicht" toxische
    Wirkung durch die "Verseuchung" des Raumes.


    Bei Dir tippe ich aber recht eindeutig auf Überlastung des Gehörs durch "wüste" Trommelei ohne Gehörschutz und Folgewirkung auf das Gleichgewichtsorgan - somit Schwindel!


    Trotzdem gilt der Rat des Kollegen oben, den ich gerne nochmals aufgreife: über solche Phänomene mal mit einem Arzt sprechen, denn es können auch andere Ursachen dahinterstecken die vom Arzt (und keinem! Online-Forum) diagnostisch geklärt werden können.

    Thanks Paradiddler...


    Ich habe vor wenigen Tagen vom Pearl Product-Manager in Deutschland eine Rückmeldung erhalten, dass man meine Sitze gerne einem Materialexperten vorlegen will. Ich habe sie also verpackt und an M&T eingeschickt. Nach seiner Aussage ist noch nie ein D-75 reklamiert worden. Nun bin ich in Erwartungshaltung wie es weitergeht. Er macht(e) aber einen sehr seriösen und kompetenten Eindruck und ich hoffe auf Austausch.

    Das Ding war doch vor wenigen Wochen schonmal drin.


    Scheinbar keinen Käufer gefunden. Ist eben für normalsterbliche immer noch sehr viel Asche... erst recht wenn man bedenkt, dass man eine Sonor Glockenguß mit etwas Glück für 600 Euro gebraucht finden kann.


    Trotzdem ist die Paiste mit Sicherheit eine tödliche Waffe und für echte Sammler auch richtig Asche wert. Nur mir wäre es vieeeeeeeeel zu teuer. Im nächsten Leben vielleicht :)

    Klassischerweise geht man so vor (ausnahmen sind immer erlaubt :)


    Kernfrage stellen: Ist Click sinnvoll... oder dem Song förderlich ???


    wenn "Ja" - dann:


    1.) "Guide-Track" einspielen: zum Beispiel die Gitarren und ´ne Vocal line um das grobe und das Arrangement des Stückes als Grundlage zu haben. Denn der Drummer soll in aller Regel nicht im Blindflug (oder stupide auswendig lernen) trommeln, sondern mit Feeling und Ideen aufwarten, die zum Vibe des Tracks passen. Letzteres ist deutlich natürlich und homogener, wenn er zu einer Guideline echter Musikanten trommelt. Wichtig der Guide-Track wird natürlich NICHT auf Tonträger gebannt. Er dient nur dem Drummer zur Orientierung und "Einstimmung".

    2.) Darauf die finalen Drums einspielen


    3.) Zur Drumspur nun den finalen Bass einspielen. Bass ist klassischerweise das zweite Instrument, da die Tightness zwischen Bass und Drums lebenswichtig ist.


    4.) Gitarrenspuren


    5.) Vocals


    6.) Eventuell finale Gitarrenlicks, die Vocal-Phrasierungen aufgreifen bzw. weiterführen oder interpretieren sollen. Die kann man ja schlecht vorwegnehmen, solange der Sänger nicht in der Endversion ´draufgesungen hat :)


    Wenn kein Click gewünscht ist und einzelne Musiker im Zusammenspiel recht sicher sind, kann man natürlich auch Drums und Bass gemeinsam aufnehmen und quasi danach nur einzelne Basstöne editieren, wo untighte Stellen (oder Verspieler) hörbar sind.


    Natürlich ist es beachtlich, wenn man einen ganze Band komplett quasi live aufnimmt und hinterher nur einzelne Dinge overdubbed.... aber ich denke auf diesen Modus bezog sich Deine Frage NICHT.


    Rock on!